DEP0010839MA - - Google Patents
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Description
P 10839 VII/7lc
Schuhe, Stiefel oder andere Hohlkörper, die auf Leisten und ähnlichen formgebenden Kernen hergestellt
werden, werden von Zeit zu Zeit in ihrer Gestalt geändert. An Stelle der früher üblichen
Holzleisten hat man daher Leisten vorgeschlagen, die ganz oder zum Teil aus formbarem Kunststoff
hergestellt sind. Sie haben aber den Nachteil, daß entweder die den Kunststoff tragende Form zu
schwer ist oder bei einer Fertigung ganz aus Kunststoff das Leistengewicht zu groß wird. Demgegenüber
weist der Leisten nach der Erfindung eine Kernfprm auf, die schalenförmig etwa entsprechend
der Leistengestalt ausgebildet ist und auf ihrer Oberfläche mit einer formbaren Kunststoffschicht
versehen ist. Der Kunststoff dieser Oberschicht läßt sich durch gewisse physikalische oder chemische
Einwirkungen erweichen und formen, ist aber während der Herstellung der Schuhe u. dgl. genügend
hart und gegen die in Frage kommenden Einflüsse widerstandsfest. Andererseits gestattet er die Aufnahme
von Nägeln, Klammern oder ähnlichen Halteeinrichtungen. Die Oberschicht aus Kunststoff kann
auch entfernt und durch eine neue ersetzt werden. Die Umgestaltung wird zweckmäßig in entsprechenden
Formen je nach dem Material mit oder ohne Druckeinwirkung vorgenommen. Die verhältnismäßig
dünne Oberschicht benötigt für die Umgestaltung nur wenig Wärme oder andere Mittel, sie
kann auch schnell stattfinden. In der hohlen Schale lassen sich Vorrichtungen für das Halten von Teilen
des zu fertigenden Schuhes unterbringen:
Schuhleisten nach der Erfindung sind in Ausführungsbeispielen in einer Zeichnung mit zwei Abbildungen
veranschaulicht. Es ist dargestellt in
Abb. ι ein Schuhleisten mit Kernstück im Schnitt,
Abb. 2 der Schnitt durch einen Teil eines Leistens.
In dem Leisten der Abb. 1 befindet sich das
Kernstück 1, das aus Metall oder einem anderen schwer veränderlichen Werkstoff hergestellt ist und
etwa der Gestalt des Leistens entspricht. Es ist durch das Scharnier 2 in üblicher Weise mit dem
Kernstück 3 des Fersenteiles des Leistens verbunden. An den Kernstücken 1, 3 können Hülsen 4,
Halterungen, Beschlagteile od. dgl. angebracht sein, wie sie auch an Holzleisten bekannter Art verwendet
werden. Die Kernstücke sind mit einer Oberschicht 5 aus einem Stoff, vornehmlich einem
Kunststoff, versehen, der beispielsweise bei Wärmegraden, wie sie bei der Schuhherstellung und
-trocknung vorkommen, so hart ist, daß er bei den erforderlichen Drucken seine Form nicht verliert,
andererseits in ihn Nägel od. dgl. hineingetrieben und in ihm gehalten werden können. Bei höheren
Wärmegraden bzw. unter chemischen Einwirkungen läßt sich der Stoff zweckmäßig in geeigneten
Formen umformen. Der Kunststoff kann auch so beschaffen sein, daß er durch Feuchtigkeit für die
Umformung vorbereitet wird. Die Gestalt der Leisten läßt sich auch dadurch ändern, daß nach
Entfernen der alten Oberschicht eine neue durch Gießen oder auf andere Weise, beispielsweise durch
Auflegen von erweichten Kunststoffplatten, geschaffen wird.
Ein Beispiel für die Anbringung von Haltevorrichtungen im Innern der hohlen Schale des Kernstückes
zeigt Abb. 2. Am Rande des nach der Sohlenseite offenen Kernstückes 1 sind beispielsweise
Hebel 6 mit Haken 7 od. dgl. angebracht, die ein Ziehen des Schuhleders 8 über die Oberschicht 5
ermöglichen. Nach Verändern der Oberschicht kann dem Leder jeweils eine andere Form gegeben
werden.
Claims (3)
1. Schuhleisten aus einem schwer veränderlichen Kernteil und daran befestigten Stücken
aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernstück aus einer hohlen, der Leistengestalt
entsprechenden Schale besteht, auf welche eine formbare Oberschicht aus Kunststoff
aufgebracht ist.
2. Schuhleisten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auswechselbare Oberschicht
durch Einwirkung von Wärme, Feuchtigkeit oder chemischen Mitteln aufweichbar ist.
3. Ausführungsform des Schuhleistens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
an den Kernstücken (1,3) Hebel (6), Klammern od. dgl. Haltevorrichtungen angebracht sind, die
ein Halten des Leders (8) bzw. allgemein des Werkstoffes des Schuhes od. dgl. ermöglichen.
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