DEP0010122MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Juli 1953 Bekanntgeniacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei den bekannten Häkelmäschinen mit waage-"■""
rechter Nadelreihe sind die rohrförmigen, senkrechten Schußfadenführer mittels gemeinsamer
Tragschiene nicht nur quer zu ihrer Längsrichtung hin und her verschiebbar, sondern auch axial heb-
und senkbar, um im Zusammenarbeiten mit den unter sowie zwischen ihnen in ein und derselben
waagerechten Ebene vor- und zurückgehenden, an der Nadelbarre sitzenden Arbeitsnadeln die von
ίο oben kommenden Schußfäden mit den von unten
hochgeführten Kettfaden unter Maschenbildung zu verknüpfen. Die Erzeugung des Häkelmusters erfolgt
dabei dadurch, daß mehreren mit Fadenführern besetzten Schienen, die durch Nocken eine auf
und ab gehende Parallelverschiebung erfahren, je eine axiale Hinundherverschiebung durch Stoßstifte
erteilt wird, die zum Erzielen verschiedener Muster auswechselbar auf einem seitlich zu den
Schienen gelagerten und diesen periodisch genäherten umlaufenden Band angeordnet sind. Diese 2»
Steuervorrichtung weist infolge der Verwendung mehrerer Fadenführerschienen und der diese senkenden
und anhebenden Nocken sowie der sie auswählenden Stoßstifte nicht nur eine erheblich raumbeanspruchende
Bauart auf, sondern arbeitet' auch verhältnismäßig langsam sowie überdies wegen des
dauernden Aufeinandertreffens von Metall auf Metall sehr geräuschvoll; außerdem bietet das mit
austauschbaren Stiften versehene Band nur eine beschränkte Möglichkeit zur Änderung des Häkel- , 30·
musters.
Man hat auch bereits vorgeschlagen, bei diesen Häkelmaschinen das zur Verknüpfung, der Kett-
und der Schußfäden gebräuchliche Senken der Schußfadenführer dadurch zu vermeiden, daß zum
Herabziehen der Schußfäden unter die Ebene der
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Zungennadeln vor der Fadenführerreihe Platinen angeordnet sind; diese Platinen — zu mit Haken
versehenen Drähten ausgebildet — sind auf einer drehbar gelagerten : Welle angeordnet; durch
Schwenken werden die Haken abwärts bewegt und erfassen den zugehörigen Schußfaden, den sie unter
die Zungennadelebene ziehen, während die Fadenführer nur einen geraden Wechselgang in der Richtung
ihrer Reihe ohne jede Axialbewegung ausführen. Diese drahtförmigen Schwenkplatinen sind
aber dabei in einem für ihren Einbau in die Häkelmaschine ungünstigen Raum untergebracht, da sie
sich zwischen den von unten ansteigenden Kettfäden und der Maschinenvorderwand befinden und
daher schwer zu überwachen.und nicht bequem zugänglich sind; außerdem vergrößern sie die Abmessung
der Maschine quer zur Fadenführerreihe erheblich; auch ist ihre Wirkungsweise insofern
nicht genügend zuverlässig, als Drähte, die dauernd in rascher Folge hin und her geschwenkt werden,
sich infolge ihrer geringen Starrheit leicht verbiegen und dann nicht mehr das genaue Arbeiten
der an ihnen geformten Fanghaken für die Schußfäden gewährleisten.
Nach der Erfindung wird nun bei einer mit waagerecht liegender Nadelreihe und mit gerader,
hin und her bewegbarer Schußfadenführerreihe arbeitenden Häkelmaschine das Problem des Ersatzes
des zur Kett- und der Schußfädenverknüpfung üblichen Senkens der Fadenführer durch
die Wirkung von Platinen dadurch in einwandfreier Weise gelöst, daß erfindungsgemäß zwischen
und hinter den nur in der Richtung ihrer Reihe hin und her gehenden 'Schu'ßfadenfüforern quer zu
deren Reihe durch einen Antrieb vor- und zurückschiebbare Platinen angeordnet, die bei ihrem Verschieben
zwischen je zwei nebeneinanderstehenden Fadenführern den von diesen quer zu den Arbeitsnadeln gelegten Schußfaden unter diese drücken
und durch einen ihre Kupplung mit dem Antrieb steuernden Wähler für die Bildung der Felder des
Häkelmusters in ihrer Gesamtheit und zur Erzeugung von Schleifen in den einzelnen Feldern einzeln
oder in Gruppen zum Vorwärts- und Rückwärtsgang veranlaßt werden.
Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Häkelmaschine sind die das Senken der Schußfäden unter
die Zungennadelebene bewirkenden Platinen — da sie hinter den Fadenführern liegen — in einem
freien, für ihre! übersichtliche Anordnung und leichte Überwachung vorteilhaften Raum untergebracht
und bedingen daher auch keine Vergrößerung der Abmessungen der Maschine, und gleichzeitig
können sie, weil ihr Übergang von der Ruhe-
.55 in die Arbeitsstellung und zurück durch Längsverschiebung erfolgt, sicher geführt werden, so daß
die Gefahr ihrer Verformung und ihres dann nicht zuverlässigen Arbeitens ausgeschlossen ist. Ferner
ist durch ihre Einzelführung und ihre Verschiebungsbewegung sowie durch ihre Verlegung hinter
die Fadenführer reihe ihre Steuerung durch Wähler ermöglicht und erleichtert, welche sie entsprechend
dem zu erzielenden Muster zur Wirkung bringen und bequem in ihren Antrieb eingeschaltet werden
können.
Auch wird erfindungsgemäß gegenüber den mit mehreren heb- und senkbaren Fadenführerschienen
und einem Nocken- und Stoßstiftantrieb für diese versehenen, bisher meist gebräuchlichen Häkelmaschinen
eine erhebliche Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit und der Leistungsfähigkeit der
Häkelmaschine erreicht, da nicht mehr die Auf- und Abwärtsbewegung von mehreren schweren langen
Fadenführerschienen notwendig, ist und statt dessen nur eine einzige Fadenführerschiene in ihrer
Längsrichtung hin und her bewegt werden muß; es sind somit sehr leichte und dünne Platinen mit
gleitender Reibung auf waagerechter Auflagefläche vor und zurück zu Verschieben; außerdem kann der
sonst für jeden, herabgehenden Fadenführer zwisehen zwei benachbarten Arbeitsnadeln erforderliche
Raum für eine zweite Nadel ausgenutzt werden und jeder Fadenführer senkrecht über einer
Arbeitsnadel statt wie bisher zwischen zwei Nadeln angeordnet werden. Mit einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Maschine läßt sich die Zahl der in der Minute erzielbaren Maschen im Vergleich zu
den gebräuchlichen Maschinen verdoppeln bis verdreifachen, und dabei gestattet die Möglichkeit der
Verdopplung der Zahl der Arbeitsnadeln die Herstellung von feinerem Filet mit der Hälfte der bisher
erzeugten Felderbreite.
Weiterhin wird die ganze bauliche Ausführung der Maschine wesentlich vereinfacht, da nur eine
einzige Fadenführerschiene erforderlich ist und für deren waagerechte Verschiebung ein Exzenterantrieb
an Stelle des umlaufenden Bandes mit seinen Stoßstiften genügt, wodurch auch ein praktisch
geräuschloses Arbeiten der Maschine erreicht wird. Eine bauliche Vereinfachung ergibt sich bei der
Häkelmaschine nach der Erfindung auch dadurch, daß die Arbeitsnadeln an ihren vorderen Enden
nicht mehr geführt zu werden brauchen, was gleichzeitig den raschen Verschleiß vermeidet, dem sie
und ihre Führungen sonst durch die stets gegenseitige Bewegungsreibung unvermeidlich unterworfen
sind. Ferner läßt sich durch entsprechende Ausbildung des das Vorschieben der Platinen einzeln
oder in Gruppen oder in ihrer Gesamtheit steuernden Wählers eine weitgehende, fast unbegrenzte
Mannigfaltigkeit der Muster bei den mit der Maschine herzustellenden Gardinen und sonstigen
Stoffbahnen trotz Verwendung nur einer einzigen Fadenführerschiene erzielen.
Die hin und her schiebbaren Platinen können an ihren die Schußfäden niederdrückenden Enden erfindungsgemäß
mit einer Schrägkante versehen sein, welche das Herabziehen des Fadens unter die
Nadelebene allmählich gestaltet und den Faden bis zum Vorgehen der Nadeln unten hält. Der Antrieb
für die Platinen kann aus einem motorisch hin und her bewegten Schieber bestehen, der durch
den Wähler zur Felderbildung mit der Gesamtheit und zur Schleifenerzeugung mit einzelnen oder mit
Gruppen der Platinen an deren hinteren Enden zeitweise gekuppelt wird. Diese Kupplung und Ent-
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kupplung kann nach der Erfindung dadurch erreicht werden, daß die Bewegungsbahn des Schiebers
und das hintere Ende der Platine oder der Platinen durch den Wähler für den Vorschub vorübergehend
in Fluchtlinie gebracht werden und der Schieber das Zurückziehen aller jeweils vorgeschobenen
Platinen durch einen an diesen bei seinem Rückgang angreifenden Mitnehmer bewirkt.
Um das hintere Ende der Platinen zeitweilig ίο durch den Wähler in die Bewegungsrichtung des
Schiebers einzustellen, können die Platinen nach der Erfindung rückwärts mit federnden Zungen
versehen sein, deren freie Enden elastisch in die Schieberlaufbahn durch den Wähler angehoben
werden und bei Freigabe durch diesen selbsttätig in die außerhalb dieser Bahn liegende Ausgangsstellung
zurückkehren. Der Wähler kann erfindungsgemäß aus einem endlos umlaufenden Band bestehen, das mit Erhöhungen oder Höckern versehen
ist, welche die zeitweilige Kupplung der vorzuschiebenden Platinen mit ihrem Antrieb durch
Einwirkung auf die hinteren Platinenenden, vorzugsweise mittels Verschwenkung von ihre Bewegung
an diese Platinenenden übertragenden Hebeln, herbeiführen- und in einer dem zu erzeugenden
Häkelmuster entsprechenden Anordnung und Folge auf dem endlosen Band vorgesehen sind.
Um dieses Band von der Herbeiführung des zur Bildung der Felder jeweils erforderlichen Verschie-30'
bens der Gesamtheit der Platinen zu entlasten, kann nach der Erfindung zwischen den Platinen
und dem Antriebschieber ein in dessen Bewegungsbahn durch eine Kurvenscheibe oder sonst ein
Steuermittel einführbares und daraus wieder entfernbares Zwischen- oder Kupplungsglied angeordnet
sein, das die Vorwärtsbewegung des Schiebers bei Einstellung in dessen Bahn auf sämtliche
Platinen überträgt. Durch Veränderung des Zeitabstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Vorschüben aller Platinen kann die Länge der Felder der Musterung in der Kettfadenrichtung
und durch Änderung der seitlichen Verschiebung der Fadenführer die Zahl der an den Enden der
Felder zum Übereinanderliegen kommenden Schußfäden vermehrt oder vermindert werden, während
die Zahl der in jedem Feld erzeugten Schleifen durch die Anzahl der vom Wähler veranlaßten
Einzel- oder Gruppenvorschübe von Platinen bestimmt und veränderbar ist.
Die Zeichnung veranschaulicht die Häkelmaschine nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel.
Abb. ι zeigt die Maschine in Vorder- und
Abb. 2 in Seitenansicht unter Fortlassung aller für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Einzelheiten;
Abb. 2 in Seitenansicht unter Fortlassung aller für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlichen Einzelheiten;
Abb. 3 läßt schematisch einen Teil eines mit der Maschine nach Abb. 1 und 2 erhaltenen Gardinenmusters
erkennen.
Gemäß Abb. 1 und 2 sind zwischen den wie üblich an einer vor- und zurückgehenden Nadelbarre
ι gehaltenen Arbeitsnadeln 2 und den an einer hin und her bewegten Tragschiene 3 angebrachten
rohrförmigen Fadenführern 4 dünne lamellenförmige Platinen 5 angeordnet, welche ein-'
zein zwischen je zwei Fadenführern 4 vorschiebbar und hinter diese zurückziehbar sind. Durch die
Röhrchen der Fadenführer 4 werden in üblicher Weise die Schußfäden S und durch die wie sonst
an einer hin und her gehenden Leiste 6 sitzenden Lochnadeln 7 die Kettfäden K der zu erzeugenden,
zwischen den Abstreifblechen 8 und 9 nach unten abgeführten Gardine G zugeleitet. Die zueinander :
parallelen Platinen 5 sind in senkrechten Schlitzen der Schenkel 10 und 11 einer feststehenden Führungsleiste
12 von U-förmigem Querschnitt und von einer der Maschinenbreite entsprechenden
Länge verschiebbar gelagert und weisen an ihrem : vorderen Ende eine Schrägkante 13 und an ihrem
hinteren Ende eine sie verlängernde federnde Zunge 14 sowie in ihrem Mittelteil eine nach oben ragende
Nase 15 auf. Gegebenenfalls können die vorderen Enden der Platinen 5 durch eine besondere, kammartig
geschlitzte Leiste 12' zusätzlich geführt sein;
Für den Antrieb der Platinen 5 ist ein in einer waagerecht liegenden Führungsschiene 16 vor- und
rückwärts bewegbarer und wie diese sich über die ganze Maschinenbreite erstreckender Schieber 17
vorgesehen, der an seiner den Platinen zugekehrten Kante J 7' in einen plattenförmigen, zur Gewichtserleichterung
zweckmäßig ausgesparten Arm 18 übergeht, der beim Rückwärtsgang des Schiebers
17 durch einen Mitnehmer 19 an den Nasen 15 der
etwa in die Arbeitslage vorgeschobenen Platinen 5 angreift und diese nach hinten bis zum Auftreffen
ihrer Nasen 15 an dem als feststehender Anschlag
ihre Ruhelage bestimmenden freien Ende 20 des Schenkels 10 der Führungsleiste 12 zurückzieht. ■
Die Zungen 14 der Platinen 5 liegen etwas unterhalb der Bewegungsbahn des Schiebers 17, so daß
sie, um von diesem bei seinem Vorwärtsgang mitgenommen zu werden, erst milt dessen Vorderkante
17' gekuppelt werden müssen. Zwischen der Schiebervorderkante
17' und den Enden der Platinenzungen 14 ist ein Spalt χ frei gelassen, in den ein
Zwischenglied 21 in der Form einer dem Schieber 17 in der Länge gleichkommenden flachen, senkrechten
Leiste einführbar ist, die in der eingeschobenen Stellung die Vorwärtsbewegung des Schiebers
17 auf die sämtlichen Platinenzungen 14 überträgt, so daß alle Platinen 5 in die Arbeitslage
zwischen den Fadenführern vorgeschoben werden, wodurch die Felder in dem zu erzeugenden Häkelmuster
begrenzt werden. Das Zwischenglied 21 kann zwischen Rollen 36 geführt sein, die in einem
mit dem Schieber 17 verbundenen und seinen Bewegungen folgenden Lager laufen.
An den einzelnen Platinenzungen 14 greifen durch einen im Schieberarm 18 ausgesparten
Schlitz 18' hindurch Schnüre 22 an, die über eine Walze 23 einzeln oder gruppenweise mit dem freien
Ende je eines um eine Welle 24 schwenkbaren Hebels 25 verbunden sind, so daß sie bei dessen
Drehung um einen entsprechenden Winkel die freien Enden der Platinenzungen 14 in die Bewegungsbahn
des Schiebers 17 anheben, aus der sich bei '
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Freigabe der Hebel 25 für' die Rückdrehüng die
Platinenzungen infolge ihrer Federung selbsttätig wieder entfernen. Das zum Anheben der Platinenzungen 14 erförderliche Verschwenken der Hebel
25 wird durch einen Wähler 26 veranlaßt, der aus einem endlosen, durch eine angetriebene Trommel
■': 27 in Umlauf versetzten und. über eine weitere
Trommel 28 gespannten Band besteht, das auf die Hebel 25 durch an ihm abstehende Hocker 29 einwirkt,
die in einer durch die Zahl der Schleifen in den Feldern' des zu bildenden Häkelmusters bestimmten
Anzahl und Verteilung auf dem Band 26 angeordnet sind. Das endlose Band 26 kann aus
einzelnen äneinandergelenkten Streifen 26' z. B.
aus Blech zusammengesetzt sein, in denen die Hökker 29 herausgepreßt sind.
: Der Antrieb des Schiebers 17 und des Zwischengliedes
21 sowie des Bandes 26 kann von einer gemeinsamen motorisch in Umdrehung versetzten
Welle 30 aus erfolgen, die auch zur Herbeiführung der Hinundherbewegurig der Fadenführerschiene 3
Und der Nadelbarren 1 und 6 ausgenutzt sein kann. An die beiden Enden des über die ganze Breite der
Maschine reichenden Schiebers 17 ist mittels einer aus Stift und Schlitz bestehenden Verbindung je
ein um einen Zapfen 32 schwenkbarer Hebel 33 angelenkt, der entgegen der Wirkung einer Rückholfeder
34 durch eine auf der Welle 30 sitzende Kurvenscheibe 31 periodisch nach den Platinen 5
hin bewegt und dann für die Zurückziehung durch die Feder 34 jeweils wieder freigegeben wird. Um
jeden der zwei Zapfen 32 ist ferner unabhängig von dem einarmigen Hebel 33 ein zweiarmiger Hebel
35 schwenkbar, mit dessen einem Arm das in den Spalt χ einführbafe leistenförmige Zwischenglied
21 durch einen Lenker 21' verbunden ist und dessen
: anderer Arm an einer auf die Welle 30 aufgekeilten Kurvenscheibe 37 anliegt, so daß das Zwischenglied
21 unter Verschwenken der an seinen beiden Enden angreifenden zweiarmigen Hebel 35 mittels
der auf diese wirkenden Kurvenscheibe 37 in seine Hochlage angehoben werden kann, aus der es durch
sein Eigengewicht in die Tief lage zurückfällt, wenn die zwei Kurvenscheiben 37 die Rückdrehung der
beiden Hebel 35 gestatten.
Die Welle 27' der das Band in Umlauf setzenden Trommel 27 ist durch eine Zahnrad- und Kettenverbindung 38 mit der Antriebswelle 30 gekuppelt,
von der aus durch nicht dargestellte weitere Kurvenscheiben
auch die z. B. entgegen einer Rückholfeder erfolgende Querverschiebung der Fadenführerschiene
3 und die Vorwärtsbewegung der z.B. durch Federkraft nach rückwärts gezogenen Nadelbarren
ι und 6 gesteuert und angetrieben werden.
Die Umrisse der Kurvenscheiben 31 und 37 sind so gewählt, daß nicht nur bei den durch die zwei
Kurvenscheiben 37 veranlaßten Anstiegen des Zwischen- und Kupplungsgliedes 21 ein Vorwärtsgehen
des Schiebers 17 durch die beiden Kurvenscheiben 3.1 herbeigeführt wird, sondern diese auch in der
Zwischenzeit zwischen diesen zwei Arbeitstakten, des Kupplungsgliedes 21 auf den Schieber 17 einwirken, um ihn ein- oder mehrmals nach vorn zu
drücken und hierdurch zum Vorschieben der gleichzeitig durch den Wähler 26 an den Zungen 14 angehobenen
Platinen und damit zur Schleifenbildung in den bei den Anstiegen des· Zwischengliedes 21 erzeugten
Feldern des Häkelmusters zu veranlassen. Dieses Verhältnis der Zahl der Gesamtvorschübe
aller Platinen zur Zahl der zwischen zwei Gesamt-Vorschüben erfolgenden auswählenden Platinenvorschübe
kann durch Auswechseln verschieden ge-
, formier Kurvenscheiben 31 und 37 beliebig geändert werden, und durch Auswechseln von Bändern
26 mit jeweils anders angeordneten und ver-
: teilten Höckern 29 kann die Zahl und die Lage der
Schleifen in den einzelnen Feldern des Häkelmusters verändert werden. Durch Anwendung. verschieden
geformter Kurvenscheiben für die Erzielung des Verschiebungshubes der Fadenführerschiene
3 kann an den Enden der Felder des Häkelmusters die durch die Zahl der dort übereinandergelegten
einzelnen Schußfäden bestimmte' Gesamtschußfadendicke verändert werden, und die
Länge der Felder in der Längsrichtung der Häkelbahn läßt sich durch Benutzung von Kurvenscheiben
37 mit verschiedenen Umrissen, d. h. durch Änderung des Zeitabstandes der Anstiege des Zwischengliedes 21, ändern.
Das Zwischenglied 21 kann auch weggelassen
und statt dessen an dem endlosen Band 26 ein über dessen ganze Breite gehender streif enförmiger
; Hocker vorgesehen werden, der durch Einwirkung
auf alle Hebel 25 die Gesamtheit der Platinenzungen anhebt und dadurch den gleichzeitigen
Vorschub aller Platinen 5 durch den Schieber 17 ähnlich wie das Zwischenglied 21 veranlaßt. Ferner
kann man das endlose Band 26 statt durch Hebel : und Schnüre auch unmittelbar auf die federnden
; Platinenzungen 14 einwirken lassen, indem man es unter diesen so anordnet, daß seine Höcker 29 die
'■■ Platinenzungen 14 anheben und nach Vorbeigang
an ihnen wieder in die Ruhelage zurückfedern lassen. Weiterhin kann die Kurvenscheibe 37 auch
auf einer von der Antriebswelle 30 getrennten und mit dieser durch Zahnrad- und Kettenverbindung
oder Zahnradübersetzung gekuppelten Welle aufge- ■ keilt und das Drehzahlenverhältnis der beiden
Wellen gegebenenfalls veränderbar sein.
Wie der aus Abb. 3 ersichtliche Teil eines erfin- "o
dungsgemäß erzeugten Gardinenmusters erkennen läßt, wird der von einem Fadenführer 4 kommende
Schußfaden^ durch die Schrägkante 13 der vorge- ■■ schobenen Platinen 5 niedergedrückt und unten
gehalten, so daß die dann vorgeschobenen ent- "5
sprechenden Arbeitsnadeln 2 über, ihn weg gehen, um dann beim Zurückgehen den Schußfaden 6" und
den von ihnen erfaßten, durch die Lochnadel 7 zugeleiteten
Kettfaden K zu verknüpfen. Infolge der nach hinten gerichteten Neigung der Platinenkante
13 erfolgt dieses Niederdrücken der Schußfäden S nicht stoßweise, sondern allmählich, und daher ohne
Gefahr für die Fäden. Wenn alle Platinen 5 beim j Anstieg des Zwischen- und Kupplungsgliedes 21
vorgeschoben werden, entstehen durch je zwei auf- 125. einanderfolgende Gesamtvorschübe der Platinen 5
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die obere und die untere Begrenzung eines Feldes F des Häkelmusters, und wenn zwischen zwei Gesamtvorschüben
einzelne Platinen 5 oder einzelne Gruppen von z. B. 10 bis 15 Platinen durch den
Wähler 26 an ihren Zungen 14 in die Bahn des Schiebers 17 gebracht werden, kommt es zur
Bildung von Schleifen Z in einer der Zahl der zwischen den beiden Gesamtvorschüben aufeinanderfolgenden
Wahlvorschübe von Platinen entsprechenden Anzahl.
Die Breite des Wählerbandes 26 läßt sich erheblich gegenüber der Maschinenbreite verkürzen,
wenn entsprechend einem über die Breitseite der Gardine oder sonstigen Stoffbahn sich mehrfach
wiederholenden Häkelmuster z. B. jede dritte Platinenzunge 14 an den gleichen Hebel 25 angeschlossen
wird, wodurch sich eine nur z. B. ein Drittel der Maschinenbreite betragende Breite des Musterbandes
26 ergibt. Ferner kann man, statt die hinteren Platinenenden 14 in die Bewegungsbahn
des Schiebers 17 anzuheben, auch umgekehrt diesen heb-1 und senkbar ausbilden, so daß er durch den
Wähler 26 in die Ebene der Platinenzungen 14 übergeführt und daraus wieder entfernt werden
kann. Auch kann man die federnden Platinenzungen 14 durch an die Platinen 5 hinten angelenkten.
Zungen ersetzen. Weiterhin kann man auch, um mehrere Häkelmuster auf der gleichen Stoffbahn
nebeneinander zu erzielen, eine entsprechende Zahl von in der Breitenrichtung der Maschine nebeneinanderliegenden
Wählei'bändern 26 anordnen, von denen jedes ein anderes Muster hervorbringt. Auch
sonst kann die Häkelmaschine nach der Erfindung im einzelnen in einer von der Zeichnung abweichenden
Ausführung verwirklicht werden.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Häkelmaschine mit waagerecht liegender Nadelreihe und einer geraden Reihe von nur waagerecht hin und her bewegbaren Schußfadenführern, insbesondere für die Herstellung von Gardinen, Netzen und ähnlichen Stoff-j bahnen, wobei das Herabziehen der Schußfädenunter . die Ebene der Arbeitsnadeln durch schwenkbar angeordnete Platinen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen und hinter den Schußfadenführern (4) quer zu deren Reihe durch einen Antrieb (17,'33, 31, 30) einzelne vor- und zurückschiebbare Platinen (5) angeordnet sind, die bei ihrem Vorschieben zwischen je zwei nebeneinander befindlichen Fadenführern (4) die von diesen quer zu den Arbeitsnadeln (2) gelegten Schußfäden (S) unter diese drücken und durch einen ihre Kupplung mit dem Antrieb (17, 33, 31, 30) steuernden Wähler (26, 25, 22 und 21, 35, 37) für die Bildung der Felder (F) des zu erzeugenden Häkelmusters in ihrer Gesamtheit und für die Erzielung von Schleifen (Z) in den einzelnen FeI-dern (F) einzeln oder in Gruppen zum Vorwärts- und Rückwärtsgang veranlaßt werden.
- 2. Häkelmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die hin und her schiebbaren Platinen (5) an ihren die Schußfäden (S) niederdrückenden vorderen Enden mit einer Schrägkante (13) versehen sind, welche die Fäden (S) unter die Ebene der Arbeitsnadeln (2) allmählich herabzieht und die Fäden (S) bis zum Vorgehen der Arbeitsnadeln (2) unten hält.
- 3. Häkelmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein motorisch hin und her bewegter Schieber (17) die Platinen (5) bewegt, der durch den Wähler (21, 35, 37 und 26, 25, 22) zur Felderbildung (F) mit der Gesamtheit und zur Schleifenbildung (Z) mit einzelnen oder mit Gruppen der Platinen (5). an deren hinteren Enden (14) zeitweise gekuppelt wird.
- 4. Häkelmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wähler (26, 25, 22) die in der Ruhelage außerhalb der Bewegüngsbahn des Schiebers (17) befindlichen hinteren Enden (14) der Platinen (5) für den Vorschub vorübergehend in Fluchtlinie mit der Schieberbahn bringt und der Schieber (17) das Zurückziehen aller jeweils vorgeschobenen Platinen (5) durch einen an diesen bei seinem Rückgang angreifenden Mitnehmer (19) bewirkt.
- 5. Häkelmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen (5) rückwärts in federnde Zungen (14) übergehen, deren freie Enden elastisch in die Laufbahn des Schiebers (17) durch den Wähler (26) angehoben werden und bei Freigabe durch diesen selbsttätig in die außerhalb dieser Bahn liegende Ausgangsstellung zurückkehren.
- 6. Häkelmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Wähler aus einem endlos umlaufenden Band (26) besteht, das mit Höckern (29) versehen ist, welche die zeitweilige Kopplung der vorzuschiebenden Platinen (5) durch Einwirkung auf deren hintere Enden (14), vorzugsweise mittels Verschwenkung von ihre Bewegung auf diese Platinenenden (14) übertragenden Hebeln (25), herbeiführen und in einer dem zu erzeugenden Häkelmuster entsprechenden Anordnung und Folge auf dem endlosen. Band (26) vorgesehen sind.
- 7. Häkelmaschine nach Anspruch 1 bis 6, da- uo durch gekennzeichnet, daß zwischen. den hinteren Platinenenden (14) und dem Antriebsschieber (17) ein in dessen Bewegungsbahn durch eine, Kurvenscheibe (37) oder sonst ein Steuermittel einführbares und daraus wieder entfernbares Zwischen- oder Kupplungsglied (21) angeordnet ist, das die Vorwärtsbewegung des Schiebers (17) bei Einführung in dessen Bahn auf sämtliche Platinen (5) überträgt.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 800316.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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