DEP0009966DA - Formkoerper für die Erstellung von Bauwerken wie Wohn-, Zweck- u. Behelfsbauten - Google Patents
Formkoerper für die Erstellung von Bauwerken wie Wohn-, Zweck- u. BehelfsbautenInfo
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Description
iNQ. ALBERT SCHÜRHOFF
BANKVERBtNDUNQ: BANKVEREIN WESTDEUTSCHLAND, BOCHUM
HESSISCHE BANK, FRANKFURT/ MAIN
Formkörper für die Erstellung von Bauwerken wie Wohn»« Zweck- und Behelfsbauten«
Die Entwicklung der Technik im Baugewerbe fuhrt dazu,insbesondere Wohn-, Zweck-, und Behelfsbauten in einem mögliche
geringen Zeitraum zunerstellen. Zur Lösung dieser -Aufgabe ging man dazu über, serienmässig Formkörper herzustellen, die gegenüber den
für gewöhnlich verwendeten Ziegelsteinen erheblich grössere .Abmessungen aufweisen, ^ie besitzen teilweise die Gröese von ganzen
Wänden und auch Böden, die, an Ort und Stelle zusammengestellt, das jeweils geforderte Gebäudes? ergeben. Solche Formkörper bestehen
bisher z.B. aus Beton, bzw. Bisenbeton oder anderen mineralischen Erzeugnissen. Derartige formkörper erfordern wegen ihrer
technischen Eigenheiten groäse Querschnitte, was mit erheblichen Gewichten zwangsläufig verknüpft ist. Das hat wiederum zur Folge,
dass die Grosse der Formköpper in ihren -Auslassen begrenzt ist. Man hat auch bereits vorgeschlagen, derartige Formkörper durch
solche sue Stahl zu ersetzen. Diese eignen sich nach den bisherigen Erfahrungen für Wohn- und Siedlungshäuser nioht sonderlich,
weil sie einaal die Herstellungskosten zu sehr erhöhen, zum anderen, weil die physikalischen Sigenschafteto des Metalle z.B. die
gute Wärmeleitfähigkeit, nicht für diesen Verwendungszweck erwünsc sind und schliesslich, weil die geringe Korrosionsbeständigkeit
eine zu kostspielige Wartung v&3?l»ag* erfordert. Die Formkörper
aus Beton und mineralischen Stoffen lassen sich übrigens auch nur
sehr bedingt verwenden, ^ies ist in erster linie naturgemäss auf die technischen Eigenschaften zurückzuführen, und die grossen Querschnitte
oder die Härte und Sprödigkeit usw. lassen die Anwendung einfacher und rationeller Erstellungsverfahrn mit Hagel, Schraube,
Niet odgr Auflagen auf schmalen Profileisenträgern nioht zu, sondern verlangen mDstänüliohe Spezialverbinflungen, "breite Unterlagflächen
usw. Manche Konstruktionen z.B. von Decken oder Dächern erwecken daher einen unorganischen, erzwungenen Eindruck und die
Gefahr der Uoc hfbewährung bzw. des Zusammenbrechens gibt immer häufiger Anlass zur Erwägung, von der Verwendung deB Betonforralörper
für Dächer und Decken überhaupt abzusehen·
Die Erfindung schlägt zur Behebung ddr aufgezeigten Fachteile ein einfaches Mittel vor, dessen Wesen insbesondere darin
besteht, dass die Formkörper die Gestalt einer Schale oder eines Kastens fe&Bea aufweisen. Dieee bestehen aus schichtweise
mit Kunstharz durchsetzten, auf Schalen- ibder Kastenform gepressten Holzfurnieren, Zellstoffen, Papieren, Geweben, Metallfolien
o. dgl., die letztlich von einem in sich geschlossenen Harzüberzug, der sogenannten Presshaut, umhüllt sind.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. 1-4 die -Ausgestaltung der serienmässig angefertigten Formkörper in verschiedenen AusfUhrungsbeispielen,
Abt· 5 eine sohaubildliche Ansicht dines erfindungsgemassen Formkörpers, aus welcher der ^7erkstoffbau ersichtlich
ist,
Abb. 6-8 den Querschnitt des Werkstoffaufbaus in verschiedenen AusfU.hrungsformen im Sinne der Erfindung,
Seite J
Abb. 9 eine schaubildliche Ansicht der Zusammenstellung der 5Ormk.b'±per gemäss der Erfindung,
Abt)· 10 den Kreazpunkt mehrerer zusammengestellter Formkörper im Sohnitte
Die Erfindung geht zur Lösung der gestellten technischen Aufgabe von der Erkenntnis aus, daps eine serienmässige
Anfertigung von Formkörpern mit praktisch unbeschränkten Ausmassen sich dann verwirklichen lässt, wenn in der Fabrikation ein leichter
4Ba u angestrebt wird. Besitzen die serienmässig hergestellten Gebäudeteile, wie Wände ο. dgl., ein leichtes Gewicht, so dass sie
ohn· Schwierigkeit auf den Bauplatz gebracht werden können, so werden ihre Dimensionen ledijlioh von den äusserst möglichen Trans
port-und Platzverhältnissen begrenzt. TJm möglichst grosse Formkörper zu erreichen, schlägt die Erfindung eine besondere Gestaltung
der Formkörper vor, die darin besteht, dass die Formkörper in der fabrikatorischen Herstellung die Gestalt einer Schale odei
eines Kastens erhalten. Die Wände eines solchen Hohlkörpers sind in der ^age, sich gegenseitig abzustützen, sodass sie für den vorliegenden
Verwendungszweck einen statischen Verband von ausserordentliches? günstiger und genügender Festigkeit abgeben. Damit ist
gleichzeitig die Voraussetzung( gegeben, die serienmässig) für ein« erhebliche Gewichtsverminderung und die Herstellung grosser Stükke
wiederum gegeben» die serienmässig erfolgen kann. Das Zusammensetzen und die Verkopplung der Schalen untereinander zu Decken,
Däohern, grossen Wänden ergibt weiterhin nochmals eine gegenseitige Abstützung der Seitenwände, bzw. eine Widerstandskombination
gegen die auftretenden Beanspruchungen, was sich u.a. dahingehend auswirkt, dass d^J.e vorgeschlagene Art des Sohalenzusammenbaues
Seüe .4..
freitragende Konstruktionen ohne blondere Stützen und Träger mit allen ihren Vorteilen erstmalig verwirklicht.
Die Srfindungsgemässen Hohlkörper können auf dem Bauplatz vor oder naoh ihrem Zusammenbau auch noch mit Beton, Kalk
Isolierstoffen o.dgl. ausgefüllt sowie auch mit Tapeten, Holz,Isolierp&atten o.dgl. verkleidet werden, falls dies gewünscht wird,
und nioht schon vorher in der Fabrik erledigt wurde.
Zur Unterstützung der Lösung der gestellte^^uf-
gabe) technischen Aufgabe liegt es im Sinne der Erfindung, einen Werkstoff zur Anwendung zu bringen, welcher in der Lage ist, allen
auftretenden Beanspruchungen zu widerstehen. Demgemäss schreibt die Erfindung vor, dass die Pormkörper aus schichtweise mit Kunstharz
durchsetzten, auf Schalen- oder Ela^enform gepressten Holzfurnieren, Geweben, Zellstoffen, Papieren, kappen, Metallfolien o.dig
bestehen!? die letztlich von einem in eich geschlossenen Harzüberzug, der sogenannten Presshaut, umhüllt sind. Das ^leiche gilt
für einen GrqBamtquerschnitt mit einem auf die beschriebene Weise aufgebauten Kern, den ein geschlossener Harzüberzug umhüllt, falls
die Oberflächen auf besonderen Wünsch mit -fiapeten oder andersartigen Eeckschiohten bezogen werden sollen, was bereite im primären
Pressvorgang zur Schalenherstellung mit auegeführt werden kann. Ein so hergestellten Hohlkörper genügt in jeder HinsfacHt,
den vorkommenden Feuchtigkeiten gegenüber widerstandsfähig zu bleiben. Bei der Anfertigung kann man in der Weise verfahren, dass
die furniere, Zellstoffe, Papiere odgl., nachdem sie mit Kunstharz schichtweise durchsetzt sind, zu Rollen gewickelt werden.Vor
Patentanwalt Albert Schürhoff
Dipl-Ing.
dem Wickeln oder ^ollen werden sie z.B. durch Behandeln mit flüssigem Harz schmiegsam gemacht, dann gegebenenfalls unter Beigabe
weiteren, auch fes'ten Kunstharzen gerollt und hierauf in an sich "bekannten* Weise unter Anwendung von Druok und Hitze - falls erforderlich
in stufenweisem Presevorgang,- in die endgültige Form gebracht. Es ist auch möglich, die Furniere odgl. Werkstoffe vor dem
Rollen oder Wickeln durch Behandeln rait o^jinem unterhalb der Press temperatur flüchtigen lösungsmittel, welches als Weichmacher wirkt
schmiegsam zu machen, dann unter Beigabe des Kunstharzes in Form von Fjjlien, Pulver, chemischem Niederschlag ο.dgl. zu rollen, worauf
die Lösungsmittel unter Anwendung von Druck und Hitze vorzunehmenden Pressvorganges durch Vergasen, bzw. Verdampfen teilweise
wieder entfernt wird.
Zur Anfertigung beliebig grosser schalen- od§r kastenförmiger Hohlkörper ist es nicht erforderlich, Furniere, Zellstoffe,
xapiere oder Metallfolien zu verwiegen, deren Flächen denjenigen der herzustellenden Schalendimensioaen entsprechen. Dies
deshalb, weil jede gewfinsohte ^bmessung durch besonderes Verlegen und Zusammensetzen der ^ohstoffbahnen vor dem Wickeln in ausreichender
Weise erzielt werden kann. So ist es möglich, ein einstückiges Furnier nach einer Spirale zu einem Wickel zusammenzurollen,
wie is Abb. 6 zeigt. Gemäss Abb. 7 besteht der Wickel oder die Rolle aus einer Vielzahl von Furnieren bzw. Gewebe-, Zellstoff
oder Papierbahnen. Ein weiteres Beispiel ist in der Abb. 8 gegeben aus welcher eine Parellelschiehtung ersichtlich ist.
um dan ^ormkörpern weiterhin eine erhöhte Festigkeit zu geben, liegt es im öinne der Erfindung, die Schichtung in
der Weiee vorzunehmen, dass dieJElaupfbeanspruohungen z.B. auf Biegung, Druck qaer oder zumindet schräg oder z.B. auf Zug parallel
zur Paserrichtung verläuft. Das lässt siKh in jedem Fall dann/^ erreichen, wenn, wie es aus der AbTa. 8 hervorgeht, die Faeerrichtung
der Furniere zu den -^iagoüaäen der KaQyQ parallel und schichtweise gekreuzt verläuft.
Häufig kommt es vor, dass die einzelnen Wände eines Formkörpers ganz anderen Beanspruchungen ausgesetzt werden. In
solchen Fällen schlägt die Erfindung einen Körper mit anspruchsgerechten fänden vor, welche die jeweils© geforderten Eigenschaften
aufweisen. Diese entstehen durch Verwendung von den Anforderungen entsprechenden Rohstoffen beim Zusammensetzen der Rohlinge
vor dem ^erpressen in der Form oder durch verschieden grosse Harzgehalte, wie auch idurch verschieden starke Verdichtung beim Pressvorgang.
Der auf der .Abb. 1 im Querschnitt dargestellte Kasten besitzt einen glatten Boden bzw. eine glatte Seitenwand. Für
die Erhöhung der statischen Festigkeit eines solchen ^ormkörpers erhält der Boden einä Wälbung, wie sfce die Abb. 2 zeigt. Diese
Wölbung kann auch mehrfach vorhanden sein, so dass ein Wellenbodei lazw. eine Wellenwand gemäss der Abb. 3 entsteht· Häufig kommt es
vor, dass auch schalenförmige Hohlkörper mit ihren Bodenflachen gegeneinandergesetzt werden müssen. Für einen solchen Fall sohläg·
die Erfindung vor, einen einzigen Formkörper herzustellen, welche] die '''uerschnittform zweier Schalen- oder Kasten mit einem gemein-
ntanwalt Albert Sdiürhoff Sejte 7 Dipl.-Ing.
samen Boden besitzt, wie es aus AIdTd. 4 hervorgeht.
Bs bereitet keine presstechnischen Schwierigkeiten, die Abmessungen der erfindungsgemässen schalen- bzw. kastenförmigen
Hohlkörper so zu vereinheitlichen, dass letztere an ihren Rändern und Wänden sich zusammenstellen lassen, wie es beispielsweise
aus der Abb. 9 hervorgeht, so dass sie in ihrer Zusammenstellung das g jeweils geforderte Wohn-, zweck- oder Behelfsgebäude ergeben,
^ie vereinheitlichten formkörper können ohne weiteres β in der Zusammenstellung
an jeder gewünschten Stelle Einlassungen fMr Fensten und Tiiran freilassen. Als Verbindungsmfcttel in den ^reuz-Knotenpunkten
sowie anderen Stosstellen können die üblichenfeügel, Schrauben, Nieten o.dgl. Anwendung finden, weil der Kunstharzpresstoff
leicht genagelt add auch gebohrt werden kann, ohne dass er ungewollte ^isse oder Beschädigungen erhält. Es ist jedoch zu empfehlen,
die genannten Verbindungsmittel mit einer Schicht Kunstharz zu überdecken, damit zwischen diesen und den miteinander zu verbindenden
Formkörpern eine innige Verbindung entsteht. Da, wie erwähnt der benutzte Werkstoff für äie Formkörper sich leicht jeder spanabhebenden
Bearbeitung unterziehen lässt, ist es möglich, die serienmässig angefertigten Schalen bzw. Kasten zu zersägen oder sonst
wie in kleinere Teile zu zerlegen, wie es die jeweils örtlichen Verhältnisse ee erfordern.
β
Um die Verbindungsetllen mehrerer schalen- oder
Um die Verbindungsetllen mehrerer schalen- oder
kastenförmiger Formkörper zu verdecken, können die erstellten Wände mit Leisten oder mit einer an sicb'bekannten Schicht, wie Putz
o.dgl. versehen werden, w&e es die Abb. 10 zeigt· Auch ist es möglich, die Wände mit einer Tapete zu beziehen, soweit dfce Schalen
tanwatt Albert Sdiürhoff Seüe 5 Dipl.-Ing.
nioht bereits mit einer solchen versehen angeliefert werden, wie dies ob#n erwähnt wurde. Die Art der zur Anwendung kommenden Werk!
Stoffe ermöglicht es auch, den fänden ein angenehmes Äussere zu verleihen, welches selbst ein verwöhntes Auge zufriedenstellt. So
kann die serienmässige Anfertigung der schgrlenf örmigen Kästen in der Weise durchgeführt werden, dass die Paserung der verpressten
Hölzer sichtbar bleibt, wodurch z.B. eine erstellte Wand das Aussehen einer Täfelung ο.dgl. erhalten kann. Die Möglichkeit zur
Vielgestaltung der erfindungsgemässen Formkörper gestattet auch, Verzierungen oder andere Verschönerungen duroh die äussere Raumform
anzubringen, ohne dass hierdurch die Vereinheitlichung der Formkörper nachteilig* beeinflusst wird.
Überr&icht durch: Patentanwalt»
. ALBERT SCHÜRHOF1-
Pc
Claims (5)
1.) Formkörper, die serienmässig angefertigt und zu Bauwerken, wie WohR-, Zweck- und Behelfsbauten zusammengestellt
werden, daiuroh gekennzeichnet, dass die Formkörper die Gestalt einer Schale oder eines Kastens aufweisen.
2.) Formkörper nach -Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass sie aus schichtweise mit Kunstharz durdhsetzten, auf
Schalen- oder Kastenform gerpessten Holzfurnieren, Zellstoffen, Papieren, Geweben, Metallfolien oädgl. bestehen, die letztlich
von einem in sich geschlossenen Kunätharzüberzug umhüllt sind.
3.) Formkörper nach Anspruch 2, daduröh gekennzeich net, dass durch Verwendung verschiedener Rohstoffe beim Zusammensetzen
der Rohlinge vor dem Vorpressen in der Form oder durch verschieden grosse Harzgehalte, wie auch durch verschieden starke
Verdichtung beim Pressvorgang verschiedene Stellen bzw. Wände eine Formkörpers verschieden technische Eigenschaften besitzen.
4.) Formkörper nach -Anspruch 2, dadurch gekennzeicl net, dass sie mit Decksohichten aus Kunstharzen, Edelfurnieren,
Metallfolien, Tapeten und ^apieren versehen werden, die beibm Prese Vorgang in den Pressformen aufgebracht werden.
5.) Formkörper nach ""nspruch 1~4, dadurch gekennzeichnet, dass sie die Gestalt zweier Schalen oder Kästen mit
einem gemeinsamen Boden besitzen.
Überreioht durch: Patentanwalt.
-Jini -ino. ALBERT SCHÖRHOFF
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