DEP0009696DA - Gerät zum Abschleppen von Reutern - Google Patents

Gerät zum Abschleppen von Reutern

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DEP0009696DA
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DE
Germany
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runners
reuter
chains
towing
tension beam
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English (en)
Inventor
Wilhelm Ovendorf über Lübeck-Travemünde Geeve
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Abschleppen von auf dem Felde abgestellten Reutern, insbesondere Dreibein-Reutern. Bei der Ernte von Klee, Heu, Wicken, Erbsen usw. geht man in der Landwirtschaft im allgemeinen so vor, daß der angetrocknete Klee, das Heu usw. auf Dreibein-Reutern aufgebracht wird. Diese Reuter bestehen aus drei Stangen, deren untere Stützpunkte die Ecken eines gleichseitigen Dreiecks bilden, und drei waagerechten Stangen, die in bestimmter Höhe vom Boden die Dreieckstangen verbinden. Auf diese Querstangen wird der Klee, das Heu o.dgl. aufgelegt, bis die Spitze der zusammenlaufenden Dreieckstangen vollständig bedeckt ist. Man stellt dabei die Dreieckstangen mit den unteren Enden auf eine sogen. Reuterschleppe, mit der man über das Feld fährt um so ein bequemes Aufladen auf den Reuter zu erreichen. Sobald er voll geladen ist, wird er auf dem Felde beliebig oder mit anderen Reutern in eine Reihe abseits aufgestellt, und zwar dadurch, daß man ihn von der Reuterschleppe herabgleiten läßt. Sobald nun der Klee, das Heu o.dgl. auf dem Reuter durchgegoren bzw. vollständig getrocknet ist, wird er abgeladen und das Heu bzw. der Klee mit Wagen in Scheunen eingefahren. Der Klee muß also vom Reuter ab- und auf den Wagen aufgeladen und dann wieder vom Wagen in der Scheune abgeladen werden. Bei diesem
Auf- und Abladen brechen gerade die sehr eiweißreichen Futterteile, d.h. die zarten Blätter des Klees, ab, wodurch erhebliche Futterverluste entstehen. Besonders empfindlich sind Drescherbsen oder andere Fruchtarten, die gedroschen werden sollen und auf Reuter abgestellt worden sind. Bei trockenem Wetter springen die Schoten sehr leicht durch das Auf- und Abladen auf, so daß hier der Verlust unter Umständen ganz erheblich sein kann.
Um diese vorerwähnten Verluste zu vermeiden, sieht die Erfindung ein Gerät zum Abschleppen der auf dem Felde abgestellten Reuter vor und kennzeichnet sich dadurch, daß an einem Zugbalken drei Kufen mittels Ketten, Seilen o.dgl. derart befestigt sind, daß sie bei gleichem Abstand der beiden äußeren Kufen vom Zugbalken in ihrem Abstand voneinander den Abständen der unteren Stützpunkte der drei Reuterstützen entsprechen. Durch dieses Gerät ist es möglich, den Reuter vom Felde mit aufgepacktem Klee, Heu o.dgl. in die Scheune zu schleppen, so daß keinerlei Verluste mehr entstehen können. Außerdem wird das Aufladen auf Wagen vermieden. Um die Reuter auf das Abschleppgerät nach der Erfindung aufzustellen, geht man so vor, daß man die Ecken des Reuters nacheinander anhebt und die Kufen unter die Stützstangen schiebt. Sodann wird ein bzw. werden zwei Pferde vor die Schleppe gespannt, und der Reuter kann abgeschleppt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung in Aufsicht dargestellt.
Das Abschleppgerät besteht aus einem Zugbalken 1, an dem ein Gestänge 2 mit Zughaken 3 angreift. Die Angriffspunkte 4 und 5 liegen möglichst nahe den beiden äußeren Anlenkpunkten der Kufen. Unter Umständen ist es zweckmäßig, zwischen der Anlenkung der mittleren Kufe und dem Zughaken 3 eine zusätzliche
Verbindung herzustellen. Im letzteren Fall kann der Zugbalken verhältnismäßig schwach gehalten werden.
An den beiden äußeren Enden des Zugbalkens im gleichen Abstand vom Mittelpunkt desselben sind beispielsweise zwei Schraubenbolzen 6 und 7 befestigt, die auf der dem Zughaken abgekehrten Seite Ösen zum Angriff von Ketten 8 und 9, Seilen o.dgl. besitzen. Die beiden Ketten 8 und 9 greifen andererseits an zwei kurze Kufen 10 und 11 an. Diese Kufen bestehen beispielsweise aus U-Eisenstücken, die am vorderen Ende etwas abgerundet sind und auf dieser Seite auch eine Biegung nach oben besitzen. Die Kufe 10 ist im Längsschnitt auf der Zeichnung sichtbar. Das U-Eisen ist am hinteren Teil durch eine Querwand 12 abgeschlossen, so daß eine auf die Kufe aufgestellte Stützstange zwischen der vorderen Wölbung 13 und der Zwischenwand 12 am Herabgleiten gehindert ist. Die dritte Kufe 14 ist über eine Kette 15 in der Mitte des Zugbalkens 1 mit einer Ösenschraube 16 befestigt. Auch hier kann statt einer Kette ein Seil o.dgl. Verwendung finden.
Die Abstände der Kufen voneinander sind so gewählt, daß sie den Stützpunkten der Dreieckstützstangen der Reuter entsprechen, d.h. auch die Kufen bilden die Ecken eines gleichseitigen Dreiecks genau wie die Stützpunkte der Stützstangen des Reuters. Im übrigen ist der Abstand der beiden Kufen 10 und 11 vom Zugbalken 1 gleich, während der Abstand der Kufe 14 vom Zugbalken entsprechend den vorstehenden Forderungen größer ist. Man kann gegebenenfalls auch so vorgehen, daß die Kufe 14 nahe am Zugbalken 1 liegt, während die Abstände der Kufen 10 und 11 dann entsprechend größer sind. Im letzteren Fall ist allerdings die Gesamtlänge der Ketten 8, 9 und 15 etwas größer als bei der ersteren Ausführung. Jedoch wird andererseits wieder der Vorteil erreicht, daß die Kufen leichter un- ter die Stützstangen des Reuters zu schieben sind. Soweit die Reuter mit einer Reuterschleppe über das Feld gefahren und beladen werden, stimmen die Abstände der Kufen 10, 11 und 14 mit den Löffeln der Reuterschleppe überein. Wird für das Beladen der Reuter keine Schleppe benutzt, so können unter Umständen die Abstände der Stützstangen voneinander verschieden groß sein. Um hier eine Anpassung des Abschleppgerätes zu ermöglichen, können die Bolzen 6 und 7 in Längsschlitzen des Zugbalkens 1 verstellbar angeordnet werden. Außerdem ist es möglich, die Ketten in ihrer Länge einzuregeln. Um dieses zu erreichen, wird z.B. an den ersten Kettengliedern der Ketten 8, 9 und 15 je ein Haken 17 angebracht, der mit seinem Hakenende in ein beliebiges Glied der einzelnen Ketten eingehakt werden kann. Hierdurch wird eine Anpassung der Kettenlänge an die Lage der Stützpunkte der Reuterstangen erreicht.
Der Zugbalken 1 kann aus Holz, Winkeleisen oder Rohr bestehen. Bei rohrförmiger Ausbildung ist es besonders einfach, die vorerwähnten Längsschlitze zur Längsverstellung der Bolzen 6 und 7 anzuordnen. Zum Abschleppen der beladenen Reuter vom Felde in die Scheune geht man folgendermaßen vor. Man hebt zunächst die eine Ecke des Reuters an und schiebt unter die Stützstange die Kufe 10. Sodann wird die zweite Ecke angehoben, und man schiebt unter diese Stützstange die Kufe 11. Schließlich schiebt man die Kufe 14 unter den Reuter hindurch bis zur dritten Stützstange vor, hebt diese an und setzt sie mit ihrem Stützpunkt auf die Kufe 14. Damit steht der Reuter fest auf dem Abschleppgerät und kann abgefahren werden.

Claims (4)

1. Gerät zum Abschleppen von auf dem Felde abgestellten Dreibein-Reutern, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Zugbalken (1) drei Kufen (10, 11, 14) mittels Ketten (8, 9, 15), Seilen o.dgl. derart befestigt sind, daß sie bei gleichem Abstand der beiden äußeren Kufen (10, 11) vom Zugbalken (1) in ihrem Abstand voneinander den Abständen der unteren Stützpunkte der drei Reuterstützen entsprechen.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ketten o.dgl. in ihrer Länge verstellbar sind, z.B. dadurch, daß mittels eines am Kettenstrang befestigten Hakens (17) mehrere Kettenglieder totgelegt werden können.
3. Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Kufen (10, 11) mit ihren Angriffspunkten (6, 7) entlang dem Zugbalken verstellbar sind.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der z.B. rohrförmige Zugbalken an den Enden Längsschlitze aufweist, in denen die Befestigungsbolzen (6, 7) der Ketten verstellbar sind.

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