DEP0009120DA - Verfahren zur Züchtung von Kristallen aus Lösungen - Google Patents

Verfahren zur Züchtung von Kristallen aus Lösungen

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DEP0009120DA
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DE
Germany
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crystals
salt
water
solutions
revolution
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English (en)
Inventor
Emil Dr. phil. Duhme
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Bei der Züchtung von möglichst grossen und möglichst fehlerfreien Kristallen aus Seignettesalz oder Kaliumphosphat z.B. für piezoelektrische Geräte werden in die übersättigte Salzlösung ausgesuchte kleine Kristalle eingesetzt oder eingehängt, die als Impflinge dienen. Trotzdem hat man aber das Wachstum nicht in der Hand in der Richtung, dass man einen gestreckten oder gedrungenen grossen Kristall oder überhaupt einen grossen Kristall erhält.
Erfindungsgemäss werden als Impflinge durch abhebende Bearbeitung in leicht herstellbare Form gebrachte Kristalle verwendet. Als besonders günstig für die Herstellung grosser, etwa gedrungen gewachsener Kristalle haben sich hierbei die Kugeln und die Rotationsellipsoidform gezeigt. Das Bearbeiten kann durch Hobeln, Drehen, Fräsen, Schleifen o.ä. erfolgen. Dabei kann besonders zweckmässig anschliessend eine Feinbearbeitung erfolgen durch Schleifen mit salzlösenden Mitteln, die Wasser oder besser mit Wasser, dem Stoffe zugefügt sind, wie Alkohole, die praktisch keine Löslichkeit für das Salz zeigen.
Die Erklärung für das gute Wachstum derartiger Kristalle scheint in folgendem zu liegen: Bekanntlich ist die Löslichkeit der Salze in den verschiedenen Kristallebenen verschieden. Wird nun in bisheriger Weise ein wohlgeformter Kristall eingesetzt, so lösen sich die leichter lösbaren Flächeteile auf, die konzentrierte Lösung sinkt namentlich an den Kristallkanten, Schlieren und Verwirbelungen auslösend, ab, die schwerer löslichen Flächen setzen unregelmässig neue Kristallteile an.
Ganz anders ist die Wirkung durch die abhebende Bearbeitung und Ausformung eines möglichst verrundeten Körpers. Durch dieses Verfahren werden praktisch alle Oberflächenteile gleichmässig in ein Trümmerfeld umgewandelt. Das scheint besonders stark bei der nachfolgenden Feinbearbeitung ausgeprägt zu sein. Der Lösungsvorgang erfolgt gleichmässig auf der ganzen Oberfläche, die abfliessende konzentrierte Lösung findet an der verrundeten Form keine unterschiedlichen Strömungswiderstände, so dass Verwirbelungen unterbleiben. Das Wachstum setzt an allen Oberflächenteilen dann gleichmässig an. Es gelingt auch, statt derartige Rotationskörper in der Flüssigkeit aufzuhängen, halbierte Rotationskörper auf den Boden des glatten, etwa ebenen Behälters aufzusetzen und als einwandfrei wachsende Impflinge zu verwenden.

Claims (4)

1. Vefahren zur Züchtung möglichst fehlerfreier grosser Kristalle aus wässrigen Lösungen des Salzes der Kristalle, insbesondere für Kristalle aus Seignettesalz oder Kaliumphosphat für piezoelektrische Geräte, dadurch gekennzeichnet, dass als in die Kristallisationslösung einzusetzende Impflinge durch abhebende Oberflächenbearbeitung, wie Hobeln, Drehen, Fräsen, Schleifen u.ä. verrundete Kristalle verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Impflinge in die Form von Rotationskörpern, wie Kugeln oder Rotationsellipsoiden gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die bearbeitenden Kristalle durch einen Schleifvorgang mit salzlösenden Mitteln, wie Wasser, nachbehandelt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wasser Salz nicht lösende, sich aber beliebig mit Wasser mischende Mittel wie Alkohol, zugefügt werden.

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