DEP0008921DA - Thermischer Auslöser mit erweitertem Ansprechbereich für elektrische Schalter, Schütze oder Relais - Google Patents
Thermischer Auslöser mit erweitertem Ansprechbereich für elektrische Schalter, Schütze oder RelaisInfo
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Description
Die bekannten thermischen Auslöser für elektrische Schalter, Schütze oder Relais lassen sich nur für verhältnismäßig kleine Ansprechbereiche verwenden. Liegt die Ansprechstromstärke außerhalb des jeweiligen Ansprechbereiches, so ist dem thermischen Auslöser eine andere Bemessung zu geben. Dies hat zu Folge, daß elektrische Geräte mit verschiedenen Ansprechbereichen, die sonst den gleichen konstruktiven Aufbau haben, mit verschieden bemessenen thermischen Auslösern versehen werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Ansprechbereich ein und desselben Auslösers zu erweitern, so daß die sonst im Aufbau gleichen elektrischen Geräte mit dem gleichen thermischen Auslöser versehen werden können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf dem Bimetallstreifen des thermischen Auslösers mehrere Heizwicklungen vorgesehen werden, die je nach dem Ansprechbereich des thermischen Auslösers wahlweise einzeln, parallel oder in Reihe mit oder ohne gleichzeitige Beheizung des Bimetallstreifens durch direkten Stromdurchfluss einschaltbar sind. Durch die Erfindung wird die Herstellung und die Lagerhaltung der elektrischen Geräte, insbesondere der selbstauslösenden Schalter, wie Selbstschalter, Motorschutzschalter, und der Relais, wesentlich vereinfacht, indem diese Geräte mit ein und demselben thermischen Auslöser versehen werden können. Erst bei Auslieferung des elektrischen Gerätes vom Lager oder an dem Verwendungsort des elektrischen Gerätes wird der thermische Auslöser so geschaltet, daß er in dem gewünschten Ansprechbereich arbeitet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Figuren 1 bis 3 zeigen den gleichen thermischen Auslöser für drei verschiedene Ansprechbereiche durch wahlweise Schaltung der Heizwicklungen.
Mit 1 ist der Bimetallstreifen des thermischen Auslösers gemäß der Erfindung bezeichnet. Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist der Bimetallstreifen mit zwei Heizwicklungen 2 und 3 versehen, die gleichen elektrischen Widerstand haben und mit parallel zueinander verlaufenden Windungen auf dem Bimetallstreifen aufgewickelt sind. Die einen Enden dieser Heizwicklungen sind mit dem Bimetallstreifen 1 leitend verbunden, so daß der Bimetallstreifen als Leitungszuführung zu den Heizwicklungen dient. Die anderen Enden der beiden Heizwicklungen sind frei herausgeführt. Für den thermischen Auslöser sind zwei Anschlußklemmen 4 und 5 vorgesehen. Die eine Anschlußklemme 4 ist mit dem freien Ende der Heizwicklung 2 unmittelbar verbunden. Die andere Anschlußklemme 5 ist gegenüber den beiden Heizwicklungen 2 und 3 und dem Bimetallstreifen 1 isoliert angeordnet. Erfindungsgemäß werden an dem thermischen Auslöser die beiden Heizwicklungen wahlweise so geschaltet, daß zwischen den Anschlußklemmen jeweils eine einzige Heizwicklung oder beide Heizwicklungen parallel oder in Reihe geschaltet sind. Dies geschieht mit Hilfe von Verbindungsstücken 6 und 7, die zwischen die Anschlußklemmen 4, 5 und die freien Enden der Heizwicklungen 2, 3 bzw. den Bimetallstreifen 1 gelegt werden. In der Figur 1 ist die Schaltung so getroffen, daß die beiden Heizwicklungen 2 und 3 in Reihe zwischen den Anschlußklemmen liegen. In der Figur 2 ist nur die Heizwicklung 2 eingeschaltet, in der Figur 3 befinden sich beide Heizwicklungen in Parallelschaltung. Bei der Hintereinanderschaltung der beiden Heizwicklungen (Figur 1) arbeitet der thermische Auslöser im niedrigsten Ansprechbereich, bei der Einzelschaltung (Figur 2) im mittleren Ansprechbereich. Liegt z.B. der niedrige Ansprechbereich zwischen den Stromstärken 1 bis 2 A, so erstreckt sich der mittlere Ansprechbereich auf die Stromstärken 2 bis 4 und der größere Ansprechbereich auf die Stromstärken 4 bis 8 A. Durch die Erfindung ist also der Ansprechbereich des thermischen Auslösers von 1 : 1,5 auf 1 : 1,5(exp)3 erweitert worden. Auf diese Weise kann eine Vielzahl von elektrischen Geräten, die bisher mit verschieden bemessenen thermischen Auslösern versehen werden mußten, mit ein und demselben thermischen Auslöser trotz verschiedener Ansprechbereich ausgerüstet werden.
An dem thermischen Auslöser gemäß der Erfindung können auch die beiden Heizwicklungen verschiedene elektrische Widerstände erhalten. Ist dies der Fall, so lassen sich an dem thermischen Auslöser außer drei Wahlschaltungen vier verschiedene Schaltungen ausführen, so daß vier verschiedene Ansprechbereiche an ein und demselben thermischen Auslöser erzielt werden. Schließlich läßt sich auch der thermische Auslöser mit mehr als zwei Heizwicklungen versehen, die verschiedenartig in den zu überwachenden Strom eingeschaltet werden, wodurch sich die Mannigfaltigkeit der Ansprechbereiche weiter erhöht.
Claims (2)
1. Thermischer Auslöser mit erweitertem Ansprechbereich für elektrische Schalter, Schütze oder Relais mit einem durch Strom über Heizwicklungen nur mittelbar geheizten oder gleichzeitig durch direkten Stromdurchfluss auch unmittelbar geheizten Bimetallstreifen, gekennzeichnet durch mehrere Heizwicklungen (2, 3) auf einem Bimetallstreifen (1), die je nach dem Ansprechbereich des thermischen Auslösers wahlweise einzeln, parallel oder in Reihe einschaltbar sind.
2. Thermischer Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei auf dem Bimetallstreifen (1) angeordnete Heizwicklungen (2, 3), deren eine Enden mit dem Bimetallstreifen (1) leitend verbunden sind, durch an die freien Enden der Heizwicklungen und an den Bimetallstreifen anlegbare Verbindungsstücke (6, 7) in Einzel-, Parallel- und Reihenschaltung an zwei Anschlußklemmen (4, 5) der Auslöseanordnung anschließbar sind.
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