DEP0007849MA - - Google Patents

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DEP0007849MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Juni 1952 Bekanntgemacht am 14. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 72i GRUPPE 3o?
P 7849 XI/ 72i
Jose Luis Amilibia Urdapilleta, San Sebastian (Spanien)
ist als Erfinder genannt worden
Plasticas Oramil S. L., Ibaeta, San Sebastian (Spanien)
Vertreter: Dr. phil. G. Henkel, Patentanwalt, Berlin-Schmargendorf
Mechanischer Aufschlagzünder für Handgranaten
Die Priorität der Anmeldung in Spanien vom 23. Juli 1951 ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Aufschlagzünder für Handgranaten, der mit einer Versagersperre versehen ist.
Es sind schon Zünder dieser Art bekannt, doch weisen die bisherigen Ausführungen wegen ihrer komplizierten Bauart Nachteile auf. Die bekannten Zünder bestehen meistens aus zwei Schlagbolzen, zwei Federn, zwei Zündkapseln und einem Sicherungsring. Es leuchtet ein, daß diese Vielzahl von ίο Teilen die Montage erschwert, die Empfindlichkeit verringert und den Sicherheitsfaktor herabsetzt. Abgesehen hiervon bedeutet die .Vielzahl von Teilen eine Verteuerung der Herstellungs- und-Montagekosten. ■ ,
Die Erfindung bezweckt, eine Zünderbauart vorzuschlagen, die größte Empfindlichkeit mit unbedingter Sicherheit verbindet. Dieses wird mit einer geringen Anzahl von Teilen erreicht, nämlich nur einem Nadelbolzen, einer Feder und einem Pillebolzen. Durch diese einfache Konstruktion
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werden die den bekannten Ausführungen anhaftenden Nachteile beseitigt und gleichzeitig die Fabrikationskosten bedeutend herabgesetzt.
Nachstehend soll an Hand der Zeichnungen eine Ausführungsform beschrieben werden.
■ Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die Handgranate mit eingebautem Zünder in Ansicht;
Fig. 2 stellt den Zünder in vergrößertem Maßstab dar und zeigt einen Längsschnitt durch das
ίο Zündergehäuse mit der Zündeinrichtung in Sicherungsstellung;
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch die Anordnung
gemäß Fig. 2, in einer senkrechten Schnittebene.
Die Granate besteht aus dem Körper i, der
15 if Sprengladung 6, der Sprengkapsel 7, dem Zünder 5 mit der Versagersperre, der Lagerungs- und Transportsicherung 2, der Nadelbolzensicherung 8 und der Wurfbahnsicherung 9.
Der entweder aus Bakelit oder Metall, z.B.
Eisenblech, Zink, oder einer Legierung hergestellte Granatkörper 1 ist auf der seitlichen Außenfläche zwecks sicherer Handhabung mit Längsrippen und am oberen Ende mit der ringförmigen Auflage 10 für den Gummiflachring 38 versehen, die gleichzeitig zur Vereinigung der drei Teile, nämlich Zünder 5, Transportsicherung 2 und Körper 1 dient. Diese Auflage weist fernerhin den Ansatz 3 für das Gewinde 11 zum Aufschrauben des Zünders auf. Im Boden des Ansatzes befindet sich eine kreisrunde Öffnung 12 für den Durchtritt des Feuerstrahls aus der Zündpille, der innerhalb der Sprengkapsel 7 geleitet wird.
Am unteren Ende des Körpers 1 befindet sich das Gewinde 18 für, den Bodenstopfen 13, der seinerseits mit einem Ansatz 14 für das Gewinde 19 versehen ist, in das der Verschlußstopfen 15 eingeschraubt ist. ; -. . :
Im Granathohlkörper ist, wie erwähnt, die Sprengladung 6 untergebracht, die aus einem der Behälterform entsprechend geformten Trilitpreßling besteht und eine Mittelbohrung zur Aufnahme der Sprengkapsel aufweist. Diese besteht aus einem Küpferröhrchen 7, das innen mit Tetralit und Knallquecksilber gefüllt und am unteren Ende mit einem Flansch 16 versehen ist, um ein zu weites Eintreten der Kapsel durch Anlage an den Ringrand 4 des Stopfenansatzes 14 oder, wie es bei manchen bekannten Granaten der Fall ist, ein Einsetzen im umgekehrten Sinne zu verhindern.
Der Zünder 5 ist von der üblichen, auf Schlag ansprechenden Art und wird in üblicher Weise dazu verwendet, um nach dem Entsichern der Sicherungsmittel das Explodieren der Granate zu bewirken, sobald sie auf ihrem Wege durch ein Hindernis aufgehalten wird.
Der Zünder 5 ist ein Allseits-Aufschlagzünder mit Versagersperre.
Das Zündergehäuse 17 weist am unteren Ende eine Bohrung 21 für den Durchtritt des Feuerstrahls aus der Zündpille 39 nach der Sprengkapsel hin und im mittleren Teil einen Ringflansch 20 auf, der beim Einschrauben des Zünders als Anschlag dient und unter Zuhilfenahme des in Fig. j dargestellten Gummiflanschringes 38 einen dichten Abschluß gewährleistet.
Das Gehäuse 17 hat fernerhin ein Innengewinde 25 zum Einschrauben des. Deckels 24, der auf seiner Oberseite vier symmetrisch angeordnete Aushöhlungen aufweist, durch die ein Rippenkreuz zum erleichterten An- und Abschrauben geschaffen ist.
Die kegelig ausgehöhlte Innenseite 26 des Deckels 24 dient als Konuslager der Trägheitskugel 27, die auf den Nadelbolzenkopf 28 wirkt, so daß der Zünder bei Allseits-Aufschlag zündet. Der Boden 43 des Zündergehäuses ist ebenfalls flach konisch ausgestaltet und nimmt das gleichgestaltete untere^ Ende der Zündpille-Schraubkappe 34 auf.
Die im Zündergehäuse untergebrachte Zündeinrichtung besteht, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, aus folgenden,. durchweg aus Metall bestehenden Elementen: der Trägheitskugel 27, dem Nadelbolzen 33 nebst schraubenförmiger Sperr- . feder 31 und dem Pillebolzen 29 mit der Zündpille 39.
Der Nadelbolzenkopf 28 hat einen Endflansch, der ein zu tiefes Eindringen in den Pillebolzen hindert.
Der Schaft des Nadelbolzens 33 trägt seitlich einen Führungsstift 37, der in Fig. 2 und 3 in Ruhestellung des Nadelbolzens dargestellt ist. Am Unterteil des Nadelbolzenschaftes befinden sich ein Hals 36 als Lager und Anschlag für das Ende der Sperrfeder 31 und eine Anbohrung zur Aufnahme des Federendes 40, das zu diesem Zweck einwärts gebogen ist. Das andere Federende 41 (Fig. 2 und 3) dagegen ist nach außen gebogen und legt sich in den Scheitel des V-Schlitzes 32 am Pillebolzen an. Schließlich endet der Nadelbolzen in einer Nadel 35, die innerhalb der Sperrfeder 31 sitzt.
Der Pillebolzen ist in der aus Fig. 3 erkennbaren Weise durch eine Zwischenwand 23 mit einer öffnung 30 in zwei Hälften geteilt. Die obere nimmt den Nadelbolzen 33 und die Sperrfeder 31 auf und ist seitlich mit dem V-Schlitz 32 versehen, durch den das einwandfreie Arbeiten des Zünders gewährleistet wird. Der V-förniige Schlitz 32 weist einen senkrechten Arm 44 auf, der in den Rand des Pillebolzens ausmündet und zum Durchgang des Führungsstiftes beim Einsetzen des Nadelbolzens in den Pillebolzen dient. Das Zusammenhalten beider Teile wird durch den Haken 42 erreicht, der den unter der Druckwirkung der Sperrfeder stehenden Führungsstift fängt. Im unteren Teil des Pillebolzens befindet sich gegenüber der öffnung 30 die Zündpille 39, die mit Hilfe einer Schraubkappe 34 festgehalten wird, die ihrerseits mit einer der Bohrung 21 entsprechenden Mittelbohrung 22 versehen ist. Die Schraubkappe ermöglicht die Auswechslung der Zündpille.
Die Versagersperre gemäß Fig. 2 wird gebildet durch den Führungsstift 37 am Nadelbolzen und einen waagerechten Arm 45 des V-förmigen
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Schlitzes 32. Bei dieser Anordnung wird nach dem Einstechen der Zündnadel 35 in die Zündpille 39 die Sperrfeder 31 infolge ihrer Elastizität ein Zurückschieben des Nadelbolzens und infolge der Art der Befestigung der Federenden 40 und 41 gleichzeitig ein Drehen desselben verursachen, so daß der Führungsstift 37 in den waagerechten Arm 45 eintritt und dabei den Nadelbolzen von der Zündpille zurückzieht und dadurch jedes weitere Eindringen verhindert. Außerdem bewirkt die V-Form des Schlitzes, daß der Nadelbolzen beim Anstechen der Pille eine bohrende Drehbewegung erfährt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Mechanischer Aufschlagzünder für Handgranaten, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelbolzen (33) mittels eines Führungsstiftes (37) in einen Schlitz im Mantel des Pillebolzens (29) geführt ist, der V-förmig ist und in zwei Arme (44, 45) ausläuft, deren einer (44) zum Zusammensetzen beider Teile (29, 33) in den Rand des Mantels ausmündet und gegenüber einen Haken (42) zum Zusammenhalten desselben hat, während der andere Arm (45) den Nadelbolzen in Versagersperrstellung fängt, wobei die Sperrfeder (31) zwischen beiden Bolzen (29, 33) mit beiden Enden (40, 41) derart am Nadelbolzen (29) und im Pillebolzen (33) verankert ist, daß sie den Nadelbolzen beim Einstechen in die Zündpille (39) dreht und bei Versagern weiterdreht in seine Versagerstellung (45).
  2. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündpille (39) nach Einsetzen durch eine Schraubkappe (34) festgehalten ist.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 502 632, 502 633, 165;
    schweizerische Patentschrift Nr. 212225;
    französische Patentschrift Nr. 724358;
    britische Patentschriften Nr. 102 279, 119 761, 124837, 301 517, 475083.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 530/93 6.56

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