DEP0007612DA - Signalschaltung in Stellwerken - Google Patents

Signalschaltung in Stellwerken

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Publication number
DEP0007612DA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
contact
lock
relay
circuit according
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dr.-Ing. Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
Original Assignee
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
Publication date

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Description

Im Eisenbahnbetrieb verwendete man in den letzten Jahren in zunehmendem Maße Lichttagessignale anstelle von Formsignalen. Die Lichttagessignale wurden bis vor einigen Jahren mit Rücksicht auf die Bereitstellung einer zuverlässigen Ersatzstromquelle mit Gleichstrom gespeist. In den letzten Jahren ist man vermehrt wieder dazu übergegangen, die Lichttagessignale mit Wechselstrom zu speisen. Während man bei Formsignalen und bei mit Gleichstrom gespeisten Lichtsignalen den Signalsteuerstrom über Hebelkontakte in den elektrischen oder mechanischen Stellwerken schaltet, ist es nicht erwünscht, den Wechselstrom über Hebelkontakte zu führen, weil man durch evtl. Leitungsfehler Eindringen von Wechselstrom in Leitungen befürchtet, die empfindlich gegen Wechselstrom sind, wie z.B. der Streckenblock. Bei Wechselstromlichtsignalen ist es also nicht mehr möglich, die Hebelkontakte am Signalhebel zur Steuerung zu verwenden. Man erhält so zwei Ausführungen der Stellwerksanlagen; eine mit besonderen Hebelkontakten für die Stellung der Formsignale und eine ohne diese Hebelkontakte zur Stellung von Lichttagessignalen. Diese Notwendigkeit erschwert die Fertigung. Um zu einer einheitlichen Fertigung zu kommen, wird zweckmässig die Anordnung so getroffen, dass die Steuerung sowohl der Formsignale als auvh der Lichttagessignale über diese Kontakte erfolgt. Hierbei ist allerdings zu befürchten, dass durch Anheben eines Relais bei Unterhaltungsarbeiten fälschlich ein Signalbild zustande kommt. Um das auszuschliessen, wird erfindungsgemäss die Anordnung so getroffen, dass die Anschaltung des Signals durch je einen Kontakt mindestens zweier Relais erfolgt. Die Erfindung ist in der Schaltung beispielsweise erläutert. In Bild 1 ist der Stromkreis der Hebelsperre dargestellt, in Bild 2 der Stromkreis der Wiederholungssperre, in Bild 3 der Stromkries eines Formsignals. Die Hebelsperre 1 ist nur umlegbar, wenn sich die Wiederholungssperre (Bild 2) in Grundstellung befindet. Wird der Hebel umgelegt, so schliesst zunächst der Kontakt 81. Hierdurch wird der Stromkreis der Hebelsperre 1 über einen Kontakt 31 der Wiederholungssperre, den Kontakt 91 eines Befehls- oder Zustimmungsempfangs, den Hebelkontakt 81 und den Relaiskontakt 26 geschlossen. Die Hebelsperre 1 ermöglicht das vollständige Umlegen des Signalhebels. Ist der Signalhebel umgelegt, so schliesst der Kontakt 82, wodurch dann auch das Relais 2 erregt wird. Das Relais 2 schliesst seine Kontakte 21, 22, 23 und 24. Ferner öffnet es die Kontakte 25 und 26. Durch den Kontakt 24 ist die Wiederholungssperre 3 angeschaltet, die im Stromkries der Hebelsperre und des Relais 2 ihren Kontakt 31 öffnet. Da der Kontakt 31 durch den Kontakt 21 des Relais 2 überbrückt ist, bleibt das Relais erregt. Nunmehr erhält die Signalflügelkupplung 5 über die Kontakte 32 und 22 Kuppelstrom und der Signalantrieb Stellstrom über die Kontakte 33 und 23. Die Rückstelleitung des Antriebes ist über den Kontakt 25 geöffnet. Das Signal geht in Fahrtlage. Bei Lichttagessignalen wird über die Kontakte 32 und 22 bzw. 33 und 23 über den Transformator 7 das Fahrtsignal 8 angeschaltet, wie aus Bild 4 hervorgeht.
Da der Zustimmungsempfang oft nach Gleisen geordnet ankommt, ist es dann nicht möglich, die Kontakte der Wiederholungssperre 32 und 33 in den Signalstromkreis zu legen. Um hier abzuhelfen, ist ein besonderes Relais 4 angeordnet, welches durch den Kontakt 34 der Wiederholungssperre 3 angeschaltet wird und anstelle der Kontakte 32 und 33 seine Kontakte 42 und 43 im Stromkreis des Signals hat. Die Grundstellung des Relais 4 wird durch Kontakt 41 im Stromkreis der Wiederholungssperre 3 überwacht.
Bei Lichttagessignalen wird ferner gefordert, dass ein einmal erloschenes Signal nicht wieder erneut Fahrt zeigen kann, bis der Signalhebel einmal zurückgelegt und wieder umgelegt worden ist. Das wird in einfacher Weise durch Einschalten von Kontakten der Lichtsignalüberwachungsrelais in Reihe mit Kontakt 21 (Bild 1) erzielt. Erlischt das Fahrtsignal erst bei auf Fahrt stehendem Signalhebel, so unterbricht der Kontakt gn, wodurch das Relais 2 abgeschaltet wird. Dieses Relais 2 öffnet seinen Kontakt 21, sodass das Signal in Halt verbleibt.

Claims (9)

1.) Signalschaltung an Stellwerken mit Steuerung der Signale nur durch Relaiskontakte, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschaltung des Signals doppelt durch je einen Kontakt mindestens zweier Relais (2, 3) erfolgt.
2.) Signalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relaiskontakte je von einem Kontakt des Signalstellrelais (2) und der Signalwiederholungssperre (3) gesteuert werden.
3.) Signalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschaltung der Wiederholungssperre (3) durch einen Kontakt (24) des Signalstellrelais erfolgt.
4.) Signalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Zuordnung der Wiederholungssperre (3) nach Gleisen ein besonderes Relais (4) für jedes Signal angeordnet wird, das durch einen Kontakt (34) der Wiederholungssperre geschaltet wird.
5.) Signalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontakt (31) der Wiederholungssperre im Stromkreis der Signalhebelsperre durch einen Kontakt des Signalstellrelais (21) überbrückt ist.
6.) Signalschaltung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Lichttagessignalen ein Kontakt des Fahrtrückmelders gn und des Haltrückmelders (r) mit dem Kontakt (21) des Signalstellrelais in Reihe geschaltet ist.
7.) Signalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerabfall des Signalstellrelais (2) durch einen Kontakt (26) im Stromkreis der Hebelsperre (1) überwacht wird.
8.) Signalschaltung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerabfall des Sekundärrelais (4) der Wiederholungssperre (3) durch einen Kontakt (41) im Stromkreis der Wiederholungssperre überwacht wird.
9.) Signalschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellung der Wiederholungssperre über einen in Grundstellung geschlossenen Signal- oder Fahrstrassenhebelkontakt (83) erfolgt.

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