DEP0007572DA - Greif- und Gleitschutzkette für Reifen von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Greif- und Gleitschutzkette für Reifen von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Es sind Gleitschutzketten für Kraftfahrzeuge bekannt, bei welchen zwischen den Seitenketten als Greifer wirkende Kettenstücke angeordnet sind, auf deren waagerecht liegenden Gliedern bewegliche Laufringe vorgesehen sind, und welche in der Mitte der Lauffläche durch einen Ring o.dgl. verbunden sind. Bei den bekannten Gleitschutzketten dieser Art sind in der Mitte der Lauffläche Kettenstücke in Abständen hintereinander geschaltet, deren freie Enden mittels eines Ringes durch schräge Verbindungsketten an die Seitenketten angeschlossen sind. Durch die Verwendung der Laufringe, die relativ zu den sie tragenden Kettengliedern drehbar sind, wird nicht nur eine verbesserter Greiferwirkung, sondern vor allen Dingen eine Schonung der Gleitschutzkette und der Reifen erreicht.
Gleitschutzketten dieser Art sind für das Befahren verschneiter, vereister oder verschlammter Straßen bzw. von entsprechendem Gelände geeignet. Die Erfahrungen haben aber gezeigt, daß die Greiferwirkung dieser bekannten Anordnung für stärker vereiste oder stärker verschlammte Straßen unzureichend ist, so daß man dazu übergegangen ist, für schwierigere Verhältnisse die Greifer nicht als Ketten, sondern als besondere Greiferstücke aus Profileisen o.dgl. auszubilden. Die bisher bekannten Gleitschutzketten dieser Art stellen aber noch keine vollkommene Lösung dar, weil sie zu einer sperrigen Bauart der Greifer führen, und zum Befahren von nicht vereisten bzw. nicht verschlammten Straßen nicht benutzt werden dürfen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Anordnung zu schaffen, die es unter Verwendung von mit Laufringen versehenen Kettengliedern ermöglicht, eine auch
für schwierigere Verhältnisse brauchbare Kette zu schaffen, die das Befahren von gewöhnlichen Straßen zuläßt. Die Erfindung benutzt das bekannte Prinzip, gemäß welchem zwischen den Seitenketten als Greifer wirkende Kettenstücke angeordnet sind, auf deren waagerecht liegenden Gliedern bewegliche Laufringe vorgesehen und die in der Mitte der Lauffläche durch einen Ring o.dgl. verbunden sind und kennzeichnet sich durch die Kombination folgender zum Teil bekannter Merkmale:
a) die als Greifer wirkenden Kettenstücke bilden im mittleren Bereich der Lauffläche ein Kreuz,
b) die die Laufringe tragenden, waagerecht liegenden Kettenglieder des Kreuzes sind als Ringe oder ovale Kettenglieder ausgebildet, deren kleine Achse wesentlich größer als der Querschnittsdurchmesser der Kettenglieder ist,
c) die die Laufringe tragenden waagerechten Glieder des Kettenkreuzes sind mit dem im Kreuzungspunkt liegenden Glied durch ein oder mehrere Kettenglieder oder Laschen geringer Länge verbunden.
Dabei soll sich vorteilhaft das aus mit Laufringen versehenen Gliedern bestehende Kettenkreuz über die ganze Breite der Lauffläche oder einen wesentlichen Teil derselben erstrecken.
Das Kettenkreuz muß mindestens aus fünf mit Laufringen versehenen Gliedern bestehen, von denen vier Glieder die Ecken eines Vierecks (vorzugsweise Rechtecks) bilden, während das etwa in der Mittellinie der Lauffläche liegende fünfte Glied annähernd im Schwerpunkt des Vierecks angeordnet ist.
Durch diese Anordnung nach der Erfindung werden die die Laufringe tragenden liegenden Kettenglieder des Kreuzes zu einer geschlossenen Greifereinheit vereinigt, und dadurch die Greiferwirkung außerordentlich erhöht. Dadurch, daß die die Laufringe tragenden Glieder des Kettenkreuzes rund oder im wesentlichen rund ausgebildet sind, erhalten sie eine Möglichkeit, sich in ihrer eigenen Ebene zu drehen, so daß der Angriffspunkt ihrer Verbindungsglieder oder der Seitenketten bzw. deren Verbindungsketten wechselt.
Dadurch wird eine Überbeanspruchung dieser Glieder vermieden. Eine ähnliche Wirkung kann natürlich auch durch die Verwendung ovaler Kettenglieder als Träger für die Laufringe erreicht werden, wenn die kleine Achse des Ovals wesentlich größer als der Querschnittsdurchmesser der daran angreifenden Kettenglieder bzw. Verbindungslaschen gewählt wird. Die ringförmige Ausbildung ist aber die günstigste; sie ermöglicht bei entsprechend großem Durchmesser auch eine zweckmäßige Anordnung mehrerer Laufringe, ohne daß diese sich in ihrer Bewegungsmöglichkeit gegenseitig behindern.
An sich sind Gleitschutzketten bekannt, bei denen die eigentlichen Greifer durch im mittleren Bereich der Lauffläche kreuzartig angeordnete Kettenstücke gebildet sind. Hierbei handelt es sich um gewöhnlich Kettenglieder, von denen nur der an dem Kreuzungsmittelpunkt befindliche Verbindungsring mit Laufringen versehen ist. Die Wirkung der Erfindung wird durch diese Anordnung nicht erreicht.
In vielen Fällen genügt es, wenn die die Laufringe tragenden waagerechten Glieder des Kettenkreuzes nur mit dem im Kreuzungspunkt liegenden Mittelglied verbunden sind. Vorteilhafter ist es indessen, wenn zusätzlich die übrigen (die Ecken eines Vierecks bildenden) Glieder alle oder teilweise durch Kettenglieder oder Laschen miteinander verbunden sind.
Der Erfindungsgedanke ist sowohl bei einfachen Reifen als auch bei Zwillingsanordnung der Reifen verwendbar. Es ist dabei möglich, in an sich bekannter Weise die inneren Enden der Kettenkreuze für die beiden Reifen unmittelbar miteinander zu verbinden. - In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann man bei derartigen Zwillingsreifen die den beiden Reifen zugeordneten, erfindungsgemäß ausgebildeten Kettenkreuze durch zwei an den inneren Endgliedern angreifende, etwa parallele Querketten verbinden.
Die Gleitschutzkette nach der Erfindung ist für Kraftfahrzeuge beliebiger Art, z.B. auch für Traktoren, geeignet.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil einer Gleitschutzkette,
Fig. 2 zeigt in Draufsicht eine andere Ausführungsform des Kettenkreuzes,
Fig. 3 und 4 zeigen im Aufriß zwei Ausführungsformen einer Laschenverbindung der das Kettenkreuz bildenden Glieder,
Fig. 5 zeigt in Draufsicht die Verwendung der in Fig. 2 dargestellten Bauart eines Kettenkreuzes bei Zwillingsreifen.
In den Zeichnungen sind mit 1 die Seitenketten, mit 2 die Spannvorrichtung und mit der Linie x-x die in Umfangsrichtung verlaufende Mittellinie bezeichnet.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen werden die Greifer durch liegende Ringe 3 größeren Durchmessers gebildet, die Laufringe 4 kleineren Durchmessers tragen, der zweckmäßig so bemessen ist, daß nur ein geringes Spiel zwischen dem Laufring und dem Ring 3 besteht. Die waagerechten Ringe 3 sind mit dem in der Mittellinie x-x liegenden Glied durch Kettenglieder oder Laschen 5 geringer Länge verbunden. Die Länge der Glieder 5 soll so kurz wie möglich bemessen werden, d.h. so, daß die Bewegungsfreiheit der Laufringe 4 nicht beeinträchtigt wird. - Fig. 3 und 4 zeigen zwei Ausführungsformen von Laschenverbindungen. Die Laufringe 4 erhalten zweckmäßig einen Durchmesser, der etwas größer gewählt ist als die Höhe der Laschen bzw. Verbindungsglieder 5. - Wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, werden von der Erfindung mindestens 5, mit Laufringen versehene, liegende Glieder 4 benötigt, von denen vier bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Ecken eines Rechtecks bilden, während das fünfte in der Mittellinie x-x liegende Glied etwa in den Schwerpunkt dieses Rechtecks fällt.
Wie Fig. 2 und 5 mit ausgezogenen Linien zeigen, sind die die Ecken des Rechtecks bildenden Glieder 3 zusätzlich paarweise untereinander durch Kettenglieder oder Laschen 5a verbunden. Wie mit gestrichelten Linien in Fig. 2 veranschaulicht, können die Glieder 3 auch sämtlich in dieser Weise miteinander verbunden sein, so daß die den Greifer bildenden Glieder eine geschlossene Einheit darstellen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist nur eine Verbindung der Glieder 3 mit dem mittleren Glied vorgesehen. Außerdem ist bei Fig. 1 zusätzlich auf jeden Arm des Kreuzes noch ein weiteres, mit Laufringen versehenes Glied 3a vorgesehen, das mittels der schrägen Verbindungsketten 6 an die Seitenkette 1 angeschlossen ist.
Die Zahl der für das Kettenkreuz benutzten, mit Laufringen versehenen liegenden Glieder kann je nach der Größe des Reifens verschieden gewählt werden. Zweckmäßig erstreckt sich der Bereich des in dieser Weise ausgestalteten Kettenkreuzes über die ganze Breite der Lauffläche.
Der Anschluß des Kettenkreuzes an die Seitenketten kann im übrigen in beliebiger Weise geschehen.
Fig. 5 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für Zwillingsreifen. Jedem der beiden Reifen ist ein Kettenkreuz zugeordnet, das gemäß Fig. 2 ausgebildet ist. Die inneren Endglieder des Kettenkreuzes sind dabei durch parallele Querketten 7 miteinander verbunden.
Claims (6)
1.) Greif- und Gleitschutzkette für Reifen von Kraftfahrzeugen, insbesondere zum Befahren von vereisten, beschneiten oder verschlammten Straßen, bei welcher zwischen den Seitenketten als Greifer wirkende Kettenstücke angeordnet sind, auf deren waagerecht liegenden Gliedern bewegliche Laufringe vorgesehen sind, die in der Mitte der Lauffläche durch einen Ring o.dgl. verbunden sind, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) die als Greifer wirkenden Kettenstücke bilden mit mittleren Bereich der Lauffläche ein Kreuz,
b) die die Laufringe (4) tragenden, waagerecht liegenden Kettenglieder des Kreuzes sind als Ringe (3) oder ovale Kettenglieder ausgebildet, deren kleine Achse wesentlich größer als der Querschnittsdurchmesser der Kettenglieder ist,
c) die die Laufringe (4) tragenden waagerechten Glieder (3) des Kettenkreuzes sind mit dem im Kreuzungspunkt liegenden Glied durch ein oder mehrere Kettenglieder oder Laschen (5) geringer Länge verbunden.
2.) Gleitschutzkette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aus mit Laufringen (4) versehenen liegenden Gliedern (3) bestehende Kettenkreuz sich über die ganze Breite der Lauffläche des Reifens oder eines wesentlichen Teiles derselben erstreckt.
3.) Gleitschutzkette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kettenkreuz aus mindestens fünf mit Laufringen versehenen liegenden Glieder (3) besteht, von denen vier Glieder die Ecken eines Vierecks (vorzugsweise Rechtecks) bilden, während das in der Mittellinie x-x der Lauffläche liegende fünfte Glied etwa in den Schwerpunkt des Vierecks fällt.
4.) Gleitschutzkette nach Anspruch 1 oder folgende und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ecken des Vierecks bildenden Glieder sämtlich oder paarweise durch Kettenglieder oder Laschen (5a) verbunden sind (Fig. 2 u. 3).
5.) Gleitschutzkette nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Verbindungsglieder (6) möglichst kurz, d.h. so klein bemessen ist, daß die Bewegungsfreiheit der Laufringe noch gewahrt ist.
6.) Gleitschutzkette nach Anspruch 1 oder folgende in Anwendung auf Zwillingsreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die den Reifen zugeordneten Kettenkreuze durch zwei an den inneren Endgliedern der Kreuze angreifende, etwa parallele Querketten (7) verbunden sind.
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