DEP0006043DA - Doppelvorschubwerk für Vollgatter - Google Patents
Doppelvorschubwerk für VollgatterInfo
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Description
Patentanwalt
Dipl.-Ing. Georg Θυΐ
MüiiCHEN 15
ρ 6043 lll/38a U iiünehen, den 31. Oktober 1950
asclii&eafabrik
Üoppelvorsehubwerk für Vollgatter·
i>ehubwerke τοη Vollgattern sollen so arbeiten^ daß der wirksame Arbeitsvorschub im oberen Totpunkt des uatters einsetzt
UEa die V'orschubgeschwizKiigkeit des ilolzes während des gaages Sägexmiedergaz^es in einem konstanten Yeriältais zur Üägeageschwindigkeit
steht» in diesem /alle wird der ganze Hub iJür d©a behnitt ausgenutzt, wobei alle Sägeblattzähne einen gleichmäßig
düimea üpan abheben *.
jiese Forderungen erfüllen die einfachwirieiidea iichabwerke nicht, uie bekaxüntlich nur in einem JiurbeIuinkö!bereich τοη
180° arbeiten,, i}ei ihnen muß der wirksame vorschub wegen des bekannten üägenüberhanges "bereits Tor dem oberen Totpunkt einsetzen*
Die dadurch entstehende Voreilung stört einerseits die Proportionalität zwischen Vorschub- und bägengeselivandigkeitj,
andererseits hat sie sur Jtolge, daß der Vorschub bereits υογ !irreleiten des unteren Totpunktes endet«,
Bei dem mit zwei öchabstaugen und zwei Vorscfrabkorbelsapfen Yersehenen doppeltwirkenden bohubwerken mit ¥oneliiaad©r unabiiäBgig@ii
Haupt- und ZiisatzTorscnub setzt der /ALsatzYorschub bereits iis oberen Drittel des üufwärtshubes, der üauptvorsehab im
oberen iotpuact ein- Da. aber der ^usatzTorseiiub ebenfalls wahren! 180° der ^arbeldrehusg wirkt, überlagert er sich nach den ©be-
res Totpunkt dem arbeitSToxsckib, wodurch die Proportionalität zwischen Yorseteb- und Sägengesehwindigkeit gleichfalls Terlere
gebt«
nUßerdeai keimt man doppelt wirkende ^elmb^erke ΛΙ voneinander
abhängigem Raupt* und Znsatgvorschub, die nur eine i Schubstange und einen Vorsehubkurbelzapfen besitzen* Die
Stellung erfolgt liier sos daß der Zusatzvorschub während des gsxizen Sägenaufwärtsganges, der PiauptYorsclrah wäh&end des gaozen
Sägenabwärtsganges wirkt« in dieses; Falle ist die Proportionalität der Geschwindigkeiten war gewahrt, ater es wird der ^weck
Sägenvorha.iges, nämlich das Euräekweiches der 2ahnspitzen Schnittgrund beim Aufwärtsgang, je nach der &rö?e des S
Torecbubes :-?3ΐ:τ oder weniger Yereitelt* ^aa kann allerdings die yorsciiubklinke für den 2»usatzTorschub während eiass
des Mutes durch einen b@so deren Anschlag außer üin^riff halten. doch setzt dann nach Freigebe der idinke der Vorschub stoßartig
eine ÄuBerdei! wird die ionstruktioa dadurch komplizierter, zumal
für die i/orsehiibklinke auch noch eine besondere ,Viderhalterklinke forzusehen ist,
IiUQh Schuhwerke sit gleietouäßig kontinuierlichem Vorschub ergeben keine iorportionalität dar ueschwindigkeiten, da die
Sägengese^windigkeit während des /irbeitshubes bekanntIieil nicht koastaat bleibt, sondern sich sinusförmig änderte
uas hier beschriebene bcLubwerk erfüllt die eingaags gestelltes Bedingungen« Seiner ^rt nach gehört es zu den doppeltwirkendes
Scnubv/erken mit einem während des ganzen jibwärtsgangee des Cfatters wirksamen üauptvorschub und einem während des ganzen
öatferaufwäctisganges wirksamea uUsatzTQrsdhuh. Me j*rflndu>in· sieht
nun im ZusatzTorschubmechanisaus ein übertragungsgestänge solcher Art Tor? daß der Zuaatzvoxschub au Begiaii der Äufwärtsbevegung
des Gatters sehr rerhaltea einsetzt? und daß der auf diese ^ ei se
zwischen den Zähnen der vorhängenden Jagen und atm ochrdttgrufld entstehend© jibstasd. im 's/erlaufe der oberes i4klite des Aufwärtshubes
durch Beschleunigung wieder aufgellt wird=,
Die ^eieiinung veranschaulicht eia: /aisrühnuigsbeispiel an einem ochubwerk Mit einer beim übwä/tsgang des watters wirkendem
liaupt schwinge und einer btü se Uieai Aufwärtsgang wirkenden liegensdwi%es
die beide in gleicher jrehriclitung1, jedoch abwechselnd, auf eiiien yorsehubring arbeiten und durch eine an den üaup taut rieb
des Gatters angeschlossene üd'ufastange gemeinsam beuäti^t werdsn.
/I1 .1 zeigt eine Ansieht des "/orschubworkes in schematischer ]tll
i?ig„2 bis 5 weiters ötfeilun^en des /orsehubgestänges während eines iusatsvorschubes?
/ig.6 das tforschubdiegraffiBi uad
?iga7 die den V'orschubgostängestelluügön nach den Fig.l Ms entsprechenden Stellungen des Gatterkurbelzap/ens.
Düs üchubwerk wird, wie aus Fig.l ersiehtliehj mittels der Stange 1 angetrieben, die an den V^orschubkurbelzapfen. 2 der
liatterwelle 3 sage lenkt ist» ubfea steht die bchubstaage 1 clurefe das usienk 4 mit der den ^rbeitsvorschub @rsfe%endea liauptschwia^
5 in Verbendung, die in ihrer urehwelle 6 läo.gsf"©rsteilbar ist» Me liauptschwinge 5 überträgt ihre bchwingbewegungött versiittels
der ©bereu iiciiubstan^e 7 auf don &rm 8, der an seinem nuge 9 durch
die stange Iu geführt und durch die federn 11 und lü nach tmten gBdrüekt bzw. gezogen wird. An diesem atm 8 ist das Backenpaar
angebracht, das heim. Au£wärts„ang der oberen Schubstange 7 tten Vorschubriag 14 z»isehed sieh ©in^lei»®« und μ tniiamt, der seine
frehiaig veradttels der Zahnradgetriebe IS5 16, 17 aiii' die Forsehubwalzen
18, 19 überträgt« J)ie genaimte iklesawirtoag der 13 körnst dadurch umstände, daß di© Kräfte der üchubstang© 7 und
d©r federn 11 und 12 im gleichen Schwenksiiin auf dan Arm 8 wirken· Beiin darauf folgenden übwärtsgang der Schubstange ? ,?ird da
gegea, weil die vorerwähnten Kräfte jetzt dem Schwenksinn nach entgegengesetzt gerieiltet sind? keine ^lemaiwirkun^ der bad en
auf den i>ehubring 14 ausjeübt, so daß die Daeken 13 zurückschwin gen ohne dea Selmbring 14 aiitÄUjoeiaaen.
Die untere öehubstaage 1 treibt außerdem die den kusatzvorschub erzeugende, an der Drehachse 20 angebrachte Gegunselsc/inge
21 aa? unä zvvar über die an das u clubs tangenge leak 4 angeschlossene
awi scheust aage 22 und den mit dieser durch das u-elenk 23 verbundenen holiwiageaiiebel 24* liabei wirkt die ^e^e/isaJawinge 21
über die ochubstange 25 und den an se iiiem Äuge 26 auf der £>taage 27 geführten, unter der hier naeh. obea geri elite tea »'.raft der if©—
dern 28 und 29 stehenden j-tm Su auf das 3aciisnpaar 31, das auf den ^cfeibring 14 derart arbeitet, da.: es beim Abwärtsgang' der
Schubstange 25 den ächubring* 14 einklemmt und mitnimmt» bein wärtsgang dagegen nicht· Der Sehubring 14 wird also? wie ü
bei Vollgattern bereits bekaiiat? abwechselnd von dem einen oder anderen Baekenpaar 13 bsw. 31 im gleichen Drehsinn raitganommen
wobei das toü der hauptschwinge 5 "betätigte Backenpaar. 13 des jirbei tsvorschub und. das τοη der üegeuschwinge 21 betätigte
Backeapaar 31 den gueatzvorschub beifirkt«,
Me an den Stangen 10 und 27 angebrachten ^afanstaBgen 32 una 33 Bit ilirem gerne insane η Bitzel 84 dienen? wie ebenfalls bekannt,
gur Sichtungsujükehr des v'orschubweri:es? wo2u durch entsprechendes üreliea des Hitzeis 34 die iahasta*age 32 nach unten
«ad die Zahnstange 33 nach oben zu schieben ist, was zur Folge hat, daß die Äraiftriehtung äer auf die Baekensra© 8 bzwe 80 wirkasdea
F@ä©rn H, 12 hm» ZB9 29 uragökehrt wird und die Backen
13 mad 31 den itehubring 14 in umgekehrter urehricntung jaitaekaea«
Die Arbeitsweise des VorSchuhwerkes wird au "besten in 2usaiuaenhsng mit den übrigen Abbildungen erläutert, ide iig*l Ms
zeigen verschiedene Stelluagen des Vorsehubgestän^es während eines £usatzvorschubes. In üg.l c2 areliläuft der Vorschub uurbelzap·*·
fen 2 gerade sei Mn unteren ',Totpunkt. Xn den übrigen Stellungen ist er von Fig. zu Jig, am je 45° vorgerückt. Jer abstand,, den
hierbei äer Geleukpumru 23 von seiner btellu%* in iig.l gewinnt, also die strecken 23--3a, 23-23b,23-23of 23-23d und Έ3=·23β, entsprechen
aünäheriaä. den diikelverscMebua^eja des L-chwingeaheböls 24 und damit aomiheriici Ciem ueg des üackenpaares 3I9 der dem
ZusatzTorschub proportijnal ist. Die erwähnten dtreoken eigiien sieh daher zur Lr.iLttlaag des Vorschubdiagreiames, soweit es den
ZüsatzTorsoiiiib angeht,
iJas vrorsohubdiagraiBü zeigt iige6e la ika ist auf die ^bs»
zisse der Vorschubweg aufgetragen und auf die urdi iate der uatterlittbj, wobei aajenoii"en wurde, daß der Jaltertoirbel/apfen
35 und der i/orseiiubkurbelzapfen 2 auf der gleichen Hac'ialliniö lieg@jie i/ie in ϊϊο·*7 einge eielmeiöii uatterkurbelzapienstellungen
85, 3oa usw., entspreciien daher dom inkel aach genau den Stellungen des (/orsohat/Jairbelzapfons ά %n den iig.l Ms 5e ihre
Projektion auf äie Ordinate ergibt somit den in den einzelaen Stellungen erreiebten uratteräub« Auf uiese xJro j ekt ions linien
sind Ton der urdinate nach reeiits die strecken 23-23a? 23-23b?
23-2Sc-^ 23-23d asär-Sö-2Se sinngenäB aofgetragen und zwar der besseren Augeii£älligk.eit ^eg&n in doppelter urö-3e, ao£ diese
»eise erolbt sich für dsn zusatzvorschub die ^urre ö-a-b-o-d des Diagraiikies gemäß i'ig.6. Die §er^ie s-e-d stellt den Sägenüberhang
dar« Ihr waagerechter Abstand tob der ajift© O-a-b-c-d
entspricht der jeweiliges Imtfemmng der Sägenzabnspitgen vom Sennit tgroiid · Di© Gerade d-f veranschaulicht dea durch die Haupt
schwinge 5 erzeugtes jLrbeitsvorsehub,. der in an sieh bekannter !Veise proportional zum uatterimb verläuft.
Beim Durchgang des Vorsehubkurbelzapfens 2 direh seinen uateren Totpunkt, der im Idagraffim des J&ordinatsn-äullpunkt
entspricht, befindet sich die 2i?/ischenstange 22 ia der Stellung nmh jy'ig«!· i>a sie hier mit dem ideellen uebslara g der Hauptschwinge
5 einen gestreckten iViniiel, mit der öev/egungsrichtung dss üelenkpuiiktes 4 also einen rechten. Kinkel einschlieBt, wirkt
sichs zumal auch der »finkel zwischen dem äebel 24 der öegenschwinge 21 und der zwisctfcnstauge 22 Hiemiioli ι,γοΒ ist, die
nun fo gen.de ^ufwärtsbe?/e^ung der Schubstange 1 ka«m merklich auf die yegenechwinge ZX und daadt dsn Vorsschibring 14 ause
iraktißch seist in die&er Phajae, wie auch das iviagraaaB zeigt, der Vorschub fast auss wodurch die Zahnspitzen infolge des "Ub,-genüberhanges
Tom üclinittgrund Abstand gewinnen· ^rst allmählich steigt mit der Verringerung des viinkels zwisclien der Zwiechenstange
22 und dem ideellen ilauptseuwingenhebelara g di© Beteiligung der uegei^ciiwinge 21 und damit die Vorschubgeschwiadigkeit
an; doeii bleibt si© vorerst inmer noch Mater der mittleren Geschwindigkeit 2urück$ so daß sich der erwähnte 2iahaspitsenabstand
nocli weiterhin vergrößert· iitwa «dtte ßatterhnb wird der maxiaale ütstand erreiclit, der im jüiagraaBD der Mtfsrnuag
b-e entspricht. Bis daiaia haben, wie aus ilg.S ersi€htiieiif zwar die behübetaiage 1 und die flauptschwinge 5 bereits ihren
halben Aufwärtsweg zurückgelegt, die wegenschwinge 21 aber erst den wesentlich geringeren xeilweg 23~23be in der zweiten Hälfte
des Äufwärtsganges wird mm dis Bewegung der Gegenschwinge 21 in dem MBe b@selil©uaigt9 daß der entstandene Abstand swiseh©n
den üägezähnen und dem Üchnittgrund beim irreicLen des oberen Wendepunktes der schwingung, also des Punktes d im i^iagrama baw.
der Gestänges te llung nach J?'ig«5, wieder aufgeholt ist. in diesem Zeitpunkt,.in dem nun der arbeitevorschub beginnt, setzen somit
die Zähne auf dem Schnitt ,rund des Holzes wieder auf, so daß der Arbeitshub von ^nfang an Schnittwirkung hat, die er in an sich bekannter weise bis zum unteren Totpunkt gleichmäßig" beibehält,weil
die iiauptschwinge ö gemäß .Linie d-f des Ldagra uns eine proportional zur Qatlergesehwindigkeit verlaufende vorsciiubgeschwindig*-
keit erzeugt·
jüa das Schubw rk nicht vollständig spielfrei und οωιβ jegliche federung gebaut werden kann, bedarf es zu deren Ausgleich
praktisch einer kleinen Voreilung des /orsehubkurbelzapfens 2 gegenüber dem Jatterkurbelzapfen 35, wodurch erreicht wird, daß
trotz des Spieles und der federung der iiauptvorschub genau la oberen, der z-usatuvorschub genau im unteren Totpunkt einsetzt.
eingestellt wird der Uesamtvorschub durch Änderung des iiauptVorschubes. Hierzu client der um die Achse 36 verschwenkbare,
mittels des ioiebels 37 feststellbare Stellhebel 38, der durch die Stange 39 mit der im drehzapfen 6 längsverschiebaren iiauptschwinge
5 gelenkig verbunden ist.
Jas neue Schubwerk hat neben einem einwandfreien /orscimbdiagrama auch den Vorteil baulicher Einfachheit. Außerdem schließt
es infolge der bereits durch die Konstruktion erreichten Abhängigkeit zwischen iiaupt- und Zusatzvorschub eine falsche Mnstellung
durch die Bedienung von vornehereiη aus.
Claims (2)
1. Doppelvorschubweric für i/ollgatter rait während des ganzen Abwärtsganges des Matters wirksamem, üauptvorscmib und während
seines ganzen Aufwärtsganges wirksamem öisatzvorschub, ^ekönnzeicJinet durch ein im iaisatzvorschubmechiiaismus vorgesehenes
übertragungsgestänge solcher Art, daß der Zusatzvorschub zu £eginn der üufwärtsbewe6mng des Gatters sehr verhalten einsetzt,
und daß der auf diese »eise zwischen aen 2Ähnen der vorhängeadea oägen und dem ochnittgruna entstehende Abstand i^. Verlaufe der
oberen aälfte des Aufwärtshubes darch uesc/.leurjigung wieder aufgeholt wird.
2. uoppelTorschubwerk nach Anspruch 1 mit einer beim Abwärts· gang des matters wirksamen .uauptscringe unu einer bei seinem
Aufwärtsgang wirksamen Uegenschwinge, die beide in gleicher -ürehrichtung, jedoch abwechselnd, aui eiaen gemeinsamen Vorschubring
arbeiten und durch eine an den uatterantrieb angeschlossene Schubstange geiieinsam betätigt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegenschwinge(21) über einen an ihr angebrachten hobel (24) und eine an diesen angelenkte />/iscüenstauge(22i gelenkig
mit der Hauptschwinge(5) verbunden und die ünorunung so getroffen ist, daß beim Durchgang der bchwingen(ö, 21) durch den den
Zusatzvorschub einleitenden Totpunkt die 2wischematange(22) und
der ideelle Jiebelara(g) der Lauptschwing©(5) vorzugsweise eines gestreckten oder annähernd gestreckten ,anJrel einschließen
oad daß zu diesem ^eitpurikt dar «inkel zwisciieii dem i>chvängeah.eb®I(24:)
und der Z®isciieBstaage(22) von 90° niekt allzuweit abweicht*
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