DEP0005754DA - Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen Halogenfettsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen Halogenfettsäuren

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DEP0005754DA
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fatty acids
light
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halogenated
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Expired
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English (en)
Inventor
Hans Dr.sc.nat. Weghofer
Original Assignee
Krupp Treibstoffwerk GmbH, Essen
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Description

Bei der Herstellung von Seifenfettsäuren durch Oxydation höhermolekularer Paraffinkohlenwasserstoffe erhält man bei der Destillation der Rohfettsäuren sogenannte Nachlauffettsäuren, welche im wesentlichen aus hochmolekularen, gegebenenfalls noch sauerstoffhaltigen Fettsäuren bestehen. Diese hochmolekularen Fettsäuren können infolge ihrer dunklen Farbe - sie sind meist tief schwarz gefärbt - nur für wenige Zwecke direkte Verwendung finden.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß es in vorteilhafter Weise gelingt, auch völlig schwarze Nachlauffettsäuren in helle, weiße bis gelbliche, gut verwertbare Produkte überzuführen, wenn man die wässrigen Lösungen, Emulsionen oder Dispersionen der Alkalisalze dieser Fettsäuren durch Einleiten von elementarem Chlor bei möglichst tiefer Temperatur chloriert. Die Menge des anzuwendenden Chlors ist dabei nicht an ein stöchiometrisches Verhältnis gebunden, man kann also z.B. die Chlorierung schon abbrechen, sobald eine restlose Aufhellung der Nachlauffettsäuren erfolgt ist, wozu es keineswegs erforderlich ist, daß soviel Chlor eingeleitet wird, daß auf jedes Fettsäuremolekül ein Chloratom entfällt. Man kann das Verfahren aber auch so ausführen, daß man soviel Chlor einleitet, daß zum überwiegenden Teil mono- oder auch dichlorierte Fettsäuren entstehen. Als Reaktionstemperatur wählt man eine solche unter 100°, beispielsweise von 50 - 90°. Die bei der Chlorierung entstehende Salzsäure bewirkt gleichzeitig eine Abscheidung der freien Halogenfettsäuren aus ihren Salzen, die sich im oberen Teil des Reaktionsgefäßes abscheiden bzw. bei hohen Chlorgehalten unten absetzen.
Für die Chlorierung verwendet man vorteilhafterweise möglichst reine Lösungen bzw. Emulsionen, gegebenenfalls auch
Dispersionen der Alkalisalze der Nachlauffettsäuren und vermeidet die Zugabe weiterer Salzmengen. Die Anwesenheit irgendwelcher Katalysatoren ist nicht erforderlich, da die Chlorierung ohne weitere Zusätze am günstigsten verläuft.
Anstatt der Chlorierung kann man erfindungsgemäß auch eine Bromierung durchführen, indem man an Stelle von elementarem Chlor elementares Brom in die Lösung, Emulsion oder Dispersion - gegebenenfalls unter Belichtung - einleitet und im übrigen wie vorstehend beschrieben arbeitet.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die halogenierten Nachlauffettsäuren, bevor sie mit Luft bzw. Sauerstoff in Berührung gebracht werden, restlos von noch gelöstem Halogen bzw. Halogenwasserstoff befreit werden, was z.B. durch Durchleiten von inerten Gasen wie Kohlensäure oder Stickstoff und bzw. oder Waschen mit Wasser unter Ausschluß von Luft erreicht werden kann. Es konnte nämlich festgestellt werden, daß die bereits hellfarbigen, halogenierten Nachlauffettsäuren, die aber noch Halogen und bzw. oder Halogenwasserstoff gelöst enthalten, an der Luft rasch nachdunkelten, während sorgfältig entlüftete Proben auch an der Luft hell bleiben.
Die Chlorierung von Fettsäuren sowie deren Natriumsalzen in Gegenwart von Wasser ist bereits vorgeschlagen worden. Aber abgesehen davon, daß der Grundgedanke des bereits bekannten Verfahrens die Vermeidung einer Dunkelfärbung von an sich hellen Fettsäuren bei der Chlorierung ohne Gegenwart von Wasser ist, ist zu dessen erfolgreicher Durchführung außerdem noch die Anwesenheit eines Katalysators in Form von wasserlöslichen Salzen der Sauerstoffsäuren des Schwefels unbedingt erforderlich. Im Gegensatz hierzu geht das Verfahren gemäß der Erfindung von völlig dunklen Nachlauffettsäuren der Paraffinoxydation aus, die durch Chlorierung oder Bromierung in wässriger Phase überraschenderweise in vollkommen helle Produkte übergeführt werden können. Darüber hinaus arbeitet das vorliegende Verfahren im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren am vorteilhaftesten mit reinen Lösungen, Emulsionen oder Dispersionen der Salze der Nachlauffettsäuren ohne Anwendung eines Katalysators bzw. ohne Gegenwart weiterer Salze.
Beispiel.
Dunkelgefärbte Nachlauffettsäuren werden mit der auf die Säurezahl berechneten Menge Natronlauge verseift und in Wasser gelöst. Hierauf leitet man bei einer Temperatur von 50° unter Rühren solange Chlor ein, bis sämtliche Nachlauffettsäuren auf der wässrigen Lösung schwimmen. Man erhält ein hellgelbes Reaktionsprodukt, das noch im Chlorierungsgefäß durch Durchleiten von Kohlensäure von gelöstem Chlor bzw. Salzsäure befreit wird. Das Reaktionsprodukt wird anschließend noch mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute ist fast quantitativ, der Chlorgehalt beträgt 10,7%.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von hellfarbigen Halogenfettsäuren aus dunkelgefärbten Nachlauffettsäuren der Paraffinoxydation, dadurch gekennzeichnet, daß deren Alkalisalze in wässriger Lösung, Emulsion oder Dispersion unter 100° mit elementarem Chlor oder Brom ohne Anwendung von Katalysatoren halogeniert werden und die halogenierten Fettsäuren unter Ausschluß von Sauerstoff von gelöstem Halogen und Halogenwasserstoff durch Durchleiten von inerten Gasen und bzw. oder Wäsche mit Wasser befreit werden.

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