DEP0005402DA - Lastschale für elektrische Waagen - Google Patents

Lastschale für elektrische Waagen

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DEP0005402DA
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load
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armature
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Otto Stuttgart-Münster Höflinger
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Description

Die Erfindung betrifft eine Lastschale für elektrische Waagen zum Abwiegen gleicher Mengen eines Schüttgutes, und zwar eine Lastschale mit um eine gemeinsame Achse schwenkbaren, ineinandergreifenden Schalenhälften.
Bei solchen Waagen zum Abwiegen gleicher Mengen eines Schüttgutes von körniger, pulvriger oder blättriger Beschaffenheit in fortlaufendem Arbeitsgang ist die für die Entleerung der Lastschale erforderliche Zeit mitbestimmend für den Rhythmus der Wägungen und damit für die Arbeitsleistung der Waage. Bei größeren Sollgewichten lässt sich eine automatische Einrichtung der Lastschalenöffnung durchführen, deren Auslösung unter der Einwirkung des Gewichts der gefüllten Lastschale erfolgt.
Wenn es sich aber um das Verwiegen geringerer Gewichtsmen- gen einer Ware handelt, ist man darauf angewiesen, die Mechanik der Lastschalenöffnung von Hand, mechanisch oder aber auf magnetelektrischem Wege zu betätigen.
Es sind nun trichterförmige Lastschalen bekannt, die aus zwei oder einen gemeinsamen Drehpunkt schwenkbar und ineinandergreifenden Schalenteilen bestehen. Nach Füllung der Lastschale mit der vorgesehenen Menge des Wägegutes wird sie durch Handbetätigung gegen einen Anschlag bewegt, und so wird durch das dadurch hervorgerufene Ausschwenken der Schalenteile die Lastschale geöffnet. Hierbei ist die Schalenöffnung immer die Gleiche, das heißt, die Flächen der Lastschalenhälften, von denen das Wägegut nach unten abgleitet, haben während der Entleerung immer die gleiche Schräglage.
Dies ist auch bei solchen bekannten Lastschalen der Fall, bei welchen eine Schalenwandung als um einen Drehpunkt schwenkbare Klappe ausgebildet idt, und wobei eine Anordnung von Hebelgestängen besteht, die während der Wägung die Klappe in der Verschlusslage hält und sie unter magnetelektrischer Krafteinwirkung öffnet, wenn das Sollgewicht in der Lastschale erreicht ist.
Die seither bekannten Lastschalenausführungen geben somit keine Möglichkeit, die Maulöffnung - also die Schräglage der Gleitflächen - der jeweiligen Art und Beschaffenheit verschiedenen Wägegutes anzupassen. Dann hat sich auch erwiesen, dass bei den seither bekannten Anordnungen von Hebelgestängen für Seitenklappenbetätigung Kraftkomponenten winklig zur Senkrechten auf die Schneiden und Pfannen der Waage sich auswirken und dadurch deren Verschleiß beschleunigen. Dies sollte aber wegen der Empfindlichkeit fortlaufend und automatisch arbeitender Waagen für Massenwägungen unbedingt vermieden werden.
Gemäß der Erfindung ist nun die Lastschale so ausgebildet, dass der Anker eines Elektromagneten über ein unter Federwirkung stehendes Hebelsystem mit zwei Schwenkhebeln in Verbindung steht, die über an den Lastsschalenhälften angeordneten Anschläge auf die Lastschalenhälften kraftschlüssig nur im Sinne des Öffnens derselben derart mit einstellbaren Arbeitshub einwirken, dass sie je nach dem Arbeitshub durch den Magnetanker oder die Federkraft verschieden weit geöffnet werden und sich infolge ihres Eigengewichts beim Rückgang des Hebelsystems selbsttätig schließen.
Dabei kann die Ausführung entweder so getroffen werden, dass bei geschlossener Lastschale die Federn ungespannt sind und der Magnet stromlos ist, oder so, dass bei geschlossener Lastschale die Federn gespannt sind und der Magnet unter Strom steht.
In beiden Fällen bietet die Ausführung der Lastschale den Vorteil, dass der Öffnungswinkel der Lastschalenhälften den jeweils in größerer Anzahl abzuwägenden gleichen Mengen des Schüttgutes angepasst werden kann. Das bedeutet, dass die durch Vermeidung unnötig weiten Öffnens der Lastschale gewonnenen Zeiten sich vorteilhaft auf die zeitliche Aufeinanderfolge der einzelnen Wägungen auswirken.
Bei der Ausführungsform, bei der bei geschlossener Lastschale die Federn ungespannt sind und der Magnet stromlos ist, kann der Grad der Öffnung der Lastschalenhälften durch eine Regelung des Hubes des Magneten geregelt werden, die in an sich bekannter Weise stattfinden kann, beispielsweise dadurch, dass die Magnetspule gegenüber dem verwendeten Tauchanker axial verschiebbar und feststellbar ist. Bei der anderen Ausführungsform, bei der bei geschlossener Lastsschale die Federn gespannt sind und der Magnet unter Strom steht, kann die Regelung dadurch erfolgen, dass der Federweg beim Entspannen der Federn in regelbarer Weise begrenzt wird.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 eine Ausführungsform der Lastschale in geschlossenem bzw. geöffnetem Zustand,
Fig. 3 eine Seitenansicht dieser Lastschale,
Fig. 4 und 5 eine zweite Ausführungsform einer Lastschale in geschlossenem bzw. geöffnetem Zustand.
Die beiden ineinandergreifenden Schalenhälften 1 und 2 sind um die gemeinsamen Achsbolzen 3 und 4 schwenkbar gelagert. Nahe dem Auslaufende weisen die Lastschalenhälften 1, 2 Anschlagstifte 5 und 6 auf, zwischen denen sich in einer zu den Seitenwandungen der Lastschale parallelen Ebene die Schwenkhebel 7 und 8 erstrecken, für deren Lageraugen 9 und 10 die Achsbolzen 11 und 12 vorgesehen sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 steht der Anker 13 einer Magnetspule 14 in Verbindung mit den Gelenkhebeln 15, 16 und 18, 19, wobei die Hebel 16 und 19 kraftschlüssig mit dem Lagerbolzen 11 und 12 der Schwenkhebel 7 und 8 verbunden sind und am Waagengestell befestigte Zugfedern 21 auf sie einwirken.
Bei geschlossener Lastschale ist der Magnetanker 13 ohne
Strom und sind die Zugfedern 21 ungespannt. Wird dann die Magnetspule 14 bei bis zum Sollgewicht gefüllter Lastschale über einen vom Waagenbalken gesteuerten Kontakt zur Wirkung gebracht, so bewirkt der eintauchende Anker 13 entgegen der Wirkung der Feder 21 über die Gestängehebel 15, 16 und 18, 19 ein Auseinanderspreizen der Schwenkhebel 7 und 8, die durch Mitnehmen der Anschlagstifte 5 und 6 die Lastschale öffnen.
Nach Entleerung der Lastschale wird die Magnetspule 14 durch entsprechende Kontaktsteuerung wieder stromlos, die Hebel werden unter Wirkung der Feder 21 wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht und die Schalenhälften 1, 2 schließen sich wieder unter Wirkung ihres eigenen Gewichtes.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 stehen die Zugfedern 21 ebenfalls in Verbindung mit dem Anker 13 der Magnetspule 14, und es ist ein vom Anker 13 ausgehendes Gelenkhebelsystem 22, 23, 24, 25 vorgesehen, dessen Hebel 23 und 25 in kraftschlüssiger Verbindung mit den Lagerbolzen 11 und 12 der Schwenkhebel 7 und 8 stehen. In diesem Falle steht bei geschlossener Lastschale der Magnet unter Strom und sind die Federn 21 gespannt. Bei Erreichung des
Sollgewichtes der Lastschale wird durch eine Kontaktsteuerung der Magnet stromlos, sodass die gespannten Federn 21 die Lastschale öffnen. Nach erfolgter Entleerung erhält die Magnetspule 14 wieder Strom, sodass der Anker 13 wieder angezogen wird und die Hebel entgegen der Wirkung der Federn 21 wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt werden. Die Lastschalenhälften schließen sich dabei unter Wirkung ihres Eigengewichts.
Es ist ersichtlich, dass der Grad der Öffnung der Lastschalenhälften 1, 2 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 durch eine Regelung des Hubes des Elektromagneten 13, 14 beim Einziehen des Ankers 13 in die Spule 14 und bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 durch eine Begrenzung des Weges der Federn 21 beim Zusammenziehen derselben und damit des Weges des Ankers 13 beim Herausziehen desselben aus der Spule 14 geregelt werden kann.

Claims (4)

1.) Lastschale für elektrische Waagen mit um eine gemeinsame Achse schwenkbaren, ineinandergreifenden Schalenhälften, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (13) eines Elektromagneten (14) über eine unter Federwirkung stehendes Hebelsystem (15 bis 20 bzw. 22 bis 25) mit zwei Schwenkhebeln (7, 8) in Verbindung steht, der über an den Lastschalenhälften (1, 2) vorgesehene Anschläge (5, 6) auf die Lastschalenhälften (1, 2) vorgesehene Anschläge (5, 6) auf die Lastschalenhälften (1, 2) kraftschlüssig nur im Sinne des Öffnens derselben derart mit einstellbarem Arbeitshub einwirken, dass sie je nach dem Arbeitshub verschieden weit durch den Magnetanker oder die Federkraft geöffnet werden und beim Rückgang des Hebelsystems sich infolge ihres Eigengewichts selbsttätig schließen.
2.) Lastschale nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anordnung, derart, dass bei geschlossener Lastschale (1, 2) die Federn (21) ungespannt sind und der Magnet (14) stromlos ist.
3.) Lastschale nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anordnung, derart, dass bei geschlossener Lastschale (1, 2) die Federn (21) gespannt sind und der Magnet (14) unter Strom steht.
4.) Lastschale nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub des Magnetankers (13) durch Veränderung seines Einzieh- oder Rücklaufweges regelbar ist.

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