DEP0004875DA - Verfahren zum Trocknen und Bleichen von Nahrungsmnitteln, insbesondere von Obst, Gemüse, Eiern und Milch - Google Patents
Verfahren zum Trocknen und Bleichen von Nahrungsmnitteln, insbesondere von Obst, Gemüse, Eiern und MilchInfo
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Description
Dr. ing, Theo Schultes - Jugenheim a.d« Bergstr. - Lindenstr. 3
Verfahren zum Trocknen und Bleichen von ffahrungsmitteln, insbesondere von Obst, Gemüse, Eiern und
Milch.
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren zum Trocknen und Bleichen von Nahrungsmitteln, insbesondere von Obst, Gemüse, Eiern
und Milch in einem elektrischen Hochfrequenzfeld.
Es sind bereits zahlreiche Verfahren und Anordnungen bekannt zur Trocknung von Nahrungsmitteln aller Art unter Verwendung von
Trockenofen oder dergl., bei denen du:, cn äussere Wärmezufuhr dem eingebrachten Gut der Wassergehalt entzogen wird. Infolge der
während des i'roeknungsvorganges eintretenden Verkrustung der Oberfläche des Trockengutes kann die im Innern des eingebrachten
Gutes noch vorhandene Flüssigkeit mit Portschreiten des TrocknungsVorganges immer schlechter verdampfen, sodass der Trocknungsprozess
relativ lange dauert. Bekanntlich treten bei den so behandelten Nahrungsmitteln geschmackliche Veränderungen ein,
welche den bekannten Dorrobst- oder D'drrgemüsegeschmack zur folge haben« Ausserdem erleiden die auf diese Weise behandelten Nahrungsmittel
eine Verfärbung, v/odurch sie unansehnlich werden und deshalb nicht gern gekauft werden. Man hat daher die getrockneten
Nahrungsmittel nach der Trocknung einem chemischen Bleichprozess
unterworfen, um das Aussehen der getrockneten nahrungsmittel zu verbessern. Jedoch treten hierbei weitere geschmackliche Veränderungen
auf, die den Genuss der auf diese Weise chemisch gebleichten nahrungsmittel weitgehend beeinträchtigen.
Es is ΰ nun bereits ein anderes Irocfcnungs verfahr en für Zuckerrüben
bekannt, bei dem keine Wärmezufuhr von aussen erfolgt, sondern bei dem durch Anwendung eines elektrischen Kurzwellen-oder
Ultrakurzwellenfeldes eine Erwärmung des zu trocknenden Gutes von innen her erfolgt. Infolge der hierbei verwendeten Wellenlänge
des elektrischen Kurzwellenfeldes werden die Rüben in unzerkleinertem Zustand in die 'Vorrichtung eingebracht und der Wirkung des
hochfrequenten Feldes ausgesetzt. Würde man diese ßüben vorher zerkleinern und z.B. zu Rübenschnitzeln verarbeiten, so würde die
erstrebte Wirkung nur im geringen Masse, wenn überhaupt eintreten. Jjenn die zu verwendende Wellenlänge steht, wie Untersuchungen gezeigt
haben, in Beziehungen zu der Grosse des zu trocknenden Gutes» Infolgedessen eignet sich das bekannte Verfahren z.B. auch nicht
ohne weiteres zur Trocknung von zerkleinertem Obst, Milch, Eiern oder dergl* Ausserdem müsste nach wie vor auch bei dem bekannten
Verfahren eine Bleichung des Trockengutes vorgenommen werden in der oben geschilderten Art, wodurch sich wiederum unangenehme*,
geschmackliche Veränderungen ergeben»
Demgegenüber wird zur Vermeidung der oben dargelegten Nachteile erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass das zu trocknende Gut
im luftverdünnten Raum der Einwirkung eines starken, in seiner Wellenlänge einstellbaren Ultrakurzwellenfeldes und der infolge
der hierbei sich ergebenden Glimmentladung eintretenden Ozonbildung unterworfen wird. Auf diese Weise werden gegenüber der bekannten
Anordnung zwei wichtige Vorteile erzielt. Der eine Vorteil "besteht
darin, dass die günstigste Wellenlänge entsprechend der Stückgrösst jederzeit wählbar ist, wodurch der Wirkungsgrad der erfindungsgemSssen
Anordnung wesentlich verbessert wird. Der andere sehr wesentliche Vorteil besteht erfindungsgemSss darin, dass gleichzeitig eine Bleichung des Trockengutes durch die aultretende
Glimmentladung erfolgt, die eine starke OzonMldung zur folge hat. Durch diese Ozonisierung des Trockengutes werden keinerlei geschmackliche
Veränderungen hervorgerufen, sodass das fertige Produkt auch in geschmacklicher Hinsicht vollkommen dem Frischerzeugnis
entspricht. Wenn man bedenkt, dass man durch das erfindungsgemässe Verfahren ein Produkt erhält, das in jeder Beziehung dem
Frischerzeugnis entspricht und das infolge des Wasserentzuges das Frischerzeugnis enthält bekanntlich bis zu 90 % Wasser eine
gewaltige Gewichtsersparnis zur Folge hat, so erkennt man, dass bei der Anwendung des erfindungsgemSssen Verfahrens sich
auch ein ungeheurer Vorteil beim Versand der erfindungsgemäss behandelten Nahrungsmittel ergibt.
Man ist nun gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung nicht gezwungen, beide Vorgänge gleichzeitig ablaufen zu lassen, sondern
man kann auch zuerst die Trocknung mit Hilfe des Ultrakurzwellenfeldes bewirken und danach in einem zweiten Arbeitsgang die Ozonisierung
des Trockengutes vornehmen.
Würde man das zu trocknende und zu bleichende Gut der Wirkung eines starken Dauerfeldes aussetzen, so würde man sehr hohe elektrische
Leistungen benötigen, wodurch einmal der Betrieb der Anlage wesentlich verteuert werden würde und andererseits die Anlage
insbesondere der Hochfrequenzerzeuger grosse Dimensionen annehmen würde. Es wird daher gemMss einem weiteren Erfindungsmerkmal vorgeschlagen,
die benötigte Hochfrequenzenergie nicht dauernd anzu-
anzulegen, sondern den Ultrahochfrequenzerzeuger durch Steuerimpulse in an sich "beliebigen, jedoch wählbaren Zeitabständen
kurzzeitig hochzutasten, d.h. für die Dauer eines jeden Steuerimpulses kurzzeitig stark zu überlasten. Bei dieser Betriebsart
des Hochfrequenzerzeugers besteht keine Gefahr für eine vorzeitige Zerstörung des Hochfrequenzerzeugers, da das über die
einzelnen Belastungsstösse zu denkende Integral niemals unzulässig hoch sein kann» Die Dauer eines jeden 1T as t impuls es beträgt etwa
10~6 bis ΙΟ""7 Sekunden, Hierdurch ergibt sich aber noch ein weiterer
Vorteil, wie nachstehende Überlegung zeigt. Bekanntlich müssen bei sehr hohen Betriebsspannungen die Isolationsabstände
der spannungführenden Teile sehr gross sein, um einen Überschlag der hohen Spannung zu vermeiden. Dies würde aber wiederum eine relativ
grosse Bauart der Anlage bedingen. Wird die hohe Spannung jedoch nur während der oben erwähnten äusserst kurzen Impulsdauer
angelegt, so kann sich während dieser kurzen Zeit eine Entladung nicht mehr aufbauen. Daher sind bei der vorgesehenen kurzen Impulsdauer
wesentlich kleinere Abstände der spannungiührenden Teile und damit kleinere Abmessungen des gesamten Gerätes möglich* Es kann
daher bei absoluter Spannungssicherheit die Anodenspannung für den Hochfrequenzerzeuger diesem in Form der oben erwähnten kurzzeitigen
Impulse von sehr hoher Spannung zugeführt werden.
Diese Tastimpulse können z.B. gemSss einem weiteren Merkmal der Erfindung aus einer S tetierwechs el spannung an sich beliebiger
Frequenz, z.B. aus der Spannung.des licht- bzw. Kraftnetzes durch einen Impulsgeber abgeleitet werden, in welchem die Steuerv/echselspannung
durch Übersteuerung einer Elektronenröhre mit nachfolgender Differentiation und Verstärkung in Spannungsstösse von rechteckiger
Form und hoher Spannung umgeformt werden.
Die Erzeugung der kurz seit igen Tastimpulse kann aber auch durch Aufladung eines Kondensators mittels eines gleichgerichteten
Wechselstromes und darauf folgender Entladung über eine Funkenstrecke geschehen. In 'beiden vorgenannten lallen ist die Folgefrequenz
der kurzzeitigen 'lastimpulse gleich der Frequenz der primären Steuerweciiselspannung.
Je nach Bedarf kann die Stärke der Tastimpulse durch Regelung der primären Steuerwechselspannung und / oder der Verstärkung
beliebig gewählt werden.
Falls erforderlich, kenn bei getrenntem Arbeitsgang während des eigentlichen' Irocknungsvorganöes ein indifferentes (inertes)
Schutzgas - z.B. Stickstoff oder dergl. in den Trockenraum eingebracht werden.
In der Zeichnung ist eine der möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes zur Erläuterung seiner Wirkungsweise
schematisch gezeigt.
Der durch den dichtschliessenden Deckel 2 geschlossene Trokkenraum 1 dient zur Aufnahme des zu trocknenden Gutes. Zweckmässig
besteht der Behälter 1 aus Isolierstoff, ζ.Β« aus keramischem Material. Auf den gegenüberliegenden Seiten des Behälters 1 sind Kondensatorplacten
S angeordnet, die unmittelbar mit dem Ultrakurzwellengenerator 4 verbunden sind. Dieser Generalitsr 4 wird durch dl
von dem Impulsgeber 5 erzeugten ultrakurzen Tastimpulse kurzzeitig hochgetastet, sodass zwischen den Kondensatorplatten 3 ein sehr
starkes Feld entsteht. Die Steuerwechselspannung wird dem Impulsgeber z.B. von dem Licht- oder Kraftnetz 6 zugeführt.
Claims (1)
- F ATENTANWALTs s ο ! d ο r f Düsseldorf, den 2t>, Mai ±943Horde r straße 80
Femsprecher 6 2924323Dr. SchultesPatentansprüche1) Verfahren zum Trocknen und Bleichen von Nahrungsmitteln, insbesondere von Obst, Gemüse, Eiern und Milch in einem elektrischen Hochfrequenzfeld, dadurch ,gekennzeichnet, dass das zu trocknende Gut im luftverdünnten Baum der Einwirkung eines starken, in seiner Wellenlänge wählbaren Ultrakurzwellenfeldes und der infolge, der hierbei sich ergebenden Glimmentladung eintretenden Ozonbildung unterworfen wird.B) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch , gekennz eic hnet_, dass die Ozonisierung nach erfolgter Trocknung des in den luftverdünnten Raum eingebrachten Gutes in einem zweiten Arbeitsgang erfolgt.5) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch .gejcennzeichn_e^3 dass der ÜTtrahochfrequenzerzeuger durch Steuerimpulse in an sich beliebigen, jedoch wählbaren ZeitabstSnden kurzzeitig hochgetastet, d.h. für die Dauer eines jeden Steuerimpulses kurzzeitig stark überlastet wird.4) Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch..gekennzeichnet, dass die Steuerimpulse aus einer Steuerwechselspannung an sich beliebiger Frequenz, z.B. aus der Spannung des Licht- bzw. Kraftnetzes durch einen Impulsgeber abgeleitet werden, in welchem die Steuerwechselspannung Z0Bo durch Übersteuerung einer Elektronenröhre mit nachfolgender Differentiation und Verstärkung in Spannungsstosse von rechteckiger Form und hoher Spannung umgeformt werden-5) Verfahren nach Anspruch 1-3, d^uxc^_ge^mi^e±Ghxiet., dass die Erzeugung der kurzzeitigen Tastimpulse durch Aufladung eines Kondensators mittels eine:g gleichgerichteten ?/echsel-■ stromes und darauf folgender Entladung über eine Funkenstrecke geschieht, wobei die folgefrequenz der kurzzeitigen Tastimpulse gleich der Frequenz der Steuerwechselspannung ist.6) Verfahren nach Anspruch 1 — F, dMu£SÄ.ħXejinA§ijQ_hiie.t.? dass die Stärke der Tastimpulse durch Regelung der primären Steuerwechsel spannung und / oder der Verstärkung je nach Bedarf beliebig wählbar ist,7) Verfahren nach Anspruch E, dadurch ,,ge^e^irizeic.hn.e^., dass bei getrenntem Arbeitsgang ein indifferentes (inertes) Schutzgas — z»B. Stickstoff oder dergl.-* in den Trockenraum eingebracht wird.Dipl.-lng.PATEHTAM W ALTDüsseldorfHefdarstraöa 00' Fernsprecher 6 2924
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