DE613996C - Verfahren zur Aufbereitung von Getreidekoernern - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung von Getreidekoernern

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DE613996C
DE613996C DEK127449D DEK0127449D DE613996C DE 613996 C DE613996 C DE 613996C DE K127449 D DEK127449 D DE K127449D DE K0127449 D DEK0127449 D DE K0127449D DE 613996 C DE613996 C DE 613996C
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PAUL KIRCHHOFF DIPL ING
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B1/00Preparing grain for milling or like processes
    • B02B1/08Conditioning grain with respect to temperature or water content

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  • Cereal-Derived Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufbereitung von Getreidekörnern Zur Aufschließung von Getreidekörnern zwecks ihrer Vorbereitung sowie der Erleichterung der bei der Verarbeitung zu backfähigem Mehlerforderlichen. Arbeitsgänge, wie Trennung der Schalen und Hüllen des Kornes vom Kern, Erhaltung oder Verbesserung der Backfähigkeit, gibt die Erfindung einen neuen, wirksamen Weg an.
  • Es war bislang wohl bekannt, Getreidekörner mit hindurchgeleiteten elektrischen Strömen gleicher oder wechselnder Stromrichtung zu behandeln. Als Wechselströme verwendete man auch Diathermieströme, das sind hochfrequente Wechselströme von einer Frequenz von i bis z Millionen je Sekunde entsprechend einer Wellenlänge von 3oo bis i 5o m. Zu einer besonderen praktischen Bedeutung sind diese Vorschläge nicht gelangt. und zwar deshalb, weil eine besondere, über eine allgemeine Erwärmung des Gutes hinausgehende Wirkung nicht eintrat oder auch nicht erstrebt wurde, weil sie sich mit anderen einfacheren Mitteln erreichen ließ.
  • Demgegenüber wird nach der Erfindung eine ganz andere elektrische Erscheinungsform verwendet, nämlich die erst bei ganz hohen Wechselfrequenzen von mehr als 6 Millionen Hertz energiereich genug werdenden Verschiebeströme, die in, dem in ein Wechselfeld solch hoher Frequenz eingebrachten Gut entstehen, wobei auch noch eine derartige Einstellung der Frequenzen möglich ist, daß ganz bestimmte, unterschiedliche Wirkungen auf die verschiedenen Bestandteile des Getreidekornes, insbesondere auf den Getreidekern gegenüber der Getreidehülle, ausgeübt werden.
  • Diese tultersichieäliche Einwirkung, z. B. unterschiedliche Erwärmung des Kernes gegenüber der Hülle, wird erst wirksam genug bei der Verwendung besonders hochfrequenter Wechselfelder, deren Wellenlängen unterhalb 50 m bis herab zu den zur Zeit praktisch herstellbaren Minimahverten von etwa 3 m, vornehmlich also im Bereiche der Ultrakurzwellenlängen, liegen. Innerhalb dieses Bereiches wird es möglich, die Wellenlänge auf eine derartige Größe einzustellen, daß z. B. die Erwärmung des Kernes gegenüber derjenigen der Hülle ein Maximum wird. Ebenso läßt sich eine andere Wellenlänge einstellen, wobei die Erwärmung der Hülle gegenüber der des Kernes besonders groß wird. Es lassen, sich also große unterschiedliche Wirkungen in den verschiedenen Bestandteilen des Kornes erzielen, die z. B. zum Zwecke der Loslösung der Hülle vom Kern oder zur Vorbereitung der Loslösung von besonders starkem Erfolg sind. Die jeweils richtige Frequenz läßt sich aus _ den unterschiedlichen elektrischen Konstanten der Leitfähigkeit und der Dielektrizität für Hülle und Kern, die voneinander verschieden sind, bestimmen und ergibt sich als in dem gegenannten Bereich zwischen 5o und 3 m liegend. Entsprechend den verschiedenen biologischen Gewebeschichten des Kornes lassen sich in dieser Weise selektive Wirkungen innerhalb der verschiedenen Gewebeschichten erzielen.
  • 5 Zur Vorbereitung des-Trennungsvorganges von Getreideschale und Kern kann es. vorteilhaft sein, eine möglichst weitgehende Lockerung zwischen diesen beiden Gewebeteilen dadurch noch zu verstärken, daß auf eine !o mittels der für größtmögliche Hüllenerwärmung eingestellten Frequenz verfolgte Erwärmung der Hülle ihre schnelle Abkühlung erfolgt, z. B. dadurch, daß das elektrische Wechselfeld unterbrochen wird, oder dadurch, daß 15 das Getreide aus dem elektrischen Feld herausgebracht wird. Es kann eine mehrfache Wiederholung dieser Maßnahmen erfolgen. Besonders starke Zerrungen und Dehnungen zwischen Hülle und Kern zwecks weitgehenzo der Lockerung des mechanischen Zusammenbanges beider können dadurch erzielt werden, daß abwechselnd Frequenzen eingestellt werden, deren eine die Hülle gegenüber dem Kern und deren andere den Kern gegenüber 25 der Hülle möglichst stark erwärmt, wobei auch Abkühlungsvorgänge dazwischengeschaltet werden können.
  • Für die Behandlung der Körner werden diese zwischen. Elektrodenflächen gebracht, 3o denen die hochfrequenten Spannungen der bestimmten. Frequenz angelegt- werden. Die Körner zwischen den Elektroden bilden bei den vorgesehenen Frequenzen zusammen mit der sie umgebenden Luft oder Flüssigkeit das 35 zwischen den als Kondensatorplatten wirkenden Elektroden gelegene Dielektrikum, in dem die innerhalb der kleinsten biologischen Bestandteile des Gewebes verlaufenden und für unterschiedliche Gewebebestandteile ver-4o schieden großen Ströme entstehen.
  • Oben wurde darauf hingewiesen, daß die einzustellende Frequenzzahl, mit der die Behandlung erfolgt, durch die Leitfähigkeit und die Dielektrizitätskonstante des betreffenden 45 Gewebeteils bestimmt wird. Diese beiden Werte sind wieder beeinflußbar durch den mehr oder weniger großen Feuchtigkeitsgehalt der betreffenden Gewebeteile. Es ist selbstverständlich, daß man auch durch Be-5o feuchtung oder Troclniung der beiden oder eines der Gewebeteile den Vorgang so vorbereiten kann, daß sich möglichst selektive Wirkungen durch Einstellung - der Frequenzen. ergeben.
  • 55 Als mechanische oder elektrische Apparatur für die Durchführung des Verfahrens eignet sich besonders ein Röhrengenerator für die Erzeugung einstellbarer ultrakurzer elektrischer Wellen, wobei durch die übliche Einregelung von Kapazitäten und Selbstinduktionen in Schwingkreisen die gewollte Wellenlänge mühelos eingestellt werden 1m=. Da durch die mehr oder weniger starke Schichtdicke des zwischen denBehandlungselektroden befindlichen Getreides die Kapazität des Schwingkreises, der zur Behandlung dient, sich verändern kann, wird zweckmäßig eine Regeleinrichtung dieses oder eines diesen Kreis anregenden Schwingkreises vorgesehen, damit durch Einstellung der Kreise auf Resonanz maximale Energieleistungen erzielt werden. Das zu 'behandelnde Getreide -wird zweckmäßig ununterbrochen zwischen den beiden Behandlungselektroden hindurchbefördert, etwa durch Förderbänder oder durch Schüttelrinnen oder durch Schwerkraftausnutzung in anderjer Weise. Es können auch die .eine oder beide Elektrodenfiächen, die finit Halb- oder Nichtleitern überzogen sein können, gleichzeitig als Fördermittel ausgebildet sein, z. B. etwa als S:chüittelfläche dienen, die die Förderung des- Getreides bewirkt. PATENT ANSL'Kl:c:lIls: $5 i. Verfahren zur Aufbereitung von Getreidekörnern, bei dem die Körner in ein elektlisches Wechselfeld hochfrequenter Wellen gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenlänge . auf die 9o Zahl zwischen 3 m und 5o m .eingestellt wird, die zwecks Lockerung des' Gefüges zwischen Schale und Kern des Getreidekornes einen größtmöglichen Unterschied zwischen dem Erwärmungsgrad der Schale 'g5 und dem des Kerns ergibt.
  • 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Getreidekorn nach der hochfrequenten Behandlung zwecks weiterer Auflockerung des Ge- loo füges, wie an sich bekannt, abgekühlt wird, gegebenenfalls, wie ebenfalls. bekannt, unter mehrfacher Wiederholung der Erwärmung und Abkühlungsperiode.
  • 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, 1o5 dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander die Wellenlänge des wirksamen'Wechselfeldes auf die Zahl, die eins höc.'hstmögliche Erwä.lznung der Schale gegenüber dem Kern ergibt, und dann auf die Zahl, 11o die .eine höchstmögliche Erwärmung des Kernes gegenüber der Schale ergibt, eingestellt wird, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Abkühlungsperioden. BERLIN. GEDRUCET IN DER REICIISDItL'CREttfiI
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE878740C (de) * 1940-07-17 1953-06-05 Siemens Reiniger Werke Ag Verfahren zum Entwesen von Gut, insbesondere zur Abtoetung von Ungeziefer in Kleidungsstuecken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE878740C (de) * 1940-07-17 1953-06-05 Siemens Reiniger Werke Ag Verfahren zum Entwesen von Gut, insbesondere zur Abtoetung von Ungeziefer in Kleidungsstuecken

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