DEP0003273BA - Klebeverfahren. - Google Patents

Klebeverfahren.

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DEP0003273BA
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DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
gluing process
anchoring
holes
gluing
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Schaller
Original Assignee
Schalter & Co., Hessisch Oldendorf.
Publication date

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Description

DipS.-?ng. A. Bohr
Bu H. Pluck®
fcriln-Llet-Aerfetde-Wel
We§ 28
-L -v i.i; f ν
7 «Dezember 1948
Beschreibung zur Patentanmeldung der
Firma Schaller Ä Co., Hess.-Oldendorf,
betreffend:
Klebeverfahren.
Die Erfindung betrifft ein EIebeverfahren,wobei die zu verklebenden Oberflächen vor dem Auftragen des Klebstoffes eine Oberfläche nvergr ös serung zur guten Haftung bezw.Verankerung des Elebstoffilmes erfahren. Es ist beispielsweise üblich,Werkstoffgummisohlen mit Gel luloidklebestoff auf zukleben, und zwar sowohl bei der Reparatur von Schuhwerk als auch bei der Neuherstellung von Schuhen, Hierbei ist es üblich,sowohl die Werkstoffsohle als auch die Fläche, auf die diese auf den Schuh aufgelegt wird,d.h. also den Zwickrand bezw. den Rahmen oder die Zwischensohle, zur Erreichung einer guten Haftung' des Klebstoffes aufzurauhen.Der aufgetragene Klebstoff dringt hierbei in die durch die Aufrauhung geschaffenen Poren der zu verklebenden Schichten ein und verankert sich hierin. Dies ist erforderlich, weil nämlich der aus gelöstem Celluloid bestehende Klebstoffilm nicht in die Poren einer Werkstoffgummisohleeindringen kann und diese auch nicht oberflächlich anlöst, wie es beispielsweise bei Anwendung von in Benzin gelösten Klebstoffen, wie Gummilösungen, der fall ist. Bei dem Aufbringen derartiger Werkstof.fgummisohlen mit Hilfe eines Klebstoffes ist es also erforderlich, für eine gute Verankerung des Elebstoffilines auf der Oberfläche der Werkstoffsohle zu sorgen. Zu diesem Zweck findet
_ ρ —
i-eine Aufrauhung der Oberfläche statt. Da Leder von Natur schon
eine verfilzte Faserstruktur besitzt, dringt eineCelluloidlösung in eine lederfläche, insbesondere wenn diese aufgerauht ist, gut ein,und hierbei erfolgt eine gute Verankerung des Klebstoffilmes zwischen den Fasern des Leders.
Eine derartige Verankerung des Oelluloidklebstoffes ist aber^ei
Gummiwerkstoff nicht möglich, da dieser keine Paserstruktur besitzt« Man muss sich hierbei also darauf beschränken,durch die
Aufrauhung eine etwas erweiterte Oberfläche zu schaffen. Es wure den daher für diesen Zweck auch schon besondere Aufrauhwerkzeuge geschaffen, durch die beispielsweös e durch kreisende Stahlstifte ein Aufreissen der Oberfläche erfolgte. Es wurde auch schon vorgeschlagen, Poren in den aufzuklebenden Werkstoff einzustechen,
um hierdurch eine vergrösserte Oberfläche zu schaffen.Hierbei fand jedoch keine gute Verankerung des Klebstoffaufträges in der Oberfläche statt, da der getrocknete Klebstoff sich leicht aus den Poren wieder herauszog.
Gemäss der Erfindung wird nunmehr vorgeschlagen,auf der Oberfläche des zu verklebenden Materials sich nach innen erweiternde Löcher zu erzeugen bezw. den Werkstoff bereits mit einer derartig vorbereiteten Oberfläche zu liefern. Hierbei können die sich nach innen erweiternden Löcher auf ihrer Oberfläche selbst aufgerauht sein.
Obwohl dieses Klebeverfahren zur Verbindung von Flächen aus beliebigem Material verwendet werden kann, ist es besonders zweckmässig in seiner Anwendung für das Verkleben von Werkstoffzuschnitten
bei der Herstellung und Reparatur von Schuhen, es kann aber auch zur Verbindung anderer Materialien verwendet werden, wie z.B. von Holz mit Gummi oder Gummiersatzstoffen. Hierbei kann mit den jeweils erwünschten Klebstoffen der verschiedensten Art gearbeitet werden.
Auf der Zeichnung ist eine gemäss der Erfindung erweiterte Oberfläche bei§aelsweise dargestellt,und zwar zeigt
Abb. 1 schematises, die Anordnung der Oberflächenerweiterungen in stark ve !"grosser tem Mas st ab und
Abb. 2 einen Schnitt aufder Linie A-B der Abb, I.
Wenn auf eineOberflache,welche mit Erweiterungen versehen ist, wie sie schematisch auf der Zeichnung dargestellt sind, ein Klebstoff, wie beispielsweise Celluloseklebstoff,aufgetragen wird, so dringt dieser in die sich nach unten kegelförmig erweiternden Löcher ein und verankert sich dort. Der getrocknete Elebstoffilm ist hierdurch also innig mit der Werkstoffflache verbunden. Wenn dieser Kleostoffilm dann oberflächlich angelöst wird, um die Verbindung mit dem Grundstoff ο„dgl. herzustellen und die zu verbindenden Stücke unter eine Presse gebracht werden, findet eine feste Verbindung zwischen der Werkstoffsohle und der Unterlage statt, die auch beim Biegen, beispielsweise beim Tragen des Schuhes, nicht abreisst.
Die auf der Zeichnung dargestellte Form der Oberfläcnenerweit'erung ist selbstverständlich nur ein Erläuterungsbeispiel. Es kann auch jede andere Art einer Oberflächenvergrösserung stattfinden,vorausgesetzt, dass diese ein gutes Eindringen und Verankern des KIeüstoffilms ermöglicht. Diese Verankerungslöcher können auf beliebige Weise durch entsprechende Y/erkzeuge hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche :
    Klebeverfahren, wobei die zu verklebenden Oberflächen vor dem Auftragen des Klebstoffes eine Oberflächenvergrösserung zur guten Haftung bezw. Verankerung des Klebstoffilms erfahren,dadurch gekennzeichnet ,dass aufjder Oberfläche des zu verklärenden Materials sich nach innen erweiternde Löcher hergestellt werden bezw.darauf bereits hergestellt sind.
    Klebeverfahren nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,dass die Oberfläche der sich nach innen erweiternden Löcher selbst aufgerauht sind.
    Anwendung des Klebeverfahrens nach Anspruch 1 und 2,für das Verkleoen von ¥iierkstoff zuschnitten bei der Herstellung und Reparatur von Schuhen.

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