DE663702C - Verfahren zur Herstellung von kunstharzgebundenen Schichtkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kunstharzgebundenen Schichtkoerpern

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DE663702C
DE663702C DEJ50463D DEJ0050463D DE663702C DE 663702 C DE663702 C DE 663702C DE J50463 D DEJ50463 D DE J50463D DE J0050463 D DEJ0050463 D DE J0050463D DE 663702 C DE663702 C DE 663702C
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Germany
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synthetic resin
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bonded
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JAROSLAW S ERSTE GLIMMERWARENF
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JAROSLAW S ERSTE GLIMMERWARENF
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin

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  • Laminated Bodies (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
11. AUGUST 1938
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39 b GRUPPE
Jaroslaw's Erste Glimmerwarenfabrik in Berlin in Berlin -Weißensee
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. August 1934 ab
Die bisher bekannten, aus Kunstharz und Faserstofflagen gepreßten Körper, z. B. Hartpapierplatten, Hartgewebeplatten, lassen sich mit Unterlagen von Holz, Pappe, Mauerwerk ο. dgl. nicht durch die sonst bei derartigen Unterlagen üblichen Bindemittel, wie Leim, Kitt usw., verbinden.
Man hat versucht, dem Übelstand durch mechanische Aufrauhung der Plattenoberfläche abzuhelfen; dieses Mittel, das ausreicht, wenn Kunstharzschichtstoffplatten miteinander durch Kunstharz verbunden werden sollen, genügt aber nicht, wenn die Platten mit anderen Stoffen, z. B. Holz oder Mauerwerk, vereinigt werden sollen.
Um Körpern, die aus Kunstharz und ungeordneten Fasern (Preßmassen) in Formen gepreßt sind, eine leimbare Oberfläche zu geben, hat man schon die Preßmasse in der Form mit einer Decklage eines porösen, faserigen Stoffes, wie Papier, bedeckt, die in dem . fertigen Körper die Oberflächenschicht bildet. Dieses Mittel, das bei der Verarbeitung von Preßmassen ausreichend sein mag, weil sie das Kunstharz in wenig fließbarem Zustand enthalten, versagt bei der Bildung von Schichtstoffen. Die zur Herstellung derselben benutzten, mit Kunstharz getränkten oder überzogenen Papiere oder Gewebebahnen enthalten nämlich das Kunstharz in so leicht wärmeflüssigem Zustand, daß es einen Deckbogen aus Papier oder Gewebe bei der Pressung vollständig durchdringt. Diesem Mangel kann man nicht durch eine beliebig weit getriebene Verstärkung oder Vervielfachung der Decklage abhelfen, weil man dann eine ungleichmäßige Durchdringung mit Kunstharz bekommt.
Es hat sich nun gezeigt, daß unlackierte Papiergewebe in ihren Fäden eine so geringe Saugfähigkeit und in. ihren Hohlräumen eine so große Aufnahmefähigkeit für Kunstharz besitzen, daß sich auch bei Anwesenheit der zur Bindung an kunstharzhaltige Schichten erforderlichen Kunstharzmenge auf einer Seite solcher Gewebe die andere Seite derselben kunstharzfrei, also leimfähig halten läßt.
Demgemäß besteht die Erfindung darin, daß man bei einem kunstharzgebundenen Schichtkörper als Oberflächenlage, die so weit von Kunstharz frei ist, daß sie noch Bindefähigkeit für Leim und ähnliche Klebestoffe besitzt, eine Papiergewebelage anordnet.
Der Körper mit einer solchen Außenlage wird in der Weise gebildet, daß man gleich bei der Herstellung der Körper (Platten) ein unlackiertes Papiergewebe als Außenlage anordnet oder nachträglich auf den fertigen Körper ein unlackiertes Papiergewebe mit Kunstharz als Bindemittel in der Hitze aufpreßt.
Die Überlegenheit des Papiergewebes ist anscheinend auch darin begründet, daß seine
natürliche Oberfiächenrauheit durch die Pressung nicht merklich beeinträchtigt wird, während andere Außenlagen durch die Pressung eine Art von Satinage erfahren, die für die spätere Bindung ungünstig ist.
Bei der Verwendung von Papiergewebe erhält man als Oberfläche eine genügend rauhe, kunstharzfreie Fläche, welche Tischlerleim, Gaseinleim, Kitt, Gipsbrei o. dgl. sehr gut 10; annimmt und hervorragende Bindefähigkeit auf Holz, Pappe, Mauerwerk ο. dgl. zeigt. Es ist auf diese Weise beispielsweise ohne große technische Einrichtungen das Aufbringen von Kunstharzplatten auf Holzunterlage, Mauerwerk usw. möglich. Besonders wertvoll ist diese Möglichkeit auch für die bekannten Hartpapierplatten mit imitierter Holzoberfläche, die sich in den Tischlerwerkstätten bisher nicht einführen konnten, weil ihre Verleimung praktisch noch nicht möglich war.
Durch geeignete Wahl des- Papiergewebes, insbesondere durch genügend enge Fadenstellung, ist es in den meisten Fällen möglich, mit einer einzelnen Lage als Deckschicht auszukommen. Falls aber bei nur einer Lage eine zu starke Durchtränkung des Päpiergewebes mit Kunstharz zu befürchten ist, empfiehlt es sich, unter der Decklage noch eine oder mehrere kunstharzfreie Papiergewebelagen anzuordnen, die natürlich so gewählt sein müssen, daß das Kunstharz sie vollständig durchdringt und bis an die oberste, eigentliche Decklage herantritt.
Ausführungsbeispiel 1
Ein 3 mm hoher Stapel aus mit Kunstharz versehenem Papier wird mit zwei von Kunstharz freien Papiergewebelagen passender Stärke bedeckt und in der üblichen Weise zwischen Preßplatten gebacken. Die so entstandene Platte wird mit der Papiergewebeseite auf ein Blindholz mit Tischlerleim in derselben Weise wie ein starkes Furnier aufgeleimt, ■ .
Äusführungsbeispiel 2
Ein aus Faserstoffschichten mit Kunstharz als Bindemittel hergestellter Rundstab wird mit Kunstharzlack bestrichen, mit unlackier- 5c tem Papiergewebe umkleidet und in der Form bis zu ausreichender Härtung des Kunstharzlackes gebacken. Der Stab läßt sich dann wie ein Holzstab furnieren.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    r. Verfahren zur Herstellung von kunstharzgebundenen Schichtkörpern, gekennzeichnet durch die Verwendung von Papiergewebe als Oberflächenlage, um die Oberflächenschicht des Schichtkörpers so weit frei von Kunstharz herzustellen, daß sie noch Bindefähigkeit für Leim und andere Klebstoffe besitzt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung kunstharzgebundener Schichtkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder mehrere Lagen kunstharzfreies Papiergewebe als Endschicht des der üblichen Heißpressung zu unterwerfenden
    " Stapels von -Kunstharz enthaltenden Schichten anordnet.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung kunstharzgebundener Schichtkörper nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man auf einen gehärteten, kunstharzgebundenen Schichtkörper kunstharzfreies Papiergewebe mittels Kunstharz unter Druck und Hitze befestigt.
DEJ50463D 1934-08-28 1934-08-28 Verfahren zur Herstellung von kunstharzgebundenen Schichtkoerpern Expired DE663702C (de)

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DE (1) DE663702C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE882761C (de) * 1939-07-11 1953-07-13 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zum Herstellen von Holzschichtkoerpern
DE1090849B (de) * 1952-11-11 1960-10-13 Fatege Fabrikation Tech Gewebe Verfahren zum Herstellen eines Schichtstoffes in zwei Arbeitsgaengen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE882761C (de) * 1939-07-11 1953-07-13 Henkel & Cie Gmbh Verfahren zum Herstellen von Holzschichtkoerpern
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