DEP0003127DA - - Google Patents
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BADISCHE ANILIN-» & SODA - FABRIK
loG.farbeninduatrie Aktiengesells obaft
"In Auflösung»ο
P 3127 IVq/23c unser Zeichen; 0»Z._ 15 36 2 >
Ludwigshafen a/Rho S4<tn I4, Ma! 1?4B/We
Herstellung von Schmierfetten.
Schmierfette werden üblicherweise aas Seifen und Kohlenwasserstoffölen,
insbesondere Miner al iJlfrakt ionen, hergestellt α Dabei vermischt
man in der Regel zar Seifenbildung befähigte orgaiische Ver«
bindungen, insbesondere pflanzliche Oder tierische Fette, Montanwachs
a fallöl oder die in diesen Stoffen enthaltenen Fettsäuren
oder auch synthetische, vor allem durch Oxydation hochmolekularer aliphatlscher Kohlenwasserstoffe, wie Paraffin, hergestellte Fettsäuren,
mit geeigneten Fraktionen von Kohlenwasserstoffsien und unterwirft die Masse einer Verseifung mit einer oder mehreren basischen
Verbindungen insbesondere Natronlauge oder gelöschtem Karfc oder beiden«. Die Eigenschaften der erhaltenen Schmierfette
lassen sich durch die Wahl der Kohlenwasserstofföle und der seifenbildendste
organischen Verbindungen und deren Mengenverhältnisses,
sowie durch die Art der basischen Verbindungen weitgehend beeinflussen« Jedoch gentigen die Fette nicht immer allen Anforderungen,
die sieh bei der Schmierung ergeben»
Zur Verbesserung der Eigenschaften der Fette hat man bereits vorgeschlagen, neben den seifenbildenden organischen Verbindungen
auch noch andere saure Stoffe, ζ»Β» Benzoesäure, mitzuverwenden,
die bei der Verseifung ebenfalls in Salze übergeführt werden» Auch die so hergestellten Fette lassen jedoch in manchen Fällen noch
Wünsche offen»
Verarbeitet man nach diesem Verfahren verhältnismässig dünne Kohlenwasserstofföle mit einer Viskosität unterhalb etwa 3·Ε bei
20β und fuhrt die Terseifang mit Kalk allein oder zusammen mit Alkalien
durch, so setzt sich - insbesondere bei Beginn der Verseifung, wenn die Masse noch dünnflüssig ist - leicht ein Teil des Kalkes
am Boden dee ümsetaangsgefässes ab and kann später nur schwierig
wieder gleiehmäsaig in der dann schon erheblich dickflüssig gewordenen
Masse verteilt werden, »an erhält dann Schmierfette, die
nicht gleichmässig zusammengesetzt sind und die daher beim Gebrauch
leicht zu Schwierigkeiten führen und oft auch nicht genügend lagerbeständig
sind, sondern zur ölabscheidung neigen.
Es wurde nan gefunden, dass man diese Schwierigkeit vermeiÄet,
wenn man von Anfang an für eine gleichmässige Verteilung des Kalkes
in dem TJmsetzungsgut Sorge trägt. Dies kann mau auf rein mechanische
Weise, z.B, mit Hilfe von kräftig wirkenden Rührwerken oder mittels
Umlaufpumpen^ erreichen, durch die die Masse ständig in lebhafter
Bewegung gehalten wird, »och besser ist es aber, wenn man zunächst
einen Tdlder seifenbildenden Säuren, z.B. der fettsäuren, in die
entsprechenden Äatronseifen überführt, wodurch die Masse erheblich
viskoser wird, sodass nunmehr die Abscheidung des Kalkes soweit verzögert
wird, dass sie praktisch keine Rolle mehr spielt. Man erhält dann Völlig gleichmässig zusftmmengäsetzte Fette, die beim Gebrauch
keine Schwierigkeiten ergeben und die auch völlig lagerbeständig sind.
JÖie in dem nachstehenden ieisßiel angegebenen Teile sind Gewichteteile
ο
einer
In einem mifOmpumpvorrichtung versehenen Rührgefäss werden
In einem mifOmpumpvorrichtung versehenen Rührgefäss werden
507 feile SpindelÖl, das eine Viskosität von 2,8«E bei 20° hat,
auf 60° erhitzt. Man trägt darauf 43,8 feile eines bei der Paraffinoxydation anfallenden Fettsäuregemisches mit 20 bis 25 Kohlenstoffatomen
and 7,9 Teile Benzoesäure ein und fügt bei 75" 1,44
Teile latriumhydroxyd in 1,2 Teilen Wasser hinzu, unter langsamer
Steigerung der Temperatur auf 95· rührt man weiter, bis die Masse schleimig geworden ist. Hun siebt man 3#5 feile gebrannten Kalk
ein, wobei die Masse ständig umgepampt wird. Im Verlauf von
einer Stande löst sieh der JLaIk auf, ohne dass Broekenbllitang eintritt.
Hun gibt man weitere 5,76 Teile Natriumhydroxyd in 4,8 Teilen
Wasser zu, steigert die Temperatur aaf 130° and setgt unter
Rühren and Umpumpen die Erhitzung fort, bis das Jsrzeugnis praktisch
wasserfrei geworden ist. Ss hat einen Tropfpunkt von 192°, ist beständig
dnd zeigt keine ölabseheidang.
Claims (3)
1) Verfahren zor Herstellung ron Sehmierfetten aus Kohlenwasserstoffölen,
seifenbildenden organischen verbindungen undjgegebenenialle
weiteren sauren Stoffen durch Verseifung mit Erdalkalien allein oder ssusaramen mit Alkalien, dadurch gekennzeichnet, dass
man, insbesondere bei der Verarbeitung τοη niedrig viskosen Kohlenwasserstoffölen
mit einer Viskosität unterhalb etwa 30E bei 20*,
ν cn Anfang an für eine gleichmässige ferteilong der aar Verseifung
dienenden Erdalkalien in der Masse Sorge trägt.
2) Verfahren nach Ansprach I9 dadurch gekennzeichnet, dass
man die Masse mittels kräftig wirkender Kührwerke» Umlaufpumpen
oder -4ergl. ständig in lebhafter Bewegung erhält.
3) Verfahren nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, dase
man einen Teil der seifenbildenden organischen Verbindungen zunächst in Hatriumseifen überführt and erst dann die ErdalkaliTerbindungen
zusetzt ο
BADISCHB AHILIN- & SODA - fABRIK
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