DEP0003118DA - Verfahren zur Herstellung von höhermolekularen gesättigten Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von höhermolekularen gesättigten Aminen

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DEP0003118DA
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DE
Germany
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molecular weight
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amines
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Dr. Ludwigshafen Nienburg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
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Description

Es wurde gefunden, dass man zu technisch besonders wertvollen Aminen gelangen kann, wenn man aliphatische oder hydroaromatische, 7 bis 10 C-Atome im Molekül enthaltende ungesättigte Ketone mit zur CO-Gruppe in (Alpha).ß-Stellung befindlicher Doppelbindung mit primären Aminen und Wasserstoff in Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren unter so energischen Bedingungen behandelt, dass im Umsetzunsprodukt praktisch keine Doppelbindungen mehr vorhanden sind. Mann kann derartige sekundäre Amine auch erhalten, wenn man die erwähnten Ketone zunächst mit Ammoniak und Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren behandelt und sodann in das entstandene primäre Amin einen weiteren organischen Rest in der eingangs beschriebenen oder einer anderen Weise einführt.
Für das beschriebene Verfahren geeignete ungesättigte Ketone lassen sich z.B. leicht durch Kondensation von Aldehyden mit Methylketonen gewinnen. Besonders vorteilhaft sind die aus Butylaldehyd,Valeraldehyd oder Isoveraldehyd und Methyläthylketon oder Aceton erhältlichen ungesättigten Ketone mit 8 C-Atomen verwendbar; aber auch die anderen aus diesen Komponenten oder aus anderen Aldehyden und Ketonen, z.B. aus Acetaldehyd, Hexylaldehyden, Heptyaldehyden, Hexahydrobenzaldehyd und Aceton, Methylbutylketon, Cyclohexanon, Hexahydroacetophenon, erhältlichen ungesättigten Ketone mit 7 bis 10 C-Atomen liefern recht gute Ergebnisse. Als geeignete primäre Amine seien insbesondere Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Isobutyl-,
Amyl-, Isoamylamin sowie die isomeren Hexylamine genannt. Auch höhermolekulare primäre Amine, wie Doecylamin, Stearylamin, Oleyamin und Cyclohexylamin, sowie Polyamine, z.B. Äthylendiamin und Diäthylentriamin, kommen in Betracht.
Als Katalysatoren für das beschriebene Verfahren sind beliebige, stark wirkende Hydrierungskatalysatoren verwendbar, insbesondere solche aus nichtedlen Metallen, wie aktiviertes Kupfer, Raney-Nickel und dergl. Der Wasserstoff kann gleichzeitig mit dem primären Amin oder nach erfolgter Kondensation zur Einwirkung gebracht werden. Man arbeitet zweckmässig unter erhöhtem Druck und je nach den gewählten Ausgangskomponenten bei Temperaturen zwischen 60 und 180°. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, die Umsetzung in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, wie Wasser, Methyl- oder Äthylalkohol, auszuführen.
Die erhaltenen sekundären Amine können als solche oder in Form ihrer Salze oder nach Überführung in tertiäre Amine oder quaternäre Ammoniumverbindungen wichtige technische Verwendung finden, insbesondere auf dem Gebiet der Pharmazie, Desinfektion und Schädlingsbekämpfung. Die in den nachfolgenden Beispielen angeführten Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1:
In einem Druckgefäss werden 45,5 Teile des aus Isovaleraldehyd und Aceton durch alkalische Kondensation gewonnenen Methylketons mit 31 Teilen Isoamylamin in Gegenwart von 3 Teilen eines Raney-Nickel-Kontaktes bei 80° mit Wasserstoff unter 100 at Druck behandelt. Nach 1 bis 2 Stunden ist die lebhafte Wasserstoffaufnahme beendet. Darauf wird vom Katalysator abgetrennt und im Vakuum destilliert, wobei das Isocktylisoamylamin in guter Ausbeute als wasserhelle Flüssigkeit unter 16 mm Druck bei 115 bis 120° übergeht.
In ähnlicher Weise verfährt man bei Anwendung des Methylketons aus n-Butyraldehyd und Methyläthylketon.
Beispiel 2:
100 Teile des in Beispiel 1 verwendeten Methylketons werden zusammen mit 16 Teilen Ammoniak, mit 100 Teilen Äthanol und 5 Teilen Raney-Nickel in einem Druckgefäss bei 80° mit Wasserstoff unter 20 at Druck behandelt. Nach 2 Stunden ist die Wasserstoffaufnahme beendet. Zu dem im Reaktionsgemisch vorliegenden Isocktylamin werden 68 Teile Isovaleraldehyd zugegeben, worauf abermals mit Wasserstoff unter 20 at Druck bei 80° bis zur Beendigung der Wasserstoffadsorption behandelt wird. Nach dem Abtrennen des Katalysators und des Lösungsmittels erhält man durch Vakuumdestillation das Isooktylisoamylamin in guter Ausbeute. Das Produkt zeigt eine vorzügliche spasmolytische Wirkung.
Beispiel 3:
20 Teile des nach Beispiel 1 erhaltenen Isooctylisoamylamins werden unter Kühlen mit 10 Teilen Essigsäureanhydrid versetzt. Nach Abklingen der Reaktion werden unter Kühlen 4 Teile Natriumhydroxyd, die in 20 Teilen Wasser gelöst sind, eingerührt, um die gebildete Essigsäure zu neutralisieren. Die abgeschiedene Ölschicht wird durch Waschen mit Wasser von Salz befreit, worauf man unter Anwendung von Vakuum geringe Mengen aufgenommenen Wassers entfernt. Es werden 23 Teile eines farblosen Öles erhalten, das aus Isooctylisoamyladetamid besteht.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von höhermolekularen gesättigten Aminen, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatische oder hydroaromatische 7 bis 10 C-Atome enthaltende ungesättigte Ketone mit zur CO-Gruppe in (Alpha),ß-Stellung befindlicher Doppelbindung mit Ammoniak oder primären Aminen und Wasserstoff in Gegenwart von Hydrierungskatalysatoren unter so energischen Bedingungen behandelt, daß im Molekül des Umsetzungsproduktes keine Doppelbindungen mehr vorhanden sind, und gegebenenfalls noch weitet organische Reste einführt.

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