DEP0002210DA - Haarfixativ - Google Patents
HaarfixativInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Haarfixativ, das neben der Eigenschaft, die Frisur festzulegen, den Vorzug hat, nach dem Kämmen des Haares keinen Belag zu hinterlassen und dem Haar einen tiefen seidigen Glanz zu verleihen. Dies wird durch Einarbeiten eines Schleimstoffes in eine Emulsion erreicht.
Es ist bekannt, zum Festlegen der Haare, abgesehen von den gelösten Harzen enthaltenden, aufzustäubenden sogenannten "Haarlacken", feste und flüssige Brillantinen, Pomaden, Haaröle und Haarfixative zu verwenden. Während die drei erstgenannten auf einer Öl- oder Fettgrundlage unter Verwendung von kosmetischen Zusätzen aufgebaut sind, wurden Haarfixative bislang aus Lösungen von Schleimstoffen, wie Tragant, Methylcellulose usw., in Wasser hergestellt. Um mit einer Pomade oder einem Harzöl ein Festlegen des Haares zu erzielen, sind verhältnismäßig große Mengen notwendig. Dies hat zur Folge, dass das Haar ein unschönes, fettiges Aussehen erhält und auf Kopfbedeckung, Bettwäsche usf. abfettet. Deshalb fanden ohne Verwendung von Fettstoffen hergestellte Haarfixative in den Verbraucherkreisen zunächst eine willkommene Aufnahme, zumal sie sich gleichgut zum Festlegen der Frisuren als auch zum Legen von Wasserwellen eignet. Der Nachteil dieser gebräuchlichen Fixative besteht jedoch darin, dass das Haar "brettartig" fest auf dem Kopf liegt und stumpf aussieht. Insbesondere fiel aber bei einem nachträglichen Kämmen oder Ordnen des Haares die erhärteten Schleimstoffe in Form kleiner Schuppen wieder aus und beschmutzte Haar und Kleidung. Da der größte Teil des Fixiermittels so wieder ausgekämmt wurde, lag die Frisur nicht mehr fest und der eigentliche Zweck des Mittels wurde nicht erreicht.
Das Ausfallen des Schleimstoffes ist auf dessen Sprödigkeit zurückzuführen. Es kam nun darauf an, den Schleimstoff an einen elastischen Körper zu binden, um ihm dadurch die
nötige Geschmeidigkeit zu geben. Man hat bereits vorgeschlagen, hierzu Glycerin zu verwenden, doch brachte dieser Zusatz nicht den gewünschten Erfolg, da erst bei größeren Glycerinanteilen ein Ausfallen vermieden, das Haar aber dann verklebt wurde.
Diese Nachteile werden durch das Haarfixativ nach der Erfindung behoben.
Erfindungsgemäß wird der Schleimstoff mit einer Emulsion verarbeitet. Bei dieser kann es sich je nach Konzentration und gewünschtem Verwendungszweck um Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsionen handeln. Die Emulsion kann Wachse, feste Kohlenwasserstoffe, fette Öle und Fette oder auch Mineralöle oder Mineralfette enthalten. Auch ist es von untergeordneter Bedeutung, ob der Emulsionsträger ein Emulgator oder eine Seife ist. Der mit einer solchen Emulsion verarbeitete Schleimstoff, wie Tragant, Methylcellulose o.dgl., erhält durch seine Haftung an den Emulsionsteilen die geforderte Elastizität und fällt nach erfolgter Trocknung und dem Wasserentzug infolge seiner Anlagerung an die feinstverteilten Fettkörper der Emulsion nicht mehr aus. Durch die Emulsionsstoffe wird zugleich erreicht, dass das behandelte Haar eine seidige Beschaffenheit und ein schönes, mattglänzendes Aussehen erlangt. Das Haar kann ohne Beeinträchtigung gekämmt werden und die Frisur wird auch nach dem Kämmen festgehalten.
Je nach Wunsch ist es außerdem möglich, das glänzend seidige Aussehen der Frisur durch zunehmende Verdünnung des erfindungsgemäßen Fixativs vor dem Gebrauch in eine mattere bis stumpfe Wirkung abzuschwächen, ohne dass damit die Wirkung der Bindung an die Emulsionskörper entfällt und eine Schuppenbildung auftritt.
Beispiel:
Zunächst werden die festen Stoffe, wie z.B. Wachse und feste Kohlenwasserstoffe, geschmolzen und mit Wasser emulgiert. Hierauf werden der Emulsion die Fettstoffe bzw. Öle beigegeben und unmittelbare nach der Beigabe des Öls der Schleimstoffe in Form einer wässrigen Lösung zugesetzt. Die gesamte Masse wird unter ständigem Rühren abgekühlt. Die Wassermenge bestimmt die Viskosität der Emulsion. Eine flüssige Emulsion bedarf einer großen Menge Wasser. Bei einer Emulsion mit Cremekonsistenz muss mit dem Wasserzusatz zurückgegangen werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines Haarfixativs unter Verwendung von Schleimstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass wässrige Lösungen von Schleimstoffen, wie z.B. Tragant, Methylcellulose, mit Wasser-in-Öl- oder Öl-in-Wasser-Emulsionen verarbeitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Emulsion in stark wässriger Verdünnung als Träger der Schleimdrogen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Emulsion aus Wachsen und festen Kohlenwasserstoffen mit Wasser, der Fettstoffe oder Öle beigegeben sind.
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