DEP0000562DA - Verfahren zum Herstellen eines Grundstoffes für die Weiterverarbeitung zu Nahrungsmitteln - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines Grundstoffes für die Weiterverarbeitung zu NahrungsmittelnInfo
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Description
Bei den heute üblichen Extraktionsverfahren zur Gewinnung von Pflanzenöl aus Ölsaaten bleiben in den dabei anfallenden Extraktionsrückständen häufig Spuren der verwendeten Extraktionsmittel zurück; diese Rückstände eignen sich daher nicht ohne weiteres zum Herstellen von Nahrungsmitteln, denn sie würden geschmacklich und gesundheitlich nicht einwandfrei sein.
Die Erfindung besteht einmal in dem Gedanken, die bei der Pflanzenölgewinnung anfallenden Extraktionsrückstände von den letzten Spuren der Extraktionsmittel zu befreien und dadurch für die Herstellung von Nahrungsmitteln geeignet zu machen, des anderen in einem Verfahren zur Herstellung derartiger Extraktionsrückstände, das sich der Erfindung gemäß dadurch kennzeichnet, daß die Extraktionsrückstände mit Wasser oder Wasser enthaltenden Stoffen zu einer teig- oder breiartigen Masse verarbeitet werden und das in ihr enthaltene Wasser durch Verdampfen wieder ausgetrieben wird.
Für das vorgeschlagene Verfahren eignen sich besonders gut Walzentrockner üblicher Bauart, z.B. sogenannte Feinschichtwalzentrockner, Sprühwalzentrockner oder Sumpftrockner gemäß der aus der Zeichnung ersichtlichen schematischen Darstellung.
Fig. 1 zeigt einen Feinschichtwalzentrockner, auf dessen dampfbeheizte Trockenwalze 1 das zu trocknende Gut durch Auftragswalzen 2 aufgetragen und durch Messer 3 abgeschabt wird.
Fig. 2 zeigt einen Sprühwalzentrockner, auf dessen dampfbeheizte Trockenwalzen 1 das zu trocknende Gut durch je eine Walze 2 einer Beschickungsvorrichtung gesprüht und durch Messer 3 abgeschabt wird.
Fig. 3 zeigt einen Sumpftrockner mit ebenfalls dampfbeheizten Trockenwalzen 1, die dem von ihnen gebildeten Sumpf das zu trocknende Gut entnehmen. Das getrocknete Gut wird wiederum durch Messer 3 abgeschabt.
1. Ausführungsbeispiel des Verfahrens mit Wasser als Anteigmittel:
1 Teil der Extraktionsrückstände, wie sie normalerweise aus der Schrot-Entbenzinierungsanlage nach der Ölgewinnung kommen, wird unverändert oder gemahlen mit 2 Teilen Wasser innigst zu einem Teig vermischt. Dieser wird auf einen Walzentrockner gegeben und das Wasser verdampft. Bei dieser Verdampfung werden gleichzeitig die restlichen Spuren der verwendeten Extraktionsmittel mit verdampft und gehen mit dem Wasserdampf als binäres Gemisch aus den Rückständen heraus.
Das getrocknete Produkt ist nach der Behandlung frei von Spuren von Extraktionsmitteln und nunmehr zur Verwendung oder Weiterverarbeitung als einwandfreies Nahrungsmittel geeignet.
Das vorgeschlagene Verfahren bringt als weiteren Vorteil eine durch die starke Wasserdampfdestillation hervorgerufene beachtliche Geschmacksverbesserung des gewonnenen Erzeugnisses mit sich. Ferner bei Verarbeitung von Soja-Extraktionsrückständen eine enzymatische Bleichwirkung bei nach obigem Verfahren hergestellten Mischprodukten, beispielsweise bei Mitverwendung von gelben Maismehlen.
2. Ausführungsbeispiel des Verfahrens mit Wasser enthaltenden Stoffen als Anteigmittel:
Hierbei werden an Stelle von Wasser Molkereiprodukte wie Vollmilch, Magermilch oder Molke im Naturzustand oder eingedickt zum Anteigen der Extraktionsrückstände verwendet;
z.B. 1 Teil Soja-Extraktionsrückstände, wie sie normalerweise aus der Schrot-Entbenzinierungsanlage nach der Ölgewinnung kommen, wird unverändert oder gemahlen mit 3 Teilen Magermilch innigst zu einem Teig vermischt. Dieser wird auf einen Walzentrockner gegeben und das in der Magermilch enthaltene Wasser verdampft, wobei die im Teil noch vorhandenen Extraktionsmittel mit herausgehen.
Durch dieses Verfahren wird unmittelbar ein Milcheiweiß enthaltendes Soja-Erzeugnis gewonnen, dessen pflanzliches Eiweiß durch das tierische Eiweiß eine für den Nährwert des Erzeugnisses höchst wertvolle Ergänzung erfährt. Außerdem spart man hierbei eine Verfahrensstufe, nämlich die bei der bisher üblichen Bereitung von Molkereitrockenprodukten erforderliche Verdampfung des im Ausgangsstoff enthaltenen Wassers; diese Wasserverdampfung erreicht man beim vorgeschlagenen Verfahren zum Entfernen der letzten Spuren der Extraktionsmittel gleichzeitig mit.
Für die Durchführung der vorgeschlagenen Verfahren können die Extraktionsrückstände auch in aufbereiteter Form, z.B. als Grieße oder Mehle verwendet werden oder im Ansatz mit anderen Produkten gemischt werden.
Claims (3)
1) Verfahren zum Herstellen eines Grundstoffes für die Weiterverarbeitung zu Nahrungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Pflanzenölgewinnung anfallenden Extraktionsrückstände zwecks restloser Entfernung der ihnen noch anhaftenden Extraktionsmittel mit Wasser oder Wasser enthaltenden Stoffen zu einer teig- oder breiartigen Masse verarbeitet werden, worauf das in ihnen enthaltene Wasser durch Verdampfen wieder entfernt wird.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktionsrückstände mit Milch oder Molke angeteigt werden.
3) Die Verwendung von Walzentrocknern bekannter Art als Verdampfungsvorrichtung für die Verfahren nach Anspruch 1 und 2.
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