DEM0017683MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. März 1953 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bereits bekannt, bei Tabakfördervorrichtungen, z. B. Zigarettenmaschinen, den Tabak mit
einer endlosen Fördervorrichtung, ζ. B. einer kardierten Förderwalze, abzunehmen und auf eine
weitere Fördervorrichtung oder in die Wanne der Zigarettenmaschine zu schauern. Damit der Tabak
glatt geschauert wird, ist es wünschenswert, soweit als möglich eine ebene Tabakschicht, einen sogenannten
Teppich, auf der Oberfläche der gezahnten oder kardierten Fördervorrichtung zu
bilden. Es müssen deshalb Vorrichtungen vorgesehen sein, um eine Verteilung des Tabaks auf
der Fördervorrichtung vorzunehmen und zu versuchen, ihn möglichst glatt in die Förderzähne zu
packen und etwaige Unebenheiten auszugleichen. Bei den hierzu verwendeten Vorrichtungen wird
im allgemeinen mehr Tabak der Fördervorrichtung zugeführt als erforderlich und der Überschuß durch
Abstreichvorrichtungen, z. B. eine Bürstenwalze, entfernt oder abgetrennt. Es ist auch schon vorgeschlagen
worden, das Entfernen des überschüssigen Tabaks durch, eine Anzahl von Fingern vorzunehmen,
die seitlich nebeneinander in der Querrichtung der Fördervorrichtung dicht an der
letzteren angeordnet sind, deren freie Enden gegen den ankommenden Tabak gerichtet sind und in
diesen hineinragen, und die eine seitliche Bewegung quer zur Fördervorrichtung ausführen. Diese
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Finger, die aus einem dünnen, verhältnismäßig scharfen Blatt bestehen und sägezahnartig ausgeführt
sind, weisen den Nachteil auf, daß die von ihm erfaßten Tabakfasern bei der Hinundherbewegung
durchgeschnitten oder durchgebrochen werden, so. daß eine verhältnismäßig große Menge von
kurzen Tabakfasern ausfällt, durch die die Qualität des Tabaks verringert wird.
Die Erfindung bezweckt nun, diesen Nachteil zu
ίο beseitigen und die Entfernung des überschüssigen
Tabaks so sanft durchzuführen, daß ein Zerreißen, . Zerbrechen oder sonstiges Beschädigen der Tabakfasern
fortfällt.
Zu diesem Zweck sind die Finger stumpf ausgeführt und haben -stumpfe,- z. B. abgerundete, freie
Enden. Diese Finget fassen dann sanft unter die überstehende Tabafönasse" und ziehen die überstehenden
Fäden, ohne sie zu beschädigen, aus der Masse heraus und verteilen sie über die Oberfläche
ao des dadurch gebildeten Teppichs oder Vlieses.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung. Es zeigt
Fig. ι einen Schnitt durch eine Tabakfördervorrichtung mit der Vorrichtung nach der Erfin-
dung,
s Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Teiles
der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung und
Fig. 3 eine Draufsicht nach Fig. 2, in Richtung des Pfeiles A.
Die dargestellte Tabakfördervorrichtung weist einen Trichter 1 für den Tabak auf, an dessen
Boden sich ein Förderband 2 befindet, das sich in der durch den Pf eil· gezeigten Richtung bewegt und
die Masse des geschnittenen Tabaks nach vorn gegen die Oberfläche eimer kardierten Förderwälze 3
führt, die in Richtung des Pfeiles umläuft. Die Zähne der Kardierung an der Förderwalze sind,
in der Bewegungsrichtung der' Walzenoberfläche
gesehen, nach vorn geneigt, sie nehmen den Tabak 'aus dem Trichter auf und tragen ihn weiter. Die
kardierte Walze nimmt gewöhnlich mehr Tabak aus dem Trichter als erforderlich.
Über der Förderwalze, ist eine Einrichtung zum
Trennen des überschüssigen Tabaks von der gewünschten Menge vorgesehen, die durch die Förderwalze
3 zugeführt werden soll, und zur gleichmäßigen Verteilung des Tabaks in den Zähnen der
Walze.
Diese Einrichtung besteht aus einem kamm-
5P artigen Teil, das sich quer über die Förderwalze 3
erstreckt, und eine große Anzahl stumpfer Finger S
mit stumpfen freien.Enden aufweist, die Seite an Seite angeordnet und'-möglichst dicht an den Spitzen
der Zähne der Zubringerwalze 3 angebracht sind.
Die freien Enden der,Finger 5 sind dem Tabak, der durch die Walze 3 zu , ihnen gefördert wird, entgegengerichtet,
so daß sie in den ankommenden Tabak hineinragen, τ .
Die Finger 5 sind an einer Leiste oder einem gemeinsamen Träger 7 angeordnet, der quer zur
kardierten Walze 3 verläuft und an einem Rahmen 27 befestigt ist. Der Rahmen 27 kann quer zur
Walze 3 hin Und herbewegt werden, so daß sich auch die Finger 5 seitlich quer zur Bahn.des .ankommenden Tabaks hin und her bewegen. Die
Finger bewegen sich um 40-mm in beiden Richtungen hin und her, so daß.also jeder Finger eine
gesamte seitliche Bewegung, von 40 mm in beiden Richtungen ausführt. Abgeschrägte Flächen 20 an
der Leiste 7 verbinden die hinteren Enden der Finger 5 und weisen Kanten 21 auf, die neben den
Zähnen der Walze 3 liegen. Die Finger 5 sind bei dem dargestellten Beispiel 25 mm lang, gemessen
von ihren Spitzen bis zur Kante 21, und 6,4 mm breit. Sie liegen in einem Abstand von 6,8 mm
voneinander. .
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Finger hin und her bewegen, ist im Verhältnis zur Geschwindigkeit,
der kardierten Walze 3 so, daß jeder Finger während der Zeit, in der sich irgendein
gegebener Punkt der Förderwalze 3 um 2,5 cm vorwärts bewegt, d. h. um eine Länge eines Fingers 5,
einen vollständigen Hub in beiden Richtungen und zusätzlich 3/5 eines Hubes in einer Richtung, oder,
mit anderen Worten, ungefähr 1 Vs vollständige Bewtegungskreisläufe
ausführt.
Die Hinundherbewegung des Rahmens 2j quer
zur kardierten Walze 3 wird durch eine beliebige \^orrichtung bewirkt, wie sie schon vorgeschlagen
wurde. Bei der bekannten Ausführung ist das Blatt.mittels Klemmen mit nachgiebigen Bändern
verbunden, die an gebogenen Flächen von doppelarmigen Hebeln befestigt sind, die durch einen an
eine Exzenterstange angelenkten Hebel geschwenkt werden. Der Hebel selbst ist an einem exzenirischen
Band angebracht, das auf einem Exzenter angeordnet ist. .".'
. Die Finger 5 selbst sind.an ihren freien Enden und über ihre ganze Länge stumpf, d. h., sie haben
keine scharfen Spitzen an ihren freien Enden und keine scharfen Kanten, die den Tabak zerschneiden
. wurden. In dem besonderen beschriebenen und dargestellten
Beispiel haben die Finger einen runden Querschnitt und runde Enden. Das hier verwendete
Wort »stumpf« bedeutet nicht notwendigerweise, daß die Finger abgerundet sind, wie in den Zeichnungen
gezeigt. Sie könnten beispielsweise auch flache, durch gebogene Flächen verbundene Oberflächen
haben, dagegen soll das Wort »stumpf« zum Ausdruck bringen, daß keine derartigen
scharfen Kanten vorhanden sind, die den Tabak zerschneiden würden. '
Die Querschnittsform der in den Fig. 2 und 3 gezeigten Finger ändert sich von annähernd Kreisform
in der Nähe der freien Enden zu ungefähr einer Ellipse in der Gegend der abgeschrägten
Flächen 20, der Querschnitt könnte aber gegebenenfalls
auch ungefähr rechteckig mit angerundeten Kanten sein. Weiter könnten sie flache zu einer
Kante zusammenlaufende Flächen haben, vorausgesetzt, daß der Winkel zwischen den Flächen so
stumpf ist, daß die Kante nicht scharf genug ist, um allein im Zusammenarbeiten mit den Förderzähnen
den Tabak zu zerschneiden.
Oberhalb der Leiste 7 ist eine Walze 9 gelagert, die eine geriffelte zylindrische Oberfläche hat und
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in Richtung des Pfeiles umläuft, so daß sich ihre geriffelte Fläche über die Leiste 7 entgegengesetzt
der Tabakzuführvorrichtung bewegt. Der Zweck dieser Walze ist, den Taba'k zurückzufegen, der
über die Finger 5 hinübergeht. Dieser durch die Walze 9 zurückgefegte Tabak wird zu der kardierten
Walze 3 zurückgebracht.
An dem Rahmen 27 ist ein Säuberungsblatt 10
befestigt, es bewegt sich mit diesem hin und her, so daß seine Kante über die Oberfläche der Walze
schabt und sie säubert.
Auf dem durch die Zubringerwalze 3 herangebrachten Tabak gleitet ein Druckelement 11, das,
wie in Fig. 1 gezeigt, einen eiförmigen Querschnitt hat und tan bei 13 angelenkten Armen 12 angebracht
ist. Es übt einen Druck auf den Tabak aus und drückt ihn in die Zähne der Kardierung der Walze 3,
drückt auch den Tabak etwas zusammen, bevor dieser die Finger 5 erreicht, damit diese den Tabak
zufriedenstellend bearbeiten können. Es sei bemerkt, daß der Tabak, um gute Ergebnisse zu erzielen,
ziemlich zusammengedrückt sein sollte, wenn er die Finger erreicht. Die gezeigte Anordnung
erfüllt diese Bedingungen. Das Druckelement 11 arbeitet auch mit der geriffelten Walze 9 zusammen,
es bietet dem durch die Walze 9 zurückgebürsteten, überschüssigen Tabak eine gebogene Führungs-.
fläche, die diesen Tabak nach oben über die Oberseite des Elementes 11 führt. Auf diese Weise wird
der überschüssige Tabak, der. von der Oberfläche der Förderwalze entfernt wird und über die hin
und her gehenden Finger 5 läuft, durch die geriffelte Walze 9 zwischen dieser und dem Druckelement
11 aufwärts gedrückt, so daß er über und
um das Druckelement gehen und schließlich zur Walze 3 zurückkehren kann, wobei ein etwaiger
Tabaküberschuß durch eine später zu beschreibende Walze 14 fortgenommen wird und sich wieder nach
vorn zu den Fingern 5 bewegt. Auf diese Weise wird dem überschüssigen Tabak eine umlaufende
Bewegung in Uhrzeigerrichtung (Fig. 1) erteilt, er wird ständig in Bewegung gehalten und kann sich
kaum so verfilzen, daß es schwierig wäre, ihn in den Zähnen der kardierten Walze 3 aufzunehmen.
Eine Walze 14 mit nach rückwärts geneigten
Stiften 15, die in Richtung des Pfeiles umläuft, streift den Tabak von der Förderwalze 3 ab. An
das Ende eines Hebels 17 ist mittels einer Kette 18 ein senkrecht hin und her beweglicher Stopfer 16
angehängt. Der Hebel 17 ist an einer Welle 19 angebracht, die den Hebel 17 selbsttätig schwenkt.
Eine Abstreichvorrichtung streicht den Tabak
zurück, wenn sich zuviel Tabak in der Gegend dieser Vorrichtung angesammelt hat. Diese Abstreichvorrichtung
besteht aus einer Anzahl von Abstreichern 150, 151, die an einer sich quer über
den Trichter erstreckenden Welle angebracht sind. Die Welle ist am Lenker 152 angebracht und gelenkig
mit einer Kurbel 153 verbunden, die ihrerseits auf einer Welle 154 sitzt, die sich in Richtung
des Pfeiles dreht. Die Lenker 152 sind an Schwenkarme
155 angelenkt. Infolge dieser Anordnung bewegen sich die Enden der Abstreicher in geschlossenen
Bahnen, wie durch die punktierten Linien in Fig. 1 angedeutet. x
Wenn der Tabak an der Leiste 7 vorbeigegangen ist, wird er aufgenommen oder gefördert.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι . Fördervorrichtung für geschnittenen Tabak zum Entfernen des Überschusses von dem von einer gezahnten Fördervorrichtung, ζ. Β. einer kardierten Walze, zugeführten Tabak mit einer Anzahl von Fingern, die seitlich nebeneinander in der Querrichtung der Fördervorrichtung und dicht an dieser angeordnet sind, deren freie Enden gegen den . ankommenden Tabak gerichtet sind und in diesen hineinragen, und die in einer gewissen Entfernung voneinander liegen und eine seitliche Hinundherbewegung quer zur Fördervorrichtung ausführen, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger stumpf sind und stumpfe, z. B. abgerundete freie Enden aufweisen. . .
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Finger, der Betrag, um den sie in beiden Richtungen bewegt werden, und ihre Geschwindigkeit gegenüber der Geschwindigkeit der gezahnten Fördervorrichtung so abgestimmt ist, daß die Finger während der Zeit, in der sich irgendein gegebener Punkt der Fördervorrichtung um ein der Länge eines Fingers entsprechendes Stück bewegt, mindestens eine vollständige Hinundherbewegung vollführen und daß während dieser Zeit mindestens ein Finger, z. B. vier Finger, in beiden Richtungen der Hinundherbewegung vollständig über diesen. Punkt hinweggeht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein umlaufendes Teil (9), das den überschüssigen, über die Finger laufenden Tabak ergreift und den ergriffenen Tabak entgegengesetzt der Bewegungsrichtung der Fördervorrichtung (3) an den Fingern (5). vorbeibewegt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Teil aus einer Walze (9) mit einer aufgerauhten, ζ. Β. geriffelten Oberfläche besteht.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 606 187.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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