DEM0015728MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Oktober 1952 Bekannitgemadht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht siah auf ein Tonaufzeichnungs-
und -wiedergabegerät in Verbindung mit einer Telefonstation., bei welchem ein Antriebsmotor,
ein Tonfrequenzverstärker, ein magnetisch wirkender Tonaufzeichnungs- und -wiedergabekopf,
ein Löschmagnet, eine vom Motor aus antreibbare Tonträgerscheibe, von Hand betätigbare und auto-•
matisch betätigte Schartmittel derart zusammenwirken,
daß wahlweise entweder eine beliebige ίο Nachricht auf die Tonträgerscheibe aufgezeichnet
werden kann oder diese Nachricht einem über das Fernsprechnetz die mit dem Gerät ausgerüstete
Telefonstation anruf eniden Teilnehmer zugesprochen wird,
Das nach der Erfindung mit äußerst einfachen Mitteln als Antwortautomat ausgebildete Gerät
zeichnet sich dadurch aus, daß die Tonträgerscheibe, die vom Motor aus über ein Friktionsgetriebe angetrieben wird, über ein untersetzendes
Planetengetriebe mit einer zu ihr koaxialen Steuerscheibe verbunden ist, an deren als Steuerkurve
ausgebildeten Umfangsfläche ein Fühlarm eines Tonkopfträgers unter Federkraft anliegt, um den
Tonkopf annähernd radial über die Tonträgerscheibe zu führen, während eine Seitenfläche der
Steuerscheibe konzentrische Steuerelemente aufweist, durch welche je ein elektrischer Kontaktsatz
in zwangläufiger Abhängigkeit von der Relativ-
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stellung des Tonkopfes zur Tonträgerscheibe betätigt
wird.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gerätes dargestellt. Dabei
zeigt
Fig. ι eine Übersicht über das mit der Teilnehmerstation
verbundene Gerät samt den wichtigsten Verbindungsleitungen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf das Gerät bei abgehobenem Deckel,
Fig. 3 eine Unteransicht auf die Montageplatte der Tonträgerscheibe,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV von
Fig. 3 mit Darstellung der Lagerung des Tonkopfträgers,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V von Fig. 3 mit Darstellung des Planetengetriebes,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI von Fig. 3, mit Darstellung des Antriebs der Tonträgerscheibe,
Fig. 7 ein allgemeines Schaltschema und
Fig.18 ein Diagramm, welches die zeitlichen Beziehungen der einzelnen Schaltfunktionen darstellt.
In Fig. ι der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Gerät als Ganzes mit G bezeichnet; sein Netzanschlußkabel
10 endigt in einem, Stecker ii. Die Telefonanschluß leitung mit den Adern α und b und
die Telefonteilnehmerstation T mit der Leitung a', V
sind an das Gerät G angeschlossen. Das Gerät ist an seiner Frontseite mit einer Bedienungsplatte 12
versehen, auf welcher die Bedienungsknöpfe der von Hand betätigbaren Schaltmittel sowie ein
Skalenfenster F und eine Anschlußbuchse MH' für einen Mikrophonhörer MH angeordnet sind.
Der Netzschalter NS dient zum Einschalten des Gerätes G. Der Wahlschalter WS kann wahlweise
in die Stellungen 1 »Aufnahme«, 2 »Wiedergabe« oder 3 »Telefonanschluß« umgelegt werden. Der
Startschalter St dient zur Auslösung der Gerätefunktionen in den Stellungen 1 und 2 des Wahlschalters.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 6 wird im folgenden der mechanische Aufbau des Gerätes erläutert.
Eine in Fig. 2 rechts sichtbare, durch. Lösen der Schrauben 14 vom Traggestell abhebbare Montageplatte
13 trägt alle bewegten Teile, während ein nach Lösen der Schrauben 15 wegnehmbares Verstärkerchassis
16 die elektrischen im Schaltschema nach Fig. 7 eingezeichneten Schaltelemente sowie
die Bedienungsplatte 12 mit den Schaltknöpfen trägt. Von den genannten elektrischen Schaltelementen
sind in Fig. 2 beispielsweise der Netzübertrager NU, die Verstärkerröhren V1 und V2,
der Sprechstromübertrager SU mit zugeordneten Teilen, der Netzgleichrichter NG, die beiden Relais
AR und UR, der Anruf gleichrichter AG und
Kondensatoren C sichtbar.
Alle elektrischen Verbindungsleitungen, die vom Chassis 16 zu Bauteilen der Montageplatte 13 geführt
werden, beispielsweise zum Motor M, zum Aufzeichnungs- und Wiedergabekopf Sp, zum
Löschmagneten LK und zu den durch die Steuerscheibe betätigten Steuerkontaktsätzen η ι bis η 4
(Fig. 3), sind zuerst an eine Vielfachsteckbuchse 17 geführt, in welche ein Gegenstecker 18 eingesteckt
ist, so daß das ganze Chassis 16 weggenommen werden kann, ohne daß eine Verbindungsleitung
besonders getrennt werden müßte.
Die Tonträgerscheibe MS, die an ihrer Oberseite einen magnetisierbaren Belag 20 aufweist, dreht
sich in einer Ausnehmung 21 der Platte 13, indem an ihrer zylindrischen Umfangsfläche eine gummibelegte
Rolle 22 eines Rotationskörpers anliegt, zu dem auch die gummibelegte Scheibe 23 gehört, die
ihrerseits an der Abtriebswelle 24 des Motors M anliegt. Die genauere Ausbildung und Wirkungsweise
dieses Friktionstriebes wird an Hand von Fig. 6 noch genauer beschrieben.
Der Tonaufzeichnungs- und -wiedergabekopf Sp ist an der Unterseite eines Tragarmes 25 befestigt,
der um die Achse 26 schwenkbar ist. Der Tragarm 25 ist durch einen Schwenkhebel 27 mit einem
Zeiger 29 starr verbunden, der in der Führungsbahn 28 spielt und durch ein Fenster F der Bedienungsplatte
12 sichtbar ist, so daß er in diesem Fenster F jederzeit die momentane Radialstellung
des Tonkopfes Sp auf der Tonträgerscheibe MS zeigt.
Die Unterseite der Montageplatte 13 ist in. Fig. 3
dargestellt, und ein Schnitt nach der Linie IV-IV dieser Fig. 3 ist in Fig. 4 gezeigt.
Ein Quersteg 30 trägt das Lager für die Tonträgerscheibe MS, deren Welle mit 31 bezeichnet
ist. Eine Lagerbüchse 32 wird durch eine Spannmutter 33 fest auf den Steg 30 gespannt und bildet
zwei Innenlager für die auf der Welle 31 festsitzenden Drehlager 34 und 35 (Fig. 5) ; ein Sicherungsring
36 am Wellenkopf 31' verbindert Axialbewegungen der Welle 31.
Koaxial zur Welle 31 ist auf der Büchse 32 ein Zahnrad 37 starr befestigt, während ein etwas
größeres, Zahnrad 38 mit einer Steuerscheibe 5\S"
und einer Lagerbüchse 39 so verkeilt ist, daß diese drei Teile sich auf der Büchse 32 drehen können.
An der Unterseite der Tonträgerscheibe sitzt ein Wellenzapfen 40, auf dem die beiden starr miteinander
verbundenen Planetenräder 41, 42 drehbar gelagert sind, von denen das erste sich auf dem
stillstehenden Rad 37 abwälzt, während das zweite mit starker Untersetzung das Zahnrad 38 und damit
die Steuerscheibe SS antreibt.
Die Umfangsfläche der Steuerscheibe 55" ist als
Steuerkurve 43 ausgebildet (Fig. 3 und 5), an welcher ein mit dem Tonkopftragarm 25 verbundener
Fühlarm 44 unter Federkraft anliegt (Fig. 3 und 4). An der Unterseite der Steuerscheibe ν?5 befinden
sich konzentrische Steuerrippen 45, 46, 47, 48 verschiedener Länge, die mit Steuerkontaktsätzen η ι,
»2, M-3, n4 so zusammenarbeiten, wie sich aus dem
Diagramm nach Fig. 8 ergibt.
Nach Fig. 4 ist der Tragarm 25 des Tonkopf es Sp mit einer Büchse 49 und dem Fühlarm 44 starr
verbunden. Die Büchse 49 ist drehbar in einer stillstehenden Lagerbüchse 50 gelagert und durch einen
Klemmring 51 gegen Axialverschiebungen ge-
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sichert. Eine Feder 52 ist bestrebt, den Fühlarm 44 gegen die Kurvenfläche 43 der Steuerscheibe .SiS"
zu pressen, so daß der Tonkopf Sp einen Radialweg über der Scheibe MS beschreibt, der sich aus
der Kurve Sp in Fig. 8 ergibt.
Aus Fig. 6 ist noch die Lagerung des Rotationskörpers mit der Friktionsrolle 22 und der Friktionsscheibe
23 ersichtlich. Der ganze Rotationskörper ist mit Hilfe der Schraube 53 so an einer
Horizontalplatte 54 befestigt, daß er sich frei auf der feststehenden Buchse 53' drehen kann. Die
Platte 54 liegt in einer Ausnehmung 55 der Montageplatte 13 und wird durch eine Deckplatte 56
gegen Vertikalbewegungen gesichert. Eine Zug-
feder 57 ist bestrebt, die Platte 54 und damit die Rolle 22 und die Scheibe 23 in Pfeilrichtung 58
(Fig. 2) zwischen die Motorwelle 24 und die Umf angsfläche der TonträgerscheibeMS hineinzuziehen.
Die Scheibe MS wird also vom Motor M aus
über ein weiches Friktionsgetriebe angetrieben, während die Steuerscheibe SS von der Tonträgerscheibe
MS über ein kraftschlüssiges Planetengetriebe iii Drehung versetzt wird.
Zur Beschreibung des Schaltschemas nach Fig. 7 werden vorerst einige allgemeine Kennzeichen erläutert.
Der Netzanschlußteil NA enthält vor allem den Netzübertrager NU mit den Primärwicklungen
NU ία und NU 1 b, der Heizwicklung NU2, der
Anodenspannungswicklung NU3 und der Motor-.·
wicklung NU4.
Der Anodenwicklung NU 3 sind eine Trockengleichrichterbrücke
NG und ein Siebkreis zugeordnet, der aus der Wicklung des Umschaltrelais UR, dem ihr parallel geschalteten Widerstand R 1
und den beiden Glättungskondensatoren C 1 und C 2
besteht.
Die Heizwicklung NU2 dient vor allem zur Beheizung
der Heizfäden FVi und FV2 der Verstärkerröhren.
Der Primärteil enthält den doppelpoligen Handschalter NS, bei dessen Einschaltung das Wechselstromnetz
N~ über folgenden Stromkreis 1 an die Primärwicklungen des Netzübertragers NU angeschaltet
ist.
i. Netz N~..- Netzschalter NS - Thermosicherung
Si- Wicklung NU τα- Kontaktbrücke kb - Wicklung NU ib - Netzschalter NS -Netz
N~.
Bei Netzen mit halber Spannung kann die Kontaktbrücke
kb in die gestrichelte Stellung gebracht werden, so daß die Primärwicklungen des Netzübertragers
parallel geschaltet sind.
Weitere Sicherungen des Netzanschlußteiles sind mit S 2 a, S 2b (Heizstromsicherungen) und 5" 3
(Anodenstromsicherung) bezeichnet.
Der Verstärker V enthält die beiden Röhren Vi
und V2, und liefert an der Klemme VA (Anode der Endröhre V 2) eine verstärkte Tonfrequenzspannung,
die der der Eingangsklemme VE (Gitter der Verstärkerröhre Vi) zugeführten Spannung proportional
ist.
Im Anodenkreis der Endröhre Vz sind hintereinander
die Wicklung HFi -eines Hochfrequenz-Übertragers
und die Wicklung SUi eines Sprechstromübertragers
angeordnet, die durch die Kondensatoren C4 bzw. C 3 überbrückt sind.
An die Kathode der Endröhre V2 ist die zweite Wicklung HF 2 des HF-Übertragers angeschlossen.
Wenn die Wicklung HF 2 nicht überbrückt ist, dient sie als Rückkopplungsspule, und in der Endröhre
V2 wird dadurch eine hochfrequente Überlagerungsspannung erregt, deren Frequenz durch den
Schwingkreis iii7 ι—C4 gegeben ist und die sich
der verstärkten Tonfrequenzspannung überlagert.
Die Schaltarme des Wahlschalters WS sind mit WS I, WS II a, WS II b, WS III usw. bis WS VII
bezeichnet und befinden sich in der Stellung 1 (»Aufzeichnung«).
Die in Ruhestellung gezeichneten Steuerkontakte,
die durch die Steuerscheibe 5*5" betätigt werden,
sind mit ητ, »2, η3 und «4 bezeichnet. Ihre Betätigungszeiten
ergeben sich aus der Diagrammdarstellung nach Fig. 8, die in Abszissenrichtung einen vollständigen Umlauf der Steuerscheibe unter
Angabe der betreffenden Winkelstellungen und Zeiten umfaßt. Fig. 8 zeigt in der Kurve Sp auch
die Radialbewegungen des Tonkopfes Sp auf der Tonträgerscheibe. go
Die Wirkungsweise des dargestellten Gerätes ist folgende:
a) Stellung 1 »Aufzeichnung«
Nachdem durch Einschalten des Netzschalters NS
der früher erwähnte Stromkreis ι aufgebaut worden ist, ist das Gerät betriebsbereit, indem von der
Wicklung NU2 aus die Heizfäden FVi bzw. FV2
der Verstärkerröhren über folgenden Stromkreis beheizt werden:
2. Netzübertragerwicklung NU 2 — Sicherung S 2a — Heizfäden FVτ bzw. FV2 — Sicherung
S 2b — Wicklung NU2.
Zwischen der Klemme + des erwähnten Siebkreises Ri — UR — C 1 — C2 und Erde liegt die im
Gleichrichter NG erzeugte Anodengleichspannung.
Die Motorwicklung NU4 liegt unter Spannung,
der Motor M bleibt aber noch in Ruhe.
Durch kurzzeitiges Drücken des Startschalters St
wird nun folgender Stromkreis geschlossen:
3. Anodenspannungsklemme + — Steuerkontakt 7-13 - Startschalter St - Klemme +' - Widerstand
R 2 - Haltewicklung des Anruf relais AR — Erde.
Zwischen der genannten Klemme +' und Erde
liegen auch die Anodenstromkreise des Verstärkers V, so daß die Verstärkerröhren unter Spannung
gesetzt werden.
Die Erregung des Anruf relais AR bewirkt, daß der Stromkreis 3 durch den Kontakt ar 1 dieses
Relais gehalten wird, der beim Loslassen des Startschalters St dessen Funktion im Stromkreis 3 übernimmt.
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Beim Schließen des Stromkreises, 3 wird auch das Umschaltrelais UR erregt, dieses bleibt aber
ohne Wirkung.
Durch . die Erregung des Anruf relais AR wird auch der folgende Erregerstromkreis für den
Motor M geschlossen:
; 4. Netzübertragerwickking NU4 -
kontakt ar 2 - Motor M - Wicklung NU4.
Der Motor M beginnt sich also zu drehen, und es.wird auch die Tonträgerscheibe MS in Drehung
versetzt, die über das beschriebene Planetengetriebe die Steuerscheibe SS in zwangläufiger Untersetzung
mitnimmt. Nach einer Zeit von ungefähr ι Sekunde wird gemäß Fig. 8 durch die Steuerscheibe
SS der Steuerkontakt ni betätigt, der dann bis zum vollständigen Umlauf der Steuerscheibe
geschlossen bleibt. Der Steuerkontakt #1 überbrückt den ^4i?-Relaiskontakt ar 2 im Stromkreis 4,
so daß letzterer erst am Schluß des Betätigungszyklus wieder unterbrochen wird. Es ist also gesichert, daß bei jeder Betätigung die Steuerscheibe
vS1^ einen vollständigen Umlauf ausführt.
Unmittelbar nach der Betätigung des Steuerkontaktes η ι wird gemäß Fig. 8 auch der Steuerkontakt #2 betätigt, wodurch folgender Erregerstromkreis für den Löschmagneten LK geschlossen wird.
Unmittelbar nach der Betätigung des Steuerkontaktes η ι wird gemäß Fig. 8 auch der Steuerkontakt #2 betätigt, wodurch folgender Erregerstromkreis für den Löschmagneten LK geschlossen wird.
5. Heizwicklung NU2 — Sicherung 5" 2,a — Wahlschaltarm
WSYII - Steuerkontakt »2 -
Löschmagnet LK - Sicherung S2b - Wick-
; lung NU2.
Der Löschmagnet. überdeckt die ganze vorgesehene Aufzeichnungsbreite auf der Tonträgerscheibe
und ist fest angeordnet, SO' daß bei der Drehung der Tonträgerscheibe automatisch alle
bereits aufgezeichneten Magnetogramme gelöscht werden. Nachdem die Tonträgerscheibe einmal umgelaufen
ist, d. h. etwa in der dritten Sekunde, öffnet sich gemäß Fig. 8 der Steuerkontakt η2
wieder und bleibt dann dauernd geöffnet. Der Stromkreis 5 ist also wieder ausgeschaltet.
■ Dafür wird gleichzeitig der Steuerkontakt η4
betätigt, d. h. geschlossen, was allerdings in dieser Funktionsstellung des Wahlschalters ohne Wirkung
bleibt.
Der Inhaber sieht in dieser Phase, daß der Zeiger 29. links in das Skalenfenster F (Fig. 1) eintritt
und kann nun seine Meldung in das Mikrophon MH sprechen, z. B.:
»Hier Miller-Haus Zürich: Der Betrieb ist bis Montag, den 20. August, geschlossen. Dringende
Mitteilungen werden von Nummer 420040 entgegengenommen.«
Die entsprechenden. Sprechwechselströme schließen sich auf folgendem Stromkreis:
6. Erde - Mikrophonhörer MH - Widerstand R 3
- Spannungsteiler P - Widerstand R 4 - Erde.
Eine Teilspannung wird über den Wahlschaltarm WS IV der Verstärkereingangsklemme VE zu-
geführt. Diese Teilspannung wird im Verstärker V verstärkt und erscheint also an der Klemme VA,
wobei ihr eine hochfrequente Spannung, die unter Wirkung der HF-Spulen HFi und HF 2 in der
Endröhre V2 erregt wird, überlagert wird.
Von der Ausgangsklemme VA führt folgender Stromweg durch den Sprechkopf Sp: 70 '
7. Klemme VA - Kondensator C 6 - 7?C-Glied i?5
_ C 5 - Wahlschaltarm WSII - Tonaufzeichnungskopf
Sp — Erde.
Durch den Wahlschaltarm WSV werden die feststehenden
Kontaktklemmen 2 und 3 der Wahlschaltarme WS II und WS IV an Erde gelegt.
Auf der Tonträgerscheibe MS werden also in spiralförmiger Tonspur die von der HF-Spannung
überlagerten Tonfrequenzströme aufgezeichnet, indem der Tonkopf Sp gemäß Fig. 8 in radialer Richtung
über die sich drehende Tonträgerscheibe MS geführt wird.
. Dabei wird durch den Zeiger 29 dem Benutzer stets die noch zur Verfügung stehende Sprechzeit
angezeigt, die etwa 40 Sekunden betragen kann.
Nach Ablauf der Sprechzeit, d. h. etwa in der 43. Sekunde des Betätigungszyklus, wird gemäß
Fig. 8 der Steuerkontakt.η3 durch die- Steuerscheibe
5\S" kurzzeitig geöffnet. Dadurch wird der
Stromkreis 3 unterbrochen, und weil damit das Relais AR abfällt, bleibt er auch dauernd unterbrochen.
Der Verstärker V wird also stromlos.
Der Erregerkreis 4 für den Motor M bleibt, wie
erwähnt, noch geschlossen, bis am Ende des Zyklus der Nocken η ι 'geöffnet wird. Dann steht der
Motor M still, d. h., nach jedem Betätigungszyklus stehen die einzelnen Schaltorgane wieder in der
dargestellten Bereitschaftsstellung.
100 b) Stellung 2 »Wiedergabe«
Damit nun der Inhaber die richtige Aufzeichnung der gesprochenen Nachrichten kontrollieren
kann, legt er den Wahlschalter WS in Stellung 2 um und betätigt wiederum kurzzeitig die Starttaste
St. Dabei werden nacheinander wieder die Stromkreise 3 und 4 aufgebaut.
Der Stromkreis 5 kommt nicht zustande, weil die Klemme 2 des Wahlschaltarmes WS VII nicht an
den Steuerkontakt η 2 angeschlossen ist.
Ebenfalls kommen die Stromkreise 6 und 7 nicht zustande. Der Sprechkopf Sp ist über folgenden
Stromkreis an den Verstärkereingang angeschlossen:
8. Erde - Tonkopf Sp - Wahlschaltarm WS II Wahlschaltarm
WS IV - Verstärkereingang VE.
Durch den Wahlschaltarm WSVI ist die HF- \
Rückkopplungswicklung HF2 überbrückt, so daß die hochfrequente Überlagerungsspannung nicht erregt
wird.
Da am Schluß der dritten Sekunde der Steuerkontakt η4 geschlossen worden ist, wurde folgender
Ausgangskreis des Sprechstromübertragers wirksam gemacht:
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g. Erde - Ausgangswicklung SU 2 - Wahlschaltarm WS III - Mikrophonhörer MH - Erde,
so daß der Inhaber seine Meldung abhören kann.
c) Stellung 3 »Telefonanschluß«
' In Stellung 3 des Wahlschalters WS ist das Gerät
mit den Amtsadern a, b des Fernsprechnetzes verbunden, d. h. der Telefonstation T parallel geschaltet.
Wenn diese Station angerufen wird, findet der Rufstromimpuls folgenden Stromweg:
10. Sprechader a - Sicherung Sa - Widerstand Ra
- Wahlschaltarm WSIa - £7i?-Relaiskontakt 1S uri — Anrufgleichrichter AG — Gleichstromsperrkondensator
Ca - £/i?-Relaiskontakt ur 2
- Wahlschaltarm WS Ib- Widerstand Rb -Sicherung Sb - Sprechader b.
Ein solcher Rufwechselstromimpuls wird im Gleichrichter AG gleichgerichtet und erregt das
Anrufrelais AR auf folgendem Stromweg:
11. Anrufgleichrichter AG — Relaiswicklung des
Anrufrelais AR - Anrufgleichrichter.
Dadurch werden nacheinander die Stromkreise 3 und 4 aufgebaut, d. h., der Verstärker V wird unter
Spannung gesetzt, und der Motor M beginnt sich zu drehen.
Das durch den Anodenstrom erregte Umschaltrelais UR legt seine Umschaltkontakte ur 1 und ur 2
um, so· daß Stromkreis 10 wieder abgeschaltet wird
und durch folgenden gleichstromdurchlässigen Sprechstromkreis ersetzt wird:
12. Sprechader a — Sicherung Sa — Widerstand Ra
- Wahlschaltarm WS Ia- t/i?-Relaiskontakt
ur ι — Sprechstromübertragerwicklung SU 3 —
t/i?-Relaiskontakt ur 2 - Wahlschaltarm WS I b
- Widerstand Rb — Sicherung Sb — Sprech-■
ader b.
Weil der Sprechkopf Sp über Stromkreis 8 an den Verstärkereingang VE geschaltet ist, wird die
auf der Scheibe MS aufgezeichnete Meldung über Stromkreis 8 — Verstärker V — Stromkreis 12 dem
Anrufenden übermittelt.
Stromkreis 9 ist auch aufgebaut, praktisch aber wirkungslos. Die HF-Rückkopplungsspule HF 2 ist
überbrückt.
Am Schluß des Betätigungszyklus öffnet der Steuerkontakt »3 den Stromkreis 3, so daß der anruf
ende Teilnehmer abgeschaltet wird (Abfallendes
Relais UR).
Der Steuerkontakt «i unterbricht nachher auch
den Motorspeisekreis 4, so daß das Gerät bereit ist, einen neuen Anruf in derselben Weise zu beantworten.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Tonaufzeichnungs- und -wiedergabegerät in Verbindung mit einer Telefonstation, bei welchem ein Antriebsmotor, ein Tonfrequenzverstärker, ein magnetisch wirkender Tonauf-zeichnungs- und -wiedergabekopf, ein Löschmagnet, eine vom Motor aus antreibbare Tonträgerscheibe, von Hand betätigbare und automatisch betätigte Schaltmittel derart zusammenwirken, daß wahlweise entweder eine beliebige Nachricht auf die Tonträgerscheibe aufgezeichnet werden kann oder diese Nachricht einem über das Fernsprechnetz die mit dem Gerät ausgerüstete Telefonstation anrufenden Teilnehmer zugesprochen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonträgerscheibe (MS), die vom Motor (M) aus über ein Friktionsgetriebe (22, 23, 24) angetrieben wird, über ein untersetzendes Planetengetriebe (37 bis 42) mit einer zu ihr koaxialen Steuerscheibe (SS) verbunden ist, an deren als Steuerkurve (43) ausgebildete Umfangsfläche ein Fühlarm (44) eines Tonkopfträgers unter Federkraft anliegt, um den Tonkopf annähernd radial über die Tonträgerscheibe zu führen, während eine Seitenfläche der Steuerscheibe konzentrische Steuerelemente (45 bis 48) aufweist, durch welche je ein elektrischer Kontaktsatz («1 bis η4) in zwangläufiger Abhängigkeit von der Relativstellung des Tonkopfes zur Tonträgerscheibe betätigt wird.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Tonkopfträger ein Zeiger (29) verbunden ist, der in einem Skalenfenster (F) die momentane Relativstellung des Tonkopfes zur Tonträgerscheibe und damit die noch verfügbare Aufzeichnungskapazität anzeigt.
- 3. Gerät nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Rotationskörper mit zwei übereinander angeordneten, an ihren zylindrischen Umfangsflächen mit Gummi belegten, starr mitein- ioo ander verbundenen Rollen bzw. Scheiben (22, 23), welcher Rotationskörper zwischen der Umfangsfläche der Tonträgerscheibe (MS) und der Abtriebswelle (24) des unbeweglich gelagerten Motors achsparallel mit diesen beiden Elementen derart quer verschiebbar gelagert ist, daß die Scheibe (23) an der Motorwelle, die Rolle (22) am Umfang der Tonträgerscheibe anliegt, wobei eine Zugfeder (57) diesen Rotationskörper zwischen die Tonträgerscheibe no und die Motorwelle hineinzieht.
- 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zum Anschluß eines Hörers (MH) und ein von Hand betätigbarer Wahlschalter (WS) mit einer Mehrzahl von Schaltarmen (WSI bis WSVIT) vorhanden sind, so daß nach Aufzeichnung einer Nachricht dieselbe durch Umstellung des Wahlschalters abgehört werden kann.
- 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß über der magnetisierbaren Schicht (20) der Tonträgerscheibe (MS) ein Löschmagnet (LK) fest angeordnet ist, der die ganze vorgesehene Aufzeichnungsbreite der Scheibe überdeckt und bei Aufzeichnung einer neuen Nachricht unter Wirkung eines durch die609 657/315M 15728 VIII al 21 a2Steuerscheibe. (SS) betätigten Kontaktsatzes (η 2) so* lange erregt wird, daß er während eines Umlaufes der Tonträgerscheibe bereits aufgezeichnete Magnetogramme löscht, bevor das neue Magnetogramm aufgezeichnet wird.
- 6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Anodenstromleitung vorn Netzanschlußteil (NA) zum Verstärker (V) hintereinander die Wicklung eines Umschaltrelais (UR) ein Ruhekontakt (»3) eines durch die Steuerscheibe betätigten Kontaktsatzes und ein Arbeitskontakt (ar 1) . eines Anrufrelais (AR) angeordnet sind, daß der genannte Arbeitskontakt (an) durch einen von Hand betätigbaren Startkontakt (St) überbrückt werden kann und daß eine Haltewicklung des genannten Anrufrelais (AR) auf der Röhrenseite dieser hintereinander angeordneten Kontakte dem Anodenstromkreis des Verstärkers parallel geschaltet ist, so daß nach einer impulsweisen Erregung des Anruf relais (AR), die ,entweder durch kurzzeitige Betätigung des genannten Startkontaktes (St) oder durch einen einer anderen Wicklung des Anrufrelais zugeführten gleichgerichteten Telefonrufimpuls bewirkt wird, der Anodenstromkreis des Verstärkers so lange geschlossen bleibt, bis der genannte Steuerkontakt (w3) am Schluß eines Betätigungszyklius kurzzeitig geöffnet wird, wobei ein Kontakt (ar 2) des Anrufrelais (AR) auch den Erregerstromkreis des Motors (M) steuert.
- 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand betätigbaren Schaltmittel aus dem Wahlschalter (JVS) mit den Stellungen »Aufzeichnung« (1), »Wiedergabe« (2) und »Telefonanschluß« (3) sowie dem genannten Startschalter (St) bestehen und daß bei Einstellung des Wahlschalters auf Stellung »Telefonanschluß« ein über das Fernsprechnetz der Telefonstation zugeleiteter Rufimpuls die Erregung des Anrufrelais (AR) und damit auch die Erregung des genannten Umschaltrelais (UR) bewirkt, so daß einerseits der Motor in Drehung versetzt wird und anderseits die Amtsleitungen (a, b) unter Wirkung von Umschaltrelaiskontakten (ur 1, ur2) an einen gleichstromdurchlässigen, eine Ausgangswicklung (SU3) eines Ausgangsübertragers (SU) des Verstärkers (V) enthaltenden Stromkreis angeschlossen werden, worauf der Anruf selbsttätig beantwortet wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 725 127; .-USA.-Patentschriften Nr. 2 467 261, 2 579 145, 586 174.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 609 657/515 10.56
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