DEM0014680MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. JuM 1952 Bekanntgemacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Apparat zur Herstellung perspektivischer Zeichnungen unter Zuhilfenahme eines Grundrisses und geometrischer
Ansichten wie Aufriß und Seitenriß des zu zeichnenden Objektes, wobei die Zuhilfenahme von
Fluchtpunkten möglich, jedoch nicht erforderlich ist. .
Der Apparat besteht aus einem horizontalen, für die Aufnahme der anzufertigenden perspektivischen
ίο Zeichnung bestimmten und einem vertikalen, mindestens
eine in einer zum Standpunkt des Beschauers gewählten Stellung gegebene geometrische
Ansicht des zu zeichnenden Gegenstandes aufweisenden Reißbrett mit Reißschienen.
Bei einer bekannten Zeichenmaschine ist der Zeichner genötigt, um den Zeichentisch herumzugehen,
um einerseits die Lineale einzustellen und anderseits die Darstellung der perspektivischen
Zeichnung vorzunehmen. Die Bedienung dieser Maschine ist nur dem Geübten mit einem großen
Aufwand an Linealen und Schiebern möglich, wobei alle Umrisse des zu zeichnenden Gegenstandes
in einem symmetrisch zur Hauptrichtung angeordneten Winkel von 550 liegen müssen. Bei dem er-
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findungsgemäßen Apparat kann der Zeichner von seinem Platz aus mittels zweier Lineale die perspektivische
Konstruktion aus beliebig angeordnetem Grund- und Aufriß des abzubildenden Gegenstandes ausführen.
Eine andere bekannte Zeichenmaschine weist den Nachteil auf, daß ein Verschieben der Bildebene
nur möglich ist, wenn dieselbe vor dem Grundriß liegt, wodurch das Bild immer kleiner als das
ίο gegebene wird, und daß zudem für jede Zeichnung
ein der Grundrißlage entsprechender Seitenriß hergestellt werden muß. Diese zeitraubende Arbeit der
Herstellung eines speziellen Seitenrisses ist bei der vorliegenden Erfindung nicht nötig, und das perspektivische
Bild kann in beliebiger Größe hergestellt werden.
Der erfindungsgemäße Apparat ist gekennzeichnet durch eine auf dem vertikalen Reißbrett parallel
geführte waagerechte und vertikal verschiebbare, zum Markieren- der Bildebene und zum
Ablesen der Lage der zu projizierenden und der projizierten Punkte auf die Bildebene bestimmte
Reißschiene mit Maßeinteilung, eine um den Standpunkt des Beschauers drehbare, zur Übertra- '
gung der Höhen auf die Bildebene dienende Pendelschiene, durch eine auf dem horizontalen Reißbrett
aufliegende Reißschiene mit Maßeinteilung und eine an einer Seitenkante desselben angeordnete
ausziehbare Leiste mit Maßeiriteilung.
Als horizontales Reißbrett kann ein normales Zeichenbrett verwendet werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Apparates dargestellt, und es zeigt
Fig. ι ein Schaubild,
Fig. 2 ein Detail der Fixierung an der Reißschiene.
Der gezeichnete Apparat weist ein normales, horizontal liegendes Zeichenbrett 1 und ein auf diesem
vertikal aufgestelltes Reißbrett 2 auf, welches mit seinem Fuß 3 auf dem Brett 1 mittels einer
Zwinge befestigt wird. Das Reißbrett 2 besitzt eine in vertikalen Führungen 4 parallel geführte, waagerechte,
vertikal bewegliche und durchsichtige Schiene 5 mit Griffleiste 6 und Maßeinteilung 7,
welche zum Markieren der gewählten Bildebene und zum Ablesen der Lage der zu projizierenden
und der projizierten Punkte auf der Bildebene b dient. Die Schiene 5 wird mittels der Klemmschraube
17 an der am Reißbrett 2 befestigten Führungsschiene 18 in der gewählten Lage festgeschraubt.
Die Maßeinteilung 7 der Schiene 5 beginnt rechts auf der Zeichnung mit o. Das Reißbrett
2 dient zum Aufspannen des Grundrisses des. perspektivischen zu zeichnenden Objektes in der
gewünschten Stellung zum Standpunkt des Beschauers. Als Standpunkt des Beschauers ist jeweils
ein Fixpunkt 8 wählbar, welcher durch einen Steckbolzen gebildet ist, der in einer in das Reißbrett
versenkbaren Leiste 9 angeordnet beziehungsweise in Löcher 8' des Reißbrettes 2 einsteckbar ist. 10 ist
eine durchsichtige Pendelschiene, welche mit Löchern 8" versehen ist, an welchen sie an dem
als Fixpunkt dienenden Steckbolzen 8 pendelartig aufhängbar ist. Das freie Ende der Pendelschiene
ist mit einem Griffknopf 11 versehen. 12 ist eine
durch die Mitte der Schiene gehende Markierungslinie, welche die Fixpunktlöcher 8" der Schiene
schneidet. Zum Arbeiten auf dem horizontalen Reißbrett 1 dient eine an die linke Kante des Reißbrettes
angeordnete Leiste 15 mit Maßeinteilung 16. Das Reißbrett 1 dient zum Aufspannen eines Frontalaufrisses
oder eines Seitenrisses des für die perspektivische Aufnahme vorgesehenen Objektes
und ferner zum Aufspannen eines Zeichenblattes, auf welches die perspektivische Ansicht gezeichnet
werden .soll.
Der Apparat wird zur Aufnahme des Objektes wie folgt .vorbereitet: Auf dem vertikalen Brett
wird entweder eine oder zwei geometrische Figuren, z. B. Grund- und Aufriß eines perspektivisch darzustellenden
Gebäudes oder nur der Grundriß II und die zweite geometrische Figur auf dem horizontalen
Brett so aufgespannt, daß der Fixpunkt 8 den Standpunkt des Beschauers darstellt. Der
Schiene 5 fällt in vorbestimmter Lage die Funktion der Bildebene zu. Im Falle, daß nur der Grundriß
II, wie in der Zeichnung dargestellt, auf dem vertikalen Brett aufgespannt ist, wird gleichwohl
durch die vertikale Lage der Pendelschiene 10 bzw. durch die Mittellinie 12 der Horizont dargestellt.
Die Maßeinteilung 7 auf der Schiene 5 entspricht in ihrer Größe den übrigen Maßeinheiten
14 und 15 und ist willkürlich, im vorliegenden Fall
derart aufgetragen, daß z. B. die Mittellinie 12 in lotrechter Lage des Pendels 10 auf die Zahl 35 fällt.
Es entspricht deshalb auf der Maßleiste 15 die Zahl 35 wiederum dem Punkte, von welchem aus mittels
der Schiene 13 die Horizontlinie gezogen werden kann. Die Leiste 15 kann herausgezogen werden,
so daß der Horizont, also die Zahl 35 in der Mitte des auf dem horizontalen Brett 1 befindlichen Zeichenblattes
gelegt werden kann. Der Standpunkt des Beschauers ist fest im Punkte 8 und kann nicht
seitlich verschoben werden, d. h., auf dem vertikalen Brett wird in allen Fällen der Horizont immer
durch die senkrechte Lage der Pendelschiene 10 dargestellt. Der Aufriß kann jedoch in bezug auf
diese Linie sowohl auf dem vertikalen als auch auf dem horizontalen Brett beliebig aufgespannt werden,
d.h., der zu zeichnende Gegenstand kann unter, in oder über der Horizontebene, die senkrecht zum
Brett ι und 2 steht, liegen. Wenn der Aufriß 1 auf
dem horizontalen Brett aufgespannt ist, so kann nach erfolgter Festlegung der Maßleiste 15 bzw.
nach Fixierung der Horizonthöhe die Höhe eines perspektivisch zu zeichnenden Punktes mittels der
Schiene 13 auf der Maßleiste 16 abgelesen werden. Ist der Grund- und Aufriß auf dem vertikalen
Brett aufgespannt, so können dieselben Höhenquoten beim Aufriß direkt mittels der Schiene 5
auf der Maßeinteilung 7 abgelesen werden.
Es kann beim vorliegenden Apparat im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen dieser Art auf
dem vertikalen Brett die Bildebene b, d. h. die Ebene, in welcher man das Bild abzubilden wünscht,
in beliebigem Abstand vom Beschauer, also vor,
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durch den oder hinter dem Grundriß gewählt werden. Mittels der Schiene 5 werden jetzt mit der
Maßeinteilung 7 alle zu zeichnenden Punkte des Grundrisses auf demselben nacheinander anvisiert
und eingestellt und die Höhenquoten dieser Punkte im Aufriß bestimmt.
Für die Herstellung der perspektivischen Zeichnung III sind folgende Manipulationen notwendig:
1. Manipulation. Bestimmung der Bildebene b und Fixierung derselben. Fixieren der Höhe eines
gewählten Punktes A mit der Reißschiene 13 auf der geometrischen Ansicht I und Ablesen der entsprechenden
Zahl Ha auf der Maßleiste 15 am linken Brettrand oder, falls die Ansicht auf dem vertikalen
Brett aufgespannt ist, Ablesen der Höhe beim Punkte mittels der Schiene 5.
2. Manipulation. Einstellen der Schiene 5 auf diejenige Stelle im Grundriß II, an welcher
sich der gewählte Punkt A befindet.
3. Manipulation. Schwenken der Schiene 10 mittels des Griffknopfes 11, bis die Markierungslinie
12 derselben die bei der ersten Manipulation abgelesene Zahl Ha auf der Schiene 5 erreicht hat.
4. Manipulation. Zurückführen der Schiene S auf die Bildebene b und erneutes Ablesen der Zahl Ha
am Kreuzungspunkt der Pendelmarkierung 12 mit der Bildebene b der· Schiene 5.
5. Manipulation. Einstellen der Reißschiene 13 auf die bei der vierten Manipulation gefundene
Zahl Ha' mit Hilfe der Maßleiste 15 am linken Brettrand.
6. Manipulation. Einstellen der Strichmarkierung 12 des Pendels 10 auf diejenige Stelle im
Grundriß II, auf welcher sich der gewählte Punkt A befindet, und Ablesen derjenigen Zahl, welche auf
der Schiene 5, die sich auf der Höhe der Bildebene befindet, durch die Strichmarkierung 12 des Pendels
10 angepeilt wird.
7. Manipulation. Ablesen der Zahl, welche durch die Manipulation 6 gefunden wurde, auf der Reißschiene
13, Ziehen einer Senkrechten durch diesen Punkt, welche im Schnittpunkt A' mit der Horizontalen
Ha' dem gesuchten Punkt in der perspektivischen Zeichnung entspricht.
In gleicher Weise werden weitere im Grundriß und im Aufriß einander entsprechende Punkte
nacheinander in sieben analogen Manipulationen, wie beschrieben, behandelt und durch Ziehen sinngemäßer
Verbindungslinien zwischen den gefundenen Punkten die perspektivische Figur erstellt.
Die Anordnung der Pendelschiene 10 mit der Schiene 5 auf dem vertikalen Brett löst zwei verschiedene
Aufgaben. Einmal werden die im Grundriß liegenden Punkte auf die Bildebene b übertragen,
und andererseits werden diese Punkte um ihre Höhen über dem Horizont in der Bildebene
auf die vertikale Brettebene umgeklappt. Bei bekannten Einrichtungen ist diese einfache Darstellungsmöglichkeit
eines Punktes in seiner umgeklappten Lage in der Bildebene nicht möglich.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung von Schiene 5 und Pendelschiene 10 auf dem vertikalen
Brett ist es also möglich, einen Punkt einer geometrischen Figur eines Gegenstandes zeichnerisch um
seine Höhe über dem Horizont sowohl in einer durch diesen Punkt gehenden Ebene im Grundriß
als auch in einer beliebig vom Beschauer entfernt gewählten Ebene in eine vertikale, zu diesen Ebenen
Senkrecht stehende Ebene ohne Hilfsmittel umzuklappen. Ist dieser Punkt gegeben, so braucht
man denselben nur noch mittels Projektionelinien auf das horizontale Zeichenblatt zu übertragen.
Claims (3)
1. Apparat zur Herstellung perspektivischer Zeichnungen aus zwei gegebenen geometrischen
Ansichten, bestehend aus einem horizontalen, für die Aufnahme der anzufertigenden perspektivischen
Zeichnung bestimmten und einem vertikalen, mindestens eine in einer zum Standpunkt
des Beschauers gewählten Stellung gegebene geometrische Ansicht des zu zeichnenden
Gegenstandes aufweisenden Reißbrett mit Reißschienen, gekennzeichnet durch eine auf dem
vertikalen Reißbrett parallel geführte, waagerechte und vertikal verschiebbare, zum Markieren
der Bildebene b und zum Ablesen der Lage der zu projizierenden und der projizierten
Punkte auf die Bildebene bestimmte Reißschiene (5) mit Maßeinteilung (7) und durch
eine um den Standpunkt (8) des Beschauers drehbare für die Übertragung der Höhen auf
die Bildebene dienende Pendelschiene (10), ferner durch eine auf dem horizontalen Reißbrett
aufliegende Reißschiene (13) mit Maßeinteilung (14) und eine an einer Seitenkante desselben
angeordnete ausziehbare Leiste (15) mit Maßeinteilung (16).
2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reißschiene (5) und die
Pendelschiene (10) durchsichtig sind und letztere einen mittleren Längsmarkierungsstrich
(12) aufweist.
3. Apparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Standpunkt des Beschauers
ein als Fixpunkt für die Pendelschiene (10) dienender Steckbolzen (8) ist, der oben
in der Mitte an einer in das vertikale Brett versenkbaren Leiste (9) auswechselbar angeordnet
ist, und daß die Pendelschiene (10), welche in ihrer lotrechten Lage mit ihrem Markierungsstrich
(12) in der Horizontebene liegt, auf diesem Steckbolzen (8) mit verstellbarer Länge
pendelartig aufhängbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 109 960;
USA.-Patentschriften Nr. 2 419 078, 2413376; VDI-Nachrichten, Nr. 19 vom 22. 9. 51, S. 2.
Deutsche Patentschrift Nr. 109 960;
USA.-Patentschriften Nr. 2 419 078, 2413376; VDI-Nachrichten, Nr. 19 vom 22. 9. 51, S. 2.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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