DEM0013938MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEM0013938MA DEM0013938MA DEM0013938MA DE M0013938M A DEM0013938M A DE M0013938MA DE M0013938M A DEM0013938M A DE M0013938MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- character
- characters
- relay
- transmission
- circuit arrangement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 42
- 230000011664 signaling Effects 0.000 claims description 10
- 230000005032 impulse control Effects 0.000 claims description 3
- 210000001367 artery Anatomy 0.000 claims 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 7
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 5
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 240000007313 Tilia cordata Species 0.000 description 1
- 230000002457 bidirectional effect Effects 0.000 description 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 239000000284 extract Substances 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Mai 1952 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit abgeriegelten Leitungen, bei denen Schaltkennzeichen
mittels Impulsen in beiden Richtungen übertragen werden.
In den Ortsnetzen sind zur Steuerung der Schaltmittel
im allgemeinen Gleichstrompotentiale gebräuchlich, wenn man von der Nummernwahl absieht. Mit
der Ausdehnung des Wähldienstes auf Fernverbindungen über Leitungen, die durch Übertrager abgeriegelt
sind, mußten jedoch andere Wege beschritten werden. Man ging zur Impulssteuerung über. Hierbei
werden die Schaltkennzeichen als Impulse mittels Wechselstroms oder Tonfrequenz übertragen. Diese
Technik bietet weiterhin den Vorteil, mehr und neue Schaltkennzeichen einzuführen als bei der Gleich-Stromsteuerung
möglich sind. So hat sich bei der Fernwahl z. B. die Einführung des Wahlendezeichens,
der Besetztrückmeldung, des Nachrufs und anderer Zeichen als zweckmäßig erwiesen.
Bei der Impulssteuerung besteht aber eine Schwierigkeit darin, daß oftmals Zeichen gleichzeitig in beiden
Richtungen übertragen werden. Dabei können die in der einen Richtung übertragenen Zeichen mit denen '
der Gegenrichtung zusammenfließen, wodurch entweder die gewünschten Schaltvorgänge verhindert
oder falsche Schaltvorgänge verursacht werden. Es
509 556/61
M 13938 \IUa I'21 a3
ergibt sich also das Problem, heim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen die Übertragung der in der einen
oder in der anderen Richtung laufenden Zeichen sicherzustellen.
Hierzu sind schon verschiedene Lösungen bekanntgeworden,
beispielsweise kann es in Fernsprechanlagen mit doppelt gerichteten Verbindungsleitungen
vorkommen, daß von beiden Enden aus gleichzeitig eine Belegung erfolgt. In bekannten Anordnungen
ίο wird dies dadurch verhindert, daß die Belegung in
einer bestimmten Richtung gegenüber einer gleichzeitigen Belegung aus der entgegengesetzten Richtung
den Vorrang erhält. Zu diesem Zweck sind an den linden der Verbindungsleitungen Schaltmittel vorgesehen,
welche die bevorzugte Belegung der Verbindungslcitung von dem einen Ende aus gegenüber
einer gleichzeitigen Belegung der Verbindungsleitung vom anderen Ende aus durch Aussendung verschieden
gearteter Stromstoßieihen bewirken.
Bei anderen bekannten Anordnungen wird von einer bevorzugten Belegung der Verbindungsleitung in einer
bestimmten Richtung abgesehen. Wird die Verbindungslcitung gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig
in beiden Richtungen belegt, so verhindert man bei solchen Anordnungen eine fälschliche Zähleinleitung
durch den gegenläufigen Belegungsimpuls dadurch, daß sämtliche in Richtung des Verbindungsaufbaues
zu übertragenden Schaltvorgänge (Belegen, Wahl, Auslösen) (lurch Stromstöße ein und derselben Art,
z. B. bestimmte Frequenz (50 Hz), Stromart, Spannung, dagegen der rückwärts zu übertragende Teilnehinermeldeimpuls
als Stromstoß anderer Art, z. B. 100 Hz, andere Stromart oder Spannung, übertragen
werden. Anderseits liegen bei solchen Anordnungen
während einer Verbindung in der abgehenden Übertragung nur Schaltmittel an der Leitung, welche zwar
die Aufnahme des Teilnehmerineldeiinpulses, nicht aber der infolge einer gleichzeitigen Belegung der
Leitung in der Gegenrichtung (vom ankommenden zum allgehenden Leitungsende) übertragenen Stromstöße
zulassen.
Wieder andere Schaltungsanordnungen übertragen die Schalt kennzeichen von der Übertragung am einen
Leitungsende durch induktiv erzeugte Gleichstromstoße und von der Übertragung am anderen Leitungsende
durch Wechselstromstöße. Für den Fall des zeitlichen Zusammentreffens eines induktiven Auslöseimpulses
mit einem aus der Gegenrichtung ankommenden Zeichen, insbesondere dem Teilnehmermeldeimpuls,
sind hier in der abgehenden übertragung Schaltmittel vorgesehen, durch welche sich zunächst
st (ils der durch den Wechselstrom rückwärts übertragene
Teilnehmermeldeimpuls gegen einen in Richtung des Verbindungsaufbaues übertragenen induktiven
Auslöseimpuls durchsetzt.
Es wird jedoch nach Beendigung des Wechselstromrückimpulses in der Induktivübertragung die Aussendung
weiterer induktiver Auslöseimpulse sichergestellt. In Weiterbildungen wird dieser grundsätzliche
Gedanke derart ausgedehnt und ausgebaut, daß außer dem Teilnehmermeldeimpuls auch der ebenfalls durch
Wechselstrom übertragene Belegungsimpuls und der Schlußzeiclieniinpuls des rufenden oder angerufenen
Teilnehmers sich gegenüber einem gleichzeitig in der Gegenrichtung übertragenen induktiven Belegungs-
bzw. Freigabeimpuls durchsetzen.
Die Verwendung von Wechselstromstößen einer einzigen Frequenz, aber von unterschiedlicher Dauer
für alle während einer Verbindung in beiden Richtungen zu übertragenden Signale ist aus anderen Anordnungen
bekannt. Hierbei werden durch einen oder mehrere vor der Signalgabe in der einen Richtung ausgesandte
Stromstöße (Vorimpulse) Schalteinrichtungen am anderen Ende der Verbindungsleitung beeinflußt,
welche eine Signalgabe in der Gegenrichtung verhindern. Die Signalgabe in der einen Richtung (z. B. die rückwärts
gerichteten Stromstöße zur Freimeldung und Aushängesignalisierimg des Angerufenen) wird durch
eine Signalgabe in der anderen Richtung (z. B. Rufen in der Vorwärtsrichtung) vorübergehend unterbrochen
und selbsttätig wiederaufgenommen, sobald die Signalgabe in der anderen Richtung aussetzt. Durch
Aussenden des Auslösesignals wird eine Signalgabe in der Gegenrichtung jedoch endgültig unterbrochen.
Bei diesen Anordnungen setzt sich stets die vom abgehenden Ende ausgehende Signalgabe gegen die
in entgegengesetzter Richtung laufenden Signale durch, d. h., es genießen hier immer die vorwärts
gerichteten Zeichen ein Vorrecht.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Fehlschaltungen durch gegenläufige Impulse dadurch zu
vermeiden, daß die Impulse einer Richtung, z. B. der Rückwärtsrichtung, länger gewählt werden als die
Impulse der anderen Richtung. Das Empfangsrelais für die längeren Impulse muß hierbei durch besondere
Vorkehrungen so geschaltet sein, daß es in den Pausen der kürzeren Impulse auf alle Fälle empfangsbereit ist.
Da auch das Eintreffen der kürzeren Impulse hinhaltend angezeigt wird, ist auf diese Weise das Zusammentreffen
gegenläufiger Impulse feststellbar. Treffen nun in dieser Anordnung Vorwärts- und
Rückwärtsimpulse aufeinander, so wird unmittelbar oder mittelbar die Auslösung eingeleitet. Es ist die
Möglichkeit vorgesehen, die Abwurf schaltung bei der
Durchgabe bestimmter Schaltkennzeichen (z. B. beim Nachrufen) dadurch nicht zu betätigen, daß das
Impulsverhältnis umgedreht und durch Schaltmaßnahmen das Empfangsrelais der jetzt nicht
be\'orrechtigten Richtung am Ansprechen gehindert wird. In diesem Zusammenhang wurde auch schon
vorgeschlagen, bei Ansteuerung von bestimmter Seite (z. B. vom Fernamt) den durch die Abwurfschaltung
eingeleiteten Schaltvorgang nicht wirksam werden zu lassen, so daß der alte Zustand bestellenbleibt und
die Wiederholung des gewünschten Vorganges erlaubt.
Im Betrieb hat sich nun herausgestellt, daß es unpraktisch ist, beim Verkehr zwischen zwei Stellen
A und B immer der einen Richtung (z. B. von A nach B) den Vorzug zu geben. Aus diesem Grunde sind solche
Systeme, bei denen, wie oben angeführt, von der einen Seite stets induktiv erzeugte Stromstöße und von der
anderen Seite Wechselstromstöße auf die Verbindungsleitung gegeben werden, in vielen Fällen ungeeignet.
Andere der obengenannten Anordnungen erfordern einen großen Aufwand an Schaltmitteln, da sie mit
mehreren Frequenzen oder verschiedenen Stromarten
556/61
M 13938 VIII a/21 az
arbeiten. Der Vorschlag, daß beim Zusammentreffen gegenläufiger Impulse, die Auslösung erfolgen soll,
ist ebenfalls nicht geeignet, das Problem zufriedenstellend zu lösen. Auch die Lösung, bei der sich, ohne
dabei einer bestimmten Richtung den Vorzug zu geben, stets die Vorwärtsimpulse durchsetzen, kann nicht
alle Forderungen erfüllen. Bei allen bekannten Anordnungen ist es nicht möglich, beim Zusammentreffen
gegenläufiger Zeichen je nach Erfordernis entweder
ίο die vorwärts oder die rückwärts gerichteten Zeichen
sicherzustellen. So ist es z. B. wünschenswert, vorwärts gerichtete Wählimpulse zu unterdrücken,
wenn in rückwärtiger Richtung das Wahlendzeichen durchgegeben wird. Andererseits soll aber auch
beispielsweise der Nachruf nach vorwärts durchgreifen und sich gegen ein Rückwärtszeichen durchsetzen.
Für Fernsprechanlagen mit Impulssteuerung über abgeriegelte Leitungen wird daher für den Fall des
Zusammentreffens gegenläufiger Zeichen, aufbauend auf dem Prinzip, die in der einen Richtung laufenden
Zeichen zugunsten der entgegenlaufenden Zeichen zu unterdrücken, erfindungsgemäß vorgeschlagen, zur
Sicherstellung der Übertragung bestimmter Schaltkennzeichen in einer Verbindungseinrichtung in
Abhängigkeit vom jeweiligen Schaltzustand dieser Verbindungseinrichtung entweder die vorwärts oder
die rückwärts gerichtet en Zeich en in den Wechselstromübertragungen
zu unterdrücken.
Es ist somit der jeweilige Schaltzustand der Verbindungseinrichtung
dafür maßgebend, ob die vorwärts oder rückwärts gerichteten Zeichen in den Wechselstromübertragungen
unterdrückt werden. Hierbei wird das erstmalige Auftreten des Schlußzeichens als
Kriterium genommen. Zu diesem Zweck wird für das Schlußzeichen vorgeschlagen: langer Impuls, kurze
Pause. Bei Auftreten gegenläufiger Zeichen werden vor der Durchgabe des Schlußzeichens die rückwärts
gerichteten und nach der erstmaligen Durchgabe des Schlußzeichens die vorwärts gerichteten Zeichen sichergestellt.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel auszugsweise eine abgehende und ankommende Wechselstromübertragung
und soll zum besseren Verständnis der Zusammenhänge dienen, wenn nachstehend die
Wirkungsweise der Erfindung beschrieben wird.
In der ankommenden Wechselstromübertragung Uek kontrolliert das Ruhestromrelais R mit seiner hochohmigen
I. Wicklung die abgehende c-Ader; die Kontakten und r2 sind somit im Ruhstand stets
angezogen und schleifen das Impulsempfangsrelais /1 in die Sprechadern ajb ein. Zuni Belegen der ankommenden
Übertragung wird in bekannter Weise Relais Jx durch einen Impuls erregt und dadurch über
+ , 62, -^-, R(II)Ji1Ai,
zunächst das Relais A1 und dann über
+, Ci, ai2, Wii, —
+, Ci, ai2, Wii, —
das Belegungsrelais C1 gebracht, das sich über seinen
. : Kontakten weiter hält. Der Kontakt c 16 legt Erde
an die abgehende c-Ader und belegt dadurch wie üblich:
die abgehende Wechselstromübertragung Ueg. Wenn am Ende des Belegungsimpulses das A i-Relais wieder
abfällt, wird das Relais G eingeschaltet
+, ci2, «13, G, —
und hält sich über Kontakt gi weiter.
Außerdem schließt der Kontakt c 14 den Stromkreis für das Relais Ki
+ , C14, ez, vis, Ki, —
das sich mit kii' einen Haltestromkreis schafft.
Das Relais R bleibt inzwischen über seine II. Wicklung gehalten, nachdem die I.Wicklung durch ci6 abgetrennt
wurde:
+ , 62, 03, i?(II), ii, C15, Wiz,—.
Bei einer Impulsgabe werden die auf den α/δ-Adern
ankommenden Wechselstrominipulse vom Relais /1 aufgenommen und vom Relais A1 über die Kontakte
an und g2 als Gleichstromimpulse auf der α-Ader zur abgehenden Wechselstromübertragung weitergegeben.
Dabei wird mit Beginn der Impulsreihe das Verzögerungsrelais Vi erregt, welches sich über die
Dauer der Impulsreihe weiter hält:
+ , C13, «14, Vi, —.
Dadurch wird die I. Wicklung von Relais B über die Dauer einer ausgesandten Impulsreihe an die
abgehende δ-Ader von Uek angeschaltet und ist für Rückwärtsimpulse, die etwa in dieser Zeit über die
δ-Ader einlaufen, empfangsbereit.
In der abgehenden Wechselstromübertragung Ueg ist beim Belegen das Belegungsrelais C 2 gebracht
worden, das hier nicht besonders dargestellt ist. Durch die Belegung werden dort nacheinander die
Relais D und / in folgenden beiden Stromkreisen erregt und gehalten:
+ , C2I, Ä2, 12, D, — und
+ , C22, d2, I, —.
Das Relais L hat durch parallelgeschalteten Kondensator und Widerstand eine so große Abfallverzögerung,
daß es kurze Unterbrechungen seinesHaltestromkreises, wie sie beim Eintreffen von kurzen Rückwärtsimpulsen
(z. B. Wahlendezeichen, Teilriehmermeldeimpuls) vorkommen, überstehen kann und erst darm
abfällt, wenn ein langes Zeichen (Schlußzeichen) aufgenommen wird.
Vorwärts gerichtete Impulse, z. B. die Wählimpulse, werden als Gleichstromstöße auf folgendem Wege
übertragen:
+, an, g2 in Uek, α-Ader nach Ueg, k2i, A2, ■
A4,
Dann gibt Relais A2 mit seinen Kontakten «21
und «22 die Zeichen als Wechselstromimpulse auf die
weiterführenden Sprechadern, d. h. auf die Fernleitung.
Von der Fernleitung kommende Rückwärtsimpulse, z. B. Wahlende- oder Teilnehmermeldung, werden
im Normalfalle, d. h. wenn nicht gleichzeitig Vorwärtsimpulse gesendet werden, in der Übertragung Ueg
vom Wechselstromempfangsrelais J 2 aufgenommen
509556/61;
M 13938 VIIIa I'21 a3
und mit i'z auf das Relais H gegeben. Die Weitergabe
erfolgt im Stromkreis
-|-, · " , Λ 5 in Ueg, δ-Ader nach Uek, ν 14, E,
A' 13, « it, g2, «-Ader zurück nach Ueg,
Ka(I), JFiS, 'I4, /14, JFi'4, —.
Ka(I), JFiS, 'I4, /14, JFi'4, —.
Hier spricht nur das hochohmige Relais E an, denn
ίο Relais K2 erhält wegen des hohen Widerstandes von
Relais Ii Fehlstrom. Da in Uek das Relais Ki dieselbe große Abfallverzögerung hat wie Relais D
in Ueg, kann der Kontakt c2 mit einer kurzzeitigen
Unterbrechung K1 nicht abwerfen. Dagegen wird der
Stromkreis für Wicklung II des Relais Λ durch Kontakt
(p3 kurz unterbrochen und Λ' fällt ab. F"ür die
Dauer der Unterbrecliungszeit wird über die Kontakte
Yi und Y2 ein Wechselstromimpuls nach rückwärts
auf die angeschlossene Leitung gegeben.
JCs sei nun als Beispiel angenommen, daß nach beendeter Nummernwahl das Wahlendezeichen nach
rückwärts läuft, daß aber der anrufende Teilnehmer irrtümlich eine weitere Ziffer nachwählt. Wie oben
beschrieben, ist bei einer Vorwärtsimpulsserie, hier also bei der nachträglich gewählten Ziffer, in Uek das
Verzögerungsrelais Ki erregt und das ß-Relais
empfangsbereit. In der Übertragung Ueg senden die
«21- und «22-Kontakte die Wechselstromstöße aus. Da das gleichzeitig aus der Gegenrichtung einlaufende
Wahlendezeichen aus einem rund doppelt so langen InI])IiIs besteht wie die Wahlimpulse, kann in einer
Pause zwischen zwei auszusendenden Stromstößen das Empfaiigsrelais /2 sicher ansprechen, welches
dann auch sofort das Relais // bringt. Der Kontakt Λ4
nimmt die einlaufenden Wahlimpulse von Impulsrelais A 2 weg und leitet sie über K2(I). Die nach
vorwärts ausgesandte Stromstoßreihe (Wahlimpulse) wird durch das Abschalten von A 2 sofort unterbrochen
und dafür das Relais Vz erregt, welches sich eine Abfallverzögerung schafft durch Kurzschließen seiner
II. Wicklung durch den Kontakt ν22.
Andererseits wird das Wahlendezeichen nach rückwärts weitergeleitet:
-)-, i/5, /15 in Ueg, ft-Ader nach Uek, V14, Ä12,
45
Relais Ii hält sich weiter im Stromkreis
I-, Ii(W), hi, J-Fi3, C15, J-Fi2, —.
I-, Ii(W), hi, J-Fi3, C15, J-Fi2, —.
In der Übertragung Uek wird indessen von /1 der
Rest der einlaufenden Impulsreihe aufgenommen und von /Ii wiederholt, um jedoch in Ueg durch K2
wohl aufgenommen, aber nicht ausgesendet zu werden, wie bereits erwähnt wurde. Am Schluß der Vorwärtsreihe
fällt in Uek das Verzögerungsrelais Ki ab und schließt Wicklung H(W) kurz. Über die Abfallzeit
' von Ii ist durch Λ 2 der Stromkreis für Relais A' kurz
unterbrochen, und in dieser Zeit geben die abgefallenen Kontakten und t2 einen Wechselstromimpuls nach
rückwärts weiter. Es wird somit in diesem Falle das Vorwärts/.eichen unterbrochen und das Rückwärt szeichen
sichergestellt. Das Relais // in der abgehenden Übertragung Ueg hält sich über die Kontakte 1123
und Äi so lange, bis das Vorwärtszeichen beendet ist,
d. h., bis Relais K2 nach Schluß des Vorwärtszeichens abfällt. Beide Übertragungen, sowohl Uek als auch
Ueg sind danach wieder im alten Schaltzustand.
Als nächstes sei die Durchgabe des Schlußzeichens nach rückwärts beschrieben. In der Übertragung Ueg
werden beim Eintreffen des Schlußzeichens die Relais /2 und H genau so erregt, wie es oben für das
Wahlendezeichen schon gezeigt wurde. Weil das Schlußzeichen aber ein wesentlich längerer Impuls ist
(hier vorgeschlagen 450 ms), übersteht das D-Relais die lange Öffnungszeit von Kontakt h2 nicht, sondern
kommt zum Abfallen. Auf dem Wege
+ , V21, A5 in Ueg, δ-Ader nach Uek, υ 14, E,
an, g2, α-Ader zurück nach Ueg, K2(I), Wi ζ, K2 (nach Öffnen von i/4), A4, Wi4, — '
an, g2, α-Ader zurück nach Ueg, K2(I), Wi ζ, K2 (nach Öffnen von i/4), A4, Wi4, — '
spricht wiederum nur das hochohmige Relais E an und trennt die Stromkreise für Relais K1 bzw.
Relais R(II) mit seinen Kontakten e2 und £3 auf.
Der Kontakt ei hält den Erregerstromkreis für E geschlossen, welches demnach gerade so lange erregt
wird als H steht, d. h. solange der Schlußzeichenimpuls andauert. Durch die lange Unterbrechungszeit
von e2 fällt nun auch Relais Ki ab, während über die
abgefallenen Kontakte π und r2 ein Wechselstromstoß
nach rückwärts weitergegeben wird. Die Länge dieses Stromstoßes wird durch die Abfallzeit von Ki
bestimmt, da mit dem abgefallenen Kontakt k 14 das Relais R (II) wieder erregt wird. Auf diese Weise wird
wieder ein lang dauernder Wechselstromstoß nach rückwärts weitergegeben. Nach Durchgabe des Schlußzeichens
bleibt in Ueg das Relais D abgefallen und kann, solange I noch erregt ist, auch nicht wieder
ansprechen. Die Übertragung Uek geht wieder in den alten Schaltzustand zurück, so daß noch eventuell
nachfolgende Vorwärtszeichen ungehindert übertragen werden können.
Am Schluß sei noch der Fall behandelt, daß nach der erstmaligen Durchgabe des Schlußzeichens ein vorwärts
gerichtetes Zeichen, z. B. Nachruf, mit einer Wiederholung des in der Gegenrichtung laufenden
Schlußzeichens zusammentrifft. Die Vorwärtsimpulsreihe wurde in Uek durch Kontakt an, wie schon
oben dargelegt, auf die α-Ader gegeben. Dabei ist auch wieder Relais B(I) über 1114 empfangsbereit
angeschaltet. Trifft nun in Ueg aus der Gegenrichtung eine Wiederholung des Schlußzeichens ein, so wird
auch in diesem Fall durch Relais H die Vorwärtsimpulsreihe von A 2 abgeschaltet und über V2(1),
Wi5 und K2 geleitet. Es sprechen jetzt beide Relais K2
und K2, an. Da Relais D abgefallen ist, kann das
Rückwärtszeichen nicht auf die δ-Ader kommen und das ß-Relais in der Übertragung Uek beeinflussen.
Das Rückwärtszeichen wird somit vollkommen unterdrückt. Über die ganze Vorwärtsimpulsrcihe bleibt
in Ueg das Relais K 2 stehen und auch // bleibt solange
über die Kontakte h 1 und ν 23 gehalten, wenn auch eventuell am Ende des Schlußzeichens der Kontakt 12 abgefallen
ist.
Auch das Relais K 2 hat Abfallverzögerung und bleibt bis zum Schluß der Vorwärtsimpulsreihe stehen.
556/61
M 13938 VIIIal21 a3
Nach dem Abfall von H wird über die Abfallzeit von Ko. das Relais A 2 kurz erregt:
+ , £22, A3, d%, A2, A4, Wi'4, —.
Hierdurch wird ein einzelner Vorwärtsimpuls weitergegeben und somit der Nachruf sichergestellt.
Mit Hilfe der beschriebenen Anordnung werden also in Abhängigkeit vom jeweiligen Schaltzustand
der Verbindungseinrichtung, d. h. vor der Durchgabe
ίο des Schlußzeichens bzw. nach der Durchgabe des
Schlußzeichens, beim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen entweder die Vorwärtszeichen ganz unterbrochen
und die Übertragung von Rückwärtszeichen sichergestellt, oder die Durchgabe des Rückwärtszeichens
wird unterbunden und die Impulsreihe des Vorwärtszeichens zwar abgebrochen, aber ein einzelner
Impuls nach vorne nachgereicht. Die Erfindung schließt die Möglichkeit ein, als Nachruf den vorgesehenen
einzigen Impuls auszusenden; denn da sich der Nachruf stets durchsetzt, braucht man nicht eine
ganze Impulsreihe, z. B. eine »o«, zu senden, um die Aussicht zu haben, daß wenigstens ein Impuls aus der
Reihe richtig ankommt.
Selbst wenn mehrere durch Fernleitungen miteinander verbundene Wechselstromübertragungen
hintereinandergeschaltet sind, arbeitet die beschriebene Schaltungsanordnung noch einwandfrei. Das sicherzustellende
Zeichen wird entweder glatt durchgegeben oder es erleidet schlimmstenfalls in jeder
Wechselstromübertragung, in der es mit einem gegenläufigen Zeichen zusammentrifft, eine Verzögerung,
bis das jeweilige ihm entgegenlaufende Zeichen aufgefangen und unterdrückt ist. In diesem Fall wird
das Zeichen zwar stafettenartig, aber einwandfrei ans Ziel kommen.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Impulssteuerung über abgeriegelte Leitungen,
bei denen beim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen die Zeichengabe in der einen Richtung
unterbrochen wird, dadurch .gekennzeichnet, daß zur Sicherstellung der Übertragung bestimmter
Schaltkennzeichen in einer Verbindungseinrichtung in Abhängigkeit vom jeweiligen Schaltzustand
dieser Verbindungseinrichtung (vor bzw. nach der Durchgabe des Schlußzeichens) entweder die vorwärts
oder die rückwärts gerichteten Zeichen in den Wechselstromübertragungen unterdrückt
werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das erstmalige Eintreffen des Schlußzeichens (vorgeschlagen: langer
Impuls, kurze Pause) ein Kriterium dafür ergibt, ob bei gleichzeitigem Auftreten gegenläufiger
Zeichen (Impulsreihen) die vorwärts oder die rückwärts gerichteten Zeichen unterdrückt werden.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegenläufigen
Zeichen (Impulsreihen) vor der Durchgabe des Schlußzeichens die Rückwärtszeichen (z. B. Wahlendezeichen,
Belegungsrückimpuls u. a.) sichergestellt werden.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegenläufigen
Zeichen (Impulsreihen) nach der Durchgabe des Schlußzeichens die Vorwärtszeichen (z. B. Nachruf)
sichergestellt werden.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der abgehenden
Wechselstromübertragung (Ueg) beim Eintreffen von Rückwärtszeichen (z. B. Wahlendezeichen)
ein Relais (H) die über die eine Sprechader (α-Ader) kommenden Vorwärtszeichen (z. B. Wählimpulse)
unwirksam macht und über die andere nicht zur Impulsgabe verwendete Sprechader (δ-Ader) das
Rückwärtszeichen weitergibt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß während der Durchgäbe
von Vorwärtszeichen (z. B. Wählimpulsen) in der ankommenden Wechselstromübertragung
(Uek) ein Empfangsrelais (B) an der nicht zur Impulsgabe verwendeten Sprechader (δ-Ader) für
Rückwärtszeichen (z. B. Wahlendezeichen) empfangsbereit angeschaltet ist und bei seiner Erregung
die Aussendung eines Rückwärtszeichens auf die angeschlossene ankommende Leitung nach Schluß
des Vorwärtszeichens bewirkt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der abgehenden
Wechselstromübertragung (Ueg) ein nur vom Schlußzeichen abgeworfenes Relais (D) beim Zusammentreffen
gegenläufiger Zeichen (Impulse) das rückwärts gerichtete Zeichen unterdrückt und
ein Verzögerungsrelais (K 2) zur Sicherstellung des Durchgriffs nach vorn in den zur vorwärts
gerichteten Zeichengabe dienenden Stromkreis einschleift.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das vorwärts gerichtete
eigentliche Zeichen (z. B. Nachruf) in der abgehenden Wechselstromübertragung (Ueg) zwar
ebenfalls aufgefangen, daß jedoch am Ende des Vorwärtszeichens (Nachruf) durch das Verzögerungsrelais
(K 2) ein einzelner Vorwärtsimpuls auf die abgehende Leitung gegeben wird.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 741283, 817 311.
Deutsche Patentschriften Nr. 741283, 817 311.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE905143C (de) | Nachrichtenuebermittlungsanlage mit einem der Sprachuebertragung und der Telegraphiedienenden UEbertragungskanal | |
| DE856624C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere fuer Fernsprechanlagen | |
| DE940232C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Impulssteuerung | |
| DEM0013938MA (de) | ||
| DE1176190B (de) | Digitales Nachrichtenuebertragungssystem, insbesondere fuer Pulskodemodulations-Fernsprechsignaluebertragung | |
| DE1081496B (de) | Verfahren und Einrichtung zum UEbertragen von Telegraphierzeichen | |
| DE595236C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen zur Stoerungsanzeige von unbewachten Untervermittlungsstellen | |
| DE876712C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, bei welchen die Verbindungen ueber Verbindungsleitungen, insbesondere zweiadrige mit Wechselstrom betriebene Verbindungsleitungen, verlaufen | |
| DE587770C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen fuer zweiadrige Verbindungsleitungen | |
| DE969459C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit aus abgeriegelten Leitungsabschnitten aufgebauten Verbindungsleitungen und Impulssteuerung | |
| AT152435B (de) | Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. | |
| DE593133C (de) | Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit Doppelstrombetrieb und wechselseitigem Verkehr | |
| DE909108C (de) | Schaltungsanordnung zur Zaehlung von Verbiundungen in Fernmeldeanlagen, insbesondereFernsprechanlagen | |
| DE856629C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Stromstosserneuerern | |
| DE603954C (de) | Telegraphenanlage, insbesondere Fernschreibvermittlungsanlage mit Waehlerbetrieb | |
| DE957489C (de) | Schaltungsanordnung zur Sperrung von Weicheneingaengen bei gestoerten Weichenausgaengen in Fernsprechanlagen | |
| DE658583C (de) | Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Stromstoessen | |
| DE629089C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit doppelt gerichteten Verbindungsleitungen | |
| DE936098C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Impulssteuerung | |
| DE956858C (de) | Schaltungsanordnung fuer Leitungswaehler in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen | |
| DE580935C (de) | Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen mit mehrstufigem Waehlerbetrieb | |
| DE918333C (de) | Schaltungsanordnung zur Richtung ungerichteter, induktiv gekoppelter Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fersprechanlage, mit Waehlerbetrieb | |
| AT223240B (de) | Mehrkanal-Nachrichtenübertragungssystem mit von Hoch- und Tiefpegelströmen beeinflußter, systemeigener Wahleinrichtung | |
| DE1018926B (de) | Schaltungsanordnung zur UEbertragung von Signalen ueber Verbindungsleitungen in Fernsprechanlagen | |
| DE720020C (de) | Schaltungsanordnung zur Verhinderung faelschlicher Zaehleinleitung bei doppeltgerichteten Verbindungsleitungen fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |