DEM0013938MA - - Google Patents

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DEM0013938MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Mai 1952 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit abgeriegelten Leitungen, bei denen Schaltkennzeichen mittels Impulsen in beiden Richtungen übertragen werden.
In den Ortsnetzen sind zur Steuerung der Schaltmittel im allgemeinen Gleichstrompotentiale gebräuchlich, wenn man von der Nummernwahl absieht. Mit der Ausdehnung des Wähldienstes auf Fernverbindungen über Leitungen, die durch Übertrager abgeriegelt sind, mußten jedoch andere Wege beschritten werden. Man ging zur Impulssteuerung über. Hierbei werden die Schaltkennzeichen als Impulse mittels Wechselstroms oder Tonfrequenz übertragen. Diese Technik bietet weiterhin den Vorteil, mehr und neue Schaltkennzeichen einzuführen als bei der Gleich-Stromsteuerung möglich sind. So hat sich bei der Fernwahl z. B. die Einführung des Wahlendezeichens, der Besetztrückmeldung, des Nachrufs und anderer Zeichen als zweckmäßig erwiesen.
Bei der Impulssteuerung besteht aber eine Schwierigkeit darin, daß oftmals Zeichen gleichzeitig in beiden Richtungen übertragen werden. Dabei können die in der einen Richtung übertragenen Zeichen mit denen ' der Gegenrichtung zusammenfließen, wodurch entweder die gewünschten Schaltvorgänge verhindert oder falsche Schaltvorgänge verursacht werden. Es
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ergibt sich also das Problem, heim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen die Übertragung der in der einen oder in der anderen Richtung laufenden Zeichen sicherzustellen.
Hierzu sind schon verschiedene Lösungen bekanntgeworden, beispielsweise kann es in Fernsprechanlagen mit doppelt gerichteten Verbindungsleitungen vorkommen, daß von beiden Enden aus gleichzeitig eine Belegung erfolgt. In bekannten Anordnungen
ίο wird dies dadurch verhindert, daß die Belegung in einer bestimmten Richtung gegenüber einer gleichzeitigen Belegung aus der entgegengesetzten Richtung den Vorrang erhält. Zu diesem Zweck sind an den linden der Verbindungsleitungen Schaltmittel vorgesehen, welche die bevorzugte Belegung der Verbindungslcitung von dem einen Ende aus gegenüber einer gleichzeitigen Belegung der Verbindungsleitung vom anderen Ende aus durch Aussendung verschieden gearteter Stromstoßieihen bewirken.
Bei anderen bekannten Anordnungen wird von einer bevorzugten Belegung der Verbindungsleitung in einer bestimmten Richtung abgesehen. Wird die Verbindungslcitung gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig in beiden Richtungen belegt, so verhindert man bei solchen Anordnungen eine fälschliche Zähleinleitung durch den gegenläufigen Belegungsimpuls dadurch, daß sämtliche in Richtung des Verbindungsaufbaues zu übertragenden Schaltvorgänge (Belegen, Wahl, Auslösen) (lurch Stromstöße ein und derselben Art,
z. B. bestimmte Frequenz (50 Hz), Stromart, Spannung, dagegen der rückwärts zu übertragende Teilnehinermeldeimpuls als Stromstoß anderer Art, z. B. 100 Hz, andere Stromart oder Spannung, übertragen werden. Anderseits liegen bei solchen Anordnungen
während einer Verbindung in der abgehenden Übertragung nur Schaltmittel an der Leitung, welche zwar die Aufnahme des Teilnehmerineldeiinpulses, nicht aber der infolge einer gleichzeitigen Belegung der Leitung in der Gegenrichtung (vom ankommenden zum allgehenden Leitungsende) übertragenen Stromstöße zulassen.
Wieder andere Schaltungsanordnungen übertragen die Schalt kennzeichen von der Übertragung am einen Leitungsende durch induktiv erzeugte Gleichstromstoße und von der Übertragung am anderen Leitungsende durch Wechselstromstöße. Für den Fall des zeitlichen Zusammentreffens eines induktiven Auslöseimpulses mit einem aus der Gegenrichtung ankommenden Zeichen, insbesondere dem Teilnehmermeldeimpuls, sind hier in der abgehenden übertragung Schaltmittel vorgesehen, durch welche sich zunächst st (ils der durch den Wechselstrom rückwärts übertragene Teilnehmermeldeimpuls gegen einen in Richtung des Verbindungsaufbaues übertragenen induktiven Auslöseimpuls durchsetzt.
Es wird jedoch nach Beendigung des Wechselstromrückimpulses in der Induktivübertragung die Aussendung weiterer induktiver Auslöseimpulse sichergestellt. In Weiterbildungen wird dieser grundsätzliche Gedanke derart ausgedehnt und ausgebaut, daß außer dem Teilnehmermeldeimpuls auch der ebenfalls durch Wechselstrom übertragene Belegungsimpuls und der Schlußzeiclieniinpuls des rufenden oder angerufenen Teilnehmers sich gegenüber einem gleichzeitig in der Gegenrichtung übertragenen induktiven Belegungs- bzw. Freigabeimpuls durchsetzen.
Die Verwendung von Wechselstromstößen einer einzigen Frequenz, aber von unterschiedlicher Dauer für alle während einer Verbindung in beiden Richtungen zu übertragenden Signale ist aus anderen Anordnungen bekannt. Hierbei werden durch einen oder mehrere vor der Signalgabe in der einen Richtung ausgesandte Stromstöße (Vorimpulse) Schalteinrichtungen am anderen Ende der Verbindungsleitung beeinflußt, welche eine Signalgabe in der Gegenrichtung verhindern. Die Signalgabe in der einen Richtung (z. B. die rückwärts gerichteten Stromstöße zur Freimeldung und Aushängesignalisierimg des Angerufenen) wird durch eine Signalgabe in der anderen Richtung (z. B. Rufen in der Vorwärtsrichtung) vorübergehend unterbrochen und selbsttätig wiederaufgenommen, sobald die Signalgabe in der anderen Richtung aussetzt. Durch Aussenden des Auslösesignals wird eine Signalgabe in der Gegenrichtung jedoch endgültig unterbrochen. Bei diesen Anordnungen setzt sich stets die vom abgehenden Ende ausgehende Signalgabe gegen die in entgegengesetzter Richtung laufenden Signale durch, d. h., es genießen hier immer die vorwärts gerichteten Zeichen ein Vorrecht.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Fehlschaltungen durch gegenläufige Impulse dadurch zu vermeiden, daß die Impulse einer Richtung, z. B. der Rückwärtsrichtung, länger gewählt werden als die Impulse der anderen Richtung. Das Empfangsrelais für die längeren Impulse muß hierbei durch besondere Vorkehrungen so geschaltet sein, daß es in den Pausen der kürzeren Impulse auf alle Fälle empfangsbereit ist. Da auch das Eintreffen der kürzeren Impulse hinhaltend angezeigt wird, ist auf diese Weise das Zusammentreffen gegenläufiger Impulse feststellbar. Treffen nun in dieser Anordnung Vorwärts- und Rückwärtsimpulse aufeinander, so wird unmittelbar oder mittelbar die Auslösung eingeleitet. Es ist die Möglichkeit vorgesehen, die Abwurf schaltung bei der Durchgabe bestimmter Schaltkennzeichen (z. B. beim Nachrufen) dadurch nicht zu betätigen, daß das Impulsverhältnis umgedreht und durch Schaltmaßnahmen das Empfangsrelais der jetzt nicht be\'orrechtigten Richtung am Ansprechen gehindert wird. In diesem Zusammenhang wurde auch schon vorgeschlagen, bei Ansteuerung von bestimmter Seite (z. B. vom Fernamt) den durch die Abwurfschaltung eingeleiteten Schaltvorgang nicht wirksam werden zu lassen, so daß der alte Zustand bestellenbleibt und die Wiederholung des gewünschten Vorganges erlaubt.
Im Betrieb hat sich nun herausgestellt, daß es unpraktisch ist, beim Verkehr zwischen zwei Stellen A und B immer der einen Richtung (z. B. von A nach B) den Vorzug zu geben. Aus diesem Grunde sind solche Systeme, bei denen, wie oben angeführt, von der einen Seite stets induktiv erzeugte Stromstöße und von der anderen Seite Wechselstromstöße auf die Verbindungsleitung gegeben werden, in vielen Fällen ungeeignet. Andere der obengenannten Anordnungen erfordern einen großen Aufwand an Schaltmitteln, da sie mit mehreren Frequenzen oder verschiedenen Stromarten
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arbeiten. Der Vorschlag, daß beim Zusammentreffen gegenläufiger Impulse, die Auslösung erfolgen soll, ist ebenfalls nicht geeignet, das Problem zufriedenstellend zu lösen. Auch die Lösung, bei der sich, ohne dabei einer bestimmten Richtung den Vorzug zu geben, stets die Vorwärtsimpulse durchsetzen, kann nicht alle Forderungen erfüllen. Bei allen bekannten Anordnungen ist es nicht möglich, beim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen je nach Erfordernis entweder
ίο die vorwärts oder die rückwärts gerichteten Zeichen sicherzustellen. So ist es z. B. wünschenswert, vorwärts gerichtete Wählimpulse zu unterdrücken, wenn in rückwärtiger Richtung das Wahlendzeichen durchgegeben wird. Andererseits soll aber auch beispielsweise der Nachruf nach vorwärts durchgreifen und sich gegen ein Rückwärtszeichen durchsetzen. Für Fernsprechanlagen mit Impulssteuerung über abgeriegelte Leitungen wird daher für den Fall des Zusammentreffens gegenläufiger Zeichen, aufbauend auf dem Prinzip, die in der einen Richtung laufenden Zeichen zugunsten der entgegenlaufenden Zeichen zu unterdrücken, erfindungsgemäß vorgeschlagen, zur Sicherstellung der Übertragung bestimmter Schaltkennzeichen in einer Verbindungseinrichtung in Abhängigkeit vom jeweiligen Schaltzustand dieser Verbindungseinrichtung entweder die vorwärts oder die rückwärts gerichtet en Zeich en in den Wechselstromübertragungen zu unterdrücken.
Es ist somit der jeweilige Schaltzustand der Verbindungseinrichtung dafür maßgebend, ob die vorwärts oder rückwärts gerichteten Zeichen in den Wechselstromübertragungen unterdrückt werden. Hierbei wird das erstmalige Auftreten des Schlußzeichens als Kriterium genommen. Zu diesem Zweck wird für das Schlußzeichen vorgeschlagen: langer Impuls, kurze Pause. Bei Auftreten gegenläufiger Zeichen werden vor der Durchgabe des Schlußzeichens die rückwärts gerichteten und nach der erstmaligen Durchgabe des Schlußzeichens die vorwärts gerichteten Zeichen sichergestellt.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel auszugsweise eine abgehende und ankommende Wechselstromübertragung und soll zum besseren Verständnis der Zusammenhänge dienen, wenn nachstehend die Wirkungsweise der Erfindung beschrieben wird.
In der ankommenden Wechselstromübertragung Uek kontrolliert das Ruhestromrelais R mit seiner hochohmigen I. Wicklung die abgehende c-Ader; die Kontakten und r2 sind somit im Ruhstand stets angezogen und schleifen das Impulsempfangsrelais /1 in die Sprechadern ajb ein. Zuni Belegen der ankommenden Übertragung wird in bekannter Weise Relais Jx durch einen Impuls erregt und dadurch über
+ , 62, -^-, R(II)Ji1Ai,
zunächst das Relais A1 und dann über
+, Ci, ai2, Wii,
das Belegungsrelais C1 gebracht, das sich über seinen
. : Kontakten weiter hält. Der Kontakt c 16 legt Erde an die abgehende c-Ader und belegt dadurch wie üblich:
die abgehende Wechselstromübertragung Ueg. Wenn am Ende des Belegungsimpulses das A i-Relais wieder abfällt, wird das Relais G eingeschaltet
+, ci2, «13, G, —
und hält sich über Kontakt gi weiter.
Außerdem schließt der Kontakt c 14 den Stromkreis für das Relais Ki
+ , C14, ez, vis, Ki, —
das sich mit kii' einen Haltestromkreis schafft. Das Relais R bleibt inzwischen über seine II. Wicklung gehalten, nachdem die I.Wicklung durch ci6 abgetrennt wurde:
+ , 62, 03, i?(II), ii, C15, Wiz,—.
Bei einer Impulsgabe werden die auf den α/δ-Adern ankommenden Wechselstrominipulse vom Relais /1 aufgenommen und vom Relais A1 über die Kontakte an und g2 als Gleichstromimpulse auf der α-Ader zur abgehenden Wechselstromübertragung weitergegeben. Dabei wird mit Beginn der Impulsreihe das Verzögerungsrelais Vi erregt, welches sich über die Dauer der Impulsreihe weiter hält:
+ , C13, «14, Vi, —.
Dadurch wird die I. Wicklung von Relais B über die Dauer einer ausgesandten Impulsreihe an die abgehende δ-Ader von Uek angeschaltet und ist für Rückwärtsimpulse, die etwa in dieser Zeit über die δ-Ader einlaufen, empfangsbereit.
In der abgehenden Wechselstromübertragung Ueg ist beim Belegen das Belegungsrelais C 2 gebracht worden, das hier nicht besonders dargestellt ist. Durch die Belegung werden dort nacheinander die Relais D und / in folgenden beiden Stromkreisen erregt und gehalten:
+ , C2I, Ä2, 12, D, — und
+ , C22, d2, I, —.
Das Relais L hat durch parallelgeschalteten Kondensator und Widerstand eine so große Abfallverzögerung, daß es kurze Unterbrechungen seinesHaltestromkreises, wie sie beim Eintreffen von kurzen Rückwärtsimpulsen (z. B. Wahlendezeichen, Teilriehmermeldeimpuls) vorkommen, überstehen kann und erst darm abfällt, wenn ein langes Zeichen (Schlußzeichen) aufgenommen wird.
Vorwärts gerichtete Impulse, z. B. die Wählimpulse, werden als Gleichstromstöße auf folgendem Wege übertragen:
+, an, g2 in Uek, α-Ader nach Ueg, k2i, A2, ■ A4,
Dann gibt Relais A2 mit seinen Kontakten «21 und «22 die Zeichen als Wechselstromimpulse auf die weiterführenden Sprechadern, d. h. auf die Fernleitung.
Von der Fernleitung kommende Rückwärtsimpulse, z. B. Wahlende- oder Teilnehmermeldung, werden im Normalfalle, d. h. wenn nicht gleichzeitig Vorwärtsimpulse gesendet werden, in der Übertragung Ueg vom Wechselstromempfangsrelais J 2 aufgenommen
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und mit i'z auf das Relais H gegeben. Die Weitergabe erfolgt im Stromkreis
-|-, · " , Λ 5 in Ueg, δ-Ader nach Uek, ν 14, E,
A' 13, « it, g2, «-Ader zurück nach Ueg,
Ka(I), JFiS, 'I4, /14, JFi'4, —.
Hier spricht nur das hochohmige Relais E an, denn
ίο Relais K2 erhält wegen des hohen Widerstandes von Relais Ii Fehlstrom. Da in Uek das Relais Ki dieselbe große Abfallverzögerung hat wie Relais D in Ueg, kann der Kontakt c2 mit einer kurzzeitigen Unterbrechung K1 nicht abwerfen. Dagegen wird der Stromkreis für Wicklung II des Relais Λ durch Kontakt (p3 kurz unterbrochen und Λ' fällt ab. F"ür die Dauer der Unterbrecliungszeit wird über die Kontakte Yi und Y2 ein Wechselstromimpuls nach rückwärts auf die angeschlossene Leitung gegeben.
JCs sei nun als Beispiel angenommen, daß nach beendeter Nummernwahl das Wahlendezeichen nach rückwärts läuft, daß aber der anrufende Teilnehmer irrtümlich eine weitere Ziffer nachwählt. Wie oben beschrieben, ist bei einer Vorwärtsimpulsserie, hier also bei der nachträglich gewählten Ziffer, in Uek das Verzögerungsrelais Ki erregt und das ß-Relais empfangsbereit. In der Übertragung Ueg senden die «21- und «22-Kontakte die Wechselstromstöße aus. Da das gleichzeitig aus der Gegenrichtung einlaufende Wahlendezeichen aus einem rund doppelt so langen InI])IiIs besteht wie die Wahlimpulse, kann in einer Pause zwischen zwei auszusendenden Stromstößen das Empfaiigsrelais /2 sicher ansprechen, welches dann auch sofort das Relais // bringt. Der Kontakt Λ4 nimmt die einlaufenden Wahlimpulse von Impulsrelais A 2 weg und leitet sie über K2(I). Die nach vorwärts ausgesandte Stromstoßreihe (Wahlimpulse) wird durch das Abschalten von A 2 sofort unterbrochen und dafür das Relais Vz erregt, welches sich eine Abfallverzögerung schafft durch Kurzschließen seiner II. Wicklung durch den Kontakt ν22.
Andererseits wird das Wahlendezeichen nach rückwärts weitergeleitet:
-)-, i/5, /15 in Ueg, ft-Ader nach Uek, V14, Ä12, 45
Relais Ii hält sich weiter im Stromkreis
I-, Ii(W), hi, J-Fi3, C15, J-Fi2, —.
In der Übertragung Uek wird indessen von /1 der Rest der einlaufenden Impulsreihe aufgenommen und von /Ii wiederholt, um jedoch in Ueg durch K2 wohl aufgenommen, aber nicht ausgesendet zu werden, wie bereits erwähnt wurde. Am Schluß der Vorwärtsreihe fällt in Uek das Verzögerungsrelais Ki ab und schließt Wicklung H(W) kurz. Über die Abfallzeit
' von Ii ist durch Λ 2 der Stromkreis für Relais A' kurz unterbrochen, und in dieser Zeit geben die abgefallenen Kontakten und t2 einen Wechselstromimpuls nach rückwärts weiter. Es wird somit in diesem Falle das Vorwärts/.eichen unterbrochen und das Rückwärt szeichen sichergestellt. Das Relais // in der abgehenden Übertragung Ueg hält sich über die Kontakte 1123 und Äi so lange, bis das Vorwärtszeichen beendet ist, d. h., bis Relais K2 nach Schluß des Vorwärtszeichens abfällt. Beide Übertragungen, sowohl Uek als auch Ueg sind danach wieder im alten Schaltzustand.
Als nächstes sei die Durchgabe des Schlußzeichens nach rückwärts beschrieben. In der Übertragung Ueg werden beim Eintreffen des Schlußzeichens die Relais /2 und H genau so erregt, wie es oben für das Wahlendezeichen schon gezeigt wurde. Weil das Schlußzeichen aber ein wesentlich längerer Impuls ist (hier vorgeschlagen 450 ms), übersteht das D-Relais die lange Öffnungszeit von Kontakt h2 nicht, sondern kommt zum Abfallen. Auf dem Wege
+ , V21, A5 in Ueg, δ-Ader nach Uek, υ 14, E,
an, g2, α-Ader zurück nach Ueg, K2(I), Wi ζ, K2 (nach Öffnen von i/4), A4, Wi4, — '
spricht wiederum nur das hochohmige Relais E an und trennt die Stromkreise für Relais K1 bzw. Relais R(II) mit seinen Kontakten e2 und £3 auf. Der Kontakt ei hält den Erregerstromkreis für E geschlossen, welches demnach gerade so lange erregt wird als H steht, d. h. solange der Schlußzeichenimpuls andauert. Durch die lange Unterbrechungszeit von e2 fällt nun auch Relais Ki ab, während über die abgefallenen Kontakte π und r2 ein Wechselstromstoß nach rückwärts weitergegeben wird. Die Länge dieses Stromstoßes wird durch die Abfallzeit von Ki bestimmt, da mit dem abgefallenen Kontakt k 14 das Relais R (II) wieder erregt wird. Auf diese Weise wird wieder ein lang dauernder Wechselstromstoß nach rückwärts weitergegeben. Nach Durchgabe des Schlußzeichens bleibt in Ueg das Relais D abgefallen und kann, solange I noch erregt ist, auch nicht wieder ansprechen. Die Übertragung Uek geht wieder in den alten Schaltzustand zurück, so daß noch eventuell nachfolgende Vorwärtszeichen ungehindert übertragen werden können.
Am Schluß sei noch der Fall behandelt, daß nach der erstmaligen Durchgabe des Schlußzeichens ein vorwärts gerichtetes Zeichen, z. B. Nachruf, mit einer Wiederholung des in der Gegenrichtung laufenden Schlußzeichens zusammentrifft. Die Vorwärtsimpulsreihe wurde in Uek durch Kontakt an, wie schon oben dargelegt, auf die α-Ader gegeben. Dabei ist auch wieder Relais B(I) über 1114 empfangsbereit angeschaltet. Trifft nun in Ueg aus der Gegenrichtung eine Wiederholung des Schlußzeichens ein, so wird auch in diesem Fall durch Relais H die Vorwärtsimpulsreihe von A 2 abgeschaltet und über V2(1), Wi5 und K2 geleitet. Es sprechen jetzt beide Relais K2 und K2, an. Da Relais D abgefallen ist, kann das Rückwärtszeichen nicht auf die δ-Ader kommen und das ß-Relais in der Übertragung Uek beeinflussen. Das Rückwärtszeichen wird somit vollkommen unterdrückt. Über die ganze Vorwärtsimpulsrcihe bleibt in Ueg das Relais K 2 stehen und auch // bleibt solange über die Kontakte h 1 und ν 23 gehalten, wenn auch eventuell am Ende des Schlußzeichens der Kontakt 12 abgefallen ist.
Auch das Relais K 2 hat Abfallverzögerung und bleibt bis zum Schluß der Vorwärtsimpulsreihe stehen.
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Nach dem Abfall von H wird über die Abfallzeit von Ko. das Relais A 2 kurz erregt:
+ , £22, A3, d%, A2, A4, Wi'4, —.
Hierdurch wird ein einzelner Vorwärtsimpuls weitergegeben und somit der Nachruf sichergestellt.
Mit Hilfe der beschriebenen Anordnung werden also in Abhängigkeit vom jeweiligen Schaltzustand der Verbindungseinrichtung, d. h. vor der Durchgabe
ίο des Schlußzeichens bzw. nach der Durchgabe des Schlußzeichens, beim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen entweder die Vorwärtszeichen ganz unterbrochen und die Übertragung von Rückwärtszeichen sichergestellt, oder die Durchgabe des Rückwärtszeichens wird unterbunden und die Impulsreihe des Vorwärtszeichens zwar abgebrochen, aber ein einzelner Impuls nach vorne nachgereicht. Die Erfindung schließt die Möglichkeit ein, als Nachruf den vorgesehenen einzigen Impuls auszusenden; denn da sich der Nachruf stets durchsetzt, braucht man nicht eine ganze Impulsreihe, z. B. eine »o«, zu senden, um die Aussicht zu haben, daß wenigstens ein Impuls aus der Reihe richtig ankommt.
Selbst wenn mehrere durch Fernleitungen miteinander verbundene Wechselstromübertragungen hintereinandergeschaltet sind, arbeitet die beschriebene Schaltungsanordnung noch einwandfrei. Das sicherzustellende Zeichen wird entweder glatt durchgegeben oder es erleidet schlimmstenfalls in jeder Wechselstromübertragung, in der es mit einem gegenläufigen Zeichen zusammentrifft, eine Verzögerung, bis das jeweilige ihm entgegenlaufende Zeichen aufgefangen und unterdrückt ist. In diesem Fall wird das Zeichen zwar stafettenartig, aber einwandfrei ans Ziel kommen.

Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Impulssteuerung über abgeriegelte Leitungen, bei denen beim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen die Zeichengabe in der einen Richtung unterbrochen wird, dadurch .gekennzeichnet, daß zur Sicherstellung der Übertragung bestimmter Schaltkennzeichen in einer Verbindungseinrichtung in Abhängigkeit vom jeweiligen Schaltzustand dieser Verbindungseinrichtung (vor bzw. nach der Durchgabe des Schlußzeichens) entweder die vorwärts oder die rückwärts gerichteten Zeichen in den Wechselstromübertragungen unterdrückt werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erstmalige Eintreffen des Schlußzeichens (vorgeschlagen: langer Impuls, kurze Pause) ein Kriterium dafür ergibt, ob bei gleichzeitigem Auftreten gegenläufiger Zeichen (Impulsreihen) die vorwärts oder die rückwärts gerichteten Zeichen unterdrückt werden.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegenläufigen Zeichen (Impulsreihen) vor der Durchgabe des Schlußzeichens die Rückwärtszeichen (z. B. Wahlendezeichen, Belegungsrückimpuls u. a.) sichergestellt werden.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei gegenläufigen Zeichen (Impulsreihen) nach der Durchgabe des Schlußzeichens die Vorwärtszeichen (z. B. Nachruf) sichergestellt werden.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der abgehenden Wechselstromübertragung (Ueg) beim Eintreffen von Rückwärtszeichen (z. B. Wahlendezeichen) ein Relais (H) die über die eine Sprechader (α-Ader) kommenden Vorwärtszeichen (z. B. Wählimpulse) unwirksam macht und über die andere nicht zur Impulsgabe verwendete Sprechader (δ-Ader) das Rückwärtszeichen weitergibt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß während der Durchgäbe von Vorwärtszeichen (z. B. Wählimpulsen) in der ankommenden Wechselstromübertragung (Uek) ein Empfangsrelais (B) an der nicht zur Impulsgabe verwendeten Sprechader (δ-Ader) für Rückwärtszeichen (z. B. Wahlendezeichen) empfangsbereit angeschaltet ist und bei seiner Erregung die Aussendung eines Rückwärtszeichens auf die angeschlossene ankommende Leitung nach Schluß des Vorwärtszeichens bewirkt.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der abgehenden Wechselstromübertragung (Ueg) ein nur vom Schlußzeichen abgeworfenes Relais (D) beim Zusammentreffen gegenläufiger Zeichen (Impulse) das rückwärts gerichtete Zeichen unterdrückt und ein Verzögerungsrelais (K 2) zur Sicherstellung des Durchgriffs nach vorn in den zur vorwärts gerichteten Zeichengabe dienenden Stromkreis einschleift.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das vorwärts gerichtete eigentliche Zeichen (z. B. Nachruf) in der abgehenden Wechselstromübertragung (Ueg) zwar ebenfalls aufgefangen, daß jedoch am Ende des Vorwärtszeichens (Nachruf) durch das Verzögerungsrelais (K 2) ein einzelner Vorwärtsimpuls auf die abgehende Leitung gegeben wird.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 741283, 817 311.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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