DEM0003542MA - - Google Patents

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DEM0003542MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Mai 1940 Bekanntgemacht am 9. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Durch das Patent 934 908 ist eine fördernde Flachpresse zur Holzbearbeitung, insbesondere zum Verleimen von Holzfurnieren, Leisten, Brettern od. dgl. in ihren Stoß- bzw. Lagerfugen zu. beliebig langen Bahnen, geschützt, bei welcher zwei gegeneinander wirkende, in ihrem Abstand einstellbare, aus heb- und senkbaren, gegebenenfalls heizbaren Förderschienen bestehende Betten vorgesehen sind, die so gegeneinander arbeiten, daß jedes sich gegenüberstehende Schienenpaar periodisch fördernd und gleichzeitig auf das dazwischenliegende Gut pressend einwirkt und danach unter Freigabe des Gutes wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung einer derartigen Flachpresse, vor allem in der Art, daß die Antriebselemente für die Förderbewegung so ausgebildet sind, daß die Schienen sich beim Beginn ihrer Vorwärtsbewiegung mit einer größeren und nachher mit einer kleineren Geschwindigkeit vorwärts bewegen, und weitere, mit ersteren zusammenwirkende Antriebselemente für die Hub- und Senkbewegung so gestaltet sind, daß zwei sich gegenüberstehende Schienen während der Vor-
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wärtsbewegung sich einander nähern und den für das zusammenzuleimende Gut in jedem Augenblick der Vorwärtsbewegung notwendigen Druck erzeugen.
Diese Art von Förderpressen eignet sich besonders für Fugenleimmaschinen, kann aber auch in anderen Fällen sinngemäß verwendet werden.
Fugenleimmaschinen auf der Grundlage des Hauptpatents gab es noch nicht. Die bis dahin
ίο gebrauchten Fugenleimmaschinen hatten unbewegliche Preßelemente, zwischen welchen die aneinander zu leimenden Furnierstreifen hindurchbewegt wurden. Diese Bewegung wurde den Streifen mitgeteilt durch die am Anfang der Maschine aufgestellten Einilaufwalzen. Das ganze in der Presse sich befindende Band von Furnierstreifen wurde also von den Einlaufwalzen durch die Presse hindurchgestoßen. Das hatte mannigfache Nachteile, die viel Ausschußware im Gefolge hatten. Einmal kam es durch das Vorsichhersohieben der Furnierstreifen durch die Einlaufwalzen häufig vor, daß diese Streifen zwischen den Einlaufwalzen und den bremsenden Preßelementen sich warfen und zerbrochen wurden. Die Erfahrung hat gezeigt, daß dadurch, daß sich die zwischen den Preßelementen sich befindenden Furnierstreifen gegenüber diesen Elementen bewegen, sie sich gegeneinander verschoben, sobald ihre zu verleimenden Seiten nicht genau senkrecht zur Förderrichtung lagen. Dadurch wurde das Abbinden des Leimes in den Fugen beeinträchtigt. Das Verschieben in den Fugen war daher besonders dann sehr stark, wenn man die zu verleimenden Bretter oder Streifen nicht sorgfältig gleichzeitig längs der ganzen zu verleimenden Seite in die Einlaufwalzen einführte, oder wenn diese Bretter oder Streifen zueinander nicht parallele, zu verleimende Kanten hatten.
Durch die Erfindung . werden alle genannten Nachteile behoben. Einlaufwalzen fallen weg. Die zu verleimenden Furnierstreifen werden nicht mehr gestoßen, sondern sie werden von den sich bewegenden Schienen mitgenommen. Einmal an die vorangehenden Streifen angeschlossen, bewegt sich der eingeführte Streifen nicht mehr gegenüber den ihn haltenden Schienen. Eine Beeinträchtigung des Abbindens durch Verschiebungen in den Fugen tritt also nicht mehr auf. Eingehende Versuche haben gezeigt, daß es ganz gleichgültig ist, welche Flächenform die zu verleimenden Teile haben, oder wie sie in die Maschine eingeführt werden, ob schief oder senkrecht zur Bewegungsrichtung, das verleimte' Gut tritt ausnahmslos in einwandfrei abgebundenem Zustande aus der Maschine aus. Ein Werfen und damit Brechen von dünnem Leimgut (Furnierstreifen) ist ausgeschlossen, da die zu verleimenden Teile von den Schienen selbst in die Maschine hineingezogen werden und so ohne Unterbruch bis zum Austritt aus der Maschine über ihre ganze Fläche gehalten sind.
Durch die Wahl besonderer Mittel zur Vertikalbewegung der Schienen kann der Druck dieser Schienen auf das Gut während der Vorwärtsbewegung der Schienen geändert und den einzelnen Geschwindigkeitsperioden der Vorwärtsbewegung angepaßt werden. Auf diese Weise wird es möglich, jeder Partie des zu leimenden Gutes in jedem Moment seiner Förderbewegung die günstigste Behandlung zuteil werden zu lassen.
Die Zeichnungen zeigen zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes. Es ist Fig. ι ein Grundriß der ersten Ausführungsform, Fig. 2 ein Längsschnitt nach der Linie H-II der
Fig- 3.
Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie IH-III der
Fig· i.
Fig. 4 ein der Fig. 2 entsprechender Längsschnitt, aber für die zweite Ausführungsform,
Fig. 5 ein Teil eines der Fig. 3 entsprechenden Querschnittes für die zweite Ausführungsform,
Fig. 6 ein Teil eines Querschnittes, ein Detail der zweiten Ausführungsform zeigend.
Die in den Zeichnungen dargestellten Maschinen haben zwei Schienengruppen. Die eine besteht aus den oberen und unteren Schienen 1 bzw. 2 und die andere aus den oberen und unteren Schienen 3 bzw. 4. Die oberen und unteren Schienen jeder Gruppe sind auf längs beweglichen Wagen 5 und 6 angeordnet, welche Wagen je mit vier Laufrollen 7 und 8 versehen sind, welche in Schienen 9 und 10 des Maschinenständers laufen. Die linken Laufrollen (Fig. 3) beider Wagen sind profilierte Rollen und1 laufen in den entsprechend profilierten Schienen 10, während die rechten Laufrollen zylindrische Laufflächen haben und auf den flachen Schienen 9 rollen. Jeder der beiden Wagen hat vier obere und untere Säulen 11 und 12. In diesen oberen und unteren Säulen jedes Wagens sind die oberen und unteren Tragrahmen 13 und 14 mittels der Gleitführungen 16 und 17 vertikal verschiebbar gelagert. An diesen Tragrahmen sind die oberen und unteren Schienen 1, 3 bzw. 2, 4 befestigt. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Wagen 6 der Schienengruppe 3, 4. An dem in Fig. 3 sichtbaren oberen Tragrahmen 13 sind die Schienen 3 mittels der Federn 15 mit Schrauben 18 nachgiebig be festigt, während die unteren Schienen 4 starr am unteren Rahmen 14 angebracht sind. Die oberen und unteren Tragrahmen jeder Gruppe mit ihren Schienen haben fortwährend das Bestreben, sich voneinander zu entfernen. Der untere Rahmen 14 versucht, infolge seines Eigengewichtes nach unten zu gehen, welche Abwärtsbewegung durch die im Maschinenständer befestigten Ansohlagrollen 19' begrenzt wird, indem die am unteren Rahmen 14 jedes Wagens befestigten Platten 20 in der untersten Wagenstellung an diesen Rollen 19 anschlagen. Der obere Rahmen 13 jedes Wagens versucht hin1 gegen, unter dem Einfluß der Schraubenfedern 21 nach oben zu entweichen. Diese Federn 21 sitzen in den hohlen oberen Säulen 11 der Wagen. Sie stützen sich einerseits auf dem Boden dieser Säulen und andererseits auf den an den Rahmen'13 befestigten oberen Platten 22 ab. Am oberen Teil 23 des Maschinenständers sind Anschlagrollen 24 angebracht, an welche in der obersten Stellung der Rahmen 13 die Platten'22 anschlagen.
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Der Ständerteil 23 ist verstellbar, damit die Entfernung zwischen dem oberen und unteren Schienenbett der Dicke des zu' fördernden Gutes angepaßt werden kann. Dieser Teil 23 ruht darum auf Spindeln 25, deren untere Hälfte mit Gewinde versehen ist, das mit dem Innengewinde eines am unteren, nicht beweglichen Maschinenständerteiles 26 befestigten Sockels 27 zusammenarbeitet. Diese Spindeln 25 können mittels Kegelrädern von einem Handrad 28 angetrieben werden. Auf jeder Spindel sitzt ein Kegelrad 29. Die beiden linken Spindeln (Fig. 1) weiden mittels der Kegelräder 30, die zusammen mit dem Handrad 28 auf der Welle 31 sitzen, angetrieben. Diese Welle 31 ist im oberen Ständerteil 23 gelagert. Zur Übertragung der Bewegung des Handrades auf die rechten Spindeln 25 (Fig. 1) sind zwei, ebenfalls im Ständerteil 23 gelagerte Vorgelegewellen 32 vorgesehen. Ihre Kegelräder 33 werden von den Kegelrädern 29 der
ao linken Spindeln 25 angetrieben und ihre Kegelräder
34 sind im Eingriff mit den Rädern 29 der rechten Spindeln 25 (Fig. 1).
Im folgenden soll nun zuerst der Antrieb für
die Vor- und Rückwärtsbewegung der Schienengruppen beschrieben werden. Zur Erzeugung dieser
Bewegung sitzen auf einer gemeinsamen Welle 35 zwei Paare von Kurvenscheiben 36, 37. Die Welle
35 wird mittels eines Wechselgetriebes 38 von einem Motor 39 angetrieben. Das eine Kurvenpaar, 36, dient zur Hin- und Herbewegung des Wagens 6 j und das andere Paar, 37, zur Bewegung des
Wagens 5. An den Bolzen 40 für die mit den Kurvenscheiben 36 zusammenarbeitenden Rollen 41 sind gleichzeitig die Hebel 42 und 43 gelenkig befestigt. Die Hebel 42 sind andererseits in den Augen 44 des Mittelstückes 45 zwischen den Säulen 11 und 12 des Wagens 6 gelenkig gelagert. Die Hebel 43 sind auf der WeHe 46 sitzende Schwinghebel, die unter der Wirkung der Federn 47 stehen, welche einerseits an diesen Schwinghebeln und andererseits an einem festen Punkt der Maschine befestigt sind. Diese Federn 47 drücken die Rollen 41 ununterbrochen gegen die Kurvenscheiben 36. An den Bolzen 48 für die mit den Kurvenscheiben 37 zusammenarbeitenden Rollen 49 sind gleichzeitig die Hebel 50 und S1 gelenkig befestigt. Die gekröpften Hebel 50 sind in ähnlicher Weise wie die Hebel 42 in Augen 52, aber jetzt des Wagens 5, gelagert. Die Hebel 51 sind auf der Welle 46 sitzende Schwinghebel, die unter der Wirkung der Federn 53 stehen, welche in ähnlicher Weise wie die Federn 47 einerseits an diesen Schwinghebeln 51 und andererseits an einem festen Punkt der Maschine befestigt sind. Diese Federn 53 drücken die Rollen 49 ununterbrochen gegen die Kurvenscheiben 37. '
Es ist ohne weiteres klar, daß bei der Drehung der Welle 35 die Hebel 42 und 50 die Wagen 6 und S hin- und herbewegen. Mit welchen Geschwindigkeiten dies geschieht, wird später beschrieben.
Im folgenden soll nun der Mechanismus für die Vertikalbewegung der Schienen beschrieben werden.
Wie schon erwähnt, haben die die Schienen der einzelnen Gruppen tragenden oberen und unteren Tragrahmen 13 und 14 das Bestreben, sich voneinander zu entfernen. Es müssen also für die Erzeugung der gewünschten Vertikalbewegung der Schienen Mittel vorgesehen werden, die diesem Bestreben gerade entgegenwirken. ImAusführungsbeispiel der Fig. 1, 2 und 3 sind zu diesem Zwecke an den oberen und unteren Tragrahmen 13 und 14 Klötze 54 befestigt, welche, als Teil von Steuerflächen, geneigte Auffährflächen 55, 56 für ' die .Steuerrolkn 57 besitzen. Diese Rollen 57 sitzen auf im Maschinenständer gelagerten Schwinghebeln 58, die unter der Wirkung von Rückholfedern,59 stehen, die diese Hebel 58 fortwährend gegen am Maschinenständer befestigte Anschläge 60 hin zu bewegen ■ versuchen. Es sei angenommen, der Wagen 6 fahre, in Fig. 2 gesehen, nach rechts. Die zu diesem Wagen gehörigen Schwinghebel 58 liegen unter dem Zug der Federn 59 an den Anschlägen 60 an. Sobald nun bei der Rechtsbewegung des Wagens 6 die Auffahrflächen 55 mit den Rollen 57 in Berührung kommen, wird der obere Tragrahmen 13, entgegen der Wirkung der Federn 21 (Fig. 2), nach unten und der untere Tragrahmen 14, entgegen der Wirkung seines Eigengewichtes, nach oben gedruckt. Die oberen und unteren Schienen des Wagens 6 nähern sich zueinander. Durch die Wahl der Neigung der Auffahrflächen 55 hat man es in der Hand, die Schienen sich entweder über ihre ganze Länge gleichzeitig gleich viel oder ungleich viel nähern zu lassen, z. B. vorn (links in Fig. 2) rascher als hinten (rechts in Fig. 2). Hat nun der Wagen 6 seine Rechtsbewegung fertig ausgeführt, so stehen seine Klötze 54, in Fig. 2 gesehen, rechts von den zugehörigen Rollen 57. Beginnt nun die Linksbewegung des Wagens 6, so werden beim Anstoßen der Auffährflächen 56 an die Rollen 57 des Wagens 6 die Hebel 58 entgegen der Wirkung der Federn 59 von den Anschlägen 60 weggeschwenkt. Im Augenblick aber, wo die äußere Linksstellung (Fig. 2) des Wagens 6 erreicht ist, schnellen die Schwinghebel 58 unter der Wirkung ihrer Rückholfedern 59 zurück in die in Fig. 2 für den Wagen 6 gezeigte Stellung.
Die Art der Vor- und Rückwärtsbewegung der beiden Wagen 5 und 6 und damit der beiden Schienengruppen soll im folgenden an -Hand der Fig. 2 besprochen werden: Die Welle 35 dreht im Gegenuhrzeigersinn (s. Pfeil). Wie aus der Stellung der Rollen 41 und 49 zu ihren Kurvenscheiben zu ersehen ist, befindet sich der Wagen 6 gerade in seinem linken Umkehrpurikt, während der Wagen 5 sich auf seiner Vorwärtsfahrt (nach rechts) mit konstanter Geschwindigkeit befindet. Aus der Stellung der Klötze 54 zu ihren Rollen 57 sieht man weiter, daß die Sc'hienengruppe des Wagens 6 offen, diejenige des Wagens 5 dagegen geschlossen ist. Nun wird der Wagen 6 zuerst mit großer Geschwindigkeit seinen Weg nach rechts antreten, und zwar bis die Rollen 41 die Kurvenscheiben 36 im Punkt b berühren, weil die Kurven dieser Scheiben von α bis ungefähr nach b steil ansteigen.
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In dieser Periode schließt sich die auf den Wagen 6 montierte Schienengruppe, weil die Auffahrflächen 55 auf die Rollen 57 auffahren. Von b an bewegt sich, der Wagen 6 mit langsamerer Fördergesehwindigkeit, weil die Kurven der Scheiben 36 nur noch langsam ansteigen. Während der raschen Bewegung des Wagens 6, entsprechend dem Kurvenbogen a, b, hat sich der Wagens mit langsamer Fördergeschwindigkeit, entsprechend der Kurve A, B, der Scheiben 37 vorwärts bewegt. Zwischen den Punkten b, c und B, C bewegen sich nun beide Schienengruppen mit gleicher Geschwindigkeit vorwärts. Während sich der Wagen 6 von c weiter mit langsamer Geschwindigkeit und geschlossener Schienengruppe vorwärts bewegt, fährt der Wagen 5 vom Punkt C weg, unter der Wirkung der Federn 53, mit großer Geschwindigkeit in seine linke Umkehrlage, die dem Punkt D auf den Kurvenscheiben 37 entspricht. Kurz vor dem Punkt C; also in den letzten Augenblicken der Rechtsbewegung des Wagens 5, sind die Auffahrflächen 56 der Klötze 54 von den Rollen 57 abgelaufen, und die Schienengruppe des Wagens 5 hat sich damit schon vor der rechten Umkehrlage geöffnet. Von den Punkten D, d an wiederholt sich nun das gleiche Spiel, wie von den Punkten a, A, nur sind die Rollen jetzt vertauscht: Von D bis E bewegt sich jetzt der Wagen 5 mit großer Geschwindigkeit nach rechts, während sich seine Schienengruppe schließt.
Von E bis F und e bis f laufen dann beide Schienengruppen zusammen mit langsamer Fördergeschwin-. digkeit und geschlossenen Schienengruppen vorwärts (d. h. nach rechts), bis kurz vor / die Schienengruppe des Wagens 6 sich öffnet und der Wagen 6 nach f unter der Wirkung der Federn 47 rasch nach links fährt.
Durch entsprechende Wahl der Neigung der Auffahrflächen 55 und 56 kann man die Drücke der Schienen während den verschiedenen Perioden ihrer Vorwärtsbewegung nach Zweckmäßigkeit gegeneinander abstimmen.
Im weiteren Ausführungsbeispiel, das in Fig. 4, 5 und 6 dargestellt ist, wird die Vertikalbewegung durch andere Mittel, als im ersten Beispiel, ausgeführt, während alles andere unverändert bleibt. Gleichbleibende Teile sind mit gleichen Zahlen bezeichnet, wie in Fig. 1 bis 3.
An Stelle der auf den Schwinghebeln 58 gelagerten Rollen 57, die auf geneigte Auffahrflächen 55, 56 (Fig. 2) auffahren, treten jetzt exzentrisch gelagerte Steuerrollen 63, die mit horizontalen Flächen 64 der an den Tragrahmen 13, 14 der Wagen 5, 6 befestigten Klötze 65 zusammenarbeiten. Diese Steuerrollen 63 sitzen auf den Exzenterzapfen 66, die ihrerseits mittels Kugellagern 67 im Maschinenständer gelagert sind. Um die Tragrahmen 13, 14 vertikal zu bewegen, werden die Exzenterzapfen 66 gedreht, worauf die Steuerrollen 63 die Schienengruppen entweder schließen oder öffnen, indem sie entweder die Tragrahmen 13, 14 gegeneinander bewegen oder ihnen gestatten, sich voneinander zu entfernen. Die Exzenterzapfen 66 werden mittels Kurvenscheiben 68, 69 gedreht. Zu diesem Zwecke sitzen auf den Exzenterzapfen 66 fest die Hebel 70. Diese Hebel sind vermittels Stangen 71, 72, 73, 74, 75» 7°> 77' 78 mit den mittels der Wellen 79 schwingbar gelagerten Hebeln 80 verbunden. Diese Hebel tragen Rollen 81, die mit den Kurvenscheiben 68, 69 zusammenarbeiten. Federn, welche die Rollen 81 fortwährend an die Kurvenscheiben anpressen, können hier weggelassen werden, denn bei' den oberen Tragrahmen 13 sind die Exzenterzapfen 66 gegenüber ihrer Lagerung fortwährend so gestellt, daß der durch die Federn 21 (Fig. 3) noch oben ausgeübte Druck von den Klötzen 65 immer so auf die Steuerrollen'63 wirkt, daß die Rollen 81 immer an die Scheiben 68 angepreßt bleiben. Ebenso sind die Exzenterzapfen für den unteren Tragrahmen 14 immer so gestellt, daß das Eigengewicht der Rahmen 14, in entsprechender Weise wie bei den oberen, dafür sorgt, daß die Rollen 81 immer an die-Scheiben 69 angepreßt bleiben. Im weiteren können auch die im ersten Beispiel vorhandenen Anschlagrollen 19, 24 in Wegfall kommen, da die Steuerrollen 63 nun deren Aufgabe übernehmen. Die Kurvensoheiben 69 für die unteren Tragrahmen 14 sitzen auf der Welle 35 der Kurvenscheiben 36, 37 für die Vot- und Rückwärtsbewegung. Es können deren zwei oder mehr sein. Die Kurvenscheiben 68 für die oberen Tragrahmen 13 sitzen auf einer zur Welle 35 parallelen Welle 82, welche von der unteren Welle 35 mittels des in Fig. 6 gezeigten Kegelradgetriebes angetrieben wird. Von einem Kegelrad 83 wird die Bewegung der Welle 35 mittels der Kegelräder 84 einer Vertikalwelle 85 auf das Kegelrad 86 der Welle 82 übertragen. Die Zahl der Kurvenscheiben 68 auf der Welle 82 kann zwei oder mehr sein. Durch entsprechende Stellung der Exzenterzapfen 66 kann man dafür sorgen, daß die Schienen je nach Wunsch sich vorn und hinten gleichzeitig gleich viel oder ungleich viel vertikal bewegen.
Die oberen Schienen haben an ihrem vorderen Ende schmale Leisten 62. Beim Einführen des zu verleimenden Teils vom Bedienungstisch 61 (Fig. 2) her wird er durch die am Beginn ihrer Rechtsbewegung rascher laufenden. Leisten 62 und die diesen gegenüberliegenden unteren Schienen erfaßt und zwischen die beiden Schienenbetten eingeführt.
Es wäre auch möglich, nur die oberen Schienen vertikal zu bewegen.
Wie Fig. 3 zeigt, sind die Schienen zwecks Aufnahme eines Heizmediums hohl ausgebildet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Fördernde Flachpresse nach Patent 934 908, insbesondere als Fugenleimmaschine, bei der zwei gegeneinander wirkende, aus heb- und senkbaren, gegebenenfalls heizbaren Förderschienen bestehende Betten vorgesehen sind, die periodisch fördernd und zugleich pressend auf das zu bearbeitende Gut einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebselemente für die Förderbewegung so ausgebildet sind, daß die Schienen sich beim Beginn ihrer Vorwärtsbewegung mit einer größeren und nachher mit
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    einer kleinen Geschwindigkeit vorwärts bewegen und daß weitere, mit ersteren zusammenwirkende Antriebselemente für die Heb- und Senkbewegung so ausgebildet sind, daß zwei sich gegenüberstehende Schienen während der Vorwärtsbewegung sich einander nähern und den für das zusammenleimende Gut in jedem Augenblick der Vorwärtsbe\vegung notwendigen Druck erzeugen. ■ ' '
    ίο 2. Fugenleimmaschine nach Anspruch ι mit
    zwei Schienengruppen, dadurch gekennzeichnet, daß die beispielsweise aus Kürvenscheiben (36, 37), Rollen (41) und Hebeln (42) bestehenden Antriebselemente der beiden Gruppen so ausgebildet und in ihrer gegenseitigen Lage zueinander so1 angeordnet sind, daß die eine Schienengruppe, die während der raschen Vorwärtsbewegung der anderen Schienengruppe bereits eine langsame Vorwärtsbewegung ausführt, diese letztere beim Eintritt der langsamen Vorwärtsbewegung der anderen Gruppe noch eine Zeitlang beibehält.
    3. Fugenleimmaschine nach Anspruch 1 und mit gruppenweise zusammengefaßten Schienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebselemente, die das Schließen der sich gegenüberstehenden Schienen bewerkstelligen, derart gesteuert sind, daß sich diese Schienen vor der Beendigung ihrer Vorwärtsbewegung öffnen.
    4. Fugenleimmaschine nach Anspruch 1 und mit gruppenweise zusammengefaßten Schienen, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schienengruppe (1, 2 und 3, 4) je auf einem Wagen (5, 6) angeordnet ist, der mittels Kurvenscheiben (36, 37) angetrieben wird.
    5. Fugenleimmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen und unteren Schienen jedes Wagens (5, 6) auf zwei' vertikal verschiebbaren Rahmen (13, 14) angeordnet sind, die das Bestreben haben, sich voneinander zu entfernen.
    6. Fugenleimmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den Wagen Steuerflächen (55, 5.6) vorgesehen sind, welche zwecks Schließens der Schienengruppen auf Steuerrollen (57) auffahren.
    7. Fugenleimmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerrollen (57) auf. Schwinghebeln (58) gelagert sind, welche Hebel normalerweise durch Rückholfedern (59) an Anschläge angedrückt werden, bei der Rückwärtsbewegung der Wagen (5, 6) hingegen von den Steuerflächen (55, 56) ausgeschwungen werden, um nach Vorbeifährt der letzteren durch die Rückholfedern (59) in ihre Normalstellung gebracht zu werden.
    8. Fugenleimmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die durch sein Eigengewicht bedingte Abwärtsbewegung des unteren Tragrähmens (14) der Wagen (5, 6) durch untere Anschlagrollen (19) und die durch Federn bedingte Aufwärtsbewegung des oberen Tragrahmens (13) der Wagen (5, 6) durch obere Anschlagrollen (24) begrenzt wird.
    9. Fugenleimmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Anschlagrollen (24) in einem oberen, vertikal verschiebbaren Teil (23) des Maschinenständers, die unteren hingegen im unbeweglichen Teil (26) des Maschinenständers gelagert sind.
    10. Fugenleimmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die oberen Schienen (1, 3) federnd an ihren Tragrahmen (13) befestigt sind.
    11. Fugenleimmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vertikalbewegung der Rahmen (13, 14) auf Exzenterzapfen (66) gelagerte, mit Flächen (64) der Rahmen zusammenarbeitende Rollen (63) vorgesehen sind, die beim Verdrehen der Exzenterzapfen das öffnen und Schließen der Sohienengruppen verursachen.
    12. Fugenleimmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenterzapfen (66) durch Kurvenscheiben (68, 69) mittels Gestänge (70 bis 81) verdreht werden..
    13. Fugenleimmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheiben (69) für die unteren Rahmen (14) auf der Welle (35) für die Kurvenscheiben (36, 37) der Vor- und Rückwärtsbewegung sitzen, die Kurvenscheiben (68) für die oberen Rahmen (13) hingegen auf einer Welle (82), die von der ersten Welle (35) aus angetrieben wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 504 507, 599 188. 165, 656 812.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

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