DEF0014746MA - - Google Patents

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DEF0014746MA
DEF0014746MA DEF0014746MA DE F0014746M A DEF0014746M A DE F0014746MA DE F0014746M A DEF0014746M A DE F0014746MA
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actinomycin
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Mai 1954 Bekanntgemacht am 22. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Als Actinomycine sind rote, kristallisierte antibiotisch wirksame Stoffwechselprodukte von gewissen Streptomyceten bekanntgeworden. Nach den Untersuchungen von Wales ma η liefert Strep tomyces antibioticus ein Actinomycin A, Todd und Mitarbeiter haben ein Actinomycin aus Kulturlösungen einer anderen Streptomyces-Art isoliert, das sie Actinomycin B genannt haben, Brockmann und Mitarbeiter haben als Stoffwechselprodukt von Streptomyces chrysomallus ein weiteres Actinomycin aufgefunden und zunächst Actinochrysin, später Actinomycin C genannt (deutsche Patentschrift 912 010). Von Brockmann sind noch weitere Actinomycine aus anderen Streptomyces-Stämmen isoliert worden, die als Actinomycin I und Actinomycin X bezeichnet worden sind und die möglicherweise dem Actinomycin A bzw. B nahestehen.
Obwohl sich diese Actinomycine gegenüber den klassischen Trennungsmethoden wie einheitliche ao Stoffe verhalten, zeigt sic'h bei der Verteilungsanalyse, daß sie alle aus verschiedenen Komponenten bestehen. Man kennt heute eine ganze Reihe Einzelkomponenten aus den verschiedenen Actinomycinen, die durch Zahlenindizes voneinander unterschieden werden. So bestellt z. B. das Actinomycin C im wesentlichen aus den Komponenten C1, C2 und C3, und auch Actinomycin A und B enthalten neben der Hauptkomponente noch einige Nebenkomportenten.
Trotz der Vielzahl der theoretisch denkbaren Kombinationsmöglic'hkeiten hat sich bisher doch
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gezeigt, dal.i die Zusammensetzung der verschiedenen Aetinomycine bezüglich ihrer Komponenten weitgehend charakteristisch ist. Die Actinomycine A und Ii liesteilen ebenso wie die Aciiiiomycine 1 und X im wesentlichen aus einer 1 lauptkomponente und daneben aus bestimmten und charakteristischen Nehenkomponenten, während das Actinoniycin C zwei I lauptkomponentcn, ("., und C.,, eine Nebenkoiuponenlc, C1, und außerdem noch kleinste in Mengen weiterer Aetinomycine enthält.
I >ie Zusammensetzung der verschiedenen Actinoniycine ist im wesentlichen abhängig von der
] Art, die zur Herstellung benutzt
wird. I )ie vielen Stämme, die bisher untersucht WOT(Ii1D sind, lassen sich klar in drei (!nippen einteilen, in solche, die Λ bzw. I produzieren, solche, die Il bzw. X bilden und schließlich in C-Iüklner die B bzw. X bilden, und schließlich in C-Bi!dncr Der Kiniluß der Nährlösung ist demgegenüber für die Zusammensetzung der Aetinomycine nur sun untergeordneter Bedeutung gewesen. Nach den bisherigen Versuchen ist es nicht gelungen, durch Wechsel im Nährmedium wesentliche Verschiebungen Λνν Nonnalkoniponenten zu erzielen, geschweige denn die Bildung der neuen Komponenten zu bewirken, die nicht im (iemisch normalerweise bereits enthalten waren. Nach N. Pfennig, Arch, f. Mikrobiol. iS, S. 3J7, 1953, darf man nach allem wohl vermuten, dal.i die Zahl der in der Natur vorkommenden verschiedenen Actinoniycine mit ihren Komponenten keine beliebige ist, sondern daß nur einige bestimmte Bautypen vorkommen.
Ks wurde nun gefunden, dal.i man die Art der komponenten bei der Herstellung von Actinoinyeinen durch Züchtung von Vilzstämnien aus der (iruppe der Slieptonivceten, welche in der Lage sind, Actinomycine zu bilden, dadurch lenken kann, daß man den zur Züchtung verwendeten Nährmcdien einzelne Aminosäuren mit mehr als J C-Atomen oder solche Verbindungen zusetzt, die während der kulturbedingungen in solche Aminosäuren übergehen, l'^.s ist nicht unwahrscheinlich, daß diese Aminosäuren in das Actinomycinmolekül, das nach unserer heutigen Kenntnis aus einem
Ί5 Chroinophor und einer pcptidartigen Seitenkette besteht, eingebaut werden und daß sich die Zusammensetzung der I'eptidkette ändert, wenn einzelne Aminosäuren in der Nährlösung in deutlichem Oberschuß vorhanden sind.
Man hat bereits Aetinomycin-Bildner auf aminosäurehaltigen Nährlösungen gezüchtet. So hat man z. B. proteinhaltige Stolle wie Sojamehl und Hefekochsaft der Nährlösung zugesetzt, und man hat auch bereits (ilykokoll als Stickstoffquelle angewendet. Bei all diesen Zusätzen, die mit dem Ziele einer Verbesserung des Wachstums des Streptomyces-Stammes zugegeben wurden, ist jedoch keine Verschiebung in der Zusammensetzung der einzelnen komponenten eingetreten.
6" Ks ist daher überraschend, daß es gelingt, z. B. durch Zusatz von Valin zur Nährlösung eines Actinomvein-C-Bildners die Bildung der Hauptkoniponenle C1 weitgehend zugunsten der Bildung von C1 zu unterdrücken und damit aus einer NcI)Cnkompoueiite eine Ilauptkomponente zu machen. Noch überraschender ist es, daß man sogar neue, bisher noch nicht bekannte Actinoniycine biosynthetisch gewinnen kann, wie dies z. B. bei Zusatz von Isoleucin zur Nährlösung eines Actinomycin-L-Bildners beobachtet wurde.
Neben dem sonst als Ilauptkomponente entstehenden Actinomycin 1 bildet sich dabei eine ganze Reihe von neuen und typischen Actinomycinen. die zusammen mengenmäßig gegenüber Actinomycin I den weitaus überwiegenden Teil ausmachen.
Das neue Verfahren gibt also die Möglichkeit, nach Belieben besonders gewünschte Komponenten als Hauptprodukte herzustellen oder auch neue, bisher unbekannte Actinomycine herzustellen, die den bisher bekannten überlegen sein können.
Als Aminosäuren, welche eiiindungsgcmäß den Nährlösungen zugesetzt werden, kommen nicht nur diejenigen in Betracht, die normalerweise in den Peptidseitenketten der Actinomycine vorkommen, z. B. Valin, Isoleucin, Threonin, Prolin, Sarkosin und N-Methylvaliii, sondern auch diejenigen, die bis heute noch nicht als Bausteine der Actinomycine aufgefunden worden sind, z. B. Leucin, Serin, Arginin, N-Methylalanin sowie alle übrigen Aminosäuren, die als L-Formcn normalerweise Bausteine von l'eptidketten sind. Im allgemeinen genügt es bereits, eine einzige Aminosäure zuzugeben, doch findet man auch bei Zugabe von zwei oder mehreren Aminosäuren besondere Wirkungen in der Zusammensetzung der gebildeten Actinomycinc. Wesentlich ist es, daß durch diese Zusätze ein einseitiges Übergewicht einzelner Aminosäuren in der Nährlösung erzeugt wird und daß dem Streptomvces auf diese Weise nicht wie bei Zugabe von eiweißartigen Stoffen alle Eiwcißbausteine in gleicher Weise zur beliebigen Auswahl zur Verfügung stehen.
Statt der Aminosäuren selbst können auch solche Verbindungen der Nährlösung zugesetzt werden, die unter den Kulturbedingungen in Aminosäuren übergehen, z. B. die den Aminosäuren entsprechenden Ketosäuren und Oxysäuren oder Abkömmlinge der Aminosäuren, wie z. B. ihre Ester, Amide oder Salze, oder die den Aminosäuren entsprechen- no den Alkohole.
Auch mit Oligopcptiden kann man die Bildung der Actinomycine in eine bestimmte Richtung j lenken. Möglicherweise wird das Oligopeptid als solches in die Peptidkette eingebaut, ohne daß es vorher aufgespalten wird.
Das Maß der Lenkung ist abhängig von der Konzentration der zugesetzten Stoffe. Bei Zusätzen in niedriger Konzentration ist meist noch kein Einfluß zu erkennen, dagegen ist er schon deutlich bei Konzentrationen von 0,3% und sehr erheblich, wenn man die Konzentration der Aminosäuren in der Nährlösung auf 0,5% und mehr erhöht. Es ist daher allgemein zweckmäßig, die einzelnen Aminosäuren in einer Konzentration von 0,3 bis 1% zuzusetzen, doch können je nach Zugänglichkeit und
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Preis der betreffenden Aminosäure auch andere Konzentrationen vorzuziehen sein.
Im allgemeinen entstehen auch bei Zusatz einzelner Aminosäuren Gemische aus verschiedenen Actinomycinen. Die qualitative und quantitative Zusammensetzung 'dieser Gemische ist abhängig von der Art der zugesetzten Aminosäure, von deren Konzentration und von der Art des verwendeten ActinomyceteiTStammes. Die Gemische können in an
ίο sich bekannter Weise z. B. durch Extraktion mit Butyl- oder Äthylacetat aus der Nährlösung gewonnen und in ihrer Zusammensetzung z. B. durch Ringverteilungschromatograp'hie auf Papier erkannt werden. Sie lassen sich mit Hilfe der Verteilungschromatographie z. B. nach dem Verfahren des Patents 930 579 trennen und in reine Einzelkomponenten aufspalten.
Die so gewonnenen Actinomycine sollen als Heilmittel Verwendung finden.
B e i s ρ i e 1 ι
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,01 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
5,8 g D, L-Valin
i,o g sek. Kaliumphosp'hat
2,0 g Natriumchlorid
1,0 g Calciumcarbonat
100,0 mg Magnesiumcarbonat
10,0 mg Eisen(II)-sulfat
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft und 5 Tage bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt. Die Kulturlösung mit einem End-pfj von 8,4 und einem Gehalt von 24 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung wird dreimal mit wenig Essigester oder Butylacetat ausgeschüttelt und der hellrote Extrakt unter vermindertem Druck eingeengt. Der mit wenig warmem Ligroin gewaschene rote Rückstand ergibt im Ringverteilungschromatogramm mit dem Zweiphasensystem 1 Volumteil Butanol, 4 Volumteile Di-n-butyläther, 5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresontinsauren Natriums, drei Ringe, die mit den Re2-Werteno,62, 1 und 1,63 den Actinomycinen C1, C C C l
2
C2 und C
3 entsprechen. Actinomycin C1 tritt als
C Nb
3 1
Hauptkomponente, Actinomycin C3 als Nebenkomponente auf.
Das gleiche Ergebnis erhält man mit einer Nährlösung der Zusammensetzung:
1
g
1,0
20,0
6,6
3,85 g
1,0 g
2,0 g
500,0 mg
50,0 mg
10,0 mg
Leitungswasser
Glycerin
Kaliumnitrat
D, L-Valin
sek. Kaliumphosphat
Natriumchlorid
Calciumcarbonat
Magnesiumcarbonat
Eisen(II)-sulfat
(pH = 6,8 bis 7,2).
Die Ausbeute unter gleichen Kulturbedingungen beträgt 23 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung, der End-pH-Wert nach 6 Tagen Kulturdauer 8,4. Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 476 in valinfreien Nährlösungen z. B. der Zusammensetzung:
ι 1 Leitungswasser 7"
20 g Glycerin
log Kaliumnitrat
ι g sek. Kaliumphosphat Natriumchlorid
Magnesiumsulfat
2 g 50 mg
10 mg Eisen(II) -sulfat
(pH = 6,8 bis 7,2)
ein Actinomycingemisch, in dem Actinomycin C3 und C2 als Hauptkomponenten, Actinomycin C1 als Nebenkomponente enthalten ist.
Beispiel 2 Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,0 1 Leitungswasser
2Ο,Ο Glycerin
5,ο g Kaliumnitrat
6,5 g D, L-Isoleucin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
2,0 g Natriumchlorid
I,O g Calciumcarbonat
100,0 mg Magnesiumcarbonat
ΙΟ,Ο mg Eisen(II)^sulfat
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Staiinm BoP 509 beimpft. Die in Erlenmeyerkolben ausgeführte Kultur wird 5 Tage bei 300 geschüttelt und, wie im Beispiel ι beschrieben, aufgearbeitet. Die Ausbeute beträgt 57 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung, das End-pH 8,3. Nach der Untersuchung im Ringverteilungschromatogramm mit dem System 1 Volumteil Butanol, 4 Volumteile Di-n-Butyläther, 5 Volumteile einer 8%igen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums besteht das isolierte Actinomycingemisch zu etwa gleichen Teilen aus fünf Komponenten mit den Rc,-Werten 0,62, 1, 1,63, 2,41 und 3,53.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 509 auf Nährlösungen ohne Isoleucinzusatz, bestehend z. B. aus
120 (Ph = 6,8 bis 7,2)
nach dem Ringverteilungschromatogramm (obengenanntes System) ein Actinomycingemisch aus einer Hauptkomponente mit R02 = 0,62 und einer Nebenkomponente mit R02= 1.
1,0 1 mg Leitungswasser
20,0 g mg' Glycerin
5,o g mg Sojaschrot
2,5 g Glykökoll
1,0 g sek. Kaliumphosp'hat
1,0 g Natriumchlorid
100,0 Magnesiumsulfat
100,0 Eisen(II)-sulfat
10,0 Calciumcarbonat
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Die R1..,Werte sind ein Maß für die Lage der betreffenden Zone im Ringpapierchromatogramm, bezogen auf die Zone der reinen Komponente C2. Sie errechnen sich durch Division der Weglänge der betreffenden Komponente durch die Weglänge der C., Komponente.
B e i s ]) i e 1 3
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,0 1 I .ei lungs wasser
20,0 g (ilycerin
5,0 g Kaliumnitrat
(1,5 g I), I.-Isoleucin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
2,0 g Natriumchlorid
1,0 g Calciumcarbonat
100,0 mg Magnesiumcarbonat
10,0 mg Eisen(11 (-sulfat
1,0 g Speeköl
(ρ,, = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoI'476 beimpft und in einem Submersfermenter 5 Tage bei 28" und starker Belüftung gerührt. Die Kulturlösuug mit einem End-pn von 8,9 wird durch einmaliges Zentrifugieren von dem Mvcel abgetrennt und fünfmal mit kleinen Anteilen Essigester ausgeschüttelt. Das abgeschleuderte Mycel wird ebenfalls mit Essigesler ausgezogen, bis der Extrakt nur sehwaehgelb gefärbt ist. Aus den vereinigten Kxtraklen wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt. Der rote Rückstand wird zweimal mit wenig warmem l.igroiu gewaschen. Die Ausbeute beträgt 200 mg Actinomycin pro Liter Kullurlösung. Zur weiteren Reinigung wird das Actinomvcingemisch in Benzol gelöst, filtriert und an eine Ahuniniumoxydsäule adsorbiert. Der rote Farbstoff wird mit Benzol-Essigester (Yolumen-
■1<> verhältnis ι : ι) eluiert und aus reinem Essigester umkristallisiert. Das so gewonnene Actinomycingeiniseh besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem Zweiphasensystem 1 Yolumteil Butanol, 4 Volumteile Di-η butvlälher, 5 Yolumteile einer 8%igen wäßrigen Lösung des 111 kresotinsauren Natriums, zu etwa gleichen Teilen aus drei Komponenten mit den R,..,Werten 1,6, 2.4 und 3,5.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoI'.176 unter analogen submersen Kulturbedingungen auf dem gleichen Nährboden, jedoch ohne Isoleucin, ein Actinomvcingemisch, das im R iiigverteilungschroniatogramm (obengenanntes System) aus zwei I lauptkomponenten mit den
Λ5 !'!,..,-Werten ι und 1 ,Ci und einer Nebenkomponente mit R1.., : 0/12 bestellt.
Mit einer Nährlösung der Zusammensetzung:
1,0 509 60(1/153 1 Li •itungswasser tliumnitrat
20,0 K (ilvcerin 1 .-Isoleucin
7,0 g K;" λ. Kaliumphosphat
'.5 g D.
ι ,0 g sei
2,0 g Natriumchlorid
100,0 g Magnesiumsulfat
100,0 g Magncsiumcarbonat
10,0 mg Eiscn(l l)-sulfat
500.0 mg Calciumcarbonat
(p„ = 6,8 bis 7,2)
erhält man mit dem gleichen Stamm in der Ausbeute 150 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung ein Actinomvcingemisch, das in bezug auf die Hauptkoniponenten mit dem oben beschriebenen identisch ist. Es enthält aber nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem Verteilungssystem 4 Voluinteile Di-n-butyläther. 1 Volumteil Butanol, 5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsatiren Natriums, zusätzlich zu den 1 lauptkomponenten mit den R1. .,-Werten 1,6, 2,4, 3,7 noch zwei Nebenkomponenten mit den K1..,-Werten 0,62 und i.
P) e i s ρ i e 1 4
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
ι ,öl Leitungswasser
20.0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
6,5 g D, L-Leucin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
2,0 g Natriumchlorid
500,0 mg Calciumcarbonat
100,0 mg Magncsiumcarbonat
10,0 mg Eiscn(lT)-sulfat
(ρ,ι = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm ISoI'476 beimpft, in einem Submersfermenter 6 Tage bei 2S0 unter starker Belüftung gerührt und, wie im Beispiel 3 beschrieben, aufgearbeitet. Die Ausbeute beträgt 65 mg Actinomycin pro Eiter Kullurlösung. Das gewonnene Actinomvcingemisch besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem Zweiphasensystem 1 Volum teil Butanol, 4 Volumteile Di-n-butyläther, 5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-krcsotinsauren Natriums, aus vier 1 lauptkomponenten mit den R1..,-Werten 1, 1,6, 2,4, 3,5 und vier Nebenkomponenten mit den R1..,-Werten 0,62, τ,2, t,g und 2,8. Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm 1'oT 476 unter analogen Submersbedingungen, jedoch ohne Leucin, ein Actinomvcingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm (obengenanntes System) aus zwei 1 fanptkomponenten mit den R1 ..,-Werten 1, 1,6 und einer Nebenkomponente mit R1. ο = 0,62 besteht.
Beispiel 5
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
ι ,öl Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
6,5 g D, L-Norleticin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
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1.5 g Natriumchlorid
250,0 mg Calciumcarbonat
5o,o mg Magnesiumsulfat
50,0 mg Magnesiumcarbonat
10,0 mg Eisen(II)-sulfat
5oo,o mg Bäckerhefe (vor der Sterilisation
der Nährlösung 3 Stunden bei 370
beibrütet)
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft und 6 Tage bei 300 im Erlenmeyerkolben geschüttelt. Die Fermentationslösung mit einem Etid-pH von 7 wird durch einmaliges Zentrifugieren von dem Mycel abgetrennt und die resultierende klare Kulturlösung sowie das Mycel mit - Essigester oder Butylacetat extrahiert. Aus den vereinigten Extrakten wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt, der rote Rückstand mit Benzol erschöpfend ausgezogen und an eine Aluminiumoxydsäule adsorbiert. Das mit Benzol-Essigester (1:2) gewonnene Eluat ergibt beim Einengen in einer Ausbeute von 36 mg pro Liter Kulturlösung ein Actinomycingemisch, das nach dem Ringverteiilungschromatogramm (System 1 Volumteil Butanol, 4 Volumteile Di-n-butyläther, 5 Valumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums) aus drei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 0,62, 1 und 1,63 besteht. Die drei Komponenten entsprechen den Komponenten des Actinomycingemisches C1, C2 und C3.
Demgegenüber bildet der Stamm BoP 476 unter analogen Versuchsbedingungen ohne Norleucin zwar auch diese drei Komponenten, jedoch tritt die Komponente mit dem Ro2-Wert 0,62 nur als schwache Nebenkomponente auf. Durch den Norleucinzusatz ist also das Verhältnis der drei Komponenten zugunsten der Komponente mit dem Rc2-Werto,62 verschoben.
Beispiel 6
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,01 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
■ 4,4 g Sarkosin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
i,s g Natriumchlorid
250,0 mg Calciumcarbonat
50,0 mg Magnesiumcarbonat
50,0 mg Magnesiumsulfat
10,0 mg Eisen(II) -sulfat
2,0 g Bäckerhefe (vor der
Sterilisation
der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(pH = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 509 beimpft, 6 Tage bei 300 geschüttelt und, wie in Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Der EndpH-Wert der Kulturlösung beträgt 8,8, die Ausbeute 100 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung. Das erhaltene Actinomycingemisch besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem System 5 Volumteile Amylacetat, 5 Volumteile einer io°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums, aus zwei Hauptkomponenten mit den Rc2-Werten 0,46 und 0,66 und einer Nebenkomponente mit Rc2 = 0,40.
Demgegenüber bildet der Stamm BoP 509 unter analogen Kulturbedingungen ohne Sarkosin nur eine Hauptkomponente mit dem Rc2-Wert 0,66 und einer Nebenkomponente mit R02= 1,0.
Beispiel 7
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,01 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
4,4 g Sarkosin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
2,0 g Natriumchlorid
. 500,0 mg Calciumcarbonat
100,0 mg Magnesiumcarbonat
10,0 mg Eisen(II)-sulfat
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft, 7 Tage bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. Das in einer Ausbeute von 30 mg pro Liter anfallende Actinomycingemisch besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm ,mit dem System 1 Volumteil Butanol, 4 Volumteile Din-butyläther, 5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums zu gleichen Teilen aus fünf Hauptkomponenten mit den Rc2-Werten 0,6, 0,8, 1, 1,3, 1,6 und einer Nebenkomponente mit R02 = 0,45.
Demgegenüber bildet Streptomyces-Stamm , BoP 476 ohne Sarkosin ein Actinomycingemisch, in dem die Komponenten mit den R02-Werten 1 und 1,6 als Hauptkomponenten, die mit dem Rc,-Wert 0,6 als Nebenkomponente auftreten.
Beispiels
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,01 Leitungswasser 20,0 g Glycerin
4,5 g Kaliumnitrat 9,0 g N, N'-Dimethyldiketopiperazin 1,0 g sek. Kaliumphosphat 2,0 g Natriumchlorid 50,0 mg Magnesiumcarbonat 10,0 mg Eisen(II)-sulfat
500,0 mg Calciumcarbonat 500,0 mg Bäckerhefe (vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
= 6,8 bis 7,2)
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F 14746 IVa/30h
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 509 beimpft, 6 Tage bei 300 in Erlenmeyer-Kolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Die Ausbeute beträgt 34 mg Actinomyxin pro Liter Kulturlösung, der End-pfl-Wert der KulUiiiösuiig η,2. Das erhaltene Actinomycingemisch besteht nachdem Ringverteilungschromatogranim, ausgeführt mit dem System 5 Volumteile Aniylacetat und 5 Volumteile einer ioVoigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums, aus zwei 1 lauptkomponenten mit den U1.„-Werten 0,46 und 0,66.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 509 ohne N, N'-Dimethyldiketopiperazin ein Actinomycingemisch mit einer llauptkompouente, die bei U1... -· 0,66 und einer Nebenkomponoiite, die bei R1..,== 1 zu liegen kommt.
Beispiel 9
Kine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,0 1 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
2c 7.9 g Leuciiiäthylesterchlorhydrat
1,0 g sek. Kaliuniphosphat
1,2 g Natriumchlorid
250,0 mg Natriumsulfat
150,0 mg Magnesiumcarbonat
io,o mg Eisen(TI)-sulfat
1,0 g Calciumcarbonat
r,og liefe (vorder Sterilisation der
Nährlösung 3 Stunden bei 370
bebrütet)
wird vor dem Sterilisieren mit 0,4 ecm n-Natronlauge versetzt und anschließend i'/a Stunden bei 1 io° sterilisiert. Der pj|-Wert nach der Sterilisation beträgt 6,5. Die Nährlösung wird mit dem Stamm BoP 476 beimpft und insgesamt 5 Tage bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt. Der pti-Wert sinkt innerhalb der ersten beiden lage auf 5,3 ab, erreicht jedoch nach 5 Tagen Kulturdauer den Wert 7. Die Kulturlösung wird vom Mycel durch Zentrifugieren abgetrennt und beide Fraktionen erschöpfend mit Kssigcster ausgezogen. Die Ausbeute beträgt 90111g Actinoinycin pro Liter Kulturlösung. Aus den vereinigten Extrakten wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck entfernt, der rote Rückstand mit Benzol erschöpfend extrahiert, filtriert und au eine Aluminiumoxydsäule adsorbiert. Das mit Benzolessigester (1 \2) gewonnene Eluat enthält ein Actinomycingemisch, das nach dem Ringverteilungschromatogramni, ausgeführt mit dem Verteilungssystem 6 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol und 7 Volumteile einer 6°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums, aus vier I lauptkomponenten mit den R,,.,-Werten 1, 1,25, 1,6 und 2 sowie aus einer Nebenkomponente mit 'R1..,-ο,γ besteht.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 476 ohne Leuciiiäthylesterchlorhydrat, ohne Natriumsulfat und bei einer etwas größeren Menge Natriumchlorid ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm mit dem System
6 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol,
7 Volumteile einer 6%igen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 1 und 1,6 und einer Nebenkomponente mit Rc„ = o,7 besteht.
70 Beispiel 10
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,01 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
0,5 g D, L-Leucin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
1,5 g Natriumchlorid
50,0 mg Magnesiumsulfat
50,0 mg Magnesiumcarbonat
10,0 mg Eisen(II)-sulfat
250,0 mg Calciumcarbonat
2.0 g Bäckerhefe (vor der Sterilisation
der Nährlösung 3 Stunden bei 37° bebrütet)
(pH = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 509 beimpft, 8 Tage bei 300 geschüttelt und, wie im Beispiel ι beschrieben, aufgearbeitet. Das End-pH der Kulturlösung beträgt 8,8, die Ausbeute 30 mg Aetinomycin pro Liter Kulturlösung. Nach der Untersuchung im Ringverteilungschromatogramm mit dem System 4 Volumteile Di-n-butyläther, ι Volumteil Butanol und 5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums besteht das isolierte Actinomycingemisch aus drei Hauptkomponenten mit den R0O-Werten 0,62, ι und 1,5 sowie aus einer Nebenkomponente mit dem R11 „-Wert 2,2.
Demgegenüber bildet der Stamm BoP 509 ohne Leucinzusatz ein Actinomycingemisch, das im gleichen Ringchromatogramm aus einer Hauptkomponente mit dem R02-Wert 0,62 und einer Nebenkomponente mit R02=I besteht.
Beispiel 11 Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1.01 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
7,3 g D, L-Lysinhydrodhlorid 1,0 g sek. Kaliumphosphat 2,0 g Natriumchlorid lls
50,0 mg Magnesiumcarbonat 10,0 mg Eisen(II)-sulfat 10,0 mg Magnesiumsulfat 500,0 mg Calciumcarbonat
1,0 g Bäckerhefe (vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
wird vor der Sterilisation mit 1 ecm n-Natronlaugc versetzt, 1V2 Stunden bei iio° sterilisiert, mit dem Stamm BoP 476 beimpft und 5 Tage bei 300 ge-
600/153
F 14746 IVa/30 h
schüttelt. Der End-pH-Wert der Kulturlösung beträgt 6,6 bis 6,8, die Ausbeute 40 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung. Das reine Actinomycingemisch wird, wie im Beispiel 3 beschrieben, gewonnen und besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem System
4 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol,
5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums, aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 1 und 1,6 sowie aus drei Neibenkomponenten mit den R02-Werten* 0,6, 1,3 und 2.
Demgegenüber bildet der Stamm BoP 476 ohne Lysin ein Actinomycingemisch aus den zwei Hauptkomponenten R02=I und 1,6 und einer Ndbenkoniponente mit R02 = 0,6 (gleiches Verteilungssystem wie oben).
Beispiel- 12
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
i,o 1 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
4,0 g Kaliumnitrat
9,3 g D, L-Leucylglycin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
2,0 g Natriumchlorid
100,0 mg Magnesiumcarbonat
500,0 mg Calciumcarbonat
10,0 mg Eisen(II)-sülfat
200,0 mg Hefe (vor der Sterilisation
Nährlösung 3 Stunden bei 37
brütet)
(pH = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft und 7 Tage 'bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt. Die Kulturlösung von einem End-pH von 7,5 bis 7,8 und mit einer Ausbeute von 70 mg Actinomycin pro Liter wird, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das erhaltene Actinomycingemisch besteht ■ nach dem Ringverteilungschromatogramm mit dem System 6 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol, 7 Volumteile einer 6°/oigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums aus einer Nebenkomponente mit dem R02-Wert 0,7 und vier Hauptkomponenten mit den R02-Werten 1, 1,25, 1,6 und 2.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 476 ohne D, L-Leucylglycin ein Actinomycingemisch, das sidh aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 1 und 1,6 und einer Nebenkomponente mit dem R02-Wert 0,7 zusammensetzt (gleiches Verteilungssystem wie oben).
der beBeispiel 13
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
ι 1 Leitungswasser
20 g Glycerin
5 g Kaliumnitrat
6 g D, L-Threonin
ι g sek. Kaliumphosphat
2 g Natriumchlorid
50 mg Magnesiumcarbonat
10 mg Magnesiumsulfat
10 mg Eisen(II)-sulfat
500 mg Calciumcarbonat
500 mg Hefe (vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(pH = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft, 7 Tage bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das End-pn der Kulturlösung beträgt 8,3, die Ausbeute 70 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung. Das erhaltene Actinomycingemisch setzt sich nach der Untersuchung im Ringverteilungsdhromatogramm, ausgeführt mit dem System
4 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol,
5 Volumteile einer 8%igen wäßrigen Lösung des ■m-kresotinsauren Natriums, aus einer Hauptkomponente mit dem R02-Wert 1,6 und aus zwei Nebenkomponenten mit den R02-Werten 1 und 2,35 zusammen. Die Hauptkomponente 1,6 entspricht dem Actinomycin C3.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 476 ohne Threonin ein Actinomycingemisch, das im gleichen Verteilungssystem aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 1 und 1,6 und einer Nebenkomponente mit dem Rc2-Wert 0,6 besteht.
95 Beispiel 14
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
ι 1 Leitungswasser
20 g Glycerin
5 g Kaliumnitrat
8 g D, L-Norvalin
ι g sek. Kaliumphosphat
2 g Natriumchlorid
150 mg Calciumcaribonat
50 mg Magnesiumcarbonat
50 mg Magnesiumsulfat
25 mg Natriumsulfat
25 mg Eisen(II)-sulfat
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft, 5 Tage bei 300 geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das in einer Ausbeute von 35 mg pro Liter Kulturlösung erhaltene Actinomycingemisch besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem System 4 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol, 5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums, aus sechs Komponenten mit den R02-Werten 0,6, 0,75, 0,8, 1, 1,2 und 1,6.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 476 ohne D, L-Norvalin eine Nebenkomponente mit R02= 0,6 und zwei Hauptkomponenten mit den Re2-Werten 1 und 1,6.
509 600/153
F 14746 IVa /30 h
I'.lllC
Ι' e i s |> i e 1 15
Nährlösung der Zusammensetzung;
1 1 Leitungswasser
20 g (ilycerin
.| g Kaliumnitrat
1 2 g I), !.-.Methionin
1 g sek. Kaliumphosphat
2 g Natriumchlorid
250 mg (.'alciumearbonat
50 mg Magnesiumcarbonat
50 mg Magnesiumsulfat
25 nifi Eisen(l I )-sulfat
•ioo mg 1 lefe (vor der .Sterilisation der Nährliisuiii,' 3 Stunden bei 370 bebrütet")
(ρ,,--6,8 bis 7,2)
wird mit dein Streptomvees-Stamm BoI' 476 be- impft, 5 Tage Ιιι·ί 30" in Erlenmeverkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. l)as Knd-pii der Kulturlösungen beträft 7,.|, die Ausbeute 63 mg Actinomycin pro Liter Kultiirlösuiig. Nach dem Riiigverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem Verteilungssystem .| Volumteile l)i-n-l)Utyläther, 1 Volumteil Butanol, 5 Volumteile einer 8"/oigen wäßrigen Lösung des in-kresotiiisaurm Natriums, besteht das erhaltene Actinoinvcmgcinisch aus zwei I lauptkomponenten mit den K1..,-Werten 1 und 1,6 und aus einer Nebenkoinpoik'iik· mit K1., o,C>.
Demgegenüber bildet der Streptnmyces-Stamm BoI'.176 ohne 1), L-Methioiiin ein Actinomycingemiseh, das im Kingverteiluiig.-chromatogramm mil gleichem Zweiphasensysteni aus zwei Hauptkomponenten mit den R1..,-Werten 1 und 1,6 und aus einer Nebenkomponente mit R1..,—~o,6 bestellt.
B e i s ])i e I in
Kiiie Nährlösung der Zusammensetzung:
1 1 Leitungswasser
20 TC. (ilycerin at
5 g Kaliumnitrat
8 Formvl-I )-leuciii
1 g' sek. Kaliuni])hosph it
2 g Natriumchlorid
mg Magnesiumsulfat
mg M agnesiumcarbon; ilisation der Nähr-
IO TC Kisen(l 1 (-sulfat >rütet)
25O mg C'alciumcarbonat ■2)
5°° mg I lefe (vor der Ster
lösung bei 37° bei
(ρ,, = 6,« bis 7,
wird mit dem Streptomvces-Stamni BoF 476 beimpft, .| 'l'agi· bei 30" geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das Knd-pn der Kulturlösung betrügt 7,4. die Ausbeute 65 mg Aciinoiiiyciii pro Liter Kulturlösung. Das gewonnene Actinoniycingemisch besteht nach dem R iiigverlcilungsehromatogramni, ausgeführt mit dem Verteilungssystem .) Volumteile Di-n-butylällier, 1 Volumteil Butanol, 5 Volumteile einer 8n/oigen wäßrigen f.ösung des m-kresotinsatiren Natriums aus drei I lauptkomponeuten mit den R1.o-Werten 1, 1,6, 2,35 und zwei Nebenkomponenten mit den Werten 0,6 und 3,4.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 47G ohne Formyl-D-leucin ein Actinomycingemisch, das im Ringvcrtcilungschromatogramm mit gleichem Zweiphasensystem aus zwei llauptkomponenten mit den R1..,-Werten 1 und 1,6 und aus einer Nebenkomponente mit R(.., = o,6 besteht.
I! e i s ρ i e 1 17
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,0 1 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
8,2 g Acetyl-D, L-isoleucin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
1,2 g Natriumchlorid
500,0 mg Calciumcarbonat
50,0 mg Magnesiumcarbonat
20,0 mg Eisen(Il)-sulfat
20,0 mg Natriumsulfat
500,0 mg Hefe (vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
wird vor dem Sterilisieren mit 2 11-Natronlaugc auf Ph ~ 7 eingestellt und die sterile, mit dem Streptomyces-Stamm B0P476 beimpfte Nährlösung 4Tage bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt. Das pn der Nährlösung beträgt danach 7,2. Das in einer Ausbeute von 80 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung anfallende Actinomycingemisch setzt sich nach dem Ringverteilungschromalogramm mit dem Zweiphasensystem 4 Volumteile Di-11-butyläther, 1 A'olumteil Hutanol, 5 Volumteile einer 8"/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums aus den Hauptkomponenten mit den R(..,-Werten 1,6, 2,4 und 3,5 und zwei Nebcnkomponenten mit 0,6 und 1 zusammen.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoI'476 ohne Acetyl-D, L-isoleucin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogranim mit gleichem Zweiphasensystem aus zwei Hauptkomponenten mit den !^,..,-Werten 1 und 1,6 und aus einer Nebenkomponente mit R(.., = 0,6 besteht.
Beispiel 18
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1 I Leitungswasser
20 g Glycerin
4 g Kaliumnitrat
4 g D. L-Threonin
4 g D, L-VaIin
1 g selc. Kaliumphosphat
2 g Natriumchlorid
50 mg Magnesiumcarbonat
25 mg Magnesiumsulfat 25 mg Eisen(Il)-sulfat
600/153
F 14746 IVa/30 h
250 mg Calciumcarbonat
250 mg Hefe {vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 476 beimpft, 6 Tage bei 300 in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das End-pH der Nährlösung beträgt 8,8, die Ausbeute 40 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung. Nach der Untersuchung im Ringverteilungschromatogramm mit dem Zweiphasensystem
4 Volumteile Di-n-butyläther, 1 Volumteil Butanol,
5 Volumteile einer 8°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums besteht das isolierte Actinomycingemisch aus drei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 0,6, 1 und 1,6 sowie aus einer Nebenkomponente mit dem R02-Wert 2,25.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 476 ohne D, L-Threonin und D, L-Valin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm mit gleichem Zweiphasensystem aus zwei Hauptkomponenten mit den Rc2-Werten 1 und 1,6 und aus einer Nebenkomponente mit R02 = 0,6 besteht.
B ei s ρ i el 19
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
1,01 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
6,5 g D, L-Valin
1,0 g sek. Kaliumphosphat
2,0 g Natriumchlorid
100,0 mg Magnesiumcarbonat
10,0 mg Magnesiumsulfat
10,0 mg Eisen(II)-sulfat
1,0 g Calciumcarbonat
1,0 g Hefe (vor der Sterilisation der
Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(Ph = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 458 a beimpft, 6 Tage in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das End-pH der Kulturlösung beträgt 6,3, die Ausbeute 100 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung. Nach dem Ringverteilungschromatogramm mit dem Verteilungssystem 5 Volumteile Amylacetat, 5 Volumteile einer io°/oigen wäßrigen Lösung des m-'kresotinsauren Natriums besteht das gewonnene Actinomycingemisch aus einer Hauptkomponente mit R02 =1,2 und zwei Nebenkomponenten mit den Ro2-Werten 0,66 und 2.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 458 a ohne D, L-Valin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm mit gleichem Verteilungssystem aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 0,66 und 1,2 und aus einer Nebenkomponente mit R02 = 0,2 besteht. Das Actinomycin-C-Gemisch mit dem System 5 Volumteile Amylacetat, 5 Volumteile einer io°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums verteilt, ergibt zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 1 (Actinomycin C2), i,55 (Actinomycin C3) und eine Nebenkomponente mit dem Rc2-Wert 0,66 (Actinomycin C1).
B e i s ρ i e 1 20 Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
ι 1 Leitungswasser
20 g Glycerin
5 g Kaliumnitrat
7 g D, L-Threonin
ι g sek. Kaliumphosphat
2 g Natriumchlorid
100 mg Magnesiumcarbonat
25 mg Natriumsulfat
10 mg Eisen(II)-sulfat
ι g Calciumcarbonat
ι g Hefe (vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(pH = 6,8 bis 7,2) 8S
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 458 a beimpft, 6 Tage in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das End-pH der Kulturlösung beträgt 7, die Ausbeute 25 mg Actinomycin pro Liter Kulturlösung. Nach dem Ringverteilungschromatogramm mit dem Verteilungssystem 5 Volumteile Amylacetat, 5 Volumteile einer io°/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums besteht das erhaltene Actinomycingemisch aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 0,66 und 1,2 und aus vier Nebenkomponenten mit den Rc2-Werten 0,4, 1, 1,7 und 2,1.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 458 a ohne D, L-Threonin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm mit gleichem Verteilungssystem aus zwei Hauptkomponenten mit den R02-Werten 0,66 und 1,2 und aus einer Nebenkomponente mit R02 = 0,2 besteht.
B e i s ρ i e 1 21 Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
i,o 1 Leitungswasser
20,0 g Glycerin
5,0 g Kaliumnitrat
4,4 g Sarkosin
1,0 g sek. KaliumphospShat 2,0 g Natriumchlorid
100,0 mg Magnesiumcarbonat 10,0 mg Eisen(II)-sulfat 1,0 g Calciumcarbonat 1,0 g Hefe (vor der Sterilisation der
Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(pH = 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 458 a beimpft, 8 Tage in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das
509 600/153

Claims (1)

F 14746 IVa/30 h Kndpn der Kulturlösung beträgt 8,4, die Ausbeute 25 mg Aetinomycin pro Liter Kulturlösung. Das anfallende Actinomycingemisch besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm mit demZweiphasensystem 5 Volumteile Amylacetat, 5 Volumteile einer lo'Vuigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums aus drei ITauptkomponenten mit den K1.„-Werten 0,35, 1, 1,2 und fünf Nebenkomponenten mit den R,..,-Werten 0,2, 0,66, i,5S> 1,() und 2,2. Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm Hol' 458a ohne Sarkosin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm mit gleichem Verteilungssystem aus zwei Hauptkomponenten mit den R1..,-Werten 0,66 und 1,2 und aus einer Nebenkomponente mit R1.., = 0,2 besteht. I! e i s ρ i e 1 22 Eine Nährlösung der Zusammensetzung: j ,0 I Leitungswasser 20,0 g Glycerin 5,og Kaliumnitrat 6,5 g D, !.-Isoleucin i,5g sek. Kaliumphosphat 2,0 g Natriumchlorid 100,0 mg Magnesiumcarbonat 10,0 mg Ei sen(I I)-sulfat 1,0 g Caleiumearbonat
1.0 g liefe (vor der Sterilisation der
Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(pn " 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 458a beimpft, 5 Tage in Erlenmeyerkolben geschüttelt und. wie im lieispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das Knd-pu der Kulturlösung beträgt 7,5. Das in einer Ausbeute von 70 mg Aclinomyciii pro Liter Kulturlösung anfallende Aelinomyeingemisch besteht nach dem Ringverteilungschromatogramm mit dem Verteilungssystem 5 Yolumteile Amylacetat, 5 Volumleile einer lo'Vuigeu wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums aus acht Komponenten mit den R1..,-Werfen 0,66, 1, 1,2, 1.55, 1,0., 2,7, 3,5 und 4,2. Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm Hol' 458a ohne D, 1 ,-Isoleucin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm
mit gleichem Verteilungssystem aus zwei Hauptkomponenten mit den Ru „-Werten 0,66 und 1,2 und aus einer Nebenkomponente mit RcO = 0,2 besteht.
Beispiel 23
Eine Nährlösung der Zusammensetzung:
ι 1 Leitungswasser
20 g Glycerin
5 g Kaliumnitrat
8 g D, L-Leucin
ι g sek. Kaliumphosphat
2 g Natriumchlorid
100 mg Magnesiumcarbonat
10 mg Eisen(II)-sulfat
500 mg Caleiumearbonat
ι g Hefe (vor der Sterilisation der Nährlösung 3 Stunden bei 370 bebrütet)
(pH 6,8 bis 7,2)
wird mit dem Streptomyces-Stamm BoP 458a beimpft, 5 Tage in Erlenmeyerkolben geschüttelt und, wie im Beispiel 5 beschrieben, aufgearbeitet. Das End-pji der Kultuiiösung beträgt 6,8, die Ausbeute 220 mg Aetinomycin pro Liter Kulturlösimg. Nach dem Ringverteilungschromatogramm, ausgeführt mit dem Verteilungssystem 5 Volumteile Amylacetat, 5 Volumteile einer io°/oigen wäßrigen Lösung des 111-kresotinsauren Natriums, besteht das erhaltene Actinomycingemisch aus vier Hauptkomponenten mit den R1. „-Werten-0,66, 1,2, 1,7, 2,1 und aus vier Nebenkomponenten mit den Rc„-Werten 0,1, 2,4 und 2,7.
Demgegenüber bildet der Streptomyces-Stamm BoP 458:1 ohne D, L-Leucin ein Actinomycingemisch, das im Ringverteilungschromatogramm mit gleichem Verteilungssystem aus zwei Hauptkomponenten mit den R1.„-Werten 0,66 und 1,2 und aus einer Nebenkomponente mit R1.., = 0,2 besteht.
Pati'ntaxs ρ m;c.H:
Die Verwendung von Aminosäuren mit mehr als 2 C-Atomen oder solchen Verbindungen, die unter den Kulturbedingungen in solche Aminosäuren übergehen, oder von Oligopeptidcn in Nährmedien zur Gewinnung von Actinomycinen durch Züchtung von Actinomycine bildendeii Stämmen der Gruppe Strcptomyceten.
© 509 600/153 12.55

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