DEF0010267MA - - Google Patents

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DEF0010267MA
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maleic anhydride
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olefins
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anhydrides
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Oktober 1952 Bekanntgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß sich Maileinsäureanhydrid und Olefine beim Erhitzen zu substituierten Bernsteinsäureanhydriden vereinigen.
Nach einem bekannten Verfahren verwendet man vorzugsweise frisch destillierte Olefine, die durch D ehydr liieren, von Petroleumkohlenwasserstoffen gewonnen worden sind, um gegebenenfalls durch Lagern, gebildete Polymere von der Umsetzung auszuschließen. Aldann löst man zunächst das Maleinsäureanhydrid bei, mittleren Temperaturen vollkommen in dem Olefingemisch und. erhöht dann erst die Temperatur so weit, daß die Reaktion eintritt. Dadurch wird ein glatter und gleichmäßiger Verlauf der Umsetzung bewirkt. Würde man schon beim Zusatz des Maleinsäureanhydrids die verhältnismäßig hohen Reaktionstemperaturen anwenden, so könnte es leicht zu einem nicht regelbaren Ablauf der Reaktion und zur Entstehung sehr hoher Drücke kommen.
Während normalerweise die Umsetzung von. Olefinen mit Maleinsäureanhydrid, ungesättigte Verbindungen liefert, erhält man nach einem anderen bekannten .Verfahren gesättigte Verbindungen, wenn man dem Reaktionsgemisch geringe Mengen. Jod zusetzt. Die Reaktion nimmt dadurch, einen anderen Verlauf.
Im übrigen hängt die Reaktionsfähigkeit der Olefine von ihrem Aufbau ab. Höhermolekulare Olefine, die technisch in. erster Linie von Bedeutung sind, wie Dodecylen, Pentadecylen,, Octadecylen und
609 617/493
F 10267 IVb/12 ο
Hexadeicylen, und, die ζ. B. durch Dehydrierung von, höhermolekularen, gesättigten Kohlenwasserstoffen, oder durch Polymerisation von niedermolekularen, Olefinen, z. B. von Propylen und, Butylen, erhalten, werden köninen, bestehen aus Gemischen verschiedener1 Isomerer.
Manche dieser Isomeren reagieren] bedeutend leichter mit Maleinsäureanhydrid als andere. Dais hart: zur Folge, daß beim Erhitzen, solcher Isomeren-ίο gemische mit Maleinsäureanhydirid, nur ein bestimmter Anteil dieser Gemische umgesetzt wird;. SOi läßt, sich z. B. ein Propylenpolymeres, dlais isomere Pentadecylene enthält, nur zu, etwa 50 bis 60% durch Erhitzen mit Maleinsäureanhydrid umsetzen. Ein, Butylenpolymeires, das isomere Hexadecyleiie enthält, kann, in, wirtschaftlicher Weise sogar nur zu etwa 25 bis 30% umgesetzt werden. Das restliche Olefin reagiert beim Erhitzen praktisch nicht mit dem Maleinsäureanhydrid.
Es wurde nun gefunden,, daß man, höhermolekuliare Olefine, die als Gemisch mehrerer1 Isomerer vorliegen, durch Erhitzen mit Maleinsäureanhydrid vollständig' zu den entsprechenden ungesättigten substituierten BernsteinsäuTeanhydriden, dadurch umsetzen kann, daß man die Reaktion in Gegenwart von anorganischen Säuren, deren Anhydriden, deren sauren, Salzen oder von- Borfluoridi als Katalysatoren durchführt.
Hierfür eignen sich z. B. Phoepharpentoixyd, Borpho'Spharf:, Phosphorwolframisäure, Borfluorid-Essigsäure, Kieselsäuregel undl mit! Säuren, aktivierte1 Bleicherden. Geeignete Reaktionsteimperaturen liegen zwischen etwa 100 und 3000, insbesondere zwischen etwa 150 und 2500.
Die nach dem Verfahren, herstellbaren. Verbindungen bzw. deren Salze oder Ester sind oberflächenaktiv wirksam, so daß sie z. B. als Textiilhilfsmittel verwendet werden, können.
Beispiel
25 Gewichtsteile durch Polymerisation, van Butylen gewonnenes Hexadecylen mit einem Siedebereich zwischen etwa 240 und 2601° werden mit 2,5 Gewichtsteilen Maleinsäureanhydrid und 0,35 Gewichtsteilen Borphosphiat 4 Stunden, unter Rühren auf 220° erhitzt. Danach wird das Borphosphat a,bfiltriiert und das Filtrat destilliert. Man erhält 3 bis 4 Gewichtsteile Hexadecylenbernsteinsäure-, anhydrid mit Kp.3 bis 5 200 bis 2500 und einen geringen Destillationsrückstand,, während 21 bis 22 Gewiichitsteile unverändertes Hexadeeylen, zurückerhalten werden. Ergänzt man den wiedergewonnenen, Kohlenwasserstoff mit frischem oder aus anderen Ansätzen zurückerhaltenem auf 25 Gewichts teile, so läßt sich der Ansatz beliebig oft wiederholen und damit der Kohlenwasserstoff praktisch restlos umsetzen. Ohne Zusatz von. Borphosphat hingegen kann der jeweils zurückgewonnene Kohlenwasserstoff höchstens dreimal wieder eingesetzt werden. Danach sinken die Ausbeuten auf etwa ein Fünftel bis ein Zehntel gegenüber denen, die bei der Durchführung1 der Reaktion in Gegenwart des Katalysators erreicht werden.
Ersetzt man das Borphosphat durch die gleiche Menge Phosphorwolframsäure oder Kieselsäuregel oder durch etwa die dreifache Gewichtsmenge hochaktiver saurer Bleicherde, so erhält man im wesentlichen dieselben, Ergebnisse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren, zur Herstellung von ungesättigten substituierten Bernsteinsäureanhydrid en, durch Umsetzung von, Maleinsäureanhydrid;1 mit höfaermolekularen Olefinen bei erhöhter Temperatur 75 · von, etwa 1001 bis. 300°, dadurch gekennzeichnet, daß main die Umsetzung in Gegenwart: von anorganischen Säuren, deren Anhydriden, deren sauren Salzen oder von, Borfluoirid als Katalysatoren durchführt.
    In Betracht: gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2 411 215;
    kanadische Patentschrift Nr. 472 510.

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