DEF0000529MA - Maschinenwirknadel mit einem röhrenförmigen Schaft - Google Patents
Maschinenwirknadel mit einem röhrenförmigen SchaftInfo
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Description
In der britischen Patentschrift 490755 sind röhrenförmige Maschinenwirknadeln beschrieben, bei denen der Nadelhaken als Verlängerung eines Teiles der Wand des röhrenförmigen Schaftes gebildet ist. Daher ist das für den Nadelhaken zur Verfügung stehende Material durch die Wandstärke begrenzt und kann auch für sehr feine Nadeln nicht ausreichend sein. In der britischen Patentschrift 516025 ist deshalb vorgeschlagen, den Teil der Wand, wo der Haken ansetzt, dicker als die anderen Teile der Röhrenwand zu machen. Eine Ausführungsmöglichkeit hierfür besteht darin, einen Streifen entlang der einen Seite der Röhre anzuschweißen oder anzulöten, wobei der Haken sehr von dem Streifen als von der Röhre gebildet wird. Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung besteht jedoch darin, einen ausreichenden Haken an dem Ende des röhrenförmigen Schaftes selbst in den feinsten Größen zu bilden, ohne dass ein besonderes Röhrenherstellungs- oder Schweißverfahren o.dgl. hierfür erforderlich wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung hat die Maschinenwirknadel einen röhrenförmigen Schaft, dessen eines Ende zu Bildung eines in die Form eines Hakens gebogenen Stiftes im Gesenk geschmiedet und nach der einen Seite des Schaftes abgebogen ist, während auf der anderen Seite eine Öffnung für den Durchtritt einer Schiebezunge gebildet ist, welche abwechselnd über den Haken greift und in den Schaft zurückgezogen
wird. Infolgedessen hat der Hauptteil des Hakens mehr einen röhrenförmigen als einen vollen Querschnitt, obgleich die Bohrung zur Röhre im Vergleich zu ihrer Wandstärke bei dem Formungsverfahren sehr stark verkleinert wird.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Abb. 1 ist ein Längsschnitt durch eine Maschinenwirknadel und die dazugehörigen Teile.
Abb. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie II-II der Abb. 1.
Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie III-III der Abb. 1.
Abb. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie IV-IV der Abb. 1.
Abb. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie V-V der Abb. 1.
Abb. 6 ist eine Draufsicht auf den vorderen Teil der Nadel.
Die Nadel wird aus einer Röhre von einem solchen Querschnitt gebildet, dass der Nadelschaft 1 als Führung für eine röhrenförmige Zunge 2 dienen kann. Das eine ganze Ende der Röhre ist im Gesenk geschmiedet und geformt und zur Bildung des Nadelhakens gebogen, welcher einen geraden Teil 3 und den eigentlichen Haken 4 ausmacht. Da der Haken aus einer Röhre gebildet ist, hat einen engen Mittelkanal 5. Eine Seitenöffnung 6 in der Röhre ermöglicht es der Zunge 2, in Bezug auf die Nadel hin- und herzugleiten zwischen einer Lage, in welcher sich die Spitze 7 der Zunge in dem Nadelschaft befindet, und der in Abb. 1 dargestellten Lage, in der die Spitze 7 über den Nadelhaken greift.
Bei der Herstellung der nadel springt der im Gesenk geformte Stift, der den Haken 3, 4 bildet, zunächst in achsialer Richtung von dem Schaft 1 aus vor. Er wird dann zu der für den geraden Teil 3 erforderlichen Lage abgebogen, wobei der Winkel durch einen geeigneten Winkelmesser bestimmt wird. Darauf wird der mit strichpunktierten Linien Z in der Abb. 1 angedeutete Teil durch Schleifen oder Fräsen weggenommen, um die Öffnung 6 herzustellen, und schließlich wird
der eigentliche Haken 4 an dem Ende des Stiftes gebogen.
Bei Anwendung der Erfindung auf Kettenwirkmaschinen werden solche parallel zueinander angeordneten Nadeln an ihren rückwärtigen Enden dadurch befestigt, dass sie in einen Block aus Blei oder Kunstharz eingegossen werden. Eine Reihe von solchen Blöcken wird in bekannter Weise entlang einer Nadelbarre befestigt, welche durch den Mechanismus der Wirkmaschine hin- und herbewegt wird. Die nach rückwärts vorstehenden Enden 8 der Zunge sind ähnlich in Blöcken angeordnet, die entlang einer Zungenbarre befestigt sind, welche ebenfalls in zeitlicher Abhängigkeit von der Nadelbarre hin- und herbewegt wird. Demgemäß gleitet bei den Hin- und Herbewegungen der Nadeln und Zungen jede Zunge 2 in dem röhrenförmigen Schaft 1 ihrer Nadel und der Vorgang ist derart, dass, nachdem eine Garnschleife von den Nadelhaken gebildet worden ist, sich die Nadel vorwärtsbewegt, während die Zunge 2 in die Lage zurückgeht, in welcher ihre Spitze 7 in dem Schafr 1 hinter der Öffnung 6 liegt. Beider Vorwärtsbewegung geht die Nadel durch die Garnschleife, welche dabei so weit nach rückwärts über die schrägen Kanten der Öffnung 6 nach oben gleitet, dass die Zunge durch die Masche treten kann, wenn sie sich bezüglich der Nadel wieder vorwärtsbewegt. Dann kann die Masche abgeworfen werden, wobei die Spitze 7 der Zunge 2 den Nadelhaken 4 bedeckt und der letztere dabei eine neue Schleife bildet.
Obgleich sich die Erfindung insbesondere für Kettenwirkmaschinen eignet, kann sie auch auf andere Arten von Strick- und Wirkmaschinen angewendet werden. In diesem Falle können die Nadeln getrennt in Nadelrinnen angeordnet und mit Verdickungen versehen werden, um durch Nocken oder Exzenter betrieben zu werden. Die zugeordneten Zungen werden dann ebenfalls mit Verdickungen versehen, um durch andere Nocken betätigt zu werden.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in stark vergrößertem Maßstab dargestellt. Als Beispiel soll erwähnt werden, dass bei
einer 28.er Nadelteilung, wie sie gemäß der Erfindung für Kettenwirkmaschinen bestimmt ist (d.h. also 28 Nadeln auf 2,54 cm, 1 Zoll), das Maß A (Abb. 1) 0,018 Zoll, und das Maß C 0,008 Zoll beträgt. Die Länge der Nadel beträgt 1,844 Zoll.
Die Nadel kann aus kohlenstoffhaltigem Stahl bestehen. In diesem Fall ist die übliche Hitzebehandlung notwendig. Die zugeordnete Zunge kann aus rostfreiem Stahl oder aus einer Nickel-Kupfer-Legierung mit geringen Zusätzen von Titanium und Silizium oder aus einem anderen geeigneten rostfreien Material, beispielsweise Phosphorbronze bestehen. Andererseits kann die Nadel aus rostfreiem Stahl hergestellt und mit einer rostfreien Zunge versehen sein.
Der Schmiedevorgang zur Herstellung der Nadel besteht darin, das Ende der Röhre auf den gewünschten Durchmesser zur Bildung des gleichachsigen Stiftes mit einer bekannten Art von Schmiede- oder Setzmaschinen zu verkleinern, die mit radialen, unter Hammerwirkung stehenden Matritzen arbeiten. Der Schmiedevorgang kann absatzweise mit zwischendurch erfolgendem Ausglühen durchgeführt werden. Der Stift wird dann in dem erforderlichen Winkel abgebogen, die Öffnung für den Durchtritt der Zunge durch Schleifen oder Fräsen hergestellt und das Ende zum Haken gebogen.
Claims (1)
- Maschinenwirknadel mit einem röhrenförmigen Schaft, dadurch gekennzeichnet, dass das ganze Ende des Schaftes im Gesenk geschmiedet und nach der einen Seite abgebogen ist, und dass auf der anderen Seite eine Öffnung für den Durchtritt einer Schiebezunge gebildet ist, welche abwechselnd über den Haken greift und in den Schaft zurückgezogen wird.
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