DEC0007749MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Juni 1953 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 12p GRUPPE 10 C 7749 IVb/12 p
Dr. Jean Druey, Riehen, Dr. Albrecht Hüni, Basel,
Dr. Beat Heinrich Ringier, Riehen, und Dr. Alex Staehelin, Basel (Schweiz)
sind als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Verfahren zur Herstellung von 6-Halogen-2-aryl-3-oxo-2,3-dihydropyridazinen
Die Priorität der Anmeldungen in der Schweiz vom 20. Juni 1952, 13. Februar und 2. April 1963
ist in Anspruch genommen
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von 6-Halogen-2-aryl"3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin-Verbindungen,
insbesondere von solchen, in denen Aryl ein höchstens zweikerniger aromatischer Rest, vor allem
ein Phenylrest, und Halogen ein Brom- oder vorzugsweise Chloratom ist. Vorteilhaft sind diese Verbindungen
weiter substituiert, z. B. vorzugsweise der Pyridazinkern durch Alkyl-, freie oder substituierte
Amino-,, wie Dimethylaminogruppen oder Halogenatome. '■' Ji-
Die neuen Pyridazine besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften; so zeigen sie eine antipyretische
und analgetische Wirkung und können als Heilmittel Verwendung finden.
Von besonderer Bedeutung sind 6-Chlor-2-phenyl-3-0x0-2, 3-dihydro-pyridazin-Verbindungen, vorzugsweise
das 6-Chlor-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin der Formel
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C 7749 IVb/12p
und das . o-Chlor-S-dimethylamino^-phenyl-s-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin der Formel
CH.
Diese Verbindungen üben eine ausgeprägte analgetische
Wirkung aus, die ungefähr doppelt so stark ist wie diejenige des wohl bekannten Aminopyridins.
Dies ist um so überraschender, als nahe verwandte Verbindungen, wie das ^-Brom-S-dimethylamino-2-phenyl-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin, keine Wirkung ausüben.
Die verfahrensmäßig hergestellten Verbindungen sind
auch als Zwischenprodukte wichtig, insbesondere für die Herstellung der entsprechenden, medizinisch verwendbaren
6-Amino-2-aryl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazine.
Die neuen Verbindungen werden erhalten, wenn man 6-Oxy-2-aryl-3-oxo-hydro-pyridazin-Verbindungen,
die mindestens eine Doppelbindung, nämlich in 6-Stellung des Pyridazinringes aufweisen, mit HaIogenierungsmitteln
und, wenn nötig, mit dehydrierenden Mitteln behandelt und, wenn erwünscht, in erhaltenen Verbindungen, die in 5-Stellung ein HaIogenatom
aufweisen, dieses gegen eine Aminogruppe austauscht.
So kann man 6-Oxy-2-aryl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin-Verbindungen
oder ihre tautomeren Formen mit halogenierenden Mitteln, vorzugsweise den HaIogeniden
der Phosphorsäure, wie Phosphoroxychlorid, Phosphorpentachlorid, Phosphorpentabromid, behandeln.
Eine andere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß man 6-Oxy-2-aryl-3-oxo-2, 3, 4, 5-tetrahydro-pyridazin-Verbindungen
oder ihre tautomeren Formen mit Halogenierungs- und dehydrierenden Mitteln behandelt. Als halogenierende Mittel
können die obengenannten Halogenide der Phosphorsäure verwendet werden. Mit gleichen Mitteln, insbesondere
Phosphorpentachlorid, läßt sich die Dehydrierung durchführen.
Die geschilderten Umsetzungen können in An- oder Abwesenheit von Verdünnungsmitteln im offenen
oder geschlossenen Gefäß unter Druck durchgeführt
So werden. Man arbeitet vorzugsweise bei erhöhter Temperatur.
Die verfahrensmäßig verwendeten Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten
Methoden dargestellt werden.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher beschrieben. Zwischen Gewichtsteil
und Volumteil besteht die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter. Die Temperaturen
sind in Celsiusgraden angegeben.
100 Gewichtsteile 6-Oxy-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin
werden mit 750 Volumteilen Phos
phoroxychlorid ι Stunde auf dem siedenden Wasser- ■■
bad erhitzt, die Lösung unter Rühren vorsichtig auf 5500 Gewichtsteile Eis gegossen und nach istündigem
Stehen in der Kälte der.-''gebildete. Niederschlag abgenutscht. Man wäscht ihn; mit Wasser und
kristallisiert ihn aus Wasser um. Das so erhaltene 6-Chlor-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin der
Formel ,
schmilzt bei 116 bis ii8°.
Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-2-phenyl-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin kann auf folgende Weise hergestellt werden: 235 Gewichtsteile Maleinsäureanhydrid
werden in 2000 Volumteilen Eisessig gelöst und mit einer Lösung von 270 Gewichtsteilen Phenylhydrazin
in 500 Volumteilen Eisessig 3 Stunden unter Rückfluß gekocht. Die heiße Lösung wird dann unter
Rühren auf 700 Volumteile Wasser gegossen, wobei Kristallisation eintritt. Die gekühlte Mischung wird
genutscht, der Rückstand mit Wasser gewaschen, zur Reinigung in 1 n-Sodalösung gelöst und nach Filtrieren
mit 2n-Salzsäure wieder ausgefällt. Der Niederschlag wird genutscht, mit Wasser gewaschen
und getrocknet. Das so erhaltene 6-Oxy-2-phenyl-3-0x0-2, 3-dihydro-pyridazin schmilzt bei 272 bis 2740.
49 Gewichtsteile 6-Oxy-2-(p-chlorphenyl)-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin werden mit 300 Volumteilen
Phosphoroxychlorid 1 Stunde auf dem siedenden Wasserbad erhitzt. Die Lösung wird vorsichtig unter
Rühren auf Eis gegossen und nach einigem Stehen in der Kälte der gebildete Niederschlag abgenutscht,
mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das so erhaltene 6-Chlor-2-(p-chlorphenyl)-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin
der Formel
schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Benzol-Petroläther bei 138 bis 1400.
Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-2-(p-chlorphenyl)"3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin
kann wie folgt dargestellt werden: 66 Gewichtsteile p-Chlorphenylhydrazin
in 122 Volumteilen Eisessig werden zu einer Lösung von 76 Gewichtsteilen Maleinsäureanhydrid
in 670 Volumteilen Eisessig gegeben und die Mischung
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3 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Zur
heißen Lösung gibt man 240 Volumteile Wasser und läßt unter Kühlen kristallisieren. Das Kristallisat
wird abgenutscht, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das so erhaltene 6-Oxy-2-(p-chlorphenyl)-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin schmilzt bei 280 bis 2820.
3 Gewichtsteile 6-Oxy-2-phenyl-4 (oder -5-) -methyl-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin werden mit 15 Volumteilen Phosphoroxychlorid einige Zeit auf dem
siedenden Wasserbad erhitzt. Das Phosphoroxychlorid wird hierauf weitgehend abdestilliert und der
Rückstand auf Eis gegossen. Nach längerem Stehen wird der feste Anteil abgenutscht, mit Wasser gewaschen
und mehrmals aus absolutem Äthanol umkristallisiert. Das so erhaltene 6-Chlor-2-phenyl-4-(oder
-5-) -methyl-3~oxo-2,3-dihydro-pyridazin der Formel
CH,-
schmilzt bei 136 bis 1370.
Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-2-phenyl-4-(oder
-5-) -methyl-s-oxo^, 3-dihydro-pyridazin vom
F. = 226 bis 2280 kann auf übliche Weise gewonnen werden.
5 Gewichtsteile 6-Oxy-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydropyridazin
werden mit 12 Gewichtsteilen Phosphor-
pentabromid vermischt und im Ölbad 3 Stunden auf 125 bis 1300 erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf
50 Volumteile Wasser gegossen, wobei sich der Überschuß des Phosphorpentabromids zersetzt. Nach
I5stündigem Stehen wird genutscht und das erhaltene graubraune Produkt mit Wasser gewaschen und im
Vakuum getrocknet. Zur Reinigung wird es in Benzol heiß gelöst. Man versetzt die Lösung mit Petroläther,
bis ein flockiges Nebenprodukt ausfällt, und bringt aus der filtrierten und mit Tierkohle gereinigten
Benzol-Petroläther-Lösung durch weitere Zugabe von Petroläther das 6-Brom-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydropyridazin
der Formel
N—<·
Br
zur Kristallisation. Es schmilzt bei 122 bis 124°
85 Gewichtsteile o-Oxy-S-chlor^-phenyl^-oxo^, 3-dihydro-pyridazin
werden mit 680 Volumteilen Phosphoroxychlorid ι Stunde auf 100° erhitzt. Die Lösung
wird mit eishaltiger verdünnter Natronlauge zersetzt und ausgeäthert. Nach dem Trocknen über
Pottasche wird der Äther verdampft und der Rückstand aus Cyclohexan umkristallisiert. Das so erhaltene
5, 6-Dichlor-2-phenyl"3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin der Formel
Cl-
Cl
schmilzt bei 1380.
Das als Ausgangsstoff verwendete o-Oxy-S-chlor-2-phenyl-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin kann auf folgende Weise gewonnen werden: 400 Gewichtsteile:
Chlormaleinsäureanhydrid werden mit 311 Volumteilen Phenylhydrazin und 2200 Volumteilen Eisessig
3 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach I5stündigem Stehen bei 20° wird der Niederschlag abfiltriert
und mit Eisessig gewaschen. Man reinigt ihn durch Lösen in verdünnter Natronlauge, Filtrieren und Ausfällen mit verdünnter Salzsäure und kristallisiert ihn/
aus Eisessig. Das so erhaltene 6-Oxy-5-chlor-2-phenyl-3-0x0-2,3-dihydro-pyridazin
schmilzt unter Zersetzung bei 2700.
16 Gewichtsteile 6-Oxy-2-phenyl~3-oxo-2, 3, 4, 5-tetrahydro-pyridazin
werden mit 120 Gewichtsteilen Phosphorpentachlorid verrieben und allmählich auf
130 bis 1400 erhitzt, auf welcher Temperatur man
die Mischung 10 Minuten beläßt. Hierauf setzt man 160 Volumteile Phosphoroxychlorid hinzu und erhitzt
30 Minuten bei einer Ölbadtemperatur von no0. Die Lösung wird mit eishaltiger verdünnter Natronlauge
zersetzt und mit Äther extrahiert. Den Ätherextrakt trocknet man über Pottasche und dampft zur Trockne
ein. Der Rückstand wird aus einer Mischung von Cyclohexan und Methanol mit dem Verhältnis 10: 1,
dann aus einer ebensolchen mit dem Verhältnis 1: 2 und schließlich aus Methanol umkristallisiert. Das
so erhaltene 4, 6-Dichlor-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydropyridazin schmilzt bei in bis 1120.
6,9 Gewichtsteile 6-Oxy-2~naphthyl-(2')-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin
werden in 15 Volumteilen Phosphoroxychlorid ι Stunde auf dem Wasserbad auf 95°
erhitzt, wobei Lösung eintritt. Die Lösung wird hierauf vorsichtig auf Wasser gegossen, wobei die
Temperatur durch Zugabe von Eis bei 40 bis 50°
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gehalten wird. Man läßt hierauf stehen und nutscht nach einiger Zeit den hellgrauen Rückstand ab. Das
so erhaltene 6-Chlor-2-naphthyl-(2')-3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin der Formel
O
O
kristallisiert aus Alkohol in langen weißen Nadeln, die bei 155 bis 1560 schmelzen.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 6-Oxy-2-naphthyl-(2')"3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin kann wie folgt gewonnen werden: 10,3 Gewichtsteile /?-Naphthylhydrazin
werden in 50 Volumteilen Eisessig warm gelöst und mit einer Lösung von 6,4 Gewichtsteilen
Maleinsäureanhydrid in 25 Volumteilen Eisessig versetzt. Das Gemisch wird 1 Stunde unter Rückflußkühlung
gekocht, wobei zunächst Lösung eintritt. Nach einiger Zeit setzt Kristallisation ein. Man läßt
abkühlen und nutscht den gelbweißen Niederschlag ab. Das so erhaltene 6-Oxy-2-naphthyl-(2')-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin schmilzt bei 268 bis 270°.
8,2 Gewichtsteile 6-Oxy-2-naphthyl-(i')-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin
und 20 Volumteile Phosphoroxychlorid werden 1 Stunde auf dem siedenden Wasserbad
erhitzt. Die Lösung wird in 40 Volumteile lauwarmes Wasser (40 bis 500) gegossen, wobei die Temperatur
durch Eiszugabe auf 40 bis 500 gehalten wird. Es entsteht ein braunes Harz, das langsam zerfällt. Der
braune Rückstand wird abgenutscht und mit Wasser aufgekocht, filtriert und zum Kristallisieren mehrere
Stunden stehengelassen.
Das so erhaltene weiße Produkt stellt das 6-Chlor-2-naphthyl-(i')-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin der Formel
dar. Es schmilzt bei 118 bis 1200.
Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-2-naphthyl-(i')"3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin kann wie folgt gewonnen werden: 16,4 Gewichtsteile a-Naphthylhydrazin
werden in 80 Gewichtsteilen Eisessig gelöst und eine Lösung von 10,4 Gewichtsteilen Maleinsäureanhydrid
in 40 Volumteilen Eisessig zugegeben. Das Gemisch wird 3 Stunden unter Rückfluß gekocht,
dann nach Abkühlen auf 40 Volumteile Wasser unter Rühren gegossen, wobei ein gelbliches Produkt
kristallisiert. Das so erhaltene 6-Oxy-2-naphthyl-(1')-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin schmilzt bei 283 bis 285° (Zersetzung). 65'
88 Gewichtsteile 6-Oxy-2-(p- tolyl) - 3 - oxo - 2, 3 - di hydro-pyridazin
werden mit 600 Volumteilen Phosphoroxychlorid 1 Stunde auf ioo° erhitzt. Das überschüssige
Phosphoroxychlorid wird mit verdünnter, eishaltiger Natronlauge zersetzt und die Mischung
mit Äther extrahiert. Man trocknet die Äther lösung über Pottasche, dampft sie zur Trockne ein und
kristallisiert den Rückstand aus Methanol um. Das so erhaltene 6 - Chlor - 2 - (p - tolyl) - 3 - oxo - 2, 3 - dihydro - .
pyridazin der Formel
O
O
NO9
CH,
' C1
schmilzt bei 108 bis 109°.
schmilzt bei 108 bis 109°.
Die als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-Verbindung
kann wie folgt gewonnen werden: 51 Gewichtsteile p-Tolylhydrazin werden mit 41 Gewichtsteilen
Maleinsäureanhydrid in 400 Volumteilen Eisessig 2 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Man versetzt hierauf die Lösung mit 200 Volumteilen Wasser
und läßt sie 15 Stunden stehen, wobei Kristallisation eintritt. Man filtriert, löst das Filtergut zur Reinigung
in verdünnter Natronlauge und fällt es mit Salzsäure wieder aus. Schließlich wird der Niederschlag aus
Eisessig umkristallisiert. Das so erhaltene 6-Oxy-2-(p-tolyl)"3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin schmilzt bei 242 bis 2440.
10 Gewichtsteile 6-Oxy-2-(p-nitrophenyl)-3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin
werden mit 25 Volumteilen Phosphoroxychlorid 21Z2 Stunden auf dem siedenden
Wasserbad erwärmt. Dann wird das Gemisch bei 40 bis 500 in Wasser gegossen, wobei durch Eiszugabe
auf dieser Temperatur gehalten wird. Das 6-Chlor-2-(p-nitrophenyl)-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin der Formel
kristallisiert aus. Es kann aus Essigester umkristallisiert werden und schmilzt dann bei 195 bis 1960.
Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-2-(p-nitrophenyl)-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin kann wie folgt
hergestellt werden: 40 Gewichtsteile 6-Oxy-2-phenyl-3-0x0-2, 3-dihydro-pyridazin werden mit 80 Volumteilen
konz. Salpetersäure gerührt und innerhalb
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60 Minuten mit 80 Vplumteilen konz. Schwefelsäure bei 0 bis 50 langsam versetzt. Das Gemisch wird
noch 2 Stunden bei 0 bis ioc gerührt und dann mit
320 Volumteilen Wasser langsam versetzt. Die
ff5" Temperatur steigt dabei auf 35°. Nach Kühlung wird
das hellgelbe Nitroderivat genutscht. Das Rohprodukt wird in Södalösung gelöst, mit Tierkohle, filtriert,
mit 2n-Salzsäure ausgefällt, genutscht und getrocknet. Das so erhaltene 6-Oxy-2-(p-nitrophenyl)-3-oxo-2, 3-
s£o dihydro-pyridazin schmilzt bei 289 bis 2910.
14,25 Gewichtsteile des im Beispiel 5 beschriebenen 5, 6-Dichlor-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazins
i'5 vom F. = 1380 werden in 200 Volumteilen Alkohol
mit 9 Gewichtsteilen Morpholin 4 Stunden am Rückfluß gekocht. Beim Erkalten kristallisiert das Reaktionsprodukt
aus. Es wird abgenutscht, mit etwas wässerigem Alkohol gewaschen und nochmals unter
2Ö Behandlung mit Tierkohle aus Alkohol umkristallisiert.
Das 6-Chlor-5-morpholino-2-phenyl-3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin der Formel
Γ. ■.'■.·. :o
1
Cl
schmilzt bei 168 bis 1690.
In analoger Weise erhält man ausgehend von 2-Phenyl-5,6-dibrom-3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin das
2-Phenyl-5-mo^holino-6-brom-3-oxo-2, 3-dihydropyridazin vom F. = 171,5 bis 172,5°.
16 Gewichtsteile des im Beispiel 5 beschriebenen
5, 6-Dichlor-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazins vom F. == 1380 werden in 200 Volumteilen Alkohol
mit 12 Gewichtsteilen Piperidin 5 Stunden am Rückfluß gekocht. Beim Abkühlen kristallisiert das
Reaktionsprodukt aus. Es wird abgenutscht, mit ver-45; dünntem Alkohol gewaschen und unter Behandlung
mit Tierkohle nochmals aus Alkohol umkristallisiert. Das 6-Chlor-5-piperidino-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydropyridazin
der Formel
schmilzt bei 118,5 bis 119,5°.
2,7 Gewichtsteile o-Oxy-S-morpholino^-phenyl-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin werden mit 40 Volumteilen Phosphoroxychlorid langsam auf 50 bis 100°
erhitzt, wobei alles in Lösung geht. Die Temperatur wird während 1 Stunde auf ioo° gehalten. . Nach dem
Erkalten wird das Gemisch auf Eis gegossen und durch Zugabe von fester Pottasche alkalisch gemacht.
Dann wird mit Äther extrahiert, die Ätherlösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft.
Der Rückstand kristallisiert aus Alkohol in feinen Nadeln vom.F. = 167° und ist mit dem im Beispiel 11
beschriebenen o-Chlor-S-morpholino^-phenyl-s-oxo-2,
3:dihydro-pyridazin identisch. Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-5~morpholino-2-phenyl-3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin
kann wie folgt gewonnen wer den: o-Oxy-S-brom^-phenyl^-oxo^, 3-dihydro-pyridazin
(erhalten durch 2stündiges Kochen von 180 Gewichtsteilen Brommaleinsäureanhydrid und 108 Gewichtsteilen Phenylhydrazin in 400 Volumteilen Eisessig,
Abnutschen des beim Abkühlen auskristallisierenden Produktes, Waschen mit viel Äther, Lösen in Sodalösung,
Filtrieren mit Tierkohle und Ausfällen mit verdünnter Salzsäure; F. = 259 bis 261°), werden mit
300 Volumteilen Alkohol und 19 Gewichtsteilen Morpholin während 8 Stunden im geschlossenen Rohr auf
180° erhitzt. Das kristallisierte Rohprodukt wird abgenutscht und unter Behandlung mit Tierkohle aus
Alkohol umkristallisiert. Das 6-Oxy-5-morpholino-2-phenyl-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin der Formel
OH
schmilzt bei 242,5 bis 243°.
In analoger Weise kann das 6-Oxy-5-piperidino-2-phenyl-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin zu dem im Beispiel 12 beschriebenen 6-CUor-5-piperi.dino-2-pb.enyl-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin chloriert werden. Das als Ausgangsstoff verwendete 6-Oxy-5-piperidino-2-phenyl-3-oxo-2,
3-dihydro-pyridazin kann wie folgt gewonnen werden: 5,3 Gewichtsteile des obengenannten
6-Oxy-5-brom-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazins werden mit 4 Gewichtsteilen Piperidin in 150 cm3
absolutem Alkohol im geschlossenen Rohr während 8 Stunden auf 150 bis i6o° erhitzt. Der Alkohol wird
abdestilliert, der Rückstand in viel Essigester gelöst, die Lösung mit Wasser und verdünnter Salzsäure
gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus Alkohol umkristallisiert. Das so erhaltene
6-Oxy-5-piperidino-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin der Formel
OH
schmilzt bei 252 bis 253°.
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C 7749 IVb/12 ρ
6,4 Gewichtsteile des im Beispiel 5 beschriebenen 5, 6-Dichlor-2-phenyl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazins
werden mit 20 Volumteilen alkoholischer Dimethylaminlösung (etwa 30 °/oig) im Einschmelzrohr während
6 Stunden auf 1700 erhitzt. Man dampft zur Trockne
ein, schüttelt den Rückstand mit Äther und Wasser aus, trocknet den Ätherextrakt über Pottasche, verdampft
den Äther und kristallisiert den Rückstand aus einer Mischung von 2 Volumteilen Benzol und
ι Volumteil Isopropyläther um.
Das so erhaltene o-Chlor-S-dimethylamino^-phenyl-3-0x0-2,
3-dihydro-pyridazin der Formel
CH,
CH,
schmilzt bei 125.bis 127°. .
In analoger Weise erhält man ausgehend von
2-Phenyl-5, 6-dibrom-3-oxo-2,3-dihydro-pyridazin das
2-Phenyl-5-dimethylammo-6-brom-3-öxo-2, 3-dihydropyridazin
vom F. = 124,5 bis 125,5°.
2,5 Gewichtsteile 2-Phenyl-5-brom-6-oxy-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin werden mit 5 Gewichtsteilen
Phosphorpentabromid verrieben und so lange auf 1400 erhitzt, bis die Schmelze wieder erstarrt. Sie
wird dann mit 1 n-Sodalösung verrieben, in Methylenchlorid
aufgenommen, die Methylenchloridlösung mit. Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft.
Durch zweimaliges Umkristallisieren aus' Methanol erhält man das 2-Phenyl-5, 6-dibrom-3-oxö-2s 3-dihydro-pyridazin der Formel . '. ...
1 ■■'■■" ' ο '-ν. ■',;■ Λ"'.
Br— I N
iri feinen verfilzten, Nadeln vom F.. = 140 bis 1420.
■ ■■ ::. . . Beispiel 16 : ■ '■'■
3 Gewichtsteile 2-Phenyl-4-methyl-6-oxy-3-QXO-
2,3-dihydro-pyridazin werden mit 15 Volumteilen
Phosphoroxychlorid I1Z2 Stunden auf dem siedenden
Wasserbad erhitzt. Nach Abdestilliereri des Phosphoroxychlorids im Vakuum wird vorsichtig auf Eiswasser,
dem Pottasche zugesetzt war, gegossen und ausgeäthert. Nach dem Trocknen wird der Äther
verdampft und der Rückstand aus Methanol kristallisiert.
Das so erhaltene 2-Phenyl-4-methyl-6-chlor-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin der Formel
O
O
CH,
schmilzt bei 133 bis 134°.
Das als Ausgangsstoff verwendete 2-Phenyl-4-methyl-6-oxy-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin kann wie
folgt erhalten werden: 86>4 Gewichtsteile Phenylhydrazin
in 200 Volumteilen Eisessig werden mit einer Lösung von 95 Gewichtsteilen Citraconsäureanhydnd
4 Stunden am Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten wird von auskristallisiertem N-Anilino-citraconimid
abgenutscht, die Lösung im Vakuum eingedampft, der Rückstand in Chloroform gelöst und diese Lösung
mit einer verdünnten Sodalösung, mit der zuvor das N-Anilino-citraconimid ausgewaschen wurde, extrahiert.
Der Sodaextrakt wird mit Salzsäure angesäuert, der gebildete farblose Niederschlag abgenutscht. Das
so erhaltene Gemisch von 2-Phenyl-4-methyl- und 2-Phenyl-5-methyl-6-oxy-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazin
kann durch fraktionierte Kristallisation mit. Methylalkohol
getrennt werden. Das zuerst kristallisierende ^-Phenyl-S-methyi-o-oxy^-oxp^, 3-dihydro-pyridazin
schmilzt bei 226 bis 228°, das leichter lösliche 4-Methylisomere bei 168 bis 169,5°.
Claims (1)
- :: Patentanspruch: ■'. .. \ ·■'..Verfahren zur Herstellung von 6-Halogen-2-aryl-3-oxo-2, 3-dihydro-pyridazinen, dadurch gekennzeichnet, daß man ö-Oxy^aryl^-oxo-hydropyridazin-Verbindungen,, die mindestens eine Doppelbindung, nämlich in 6-Stellung des Pyridazinringes aufweisen, mit Halogenierungsmitteln und, wenn nötig, mit dehydrierenden Mitteln behandelt und, wenn erwünscht, in erhaltenen Verbindungen, die in 5-Stellung ein Halogenatom aufweisen, dieses gegen eine Aminogruppe austauscht.Angezogene Druckschriften:
Ber. dtsch.:-chem. Ges., Bd. 24, S. 3150, und Bd. 37,s. 3641; , ··■ 'britische Patentschrift Nr. 656 228.
Family
ID=
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