DEC0005507MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. März 1952 Bekanntgemacht am 2. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Modulationsund Demodulationsverfahren für Fernmeldeimpulssysteme,
die mit Lage- oder Zeitmodulation arbeiten, insbesondere für Multiplexsystem^.
Bei den meisten bekannten Systemen erhält man lagemodulierte Impulse aus dauermodulierten Impulsen,
von welchen man, z. B. mit Hilfe eines Kondensators und eines Widerstandes die Ableitung
nach der Zeit bildet. Die Dauermodulation ergibt sich aus einem amplitudenmodulierten Impuls,
welcher mittels einer mit einer Zeitkonstante behafteten Anordnung einer passenden Deformation
unterworfen wird.
Es sind auch Anordnungen bekannt, bei welchen die. modulierende Spannung die innere Impedanz
einer Triode verändert und dadurch die Amplitude und Lage von Hilfsimpulsen beeinflußt, die ein
Multivibrator liefert; diese Impulse lösen die Entladung eines Thyratrons in Zeitpunkten aus, welche
sich in Abhängigkeit von der modulierenden Spannung verändern, wodurch lagemodulierte Impulse
hervorgebracht werden.
Im Gegensatz dazu'bezieht sich die Erfindung
auf ein Modulations- und Demodulationsverfahren, bei welchem lagemodulierte Impulse, ausgehend
von durch den tonfrequenten Strom in der Ampli-
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tude modulierten Impulsen gebildet werden können, wobei für die Impulsumwandlungen nur passive
Elemente Anwendung finden und Röhren nur als Verstärker benutzt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß sendeseitig eine Folge von modulierten
Impulsen erzeugt wird, die in der Amplitude moduliert werden, die zeitliche Ableitung der
modulierten Impulse wird dann der ursprünglichen
ίο Folge von modulierten Impulsen hinzugefügt, die
resultierenden lagemodülierten Impulse werden übertragen, empfangsseitig wird- eine Folge von
unmodulierten Impulsen erzeugt, welche dieselbe Wiederholungsfrequenz wie die empfangenen lagemodulierten
Impulse aber die entgegengesetzte Polarität haben, die beiden Impulsfolgen werden
addiert und die resultierenden Impulse integriert, durch Filterung der integrierten Impulse wird der
ursprüngliche Modulationsstrom zurück erhalten.
Es ist zu beachten, daß die verschiedenen Operationen,
welche das erfindungsgemäße Verfahren vorsieht, nämlich Amplitudenmodulation der Impulse,
Bildung der Zeitableitung dieser modulierten Impulse, Hinzufügung von festen Impulsen zu den
abgeleiteten modulierten Impulsen, im wesentlichen mit Hilfe von passiven Elementen erzielt werden
und die verwendeten Röhren lediglich als Verstärker arbeiten, ohne daß eine genau, festgelegte
Polarisation für eine richtige Wirkungsweise erforderlich wäre.
Die bekannte Schaltung, welche die Änderung des inneren Widerstandes einer Triode ausnutzt,
benötigt offenbar besonders konstante Gleichstromquellen, weil hierdurch die Polarisation des Thyratrons
festgelegt ist.
Schließlich zeichnet sich die erfindungsgemäße Anordnung gegenüber der bekannten Anordnung
durch eine weitgehende Symmetrie der Demodulationseinrichtungen beim Empfang und der Modulationseinrichtungen
bei der Sendung aus, so daß alle Organe der Verbindung den Vorteil einer einfachen
Regelung und einer hohen Betriebsstabilität aufweisen.
Das Prinzip dieses Verfahrens ergibt sich aus folgenden mathematischen Überlegungen:
Es sei ein elektrischer Impuls von beliebiger Form betrachtet, der durch eine stetige Zeitfunktion
/ (i) dargestellt werden kann und differenzierbar ist. Eine beliebige Folge von 2/>+ii gleichen
und äquidistanten Impulsen kann dann wie folgt ausgedrückt werden:
y W = Σ
f(t~h) = Σ
Tc = — ρ
wobei mit tk = kT der charakteristische Zeitpunkt
des fe-ten Impulses und mit T die Wiederholungsperiode bezeichnet ist.
Es sei χ (t) ein beliebiges Signal, welches die zu übertragende Modulation darstellt. In dem Zeitpunkte
hat χ (t) den Wert xk = χ (tk).
Nach der Amplitudenmodulation der Impulse entspricht der Folgey (i) die Folge:
ρ Va (t) = Σ ** f (<
— h) ■
-P
Bei der Lagemodulation wird der charakteristische Zeitpunkt tk = kT proportional zu xk verändert
und wird dann
Σ f (t-h1) =
Tc= -V
h- λΤχ,
wobei λ ein konstanter Faktor ist, den man als
Modulationsgrad bezeichnen kann und welcher die von dem Impuls ausgeführte Verschiebung kennzeichnet.
Es ergibt sich dann die Folge:
Praktisch ist fast in allen Fällen die höchste von dem Impuls ausgeführte Verschiebung λ T xmax sehr
klein im Verhältnis zu der Wiederholungsperi- οάβ,Τ (beispielsweise 0,01 T oder 0,02 T).
Wenn man Z (i) nach einer Taylorschen Reihe entwickelt und nur die Glieder erster Ordnung beibehält,
so ergibt sich:
-ν
-ρ
= Σ f (t-h) -
4 \
Ί Τ
■ h) — λΙ -j—
Das Ergebnis läßt sich wie folgt ausdrücken:
Eine Folge von lagemodulierten Impulsen mit einer Verschiebung, die im Verhältnis zu der
Wiederholungsperiode klein ist, kann als Summe zweier Glieder betrachtet werden: Das erste Glied
stellt die -Reihe der unmodulierten Impulse dar, das
zweite Glied ist proportional zu der Zeitabteilung der .Reihe derselben, vorher in der Amplitude
modulierten Impulse.
Aus diesem Ergebnis läßt sich das folgende Modu'lati ons-und: Diemodula ti onsverfahretQ) ableiten:
Für die Modulation verwendet man eine Reihe von feststehenden Impulsen, welche zwei Wege
nehmen. Auf dem ersten Weg werden sie in der Amplitude moduliert und dann nach der Zeit differenziert.
Auf dem zweiten Weg erfahren sie keine Veränderung. Die Enden der beiden Wege werden
miteinander so verbunden, daß die beiden Signal-
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reihen überlagert werden und sich eine Folge von lagemodulierten Impulsen ergibt.
Bei der Demodulation verwendet man das umgekehrte Verfahren: Man mischt die Folge von
lagemodulierten Impulsen mit einer .Folge von feststehenden Impulsen, die aus dem Synchronisierungsimpuls
erhalten werden, wobei die Polaritäten entgegengesetzt sind. Danach wird die Folge
der erhaltenen Impulse, die als eine Zeitfunktion
ίο betrachtet werden, integriert, woraus sich eine entweder
in der Amplitude oder in der Dauer modulierte Folge ergibt. In dem einen oder anderen
Falle wird das Modulationssignal in an sich bekannter Weise durch eine einfache Filterung wiedterhergestellt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung an
Hand der Zeichnung.
Fig. ι zeigt Diagramme, welche den Vorgang der Modulation veranschaulichen;
Fig. 2 zeigt Diagramme, welche den Vorgang der Demodulation veranschaulichen;
Fig. 3 zeigt als Ausführungsbeispiel ein Prinzipschema eines Multiplexsystems zur Ausführung
des erfmduiigsgemäßen Modulations- und Demodulationsverf
ahrens.
Fig. ι zeigt die Umformungen, welche die Im-, pulse bei dem Vorgang der Modulation erfahren.
Mit 1.1 ist das zu übertragende Niederfrequenzsignal
bezeichnet, während bei 1.2 die Folge der unmodulierten und durch das Intervall T getrennten
Impulse dargestellt ist. Das Produkt dieser Impulse mit dem Signal 1.1 ergibt die amplitudenmodulierten
Impulse 1.3, deren Zeitableitung durch die Impulsfolge 1.4 dargestellt wird. Die Überlagerung
von 1.2 und von 1.4 ergibt die Folge 1.5,
welche offenbar in der Lage moduliert ist. Bei diesem Verfahren tritt eine störende Amplitudenmodulation
auf, die man leicht durch eine geeignete Scheitelbeschneidung ausmerzen kann.
Fig., 2 veranschaulicht den Vorgang der Demodulation. Die positiven Impulse der Folge 2.1 sind
die feststehenden Bezugsimpulse, welche aus dem Synchronisierungsimpuls erzeugt werden. Die negativen
Impulse dieser Folge sind die lagemodulierten Kanalimpulse. Die Summe dieser Impulse ergibt
die Folge 2.2, und die Integration von 2.2 ergibt die Folge 2.3, welche in der Amplitude und
in der Dauer moduliert ist. Durch Scheitelbeschneidung oder geeignete Selektion kann man Impulse
erhalten, welche ausschließlich in der Dauer oder ausschließlich in der Amplitude moduliert sind.
Diese Operation ist jedoch nicht erforderlich, da das Spektrum des Modulationssignals in der Folge
2.3 vorhanden ist, so daß eine einfache Tiefpaßfilterung
genügt, um das mit dem Signal 1.1 übereinstimmende Signal 2.4 wiederherzustellen.
Es ist zu beachten, daß die Folge 2.2 bereits eine Folge von dauermodulierten Impulsen ist; die
Integration ermöglicht es jedoch, sich um die relative Lage der beiden Impulsreihen der Folge2.i in
einem gewissen Ausmaß nicht zu kümmern. In dem Falle, wo die positiven und negativen Impulse
nicht interferieren, liefert nämlich die Integration
dauermodulierte Impulse, während die direkte Demodulation, von 2.2 ausgehend, jedenfalls ohne
erhebliche Verzerrung, nicht möglich ist. Im übrigen ist der Vorgang der Demodulation genau
umgekehrt zu dem Vorgang der Modulation.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Modulations- und Demodulationsverfahrens liegt in seiner Unabhängigkeit
von den Charakteristiken der Elektronenröhren. Die Operationen für die Differenzierung
und Integrierung werden nämlich ausschließlich mit Hilfe von passiven Netzwerken, welche Induktivitäten,
Kapazitäten und Widerstände enthalten, durchgeführt; die Mitwirkung von Röhren mit
einer genau festgelegten Vorspannung, wie bei1 den meisten bekannten Schaltungen, ist nicht erforderlich.
Die Anwendung der Erfindung auf Multiplexsysteme ist möglich. Fig. 3 zeigt als Ausführungsbeispiel ein Prinzipschema für ein Multiplexsystem zur Durchführung der beschriebenen
Modulation und Demodulation. In Fig. 3 stellt der mit einer gestrichelten Linie eingerahmte
Teil die zu einem Kanal gehörenden Organe dar, während der außerhalb dieser Umrahmung
gelegene Teil die allen Kanälen gemeinsamen Organe darstellt. Dabei ist 1 ein Generator
für sinusförmige Schwingungen, auf welchen ein Impulsgenerator 2 folgt, der eine Impulsfolge
mit der Wiederholungsperiode T liefert. Diese
Impulsfolge erregt einerseits einen Generator^ für die Synchronisierungsleitimpulse, andererseits
eine Verzögerungsleitung 4, an deren Abgriffen die den verschiedenen Kanälen zugewiesenen Impulse
abgenommen werden. Der Kanalimpuls wird über einen Transformator 7 einem symmetrischen ModulatonS
zugeführt, welcher z. B. Gleichrichterzellen enthält und eine Amplitudenmodulation ohne
Trägerwelle liefert.
Die von einer Leitung 6 ausgehenden Sprechströme werden dem Eingangstransformator 5 des
Kanalmodulators 8 über einen symmetrischen Differentialtransformator 9 zugeführt. Ein Transformator
10 liefert amplitudenmodulierte Impulse ohne Trägerwelle (die Beseitigung der Trägerwelle
ist zwar nicht notwendig, jedoch zur Erzielung des höchsten Modulationsgrades wünschenswert), und
die Mischung der von den verschiedenen Kanälen gelieferten Impulse wird an dem Steuergitter einer
Röhre 11 vorgenommen. Die Gesamtheit dieser
Impulse wird mit Hilfe einer kurzgeschlossenen Verzögerungsleitung 12 oder eines geeigneten
Ci?-Gliedes differenziert. Eine Röhre 13 empfängt
einerseits die Gesamtheit der abgeleiteten Impulse und andererseits die Gesamtheit der von der Verzögerungsleitung
abgehenden festen Impulse, wobei die Verbindung über Mischwiderstände 14 erfolgt.
Eine Röhre 15 beschneidet die Scheitel der erhaltenen Impulse, und diese werden sodann am Ausgang
der Anordnung mit dem Synchronisierungsimpuls gemischt.
Beim Empfang werden die empfangenen Impulse mit der passenden Polarität über einen Transfer-
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Claims (1)
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USA.-Patentschrift Nr.2 467 793.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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