DEC0000364MA - Vorrichtung zur Erzeugung von Farben auf Gewebebahnen - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung von Farben auf GewebebahnenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzeugung von Farben auf Gewebebahnen. Es sind bereits Farbstoffe bekannt, die sowohl durch Nass- bzw. Dampfentwicklung, als auch durch Einwirkung von Licht und Wärme aus der Faser zur Farbe gebildet werden. Das umständliche Verfahren, Gewebe, die mit solchen Farbstoffen versehen werden, dem Sonnenlicht auszusetzen, sowie das Fehlen geeigneter mechanischer Vorrichtungen, die das Sonnenlicht ersetzen und die erst eine gewebliche Auswertung ermöglichen würden, haben dazu beigetragen, dass die zuerst genannten Verfahren bis jetzt allein zur Anwendung gekommen sind, obgleich die Lichtentwicklung in gewissen Beziehungen vorteilhafter und wünschenswerter gewesen wäre.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die geeignet ist, unlösliche Farbstoffe auf der Faser zu erzeugen, ohne dass eine Beimischung lichtempfindlich machender Substanzen oder Bindemittel erfolgt und ohne dass eine besondere Vorbehandlung erforderlich wäre, werden die festgestellten Mängel in einfacher Weise durch Anordnung eines Glaszylinders, mit einem in ihm angebrachten Licht-Wärme-Aggregat, der frei drehend in einem Transporttuch für das zwischen diesem und dem Glaszylinder laufende Gewebe gelagert ist, beseitigt. Für den Antrieb des Transporttuches und des frei drehenden Glaszylinders ist eine einzige Walze vorgesehen. Durch Anordnung eines zum Kühlsystem ausgebildeten Reflektors innerhalb des Glaszylinders, durch den der Luftstrom eines Ventilators geführt wird,ohne dass das Licht-Wärme-Aggregat von ihm betroffen und trotzdem die
nötige Abkühlung des Glaszylinders erreicht wird, erzielt man eine weitere Vervollkommnung der Vorrichtung. Der Glaszylinder ist zugleich Träger des Druckmusters. Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erzeugung von Farben auf Textilgeweben schematisch dargestellt.
Von einer Abwickelvorrichtung 1, von der das zu bedruckende oder zu färbende Gewebe 2 abgenommen wird, nachdem es vorher mit den Farbstoffkomponenten versehen wurde, wird das Gewebe über Leitwalzen 3 in eine zwischen einem Glaszylinder 8 und einem Transporttuch 5 angeordneten Entwicklungseinrichtung geführt, die es über eine Walze 6 verlässt, um durch einen Wasserbehälter 7 geleitet zu werden. Die Bildung der unlöslichen Farbstoffe erfolgt auf der Faser während des Laufes des Gewebes 2 um den Glaszylinder 8, und zwar durch Einwirkung von Licht und Wärme eines Aggregates9, das im Glaszylinder 8 gelagert ist. Wenn das Gewebe 2 in der Vorrichtung mit einem Druckmuster versehen werden soll, so trägt entweder der Glaszylinder 8 das Muster in dem zu übertragenden Negativ, oder es wird um den Glaszylinder 8 eine Schablone gelegt, die das Druckmuster aufweist.
Der Glaszylinder 8 ist im Transporttuch 5 frei drehend angeordnet. Es besitzt keinerlei Lagerung oder Führung. Der Glaszylinder 8 wird durch das Transporttuch 5 mit Hilfe einer Belastungswalze 10 gegen die beiden oberen Walzen 4 und 6 gedrückt, wodurch die erforderliche Pressung zwischen dem Transporttuch 5, dem Gewebe 2 und dem Glaszylinder 8, und gegebenenfalls der Schablone, entsteht. Das Transporttuch 5 wird von einer Antriebswalze 11 in Bewegung gesetzt. Hierdurch bewegt sich der Glaszylinder 8 in der gleichen Richtung und befördert das zu bedruckende Gewebe 2 selbsttätig von der Führungswalze 4 zur Austrittswalze 6.
Die Oberfläche des Glaszylinders 8 muss einen gleichmäßigen Wärmegrad aufweisen. Eine direkte Kühlung des Glaszy-
linders 8 ist unzulässig, da das Aggregat keinem kühlen Luftstrom ausgesetzt werden darf. Ein über dem Aggregat 9angebrachter Reflektor 12 ist aus diesem Grunde zum Kühlsystem ausgebildet. Der Luftstrom eines Ventilators zwischen dem Reflektor 12, der den Luftkanal 13 bildet, und dem oberen Viertel des Glaszylinders 8 wird so geführt, dass die Abkühlung des sich drehenden Glaszylinder 8 sichergestellt wird.
Farbstoffablagerungen, die an sich bei mehrstündiger Arbeit auf dem Glaszylinder 8 entstehen könnten, werden durch eine Vorrichtung verhütet, die ebenfalls auf dem oberen Viertel des Glaszylinders angeordnet ist. Diese Vorrichtung besteht aus zwei Plüschwalzen 15, von denen die eine durch zwei zusätzlichen Walzen 16 befeuchtet wird. Die Walzen 16 entnehmen einem Behälter 17 eine Glyzerinmischung, die zur Vermeidung von Farbstoffablagerungen verwendet wird. Die Vorrichtung wird entweder unmittelbar durch die Drehung des Glaszylinders 8 angetrieben oder aber durch eine Kupplung mit der Antriebswalze 11 betätigt.
Claims (4)
1. Vorrichtungen zur Erzeugung von Farben auf Gewebebahnen, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Glaszylinders mit einem in ihm angebrachten Licht-Wärme-Aggreat, der frei drehend in einem Transporttuch für das zwischen diesem und dem Glaszylinder laufende Gewebe gelagert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Antrieb des Transporttuches und des frei drehenden Glaszylinders eine einzige Walze angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung eines zum Kühlsystem ausgebildeten Reflektors innerhalb des Glaszylinders, durch den der Luftstrom eines Ventilators geführt wird, ohne dass das Licht-Wärme-Aggregat von ihm betroffen und trotzdem die nötige Abkühlung des Glaszylinders erreicht wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Glaszylinder Träger des Druckmusters ist.
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