DE99845C - - Google Patents

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DE99845C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B30/00Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images
    • G02B30/40Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images giving the observer of a single two-dimensional [2D] image a perception of depth

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Optics & Photonics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
CARL BOURDON in KASSEL. Optische Vorrichtung zur Betrachtung von Photographien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. August 1897 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zur Veranschaulichung von Photographien jeder Gröfse bis zu 22 cm Seitenlange.
Der Apparat vereinigt in sich die Vortheile des Pantoskops mit denen des Stereoskops derart, dafs durch ihn einfache Photographien verschiedener Gröfse wie beim Pantoskop verwendet werden können und diese, wie beim Stereoskop, in einer äufserst effectvollen Plastik zur Anschauung gebracht werden. Die Gesammtwirkung des neuen Apparates geht aber über die Summe der Einzelwirkungen der beiden erwähnten Apparate insofern bedeutend hinaus, als sich die Einzelheiten der Photographie dem Beschauer scheinbar in natürlicher Gröfse darstellen, so dafs der Eindruck der Bilder thatsächlich dem der Wirklichkeit entspricht.
Zur Erreichung dieser Wirkung trägt in erster Linie das Objectiv, sodann aber auch die Gesammtanordnung des Apparates bei.
Auf der beiliegenden Zeichnung wird der Apparat durch
Fig. ι im Verticalschnitt und durch
Fig. 2 in Vorderansicht dargestellt.
Das Objectivrohr 0, welches von einem Ständer t getragen wird, enthält fünf gleichartig biconvex geschliffene Linsen / von sehr grofser Brennweite. Drei derselben sind in gleichmäfsigen bestimmten Abständen an dem einer Kammer k zugekehrten Ende des Objectivrohres angeordnet, während an dem zum Einsehen dienenden Ende nur zwei Linsen in demselben Abstand von einander, dagegen in einem sich nach der Brennweite der Linsen richtenden gröfseren Abstand von den drei hinteren Linsen vorgesehen sind. Der Durchmesser der Linsen ist so grofs gewählt, dafs man durch die Linsen bequem mit beiden Augen zugleich sehen kann, so dafs die Ocularlinse wie zwei Prismen wirkt.
Ein Zahlenbeispiel der Mafsverhältnisse zur Herstellung eines eine sehr gute Wirkung ergebenden Apparates ist folgendes:
Von fünf gleichartig biconvex geschliffenen Linsen mit einem Durchmesser von 170 mm und einer Brennweite von je 1 m werden drei derselben an dem der Dunkelkammer zugewendeten Ende des Objectivrohres unter Innehaltung eines gegenseitigen Abstandes von 30 mm angeordnet. Die übrigen beiden Linsen, ebenfalls unter einem Abstande von 30 mm von einander, werden derart an dem Einsichtende des Objectivrohres untergebracht, dafs zwischen den beiden Linsencombinationen ein Abstand von 160 mm bestehen bleibt.
Die Entfernung der hinteren Linse vom Bilde mufs bei einem nach obiger Vorschrift hergestellten Objectiv 135 mm betragen.
Die an der Rückwand der Kammer k an einer Blende b befestigte Photographie ρ wird von den beiden Seiten der Kammer k aus durch zwei Lampen beleuchtet, die für das Auge des Beschauers unsichtbar sind. Die Lampen sind in zwei nach aufsen hin abgeschlossenen Behältern ki untergebracht und werfen ihr Licht durch zwei Oeffnungen η direct auf das Bild, wobei die Wirkung durch hinter den Flammen angeordnete Reflexspiegel erhöht werden kann.
Die Blenden b, welche in entsprechender
Anzahl für verschiedene Bildgröfsen vorgesehen sein müssen, sind derart ausgeschnitten, dafs jeder über die Photographie hervortretende Rand des Cartons abgedeckt wird.
Die dem Beschauer zugekehrte Fläche einer jeden Blende kann weifs oder auch mattschwarz sein, so dafs in letzterem Falle nur das Bild allein das empfangene Licht ausstrahlt.
Die thatsächliche Vergröfserung, welche mit dem Objectiv erreicht wird, kann zwar auch mit einer einzelnen Linse von kurzer Brennweite erzielt werden, doch würde eine solche Linse infolge sphärischer Aberration die Bilder nach dem Rande hin verzerrt erscheinen ■lassen, ebenso würde die Plastik in keiner Weise gehoben werden, da sich bei einer derartigen Linse das Bild zu kurz vor den Augen befindet und die Perspective unnatürlich wird. Die natürliche Wirkung der Perspective ist aber für die plastische Erscheinung der Details einer Photographie die Hauptsache.
Es wird durch die Verbindung mehrerer der für sich allein nur schwach vergröfsernden Linsen / erreicht, dafs das Bild nicht allein bedeutend gröfser erscheint, sondern auch aus gröfserer, für die plastische Wirkung nothwendiger Entfernung betrachtet werden kann, ohne dafs das Bild durch sphärische Aberration verzerrt und das Gesichtsfeld beeinträchtigt werden würde.
Der neue Apparat kann auch leicht für Tageslichtbeleuchtung eingerichtet werden, indem man das Licht entweder direct von der Seite auf das Bild wirken läfst, oder es durch geeignet gestellte Spiegel auf dasselbe wirft.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Optische Vorrichtung zur Betrachtung einfacher Photographien von verschiedener Gröfse, gekennzeichnet durch ein Objectiv aus fünf gleichartig geschliffenen biconvexen Linsen von grofser, etwa ι m betragender Brennweite und einem Durchmesser, der das gleichzeitige Hindurchsehen mit beiden Augen ermöglicht, welche Linsen derart angeordnet sind, dafs die erzielte Vergröfserung gleich der einer Convexlinse mit sehr kurzer Brennweite ist und die Ocularlinse sich in einem solchen Abstande vom Bilde befindet, dafs man bei Betrachtung des Bildes die für den Eindruck einer plastischen Wirkung nothwendige Entfernung einzuhalten gezwungen wird, ohne dafs durch sphärische Aberration Verzerrungen des Bildes und dadurch Verkleinerungen des Gesichtsfeldes wie bei den bekannten Pantoskopen entstehen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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