DE185396C - - Google Patents

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DE185396C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/02Viewing or reading apparatus
    • G02B27/022Viewing apparatus
    • G02B27/024Viewing apparatus comprising a light source, e.g. for viewing photographic slides, X-ray transparancies

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 185396 KLASSE 42 h. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. September 1906 ab.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren und in Einrichtungen zur Abbildung von Lippmann- Photographien, darunter alle Photographien verstanden, die durch stehende Wellen erzeugt sind. Photographien dieser Art können nur mit regelmäßig reflektiertem Licht abgebildet werden, wenn eine möglichst farbentreue Wiedergabe des photographierten Objektes beabsichtigt ist. Als ein Verfahren
ίο zu solcher Abbildung ist nur Lippmanns eigener Vorschlag bekannt, demzufolge man in schräger Richtung Licht auf die Photographie fallen läßt und mit Hilfe der regelmäßig reflektierten Strahlen durch eine Sammellinse oder ein sammelndes Linsensystem ein Bild der Photographic entwirft, ein virtuelles, wenn es unmittelbar betrachtet, werden soll, ein reelles, wenn es erst durch Vermittelung eines Projektionsschirmes sichtbar werden soll. Diesem Verfahren haften zwei Mängel an. Erstens erleiden' infolge der verhältnismäßig großen Einfallswinkel die Farben der reflektierten Strahlen eine Verschiebung nach dem violetten Ende des Spektrums hin.
Zweitens weicht die Lage der Photographic um. den Einfallswinkel von der zur,Achse des abbildenden Systems senkrechten Lage ab, so daß man das virtuelle Bild verzerrt sieht, und das reelle Bild auf dem achsensenkrechten Projektionsschirm ebenfalls verzerrt und nur zum Teil scharf erscheint.
Bei dem Verfahren nach vorliegender Erfindung werden diese beiden Mängel vermieden. Es besteht in der Hauptsache darin, daß man das abbildende Linsensystem oder wenigstens einen der Photographic benachbarten Teil desselben zugleich als Beleuchtungslinsensystem benutzt. Man kann dann die Einfallswinkel, unter denen die Beleuchtungsstrahlen auf die Photographic treffen, stark verkleinern, indem man die Lichteintrittspupille nahe an die Achse des Linsensystems bringt, und kann außerdem die Photographic senkrecht zur Achse des abbildenden Systems stellen.: .
Damit der Einfall des Lichtes auf der ganzen Oberfläche der Photographic in gleicher Weise erfolgt, hat man die Eintrittspupille in der Brennebene des Beleuchtungslinsensystems anzuordnen. Die vom Pupillenmittelpunkt ausgehenden Hauptstrahlen treffen dann untereinander parallel auf die Photographic ■ .
Sollen die katadioptrischen Bilder der Eintrittspupille, die von den Linsenflächen entworfen werden, sich nicht auf das dioptrische Bild der Photographie projizieren, so mag man die Achse des abbildenden Linsensystems außerhalb der Photographie, aber noch immer senkrecht zu ihr anordnen. Das Linsensystem wird dann exzentrisch benutzt. Besteht es aus einem einzigen plankonvexen
/2. Auflage, ausgegeben am i. Juni igog.l
Linsenstück, so mag dieses als Deckglas auf die Photographic gekittet werden. Es vertritt dann zugleich die Stelle des keilförmigen Deckglases, mit dem man zur Beseitigung der störenden Oberflächenreflexion L i ρ ρ m a η η - Photographien auszustatten pflegt.
Zwei Einrichtungen zur Erzeugung eines virtuellen Bildes lassen sich zu einem Doppelapparat für die Betrachtung von zwei identisehen oder Stereoskopbildern zusammenstellen. Aber auch der Apparat für ein einziges Bild läßt sich zur Benutzung beider Augen einrichten. Man ordnet dann am besten zwei Eintrittspupillen für das Licht an, eine linke für den Eintritt der Strahlen, die von der Photographic in das rechte Auge reflektiert werden sollen, und eine rechte für Licht, das nach der Reflexion an der Photographie dem linken Auge das virtuelle Bild sichtbar machen soll.
Die Einrichtung zur Projektion von L i ρ ρ man η-Photographien durch Erzeugung eines reellen Bildes in der Ebene eines Projektionsschirmes zeigt gegenüber einer Einrichtung, um solche Photographien in irgend einem Maßstab zu kopieren, keinen anderen grundsätzlichen Unterschied, als daß der Schirm durch eine zu Lippmann sehen Originalaufnahmen geeignete lichtempfindliche Platte in ebenso geeigneter Kassette ersetzt wird. Beim Arbeiten mit einem solchen Kopierapparat ist aber noch mehr als beim bloßen Betrachten von Lippmann- Photographien und bei ihrer Projektion Wert darauf zu legen, daß zur Beleuchtung Licht von möglichst derselben Zusammensetzung dient, wie es bei der Aufnahme des Originals gebraucht wurde.
In der Zeichnung sind mehrere Einrichtungen zur Ausführung des neuen Abbildungs-
.40 Verfahrens dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Einrichtung zur Erzeugung eines virtuellen Bildes behufs Betrachtung mit einem Auge. Das vom Spiegel α entworfene Bild b1 der Lichteintrittspupille b befindet sich in Brennweitenabstand von der Linse c und wird von dieser und von der Photographie d, soweit deren Bildschicht wie ein Planspiegel reflektiert, an dem Ort des Auges e abgebildet. Die abbildenden Büschel erzeugen zugleich von der Photographie d hinter deren Hinterfläche ein virtuelles Bild d1. Auf die Unschädlichmachung der katadioptrischen Bilder der Eintrittspupille ist bei diesem einfachen Beispiel nicht Bedacht genommen. Die Achse der1 Linse c geht mitten durch die Photographie d, und diese ist nur mit einem planparallelen Deckglas versehen.
Die in Fig. 2 dargestellte Einrichtung dient zur Erzeugung eines reellen Bildes d2, also zum Projizieren oder Kopieren. Wiederum ist das ganze abbildende System, diesmal aus ζλνεί -Linsen / und g bestehend, auch als Beleuchtungssystem benutzt. Die Achse des Systems liegt aber am Rande der Photoj graphie, so daß ein bloßes Stück der Linse / j verwendet werden konnte. Dies Stück ist j plankonvex ausgeführt und als Deckglas auf .die Photographie gekittet. Die .Eintrittspupille liegt an der Stelle des Spiegels h.
Auch die Einrichtung nach Fig. 3 bezweckt die Abbildung in einem reellen Bild d2. Sie unterscheidet sich von der nach Fig. 2 dadurch, daß nur der der Photographie benachbarte Teil i des abbildenden Systems, nicht auch die Halblinse k, an der Beleuchtung mitwirkt. Außerdem ist die Photographie mit einem keilförmigen Deckglas d5 versehen, dem die Linse i mit einer geneigten Planfläche derart nahe liegt, daß nur eine dünne planparallele Luftschicht übrig bleibt, die zwar das Einsetzen anderer Photographien mit keilförmigem Deckglas erlaubt, den Strahlengang an dieser Stelle aber kaum beeinflußt, so daß er wesentlich derselbe ist wie in Fig. 2.
In Fig. 4 und 5 ist schließlich ein Apparat dargestellt, der mit einer einzigen Linse I ein virtuelles Bild erzeugt und es der Betrachtung mit beiden Augen zugänglich macht. Ein Spiegel m läßt sich so "richten, daß er go das Himmelslicht durch die Öffnungen η und 0 wirft, deren von den Spiegelprismen p und q entworfene, die Eintrittspupillen darstellende Bilder n1 und o1 in der Brennebene der Linse I liegen. Durch das Zusammenwirken dieser Linse mit der Bildschicht der Photographie d wird n1 an dem Ort des Auges.r und o1 an dem Ort des Auges ^ abgebildet. Jedem Auge wird hierdurch wie bei der monokularen Anordnung nach Fig. 1 das virtuelle Bild d1 sichtbar.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Abbildung von L i ρ ρ mann-Photographien mittels reflektierten Lichts durch ein Linsensystem, dadurch gekennzeichnet, daß das Linsensystem oder ein der Photographie benachbarter Teil desselben gleichzeitig als Beleuchtungslinsensystem dient, um die Einfallswinkel, unter denen die Strahlen auf die Photographie treffen, verkleinern und die Photographie zur Achse des abbildenden Linsensystems senkrecht stellen zu können.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichteintrittspupille ungefähr im Brennweitenabstand von dem Beleuchtungslinsensystem angeordnet ist,
damit die vom Pupillenmittelpunkt ausgehenden Hauptstrahlen ungefähr untereinander parallel auf die Photographie treffen.
3. Binokulare Ausführungsform einer Einrichtung nach Anspruch 2 zur Erzeugung eines virtuellen Bildes durch ein Linsensystem, das als Ganzes auch zur Beleuchtung dient, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lichteintrittspupillen angeordnet sind und daß je ein Augenort mit einer Eintrittspupille von der senkrechten Ebene durch die Achse des Linsensystems gleichen Abstand hat.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der Reichsdruckerei.
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