DE21622C - Apparat zur photographischen Aufnahme von Stereoskopbildern, welche, durch ein entsprechend gebautes Stereoskop betrachtet, durchaus in den Dimensionen der wirklichen Gegenstände erscheinen - Google Patents
Apparat zur photographischen Aufnahme von Stereoskopbildern, welche, durch ein entsprechend gebautes Stereoskop betrachtet, durchaus in den Dimensionen der wirklichen Gegenstände erscheinenInfo
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- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B30/00—Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images
- G02B30/20—Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images by providing first and second parallax images to an observer's left and right eyes
- G02B30/34—Stereoscopes providing a stereoscopic pair of separated images corresponding to parallactically displaced views of the same object, e.g. three-dimensional [3D] slide viewers
- G02B30/35—Stereoscopes providing a stereoscopic pair of separated images corresponding to parallactically displaced views of the same object, e.g. three-dimensional [3D] slide viewers using reflective optical elements in the optical path between the images and the observer
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
FRANZ STOLZE in BERLIN.
erscheinen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1882 ab.
Bei den gewöhnlichen Stereoskopbildern erscheinen dem Beschauer im Stereoskop die
Objecte zwar körperlich, aber sowohl in ihren relativen als auch in ihren absoluten Dimensionen
so verändert, dafs der Eindruck der Wirklichkeit nicht erzeugt wird, sondern vielmehr
der, als ob kleine Modelle der Objecte vorgeführt würden. Der Grund hierfür liegt einmal
in der durch die prismatischen Linsen herbeigeführten Convergenz der Sehstrahlen,
und dem Umstand, dafs man, um möglichst grofse Bilder zu erhalten, den normalen Augenabstand
(6,s cm) bei den Objectiven der Stereoskopcamera bis auf 7,s oder gar 8 cm steigert,
und dann besonders darin, dafs man die Bilder unter einem anderen Sehwinkel als die Gegenstände
in der Wirklichkeit betrachtet, so dafs von vornherein alle Dimensionen unter einander
in Disharmonie sind.
Die bisher zur Vermeidung dieser Mifsstände gemachten Versuche, wie z. B. die HeImholtz'sche
Modification des Stereoskops, erreichen diesen Zweck nur sehr unvollkommen und, wenn überhaupt, nur für Glasdiapositive etc.,
nicht für Papierbilder. Die nachstehend beschriebenen Constructionen dagegen sollen diese
Mängel beseitigen.
Man befestigt, Fig. 1, zwei gleiche Objective a
und α1 von höchstens 60 mm Durchmesser so neben einander, dafs ihre optischen Achsen
parallel und 65 mm von einander entfernt sind. Hinter ihnen befinden sich zwei Prismen mit
versilberter Hypotenuse b und &1, durch welche
sämmtliche Strahlen abgelenkt werden, und zwar die axialen genau um einen rechten Winkel.
Die so erzeugten Bilder werden in den Cameras C und C1 bei ν ν und ν1 ν1 aufgefangen; die
Cameras sind mit Hülfe einer entgegengesetzt geschnittenen Schraubenspindel s s1 für beide
Objective gleichzeitig einstellbar. Anstatt die Prismen hinter den Objectiven anzubringen,
kann man sie natürlich auch davor befestigen; die Achsen der Objective müssen dann in derselben
geraden Linie liegen. Bei Doppelobjectiven kann man die auf Seite 351, Jahrgang 1881,
des photogräphischen Wochenblattes von mir beschriebenen inneren Objectivspiegel bezw.
Prismen verwenden, wie es in Fig. 2 gezeigt ist.
Mit diesen Apparaten lassen sich nun durch Objective von genügend grofser Brennweite weit
gröfsere Bilder erzeugen, als bisher. So hindert nichts, Bilder von 18 : 20 cm damit zu fertigen
und hierzu beispielsweise Steinheil's Aplanat No. 3 (Brennweite 189 mm), No. 4 (Brennweite
277 mm) und No. 5 (Brennweite 359 mm) zu verwenden.
Sollen nun diese Bilder, im Stereoskop betrachtet, abgesehen von den Farben, den Eindruck
der Wirklichkeit machen, so müssen sie vom Auge genau um die Brennweite des Objectivs
entfernt sein, mit dem sie aufgenommen wurden, und die Bilder müssen sich decken,
wenn die Augenachsen für die Ferne eingestellt sind. Diese Forderung kann wiederum nur
durch einen ganz ähnlichen Apparat wie der Aufnahmeapparat erfüllt werden, einen Apparat,
bei dessen einfachster Form, Fig. 3, dicht vor den beiden Augen zwei kleine Prismen/ und/1
oder auch Spiegel angebracht werden, hinter welchen, falls die Bilder b b und b1 b1 zu nahe,
also' nicht in bequemer Sehweite liegen, entsprechende Vergröfserungssysteme / und P eingeschoben
werden für die oben angeführten Objective, also bei allen mit Aplanat No. 3 aufgenommenen
Bildern. Zugleich ist eine Vorrichtung angebracht, um die Bilder b b und b1 P1
auf welchen die Brennweite, mit der sie aufgenommen wurden, angemerkt ist, sei es mit
der Hand einzeln, sei es durch eine doppeltgeschnittene Spindel gleichzeitig, so zu verstellen,
dafs sie vom betrachtenden Auge gerade um diese Strecke entfernt sind. Für diesen
Apparat mit getrennten Bildern sind die Negative, falls sie durch- Silberdruck vervielfältigt werden
sollen, gerade richtig aufgenommen. Für einen anderen Apparat, Fig. 4, mit doppelter Spiegelung
bei / und s, sowie/a und s1, und zusammenhängenden
Bildern b b b1 b1 müssen die
Bilder, um richtig zu erscheinen, entweder durch eine der Druckmethoden mit fetter Schwärze
hergestellt sein, oder die Negative müssen durchs Glas hindurch aufgenommen werden. Bei beiden
Constructionen wird die Entfernung der Bilder vom Auge an einem am Apparat angebrachten
festen Mafsstab abgelesen.
Claims (2)
- Patent-AnSprüche:ι. Die Combination zweier mit ihrer Achse gegen die Sehrichtung senkrecht stehenden Cameras mit Reflexionsvorrichtung zur Aufnahme grofser stereoskopischer Bilder.
- 2. Die Anwendung zweckentsprechender Linsen / Z1 beim Spiegelstereoskop, einerseits zur Correction der Weite des deutlichen Sehens, andererseits, um den Abstand der Bilder in Uebereinstimmung mit der Brennweite der Aufnahmeobjective bringen zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21622C true DE21622C (de) |
Family
ID=298300
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21622D Active DE21622C (de) | Apparat zur photographischen Aufnahme von Stereoskopbildern, welche, durch ein entsprechend gebautes Stereoskop betrachtet, durchaus in den Dimensionen der wirklichen Gegenstände erscheinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21622C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4228553A (en) * | 1978-11-06 | 1980-10-21 | Genuit Luther L | Storage and dispensing apparatus for swimming pool vacuum hose |
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- DE DENDAT21622D patent/DE21622C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4228553A (en) * | 1978-11-06 | 1980-10-21 | Genuit Luther L | Storage and dispensing apparatus for swimming pool vacuum hose |
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