DE99229C - - Google Patents

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DE99229C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/44Carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die unter den Namen »Schwarzpulver oder Schwärze« bekannten schwarzen Farben.werden bis jetzt in der Weise hergestellt, dafs man gewisse kohlenstoffhaltige, organische Substanzen, wie Holz, Braunkohle, Knochen und dergleichen, der trockenen Destillation unterwirft und den Rückstand fein mahlt.
Dieses Verfahren ist infolge des Verbrauches von Feuerungsmaterialien, sowie infolge des Verlustes der bei der Destillation entweichenden Körper sehr theuer, da die Ausbeute an Schwärze je nach der Art, des Rohmaterials nur 20 bis 50 pCt. beträgt. Selbst für den Fall, dafs die entweichenden gasförmigen Producte aufgefangen, condensirt und verwerthet werden, sinken die Herstellungskosten des Schwarzpulvers infolge der hierauf verwendeten Arbeit und Kosten, sowie wegen der theuren Einrichtungen nicht erheblich.
Das vorliegende Verfahren ist durch grofse Einfachheit gekennzeichnet. Man erhält das ganze aufgearbeitete Rohmaterial als Schwarzpulver bester Qualität und verbraucht fast gar kein Heizmaterial, da das ganze Verfahren ohne Glühen ausgeführt wird und nur zum Trocknen der fertigen Waare ein wenig Feuerungsmaterial nothwendig ist, aber auch dies ist im Sommer zu' vermeiden, wo zum Trocknen die Sonnenhitze benutzt werden kann. Die Reaction selbst wird nur ausnahmsweise unter Erwärmung ausgeführt.
Unsere Erfindung basirt auf einer Beobachtung, welche unseres Wissens weder bekannt gemacht, noch technisch ausgenutzt wurde.
Wenn gewisse Braunkohlen, vorzugsweise Lignite, möglichst fein gepulvert mit einer Lösung gewisser Metallsalze, insbesondere mit der Lösung von schwefelsaurem Eisenoxydul, Eisenchlorid und dergl. gemischt werden, am besten in der Art, dafs das Gemenge eine feuchte Masse bildet, so verschwindet in kurzer Zeit die braune Farbe der Kohle und geht in eine rein schwarze Farbe über, welche auch beim Trocknen bei höherer Temperatur beständig ist. Die Ursache dieser Reaction liegt darin, dafs die Kohle gewisse organische Verbindungen enthält, welche mit den Metallsalzen schwarze Verbindungen bilden.
Es scheint uns die Annahme am wahrscheinlichsten, dafs hier schwarze organische Schwefelverbindungen des Eisens entstehen. 'Die Bildung von schwarzem Schwefeleisen ist ausgeschlossen, da eine solche Verbindung sich sehr bald durch Oxydation zersetzen müfste, während sich unsere Schwärze gegen atmosphärische Einflüsse vollkommen widerstandsfähig erweist. Die Bildung von Tanninschwarz aber erscheint ebenfalls ausgeschlossen, da Gerbstoffverbindungen in den verwendeten Braunkohlen nicht nachzuweisen waren.
Eine Hauptbedingung für das Gelingen der Operation ist unter allen Umständen, dafs die Braunkohle oder dergl. vor dem Behandeln mit den Melallsalzen auf die erforderliche, möglichst grofse Feinheit gebracht werde.
Mit groben Substanzen sind die Resultate weniger befriedigend, die Qualität des Pro-
ductes kann auch durch nachträgliches Mahlen oder Zerkleinern nicht verbessert werden.
Das nach unserem Verfahren hergestellte Schwarzpulver ist geeignet zum Ersatz der bisher verwendeten Rufs- und Schwarzpulver.
Bei der bekanntlich sehr verschiedenartigen Zusammensetzung des zur Verwendung gelangenden Rohmaterials mufs die anzuwendende günstigste Menge des Eisensalzes von Fall zu Fall festgestellt werden. Man erhält z. B. bei Verwendung von ungarischem Lignit ein ausgezeichnetes Schwarz unter Verwendung von io kg schwefelsaurem Eisenoxydul für ioo kg Lignit.
Der Eisenvitriol wurde in 30 1 Wasser gelöst, mit der Lösung der fein gepulverte Lignit besprengt und im Kollergange gründlich zusammengemischt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Schwärze aus Braunkohle, verkohlten oder kohlenstoffhaltigen und anderen ähnlichen Substanzen ohne Glühen, dadurch gekennzeichnet, dafs die genannten Grundstoffe fein gepulvert mit Metallsalzen, am zweckmäfsigsten mit Lösungen von Sulfaten oder Chloriden des Eisens gemischt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753435C (de) * 1934-09-26 1951-11-08 Octrooien Mij Activit Nv Verfahren zur Herstellung eines aktiven, kohlenstoffhaltigen kolloidalen Materials mit Ionen austauschenden Eigenschaften

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753435C (de) * 1934-09-26 1951-11-08 Octrooien Mij Activit Nv Verfahren zur Herstellung eines aktiven, kohlenstoffhaltigen kolloidalen Materials mit Ionen austauschenden Eigenschaften

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