DE9889C - Selbsttätiger Kohlenkipper mit stellbarer Schüttrinne - Google Patents
Selbsttätiger Kohlenkipper mit stellbarer SchüttrinneInfo
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Description
1879.
; sif'-^Üi·- '
PAUL GERHARDT in RUHRORT. Seibstthätiger Kohlenkipper mit stellbarer Schüttrinne.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1879 ab.
Die Vorrichtung bezweckt die Entladung von Eisenbahnfahrzeugen mit beweglicher Kopfbracke
durch selbstthätiges Vor- und Rückwärtsrollen auf besonders geformten convexen Auflagern
und dadurch bewirktes Schrägstellen derselben, sowie das selbstthätige Ueberführen der
Ladung in das Schiff durch eine leicht stellbare Schüttrinne. Die Ladung kann aus Kohlen
oder anderen Frachtgütern bestehen.
Eine brückenartig gebaute Bühne A, Fig. 1, 2, 3, ist durch schmiedeiserne Vertical- und
Diagonalstängen B, Fig. 1, 3, 8, mit zwei schmiedeisernen Kopfstücken C, Fig. 1, 3, 8,
fest vernietet. Letztere sind mit gekrümmten Gufsstücken D, Fig. 1, 3, 8, verschraubt, welche
die convexen rollenden Auflager der Vorrichtung bilden. Die Lagerflächen dieser Gufsstücke
sind zwei gerade Flächen χ und je, Fig. 8,
durch die Curve ζ mit einander verbunden. Die Lagerplatten, auf denen die Gufsstücke
rollen, E, Fig. 1, 2, 3 8, können eben oder auch gekrümmt sein, und die sich berührenden
Flächen glatt oder zur Erhöhung der Reibung geriffelt oder gezahnt sein. Die Anordnung der
Auflager D gegen die Bühne A, Fig. !,geschieht
derartig, dafs die Bühne allein, oder mit einem leeren Wagen besetzt, auf der hinteren
Lagerfiäche χ ruht; der Schwerpunkt der Bühne mit leerem Wagen liegt in diesem Fall ungefähr
in Punkt /, Fig. 1. Steht dagegen ein beladener Wagen auf der Bühne, so liegt der
Schwerpunkt der Bühne mit dem Wagen ungefähr in Punkt v, Fig. ι und 8. Es mufs daher
die Bühne auf der Lagerfläche ζ vorwärts rollen, bis die Lagerfläche y auf der Grundfläche E,
Fig. 8, aufruht. Dann hat der Wagen die zur Entladung erforderliche schräge Lage. Die Bewegung
in diese Lage wird durch eine Bremse zweckentsprechend gemildert und bis zur vollständigen
Entladung wird die Bühne in derselben gehalten.
Nach Entleerung des Wagens hat die Bühne u. s. w. ein Uebergewicht nach hinten und
schlägt nach Lösen der Bremse selbsttätig zurück.
Die Befestigung des Wagens an der Bühne geschieht durch Haken F, Fig. 1, 2, an den
Radaxen. Zur Vermeidung von Stöfsen beim Kippen sind Buffer G, Fig. 1, 2, 3, und elastische
Holzlager ff, Fig. 1, 2, 3, angeordnet.
Das Halten und Bremsen der Kippvorrichtung
geschieht durch zwei Zahnstangen J, Fig. 1, welche an dem hinteren Ende der Bühne angreifen
und gegen die Getriebe einer gemeinsamen Welle K, Fig. 1, 2, 3, 7, durch je zwei
Walzen in drehbaren Dreiecken Z, Fig. 1, angedrückt werden. Ein Getriebe mit Zahnrad
überträgt die Kraft auf eine zweite Welle M, Fig. 3, 7, an der einerseits ein konisches Rad,
andererseits eine Bremsscheibe N, Fig. 3, 7, befestigt sind. Das konische Rad setzt die Bewegung
der Welle nach oben hin fort und kann die Bühne hier durch eine Kurbel O,
Fig- 2J 3. gedreht werden, wenn zufällig anders
gebaute Wagen, als gewöhnlich benutzt werden, zu kippen sind. Das Bremsband N wird durch
einen langen, am Ende durch ein Gewicht beschwerten Hebel P, Fig. 7, angezogen. Das Gewicht
hängt an einer Kette und kann durch eine Winde Q, Fig. 2, 7, zweckentsprechend
gehoben werden.
Die Schüttrinne besteht aus einem vor den Kipper gebauten schmiedeisernen Trichter H,
Fig. i, 2, 4, 5, 6, mit vier beweglichen Verlängerungsstücken I, II, III, IV, Fig. i, 2, 4, 5, 6.
Jedes dieser Verlängerungsstücke ruht mit einem Ende auf dem vorhergehenden durch Rollen auf
und wird an dem anderen durch Ketten gehalten, die über beweglich an dem drehbaren
galgenartigen Ausleger S, Fig. 1, 2, 4, 5, 6, aufgehängte Rollen geführt werden.
Das erste Stück I der Rinne hängt mittelst Haken a, Fig. 1, 4, 5, 6, an dem Trichter R,
und kann hier in eine beliebige Neigung gestellt werden. Der Boden dieser Rinne ist in
dem oberen Theile b, Fig. 1, 5, 6, kreisförmig gestaltet, so dafs die Rinne bei jeder Neigung
in naher Berührung mit dem Auslauf c, Fig. 1, 5, 6, des Trichters bleibt. Das zweite und
dritte Rinnenstück ruhen mittelst Rollen d bezw. e, Fig. 1, 2, 4, 5, 6, auf dem oberen
Rande des ersten und zweiten auf. Die Rinnen selbst sind rautenförmig gebaut, so dafs beim
Nachlassen der Zugketten am äufseren Ende jeder Rinne der Boden derselben sich von dem
Boden der vorhergehenden entfernt, also die in der Rinne etwa zurückgebliebenen Reste der
Ladung beim Zurückziehen der Rinne nicht stören können, Fig. 1 und 6.
Claims (4)
1. Die Art, einen Wagen zu kippen durch Vorwärts-
..und Rückwärtsrollen der Bühne mit dem Wagen auf convexen Auflagern χ ζ y
des Gufsstücks D, Fig. 8, wie beschrieben.
2. Die Anordnung der Bremsvorrichtung mit Zahnstange und selbstwirkendem Bremshebel.
3. Die Bauart der Schüttrinne," wie in Bezug auf I, II, III, IV und Zubehör beschrieben,
4. Die Anordnung des Endstücks IV der Schüttrinne mit stellbaren Klappen zum Seitwärtsschütten
der Ladung. :
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9889C true DE9889C (de) |
Family
ID=287218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9889D Active DE9889C (de) | Selbsttätiger Kohlenkipper mit stellbarer Schüttrinne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9889C (de) |
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