DE201779C - - Google Patents
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- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 claims description 2
- 229910000746 Structural steel Inorganic materials 0.000 description 1
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B7/00—Blast furnaces
- C21B7/18—Bell-and-hopper arrangements
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- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
fc
THE BRd^A8IoTStING MACHINERY CO.
in CLEVELAND, V. St. A.
Aufzug, insbesondere für Hochöfen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine mechanische Förderanlage, bei der in bekannter
Weise das durch ein Gegengewicht entlastete Fördergefäß nach Anlangen in seine Höchststellung
sich selbsttätig durch Kippen entleert.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß die Geschwindigkeit des Fördergefäßes kurz
vor Erreichung der Kippstelle allmählich durch ίο dem Gegengewicht entgegenwirkende, dessen
Zugkraft gleichmäßig verringernde Gegenkräfte derart verzögert wird, daß das Fördergefäß
ohne Anprall seine Kipplage erreicht und. nach Entleeren seiner Ladung infolge der
durch die Gegenkräfte erfolgten Entlastung des Gegengewichtes wieder auf der Förderbahn
abwärts gleitet.
Diese Förderanlage eignet sich insbesondere zur Verwendung als Gichtaufzug für Hochöfen
u. dgl.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungs- und Anwendungsbeispiele
dargestellt.
Dabei zeigt:
Fig. ι einen Hochofen mit der Förderanlage im Aufriß,
Fig. 2 den Turm für das Gegengewicht, teilweise abgebrochen im Aufriß · mit dem
Gegengewicht in oberer Stellung,
■ Fig. 3 dasselbe mit dem Gegengewicht in unterer Stellung,
■ Fig. 3 dasselbe mit dem Gegengewicht in unterer Stellung,
Fig. 4 dasselbe wie Fig. 2, nur um 90° gedreht, d. h. den Turm von einer anderen
Seite,
Fig. 5 einen Querschnitt nach Linie y-y der Fig· 3. -
Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 3»
Fig. 7 den Turm im Grundriß.
Es ist F ein Hochofen üblicher Gestalt lind Größe, welcher mit einem Fülltrichter h
ausgerüstet ist, durch welchen das zu verhüttende Gichtgut in den darunter befindlichen
Füllraum h1 von Zeit zu Zeit eingefüllt wird und zu diesem Zwecke vorher in Höhe des
Hochofens gehoben werden muß.
Hierfür dient die Förderanlage. Diese besteht im wesentlichen aus einer geneigten
Bahn /, welche von dem Boden bzw. von der Stelle, wo das Fördergefäß gefüllt wird,
schräg aufwärts oberhalb und senkrecht über die Einfüllöffnung des Hochofens geführt ist.
Diese Bahn ist mit dem üblichen Ober- und Untergeleise ausgerüstet,
auf welchem die
Vorder- und Hinterräder von Kippwagen S laufen.
Das untere Geleise ist an seinem oberen Ende in der Nähe der Gicht des Hochofens
einwärts gebogen, wie durch die punktierten Linien bei C der Fig. 1 angedeutet ist.
Ein Zugseil H dient zur Beförderung des Kippwagens, ist mit seinem Hinterteil verbunden
und über eine Seilscheibe S, welche an dem oberen Ende der Bahn gelagert ist,
geführt, von wo es abwärts geleitet und um die Antriebstrommel D in dem Maschinenhause
P gewickelt und darauf befestigt ist.
In geeignetem Abstande von dem Maschinenhause befindet sich ein Rahmengerüst oder
ein Turm T, welcher zur Führung von Gegengewichten dient, die weiter unten noch eingehender
erläutert werden sollen, und an
seinem Kopfende eine Seilscheibe S1 trägt, über welche ein zweites Zugseil H1 geführt ist,
dessen eines Ende um die Antriebstrommel D, und zwar in entgegengesetztem Sinne wie das
ersterwähnte Zugseil H gewickelt und darauf befestigt ist, und dessen anderes Ende innerhalb
des Turmes T abwärts über eine lose Rolle oder Seilscheibe .S2 geführt ist. Letztere ist
lose innerhalb des Haupt- oder Zuggegengewichtes W im Innern des Turmes gelagert.
Von hier ist das Zugseil H1 wieder aufwärts innerhalb des Turmes zu und um eine dritte
Scheibe S3 und sodann abwärts geleitet, wo
. es schließlich mit dem Gegengewicht W fest verbunden ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht das "Turmgerüst in der Hauptsache aus vier
senkrecht stehenden Eckschienen L aus Winkeleisen ο. dgl., welche am Kopf und Fuß durch
Platten p p, P1P1, p3 p3 und pipi, die in
wagerechter Lage rund um den Turm mit den Eckschienen verbunden sind, zusammengehalten
und durch Streben, welche durch Linien I angedeutet sind, versteift sind.
In der Mitte der gegenüberliegenden Platten p p sind Führungsschienen G G von T-förmigem
Querschnitt befestigt, welche sich in der ganzen Höhe bzw. Länge des Turmes (s. Fig. 4, 5 und 6) erstrecken.
Gegen das untere Ende des Turmes zu sind, wie aus den Fig. 3, 5 und 6 zu ersehen ist, Querschienen
c, c1 auf zwei entsprechenden Außenseiten
an den Eckschienen L befestigt und weiter oberhalb in' bestimmtem Abstande von
letzteren ebensolche Querschienen c2, c3 vorgesehen, welche gleichfalls an den Eckschienen
befestigt sind.
Jedes Paar dieser Querschienen trägt nach innen zu vorspringende Führungsarme g g und
g1 g1, an welchen senkrechte Führungsschienen
G1G1 von T-förmigem Querschnitt befestigt
sind. »
Entsprechend diesen Führungsschienen G1 G1
sind auf der gegenüberliegenden Seite senkrechte Führungsschienen G2 angeordnet, deren
jede an ihrem unteren Ende an den Platten p2 und an ihrem oberen Ende an den
Querschienen c4 und c5 befestigt ist, welche zu diesem Zwecke vorgesehen sind.
Auf beiden Seiten des . Hauptgegengewichtes W sind Scheiben S13 und S1 drehbar
und parallel zu den senkrechten Flächen dieses Gegengewichtes gelagert.
An einer^ vorherbestimmten Stelle in dem
Turm, wo das Gegengewicht W hingelangt, wenn die Vorderräder des Kippwagens S ihre
Abfahrt auf der Strebe längs des gebogenen Teiles C des Geleises beginnen, sind zwei
Scheiben oder Rollen S5 und S6 auf beiden Seiten der Scheibe S13 angeordnet, und zwar
liegen dieselben in der Ebene der letzteren.
Ebenso befinden sich entsprechende Scheiben S7 und S8 zu beiden Seiten und in der
Ebene der Scheibe S4.
Oberhalb der Scheibe S5 ist ein Seil R an dem Turm T befestigt, von hier abwärts um
die Rille der Scheibe S5 quer nach der anderen Seite des Turmes über- die gegenüberliegende
Scheibe S6 zu einer weiteren Scheibe S9 und über letztere geführt, von wo es abwärts
geleitet und mit einem Bremsgewicht W1 verbunden ist.
In gleicher Weise ist ein zweites Seil R1 oberhalb der Scheibe S8 mit dem einen
Ende an dem Turm befestigt, abwärts über die Scheibe S8 quer nach der anderen
Seite des Turmes über die gegenüberliegende Scheibe S7, über die Scheibe S4 zu
einer weiteren Scheibe S10 und von dieser abwärts zu einem Bremsgewicht W2 geführt,
.an welchem es mit dem anderen Ende befestigt ist.
Die Zugwirkimg, die das Gegengewicht W ausübt, muß in jeder seiner Stellungen geringer
sein als das Gewicht des Kippwagens S, so daß letzterer unter dem Einfluß des Zugseiles
H unbehindert und frei auf der schrägen Bahn abwärts rollen kann, ohne daß eine
Verzögerung in der Bewegung desselben eintritt , und mit der vorherbestimmten Geschwindigkeit
läuft.
Die Gegenkraft, die durch die Gewichte W1 und W2· ausgeübt wird, kann natürlich jede
erwünschte Höhe annehmen;' sie muß jedoch geringer sein als die Kraft, welche ihr entgegenwirkt.
Die besten Ergebnisse werden hierbei abhängig sein von dem Gewichtsverhältnis
und der Wirkungsweise dieser Gewichte W1 und W2, welche bezwecken, die
positiv bzw. unmittelbar wirkende Kraft des Hauptgewichtes von seinem Hauptbetrag allmählich
durch Eingreifen des Gegengewichtes W auf die Seile R und R1 bis zu einem vorherbestimmten
Mindestbetrag zu verringern, wenn der Kippwagen in seiner obersten Stellung auf der Bahn I anlangt, seine Ladung gekippt
und das Gegengewicht W ■ seine tiefste beabsichtigte Bewegungsbegrenzung erreicht
hat. Das Gegengewicht W wird natürlich unterhalb der letzteren keine. Gegenwirkung
bei dem Rückwärtskippen und Wiederaufrichten des Kippwagens auf die Rollbahn ausüben; wenn aber dies geschehen ist, tritt
das Gegengewicht wieder in seine normale Wirksamkeit ein, und zwar macht letztere
sich in entgegengesetzter Richtung zu der Bewegungsrichtung des Kippwagens geltend.
Es ist augenscheinlich, daß der Kippwagen in dem Augenblick, wo er seine Aufwärtsbewegung
beginnt, sich in der Grube am Fuße der Rollbahn befindet und das Zugseil H auf
seine ganze Länge abgewickelt ist.
Unter solchen Umständen ist das Seil des Gegengewichtes in umgekehrtem Sinne auf
der Trommel D des Zugseiles H auf seine ganze Länge aufgewickelt, und es befindet
sich das Gegengewicht W selbst, wie in der Fig. 2 dargestellt ist, in seiner obersten Bewegungsstellung
in dem Turm.
Die Bremsgewichte W1 und PF2 werden
natürlich sich in ihrer tiefsten Bewegungsstellung befinden, wobei die Seile R und R1
außer Eingriff oder Einwirkung mit dem Gegengewicht W stehen und in wagerechter Lage
zwischen ihren Führungsscheiben S5 S6 und
S7 S8 straff gespannt sich erstrecken.
Wenn nun der Kippwagen S auf der schrägen Bahn aufwärts steigt, senkt sich
das Gegengewicht W im Turm, indem es seine volle Zugkraft auf den beladenen Kippwagen
ausübt, und zwar so lange, bis letzterer das abgebogene Ende C des Geleises an
dem Oberende der Bahn erreicht hat, wo das Gegengewicht sodann bei seiner Abwärtsbewegung
in Eingriff mit den wagerecht liegenden, gespannten Seilen R und R1 gelangt
und unter dem Einfluß der mit letzteren in Verbindung stehenden Bremsgewichte W1 W2 allmählich gebremst, an seiner
Zugkraft einbüßt und schließlich vollständig außer Wirksamkeit tritt, d. h. keine Zugkraft
mehr auf den Kippwagen ausübt. Dieser Zustand tritt in dem Augenblick ein, wo der
Kippwagen sich entleert hat und seine Rückwärtsbewegung auf dem Geleise der Bahn antritt.
Es ist klar, daß bei allen diesen Bewegungsvorgängen erst dann ein Widerstand dem
Senken des Gegengewichtes W entgegenwirkt, wenn die seitlichen Rollen S13 und 5* des
letzteren in Berührung bzw. Eingriff mit den Seilen R und R1 gelangen, während das Gegengewicht
vorher unabhängig von den' Bremsgewichten Wl W2 ist und nichts an seiner
lebendigen Kraft einbüßt.
Von dem Moment jedoch, wo die Rollenscheiben S13 und S4 des Gegengewichtes
bei ihrem Niedergange auf die Seile R und R1 einwirken bzw. drücken, nimmt der
Widerstand nach den allgemein bekannten Regeln und Gesetzen von 0 ansteigend zu, bis
ein wirksamer Höchstbetrag des Widerstandes erreicht ist, welcher für jeden einzelnen Fall
zu bestimmen ist, so daß also unter der Einwirkung der Bremsgewichte W1 und W2 die
lebendige Kraft des Gegengewichtes W allmählich abnimmt, bis der Kippwagen S seine
Kippbewegung ausführt.
Claims (3)
1. Aufzug, insbesondere für Hochöfen, mit durch ein Gegengewicht entlastetem,
nach Anlangen ■ in die Höchststellung selbsttätig sich entleerendem Fördergefäß,
dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Fördergefäßes (S) kurz
vor Erreichung seiner Kippstelle allmählich durch dem Gegengewicht (W) entgegenwirkende,
dessen Zugkraft gleichmäßig verringernde Gegenkräfte so verzögert wird, daß das Fördergefäß (S) ohne Anprall
seine Kipplage erreicht und nach Abgabe seiner Ladung infolge der durch die Gegenkräfte
erfolgten Entlastung des Gegengewichtes (W) wieder auf der Förderbahn abwärts gleitet.
2. Ausführungsform des Aufzuges nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die allmähliche Entlastung des Gegengewichtes (W) und damit die gleichmäßige
Verzögerung der Geschwindigkeit des Fördergefäßes (S) durch vor Anlangen desselben
in seine Endstellung selbsttätig iii Wirkung tretende, dem Gegengewicht (W)
entgegenwirkende Bremsgewichte (W1, W2) erfolgt.
3. Ausführungsform des Aufzuges nach Anspruch 1 und. 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Gegengewicht (W) entgegenwirkenden Bremsgewichte '(W1, W2)
an Seilen (R R1) aufgehängt sind, auf deren gespannt gehaltenen wagerechten Teil das
niedergehende Gegengewicht (W) auf trifft und hierdurch beim weiteren Niedergehen
immer stärker gebremst wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201779C true DE201779C (de) |
Family
ID=464307
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201779D Active DE201779C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201779C (de) |
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