DE201779C - - Google Patents

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DE201779C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/18Bell-and-hopper arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
fc
THE BRd^A8IoTStING MACHINERY CO.
in CLEVELAND, V. St. A.
Aufzug, insbesondere für Hochöfen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. April 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine mechanische Förderanlage, bei der in bekannter Weise das durch ein Gegengewicht entlastete Fördergefäß nach Anlangen in seine Höchststellung sich selbsttätig durch Kippen entleert.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß die Geschwindigkeit des Fördergefäßes kurz vor Erreichung der Kippstelle allmählich durch ίο dem Gegengewicht entgegenwirkende, dessen Zugkraft gleichmäßig verringernde Gegenkräfte derart verzögert wird, daß das Fördergefäß ohne Anprall seine Kipplage erreicht und. nach Entleeren seiner Ladung infolge der durch die Gegenkräfte erfolgten Entlastung des Gegengewichtes wieder auf der Förderbahn abwärts gleitet.
Diese Förderanlage eignet sich insbesondere zur Verwendung als Gichtaufzug für Hochöfen u. dgl.
Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungs- und Anwendungsbeispiele dargestellt.
Dabei zeigt:
Fig. ι einen Hochofen mit der Förderanlage im Aufriß,
Fig. 2 den Turm für das Gegengewicht, teilweise abgebrochen im Aufriß · mit dem Gegengewicht in oberer Stellung,
■ Fig. 3 dasselbe mit dem Gegengewicht in unterer Stellung,
Fig. 4 dasselbe wie Fig. 2, nur um 90° gedreht, d. h. den Turm von einer anderen Seite,
Fig. 5 einen Querschnitt nach Linie y-y der Fig· 3. -
Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 3»
Fig. 7 den Turm im Grundriß.
Es ist F ein Hochofen üblicher Gestalt lind Größe, welcher mit einem Fülltrichter h ausgerüstet ist, durch welchen das zu verhüttende Gichtgut in den darunter befindlichen Füllraum h1 von Zeit zu Zeit eingefüllt wird und zu diesem Zwecke vorher in Höhe des Hochofens gehoben werden muß.
Hierfür dient die Förderanlage. Diese besteht im wesentlichen aus einer geneigten Bahn /, welche von dem Boden bzw. von der Stelle, wo das Fördergefäß gefüllt wird, schräg aufwärts oberhalb und senkrecht über die Einfüllöffnung des Hochofens geführt ist.
Diese Bahn ist mit dem üblichen Ober- und Untergeleise ausgerüstet,
auf welchem die
Vorder- und Hinterräder von Kippwagen S laufen.
Das untere Geleise ist an seinem oberen Ende in der Nähe der Gicht des Hochofens einwärts gebogen, wie durch die punktierten Linien bei C der Fig. 1 angedeutet ist.
Ein Zugseil H dient zur Beförderung des Kippwagens, ist mit seinem Hinterteil verbunden und über eine Seilscheibe S, welche an dem oberen Ende der Bahn gelagert ist, geführt, von wo es abwärts geleitet und um die Antriebstrommel D in dem Maschinenhause P gewickelt und darauf befestigt ist.
In geeignetem Abstande von dem Maschinenhause befindet sich ein Rahmengerüst oder ein Turm T, welcher zur Führung von Gegengewichten dient, die weiter unten noch eingehender erläutert werden sollen, und an
seinem Kopfende eine Seilscheibe S1 trägt, über welche ein zweites Zugseil H1 geführt ist, dessen eines Ende um die Antriebstrommel D, und zwar in entgegengesetztem Sinne wie das ersterwähnte Zugseil H gewickelt und darauf befestigt ist, und dessen anderes Ende innerhalb des Turmes T abwärts über eine lose Rolle oder Seilscheibe .S2 geführt ist. Letztere ist lose innerhalb des Haupt- oder Zuggegengewichtes W im Innern des Turmes gelagert.
Von hier ist das Zugseil H1 wieder aufwärts innerhalb des Turmes zu und um eine dritte Scheibe S3 und sodann abwärts geleitet, wo
. es schließlich mit dem Gegengewicht W fest verbunden ist.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht das "Turmgerüst in der Hauptsache aus vier senkrecht stehenden Eckschienen L aus Winkeleisen ο. dgl., welche am Kopf und Fuß durch Platten p p, P1P1, p3 p3 und pipi, die in wagerechter Lage rund um den Turm mit den Eckschienen verbunden sind, zusammengehalten und durch Streben, welche durch Linien I angedeutet sind, versteift sind.
In der Mitte der gegenüberliegenden Platten p p sind Führungsschienen G G von T-förmigem Querschnitt befestigt, welche sich in der ganzen Höhe bzw. Länge des Turmes (s. Fig. 4, 5 und 6) erstrecken.
Gegen das untere Ende des Turmes zu sind, wie aus den Fig. 3, 5 und 6 zu ersehen ist, Querschienen c, c1 auf zwei entsprechenden Außenseiten an den Eckschienen L befestigt und weiter oberhalb in' bestimmtem Abstande von letzteren ebensolche Querschienen c2, c3 vorgesehen, welche gleichfalls an den Eckschienen befestigt sind.
Jedes Paar dieser Querschienen trägt nach innen zu vorspringende Führungsarme g g und g1 g1, an welchen senkrechte Führungsschienen G1G1 von T-förmigem Querschnitt befestigt
sind. »
Entsprechend diesen Führungsschienen G1 G1
sind auf der gegenüberliegenden Seite senkrechte Führungsschienen G2 angeordnet, deren jede an ihrem unteren Ende an den Platten p2 und an ihrem oberen Ende an den Querschienen c4 und c5 befestigt ist, welche zu diesem Zwecke vorgesehen sind.
Auf beiden Seiten des . Hauptgegengewichtes W sind Scheiben S13 und S1 drehbar und parallel zu den senkrechten Flächen dieses Gegengewichtes gelagert.
An einer^ vorherbestimmten Stelle in dem
Turm, wo das Gegengewicht W hingelangt, wenn die Vorderräder des Kippwagens S ihre Abfahrt auf der Strebe längs des gebogenen Teiles C des Geleises beginnen, sind zwei Scheiben oder Rollen S5 und S6 auf beiden Seiten der Scheibe S13 angeordnet, und zwar liegen dieselben in der Ebene der letzteren.
Ebenso befinden sich entsprechende Scheiben S7 und S8 zu beiden Seiten und in der Ebene der Scheibe S4.
Oberhalb der Scheibe S5 ist ein Seil R an dem Turm T befestigt, von hier abwärts um die Rille der Scheibe S5 quer nach der anderen Seite des Turmes über- die gegenüberliegende Scheibe S6 zu einer weiteren Scheibe S9 und über letztere geführt, von wo es abwärts geleitet und mit einem Bremsgewicht W1 verbunden ist.
In gleicher Weise ist ein zweites Seil R1 oberhalb der Scheibe S8 mit dem einen Ende an dem Turm befestigt, abwärts über die Scheibe S8 quer nach der anderen Seite des Turmes über die gegenüberliegende Scheibe S7, über die Scheibe S4 zu einer weiteren Scheibe S10 und von dieser abwärts zu einem Bremsgewicht W2 geführt, .an welchem es mit dem anderen Ende befestigt ist.
Die Zugwirkimg, die das Gegengewicht W ausübt, muß in jeder seiner Stellungen geringer sein als das Gewicht des Kippwagens S, so daß letzterer unter dem Einfluß des Zugseiles H unbehindert und frei auf der schrägen Bahn abwärts rollen kann, ohne daß eine Verzögerung in der Bewegung desselben eintritt , und mit der vorherbestimmten Geschwindigkeit läuft.
Die Gegenkraft, die durch die Gewichte W1 und W2· ausgeübt wird, kann natürlich jede erwünschte Höhe annehmen;' sie muß jedoch geringer sein als die Kraft, welche ihr entgegenwirkt. Die besten Ergebnisse werden hierbei abhängig sein von dem Gewichtsverhältnis und der Wirkungsweise dieser Gewichte W1 und W2, welche bezwecken, die positiv bzw. unmittelbar wirkende Kraft des Hauptgewichtes von seinem Hauptbetrag allmählich durch Eingreifen des Gegengewichtes W auf die Seile R und R1 bis zu einem vorherbestimmten Mindestbetrag zu verringern, wenn der Kippwagen in seiner obersten Stellung auf der Bahn I anlangt, seine Ladung gekippt und das Gegengewicht W ■ seine tiefste beabsichtigte Bewegungsbegrenzung erreicht hat. Das Gegengewicht W wird natürlich unterhalb der letzteren keine. Gegenwirkung bei dem Rückwärtskippen und Wiederaufrichten des Kippwagens auf die Rollbahn ausüben; wenn aber dies geschehen ist, tritt das Gegengewicht wieder in seine normale Wirksamkeit ein, und zwar macht letztere sich in entgegengesetzter Richtung zu der Bewegungsrichtung des Kippwagens geltend.
Es ist augenscheinlich, daß der Kippwagen in dem Augenblick, wo er seine Aufwärtsbewegung beginnt, sich in der Grube am Fuße der Rollbahn befindet und das Zugseil H auf seine ganze Länge abgewickelt ist.
Unter solchen Umständen ist das Seil des Gegengewichtes in umgekehrtem Sinne auf der Trommel D des Zugseiles H auf seine ganze Länge aufgewickelt, und es befindet sich das Gegengewicht W selbst, wie in der Fig. 2 dargestellt ist, in seiner obersten Bewegungsstellung in dem Turm.
Die Bremsgewichte W1 und PF2 werden natürlich sich in ihrer tiefsten Bewegungsstellung befinden, wobei die Seile R und R1 außer Eingriff oder Einwirkung mit dem Gegengewicht W stehen und in wagerechter Lage zwischen ihren Führungsscheiben S5 S6 und S7 S8 straff gespannt sich erstrecken.
Wenn nun der Kippwagen S auf der schrägen Bahn aufwärts steigt, senkt sich das Gegengewicht W im Turm, indem es seine volle Zugkraft auf den beladenen Kippwagen ausübt, und zwar so lange, bis letzterer das abgebogene Ende C des Geleises an dem Oberende der Bahn erreicht hat, wo das Gegengewicht sodann bei seiner Abwärtsbewegung in Eingriff mit den wagerecht liegenden, gespannten Seilen R und R1 gelangt und unter dem Einfluß der mit letzteren in Verbindung stehenden Bremsgewichte W1 W2 allmählich gebremst, an seiner Zugkraft einbüßt und schließlich vollständig außer Wirksamkeit tritt, d. h. keine Zugkraft mehr auf den Kippwagen ausübt. Dieser Zustand tritt in dem Augenblick ein, wo der Kippwagen sich entleert hat und seine Rückwärtsbewegung auf dem Geleise der Bahn antritt.
Es ist klar, daß bei allen diesen Bewegungsvorgängen erst dann ein Widerstand dem Senken des Gegengewichtes W entgegenwirkt, wenn die seitlichen Rollen S13 und 5* des letzteren in Berührung bzw. Eingriff mit den Seilen R und R1 gelangen, während das Gegengewicht vorher unabhängig von den' Bremsgewichten Wl W2 ist und nichts an seiner lebendigen Kraft einbüßt.
Von dem Moment jedoch, wo die Rollenscheiben S13 und S4 des Gegengewichtes bei ihrem Niedergange auf die Seile R und R1 einwirken bzw. drücken, nimmt der Widerstand nach den allgemein bekannten Regeln und Gesetzen von 0 ansteigend zu, bis ein wirksamer Höchstbetrag des Widerstandes erreicht ist, welcher für jeden einzelnen Fall zu bestimmen ist, so daß also unter der Einwirkung der Bremsgewichte W1 und W2 die lebendige Kraft des Gegengewichtes W allmählich abnimmt, bis der Kippwagen S seine Kippbewegung ausführt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Aufzug, insbesondere für Hochöfen, mit durch ein Gegengewicht entlastetem, nach Anlangen ■ in die Höchststellung selbsttätig sich entleerendem Fördergefäß, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Fördergefäßes (S) kurz vor Erreichung seiner Kippstelle allmählich durch dem Gegengewicht (W) entgegenwirkende, dessen Zugkraft gleichmäßig verringernde Gegenkräfte so verzögert wird, daß das Fördergefäß (S) ohne Anprall seine Kipplage erreicht und nach Abgabe seiner Ladung infolge der durch die Gegenkräfte erfolgten Entlastung des Gegengewichtes (W) wieder auf der Förderbahn abwärts gleitet.
2. Ausführungsform des Aufzuges nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die allmähliche Entlastung des Gegengewichtes (W) und damit die gleichmäßige Verzögerung der Geschwindigkeit des Fördergefäßes (S) durch vor Anlangen desselben in seine Endstellung selbsttätig iii Wirkung tretende, dem Gegengewicht (W) entgegenwirkende Bremsgewichte (W1, W2) erfolgt.
3. Ausführungsform des Aufzuges nach Anspruch 1 und. 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Gegengewicht (W) entgegenwirkenden Bremsgewichte '(W1, W2) an Seilen (R R1) aufgehängt sind, auf deren gespannt gehaltenen wagerechten Teil das niedergehende Gegengewicht (W) auf trifft und hierdurch beim weiteren Niedergehen immer stärker gebremst wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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