DE901756C - Selbsttaetige Kippvorrichtung zum Kippen von Grubenwagen in zwei Phasen - Google Patents
Selbsttaetige Kippvorrichtung zum Kippen von Grubenwagen in zwei PhasenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein voll automatisches Kippsystem mit einem Kippwinkel von annähernd 900;
das Kippen selbst wickelt sich in zwei Phasen ab:
a) Die erste Phase umfaßt die Kippphase mit dem Winkel a, während welcher ein seitlich und längs
der Bahn aufgestellter Kippstuhl mit seiner Rolle mit einer an der Seite, an dem sogenannten Rücken,
des Grubenwagens außen angebrachten Schiene zusammenarbeitet, um den Kasten anzuheben und abzustoßen,
damit er um seine Drehachse kippt.
b) Die zweite Phase umfaßt die Kippphase mit dem Winkel 90° — α, während welcher die im Schwerpunkt
des Kastens vorhandene kinetische Energie das Abheben der Auflaufschiene einleitet und das Kippen
ohne besonderen Stoß vollendet.
Dieses System wird vorzugsweise bei Grubenwagen angewendet, die mit Kasten von trapezförmigem
Querschnitt versehen sind, sogenannte Grubenwagen Luxemburger Bauart mit einem Kippwinkel von
etwa 90°.
Die wirtschaftlichen Vorteile bestehen in der Einsparung von Arbeitskräften, die bis jetzt für diese
Arbeiten erforderlich sind, in der Möglichkeit, das Kippen langsam oder schnell mit größerer Leichtigkeit
und Sicherheit auszuführen, als dieses durch Handarbeit bei leeren oder auch bei vollgeladenen Wagen
möglich wäre, und in der Vermeidung von Stoßkräften, die auf Kosten der Haltbarkeit der Grubenwagen
und Verladerampen bis jetzt auftreten.
Bei dem bekannten, mit der Hand betriebenen System bedient sich der Kipparbeiter (Fig. 1, 2 und 3)
eines Stahlknüppels, dessen eines Ende er in eine Vertiefung der Laderampe einsetzt, während er das
andere Ende dem herannahenden Grubenwagen in
schräger Haltung entgegenstellt, derart, daß ein Vorsprung des Kastenbodens auf den Knüppel aufstößt.
Infolge des Zuges oder des Druckes der Lokomotive bewegt sich das Grubenwagengestell weiter,
der Kasten jedoch hebt sich, und bei entsprechender Länge des Knüppels kommt der Kasten zum
Kippen.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen näher beschrieben:
ίο Fig. ι zeigt den Aufriß eines Grubenwagens und eines Kippknüppels, der von einem Arbeiter eingesetzt wird;
ίο Fig. ι zeigt den Aufriß eines Grubenwagens und eines Kippknüppels, der von einem Arbeiter eingesetzt wird;
Fig. 2 stellt einen Querschnitt der Ansicht von Fig. ι
dar, aus dem der trapezförmige Querschnitt des
tj Kastens zu ersehen ist;
Fig. 3 zeigt, wie ein Kasten vom Kippknüppel angehoben
wird;
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des der Erfindung zugrunde liegenden Kippstuhles mit Rolle;
ao Fig. 5 zeigt den Kippstuhl nach Fig. 4 um 900
gedreht;
Fig. 6 zeigt im Aufriß die am Wagen fest angebrachte Kippschiene;
Fig. 7 zeigt eine Queransicht von Fig. 6; as Fig. 8 zeigt das Auftreffen der Rolle an die Kippschiene;
Fig. 9 zeigt den gegebenen Kippwinkel α zu beiden Seiten der Ebene x-y, die der Kastenbodenebene
entspricht;
Fig. 10 zeigt, wie sich der Rauminhalt des Kastens
bei Anwendung der Erfindung vergrößert;
Fig. 11 zeigt den Kippvorgang einer Kippvorrichtung,
bei der symmetrisch zwei Kipphebel zum Kippen unabhängig von der Bewegungsrichtung vorgesehen
sind;
Fig. 12 stellt die Seitenansicht eines Grubenwagens mit unter der Kastenbodenebene angebrachten Anlaufschiene
dar;
Fig. 13 zeigt einen Kippstuhl zum Kippen aus beiden Richtungen;
Fig. 14 zeigt den Kippstuhl nach Fig. 13 um 900
gedreht.
Gemäß der Erfindung übernimmt der Kippstuhl die Stelle und Funktion des starren Hand-Kippknüppeis.
Aber dieses neue Kippelement ist in sich abgefedert; es trägt eine Kipprolle, derart, daß die
von der Auflaufschiene auf den Kippstuhl bzw. auf die Rolle übertragene Kraft die Standfestigkeit des
Kippstuhles nicht gefährdet. Die Vorrichtung arbeitet selbsttätig und somit unabhängig von Arbeitskräften.
Die Rolle r (vgl. Fig. 4) dreht sich frei um die Drehachse i, die fest auf dem Kipphebel^ gelagert ist.
Der Kipphebel selbst weist eine Schräge auf, die parallel zur Auflaufschiene verläuft.
Der HebeU ist an einem Ende kippbar in der Stütze m gelagert, während das andere Ende in eine
Aussparung der Stütze η geführt wird und somit eine Verschiebungsbegrenzung seitlich nach oben und nach
unten stattfindet. Der Hebel I stützt sich auf eine
Feder t ab, der als feste Unterlage ein Querriegel dient, welcher die Stützen m und η zu einem festen
Gerüst zusammenfügt. Im Augenblick des Auftreffens der Schiene auf die Rolle kippt der Hebel I
nach unten, die Feder gibt nach, spannt sich und fängt somit den Stoß auf. Im weiteren Verlauf des
Aufrollens gibt die Feder ihre aufgespeicherte Energie wieder ab; der Hebel I geht in die Ruhelage zurück
und leistet somit eine Arbeit, die günstig im Sinne des Kippens wirkt und unabhängig von der Lokomotivkraft
bemessen sein und wirken kann. Diese zusatzliehe
innere Kraft des Systems gleicht den Stoß aus, wirkt in jedem Sinne günstig, so daß die Länge und
die Steigung der Auflaufschiene geringer gehalten werden können. Dies sind bauliche und betriebliche
Vorteile der Erfindung.
Es werden nunmehr die baulichen Eigenschaften
des Kippgerüstes näher beschrieben und erläutert, wie die Standfestigkeit des Kippgerüstes während des
Kippvorganges sichergestellt ist. Zu diesem Zweck sind die Gerüstträger m und η (Fig. 4) im unteren
Abschnitt drehbar und frei gelagert und ruhen auf einer gemeinsamen Sohle s. Jede Kraft, die von
außen auf das Gerüst einwirkt, kann sich somit nur durch das tiefer liegende Drehgelenk auswirken; es
sind die möglichen Kraftrichtungen eindeutig festgelegt, und eine entsprechende bauliche Gestaltung
des Gerüstes ist leicht zu entwerfen. Die Sohle s wird ihrer Länge nach derart bemessen, daß die
Kräfteresultierende R (Fig. 4), die senkrecht auf der Anlaufschiene steht und durch den Berührungspunkt
dieser Schiene mit der Rolle geht, innerhalb der Auflagepunkte der Sohle die Verladerampe schneidet.
Zwei Streben b, welche mit den Stützen m und η
verbunden sind, bewirken durch ihre schräge Stellung die erforderliche Stabilität quer zur Bahn.
Es wird nun das Zusammenarbeiten des Kippstuhles und der Auflaufschiene beschrieben. Fig. 8
zeigt, wie die Auflaufschiene mit der Rolle des Kippstuhles in Berührung kommt. Die Schiene ist an dem
Grubenkasten befestigt; die Steigung der Schiene ist gleichmäßig (vgl. Fig. 6). Die Schiene läuft auf
die Rolle auf. Der physikalische Vorgang ist derselbe, wie wenn man eine Last längs einer schiefen Ebene
hinaufrollt, nur ist im vorliegenden Fall die Rolle fest, und die Schiene bewegt sich. Aber ein grandsätzlicher
Unterschied besteht insofern, als die Berührungspunkte der Schiene mit der Rolle eine
Schraubenlinie beschreiben, so daß sich zwischen Schiene und Rolle eine bestimmte seitliche Verschiebung
ergibt.
In der Fig. 9 ist die Niveauebene des Kastenbodens mit x-y bezeichnet, 0 ist der Angriffspunkt der Rolle
auf die Auflaufschiene, c der Drehradius des Kastens und α der gewählte Kippwinkel. Die maximale seitliche
Verschiebung h ergibt sich, indem man ein n5
Lot vom Punkt 0 auf x-y fällt. Falls die Auflaufschiene sich in den Kreissektor mit seinem Kreisradius
c und seinem Kippwinkel α einzeichnen läßt, ist die Gewähr vorhanden, daß die Verschiebung
innerhalb dieses Sektors in dem dargestellten Maß beschränkt ist, so daß die bauliche Breite der Rolle
leicht untergebracht werden kann. Die bevorzugte Schrägstellung der Schiene ist in Fig. 7 dargestellt,
in welcher die Schiene eine gebrochene Linie aufweist und sich innerhalb des Ausmaßes h aus einem oberen,
schräg laufenden Schienenteil und einem unteren
Schienenteil, der senkrecht zur Bezugsebene x-y steht, zusammensetzt.
Die Schiene reicht von der Seitenwand bis unterhalb des Kastenbodens; der untere Teil der Schiene erweist
sich für das Kippen der leeren oder halbleeren Kasten als notwendig. Bei leeren Kasten ist die Masse des
Kastens klein, die Trägheit des Kastens wird klein, und die Auflaufschiene muß einen längeren Weg auf
der Rolle zurücklegen, damit der Kasten genügend gehoben wird, bevor er von sich aus in die labile
Lage kommt und das Kippen erfolgt. Das Kippen bei kleinen oder großen Geschwindigkeiten erfolgt bei dem
erfindungsgemäßen Kippstuhl in gleicher Weise und stoßlos. Mit anderen Worten, es ist bei demselben
Kippapparat und bei gleichbleibender Steigung der Auflaufschiene die stündliche Kippleistung innerhalb
sehr weiter Grenzen regelbar, was ein großer wirtschaftlicher Vorteil ist.
Wenn ein Grubenwagenkasten sich auf der Ausladerampe mit einer hohen Geschwindigkeit (etwa 4 bis 10 km stündlich) fortbewegt, so entspricht der großen trägen Masse beim Auflaufen der Schiene auf die Rolle eine entsprechend große Bewegungsenergie, die sich im Sinne des Kippens auswirkt, da sich diese Energie ausschließlich in Drehrichtung um das Drehgelenk des Kastens auswirken kann. Es genügt daher ein geringer Auflaufweg auf die Rolle, bis die Bewegungsenergie die potentielle Energie des Kastens und seines Inhaltes überwindet und der Kasten kippt.
Wenn ein Grubenwagenkasten sich auf der Ausladerampe mit einer hohen Geschwindigkeit (etwa 4 bis 10 km stündlich) fortbewegt, so entspricht der großen trägen Masse beim Auflaufen der Schiene auf die Rolle eine entsprechend große Bewegungsenergie, die sich im Sinne des Kippens auswirkt, da sich diese Energie ausschließlich in Drehrichtung um das Drehgelenk des Kastens auswirken kann. Es genügt daher ein geringer Auflaufweg auf die Rolle, bis die Bewegungsenergie die potentielle Energie des Kastens und seines Inhaltes überwindet und der Kasten kippt.
Wenn dagegen die Geschwindigkeit des Grubenwagens klein ist (0 bis 4 km stündlich), muß der Kasten
viel höher über die Rolle geführt und gehoben werden, damit die im Schwerpunkt wirkende Bewegungsenergie genügt, um die potentielle Energie zu über-
winden, das heißt, den Schwerpunkt zu heben, bis er auf seiner Kreisbahn die durch den Drehpunkt des
Kastens gegebene vertikale Ebene schneidet und somit der Kasten sein Gleichgewicht verloren hat und kippt.
Es ist ein Vorteil dieser Erfindung, daß die Auflaufschiene bei gleichmäßiger Steigung und bei größerer
Längenausdehnung auch bei geringer Breite der Rolle letztere nicht verläßt und daß die innere Federkraft
des Kippstuhlsystems dazu beiträgt, den Kasten zu heben und die Kippbewegung einzuleiten.
Dank der Wirkung der eingebauten Feder werden die auftretenden Kraftstöße stark gedämpft, die
Kippgeschwindigkeit des Kastens wird in der Ebene senkrecht zur Bahn bei diesem System auf ein Minimum
vermindert, so daß der Stoß des kippenden Kastens auf die Verladerampe klein bleibt.
Fig. 10 zeigt die bauliche Ausbildung der Schiene, wenn die Schiene auf einem Vorsprung an der Kastenseite
direkt angebracht ist. Die Kastenseite besteht daher aus zwei Teilen, einem zurückspringenden Teil,
damit die Rolle sich gegenüber der Mitte der Schiene einstellen kann, und einem Teil, der als nutzbares
Volumen des Kastens verwendet werden kann.
Bei der oben beschriebenen Vorrichtung zum selbsttätigen Kippen von Grubenwagen erfolgt das Kippen
einseitig nach links oder nach rechts, aber nicht doppelseitig in zwei Richtungen nach Belieben und den
Erfordernissen nach links oder rechts. Es werden nun jene Vorrichtungen beschrieben, die gestatten, ein
und denselben Grubenwagen für beide Bewegungsrichtungen vollautomatisch kippbar herzurichten.
Während ferner bei der bisher beschriebenen Ausführungsform für die Unterbringung der Schiene ein
Teil der zur Verfügung stehenden Ladefläche verlorenging, kann zur Vermeidung dieses Nachteils die Auflaufschiene tiefer gelegt werden, und zwar unter die
Niveauebene des Kastenbodens, direkt unter den Kasten oder etwas seitlich verschoben, so daß die
gesamte Schiene seitlich und in etwa der Höhe des Gestells untergebracht werden kann, was konstruktiv
und betrieblich insbesondere unter Berücksichtigung der engen Verhältnisse im Kohlenbergbau eine wirtschaftlich
vorteilhafte Lösung ergibt. Das Kippen in beiden Richtungen und das tiefe Anbringen der Auflaufschiene können nach Wunsch der Betriebe einzeln
oder kombiniert ausgeführt werden.
Nach Fig. 11 sind zwei gleichartige Kipphebel
symmetrisch zur Achse»-% vorgesehen; der linke
Hebel / ruft das Kippen bei einer Bewegung von links nach rechts, der rechte Hebel / das Kippen bei einer
Bewegung von rechts nach links hervor. Außerdem sind aus dieser Figur die Bahnkurven während des
Kippens und die Niveauunterschiede A1 und A2 zu
entnehmen. Die Figur zeigt einen Grubenwagen mit Auflaufschiene p, der von links nach rechts die Kipprolle
anläuft. Für das Kippen von rechts nach links ist derselbe Grubenwagen in der gestrichelten Lage
eingezeichnet.
Die Fig. 12 ist die Seitenansicht des Grubenwagenkastens.
Die Auflaufschiene befindet sich unterhalb der Ebene des Kastenbodens.
Die Fig. 13 zeigt die konstruktive Ausführung des selbsttätigen Kippstuhles, deren Elemente in Fig. 11
bewegungstechnisch beschrieben wurden. Diese Elemente sind: die Hebel Z, die Rolle, der Drehpunkt i,
der geschlossene Rahmen des Gerüstes und die seitlichen Auflagen e der Stoßfedern sowie der Verbindungsträger
d.
Die Fig. 14 zeigt die Ausführung nach Fig. 13 von
der Seite; die Aussparungen im oberen Teil des Gerüstes dienen als Führungen für die Kipphebel.
Um diese Ausführungsform gemäß der Erfindung in ihrer genauen Tragweite zu verstehen, müssen bei
einem gegebenen Grubenwagen die erforderlichen Potentialniveaudifferenzen entweder mit Hilfe der
Mechanik oder durch einen Versuch praktisch bestimmt werden.
Die erforderliche Niveaudifferenz sei gleich der Summe A1 + A2. Es sei n-nx die Symmetrieachse in
der Ebene der Fig. 11. Der Verbindungsträger d
trägt das Gelenk^; der HebeH dreht sich an seinem einen Ende um I1; sein anderes Ende dient als Lager
für die Rolle r, die sich frei um * dreht; die Auflaufschiene
p am Kasten berührt r im Punkt O1 und erzeugt
eine wirkende Kraft R senkrecht auf P1 im Schnittpunkt
O1. Da R links von ix die Stützebene schneidet,
so muß R notwendigerweise, gemäß den mechanischen Gesetzen, den Hebel I bei Auftreffen von P1 von rechts
nach links schwenken, so daß die Feder t den Stoß auffangen kann; weiter muß der Hebel I in der neuen
Ruhelage bleiben, bis die Schiene p in ihrer gesamten Länge über die Rolle hinweggehoben ist. Die Schiene^»
erzeugt somit eine Niveaudifferenz vom Betrag A1.
Sodann stößt der Anschlag α gegen die Längsseite der Rolle r. Da der Kasten in Bewegung ist, schwingt er
mit Hilfe von α die Rolle aufwärts, indem die Rolle sich um das Gelenk ix dreht; es entsteht so eine weitere
Niveaudifferenz vom Betrage A8.
Während der Hebel I sich nach oben bewegt, trifft
er auf den Anschlag O1 und fällt infolge seines Eigengewichtes
in die Ruhelage zurück. Ein neuer Arbeitsgang kann somit beginnen.
Der mit dem Wagenkasten verbundene Anschlag a
bewegt sich während der Drehung nach oben längs der Rolle entsprechend in einer Ebene senkrecht zur Bahn,
und es wird somit vermieden, daß der Anschlag seitwärts von der Rolle abrutscht. Es ist konstruktiv
leicht möglich, die Länge des Anschlages α der Länge der Rolle anzupassen, und diese konstruktive Gestaltung
ist ein weiterer Vorteil dieser Vorrichtung. Was die konstruktiven Formen dieses Kippstuhles
ao betrifft, so ist zu erwähnen, daß das Gelenk J1 auf der
Querstütze d angebracht ist, die die Stützen m und η
des Gerüstes starr miteinander verbindet (Fig. 13), im übrigen weist dieses Gerüst wie das vorher beschriebene
hinreichende Standfestigkeit auf. Dieses Gerüst besitzt ebenfalls die seitlichen Stützen e und weist
ferner den Anschlag U1 und eine Aussparung im oberen
Teil des Rahmens auf, die zur Führung der Kipphebel während ihrer Drehung dienen.
Claims (8)
1. Selbsttätige Kippvorrichtung zum Kippen von Grubenwagen in zwei Phasen, dadurch gekennzeichnet,
daß während der ersten Phase ein auf der Verladerampe aufgebauter Kippstuhl
mit den an jedem Grubenwagenkasten angebrachten Auflaufschienen die Kippkasten hebt und stößt und daß während der zweiten Phase
die Kasten bzw. ihre Schienen sich ohne Stoß vom Kippstuhl abheben und in die Endkipplage
übergehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kippstuhl ein Gerüst mit zwei Stützen besitzt, das selbst um eine Drehachse
kippbar ist, die an einer gemeinsamen Sohle angebracht ist, und daß das Gerüst quer zur Bahn
durch zwei Seitenstreben, die mit dem Gerüst fest verbunden sind, abgestützt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerüst eine frei rotierende
konische Rolle trägt, welche auf einem Kipphebel gelagert ist, der an einem Ende um die eine Stütze
des Gerüstes kippen kann und am anderen Ende in der Aussparung der anderen Stütze frei geführt
wird, und sich auf eine Feder abstützt, die auf einem Querriegel der beiden Stützen ruht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die am Kasten fest angebrachte Anlaufschiene eine gleichmäßige Steigung oberhalb
und unterhalb des Kastenbodens aufweist und, quer zur Bewegungsrichtung des Grubenwagens
betrachtet, in den Kreissektor mit dem Drehradius des Kastens und dem Kippwinkel fällt
(Fig· 9)·
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß bei dem seitlichen Anbringen der Schiene an dem Kasten der Grubenwagenkasten
derart ausgebildet ist, daß durch die hervorstehende Unterlage (Fig. 8) für die Auflauf schiene
ein zusätzlicher, nützlicher Laderaum gewonnen werden kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei getrennte gleichartige
Hebel (I) links und rechts zu beiden Seiten einer Symmetrieebene vorgesehen sind, daß jeder Kipphebel
sich frei um ein Gelenk an einem Querträger des Kippstuhles drehen kann, daß am Ende eines
jeden Hebels eine Rolle sich frei um eine am oberen Ende des Kipphebels angebrachte Achse
drehen kann, daß ferner der Kipphebel selbst seine Anfangslage nach erfolgtem Aufstoß der Auflaufschiene
während des Aufrollens so lange beibehält, bis ein besonderer Anschlag («) gegen die Rolle
seitwärts stößt und die Rolle in seiner Aufwärtsbewegung mitnimmt, daß schließlich der Kipphebel
am Ende des Aufschwingens an einen Anschlag (A1) des Kippstuhlrahmens stößt und selbsttätig
zurückfällt, während der am Kasten befestigte Anschlag (α) sich seitwärts von der Rolle
löst und der Kasten kippt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rahmen des Kippstuhles seitliche Ansätze als Stützpunkte für die Stoßfedern
und am oberen Ende Aussparungen aufweist, in denen die Kipphebel während ihres Schwingens
um den Drehpunkt (^1) geführt werden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Auflaufschienen geneigt
gegen die Kastenbodenebene und symmetrisch links und rechts unterhalb der Ebene des Gruben-Wagenkastens
etwa in der Mitte des Grubenwagenkastens angebracht sind, daß ferner die beiden Teile der Auflaufschiene in dem Anschlag (a)
zusammenlaufen und daß dieser Anschlag seitlich gegen die Kipprolle stößt und diese mitnimmt, die ioy
sich um das Gelenk (ix) dreht, so daß der Kasten
sich frei von der Rolle am Ende des Kippvorganges abheben kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©5677 1.54
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