DE98746C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C7/00—Preparation of wort
- C12C7/04—Preparation or treatment of the mash
- C12C7/06—Mashing apparatus
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- Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein.
ERNST MÜLLER in BROM BERG.
unter Druck.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Januar 1897 ab.
Sollen Kartoffeln, Getreide oder dergl. in geschlossenen Behältern unter mehr oder
weniger hohem Druck gedämpft oder gekocht werden, wie dies z. B. in Brennereien behufs
vollständiger Aufschliefsung der Stärke zwecks späterer Verzuckerung nothwendig ist, so
kommt bekanntlich ein Verfahren zur Anwendung, welches im wesentlichen darin besteht,
dafs ein bestimmtes den Betriebsverhältnissen entsprechendes Materialquantum in den Behälter
gebracht, dort der Einwirkung "des Dampfes so lange unterworfen wird, bis die
Stärke hinreichend aufgeschlossen ist, und wenn dies geschehen ist, zum Zwecke der
weiteren Verarbeitung aus dem Behälter wieder entfernt wird.
Es ist dies das periodische Verfahren, welches in Brennereien, z. B. bei Anwendung des
H en ze'sehen Dämpfers sich ergiebt. Dieses
Verfahren ist sehr einfach, hat aber Nachtheile, die besonders darin bestehen: erstens,
dafs der Behälter das ganze, für einen sogenannten einfachen Betrieb nothwendige Quantum
fassen mufs, was, weil der Stärkegehalt des zur Verwendung gelangenden Materials
sehr schwankt, grofse Abmessungen erfordert und infolge dessen wegen der Verwendung
hochgespannten Dampfes ähnliche Gefahren mit sich bringt, wie ein Dampfkessel; zweitens,
dafs der Dämpfer die grofse Materialmasse von den Einströmungsöffnungen aus nur nach
und nach durchdringen kann, woraus folgt, dafs die Aufschliefsung der Stärke sehr ungleichmäfsig
vor sich geht und unnöthig viel Zeit beansprucht; drittens, dafs aufser der
Dämpfzeit noch ein besonderer, erheblicher Zeitaufwand erforderlich ist zur Entfernung
des Materials aus dem Behälter, wenn ein Verbrühen des Malzes vermieden werden soll;
viertens, dafs man den gespannten Dampf aus dem Behälter am Ende eines jeden Dämpfprocesses
nutzlos ins Freie entweichen lassen mufs. Ferner wird der Grofse und namentlich
der bedeutenden Höhe des Dämpfers wegen der Einbau schwierig und macht umständliche
Verticaltransporte des Materials erforderlich.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun, dieses periodische Verfahren durch ein
continuirliches zu ersetzen, behufs thunlichster Vermeidung der vorerörterten Uebelstände. In
der Hauptsache besteht dieses Verfahren darin, dafs das Material (Kartoffeln, Getreide oder
dergleichen) von einem nicht unter Druck stehenden Dämpferabtheil aus, in welchem
dasselbe aber vorgedämpft werden kann, ununterbrochen in kleinen Parthien zwangsweise
in den unter Dampfüberdruck stehenden Abtheil des Dämpfers transportirt, dort in wirksamster
Weise und momentan vom Dampf umspült und bearbeitet wird, dabei, dem nachfolgenden
Material weichend, eine fortschreitende Bewegung ausführt und nach erfolgtem Stärkeaufschlufs continuirlich wieder zum Austritt
veranlafst wird.
Die Erfindung betrifft ferner einen Dämpfapparat, der die Ausübung des vorgenannten
Verfahrens ermöglicht und auf beiliegender
Zeichnung in Ansicht bezw. Längsschnitt (Fig. ι und 3) und im Querschnitt (Fig. 2)
dargestellt ist.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus dem Behälter HH1, dem Transportwalzwerk Z
und dem die Füllkammern k enthaltenden Einführungskegel K, dem Behälter B mit den
Oeffnungen O und O1, dem regelbaren Verschlufs
V und der . Dampfeinströmung d; der Antrieb geschieht unter Vermittelung von
Zahnrädern durch die Welle W.
Bei entsprechender Umformung des Abtheils H1 können die Transportwalzen Z
auch durch eine Transportschnecke oder dergl. ersetzt werden.
Der Betrieb des Apparates gestaltet sich wie folgt:
Wird der Behälter H x gefüllt gehalten und
werden die Walzen Z und Kegel K in Rotation versetzt, so wird der bei vorläufig geschlossenem
Ventil V unter Dampfüberdruck stehende Behälter B von O aus gefüllt, so
dafs das zuerst eingetretene Material schliefslich bei O1 anlangt. Bei passender Wahl des
Volumens von B und der Geschwindigkeit von Z und K hat der Dampf das Material
auf dem Wege von O nach O1 vollständig
aufgeschlossen; es kann sodann, bei von jetzt an zweckentsprechender Offenhaltung von V
mit Hülfe des in B herrschenden Ueberdruckes das Material zu continuirlichem selbstthätigen
Austritt gebracht und nach dem Orte ·, der weiteren Verwendung geleitet werden, während
durch O immer neue Materialmassen eintreten.
Der Dampf, welcher in den nach B entleerten Kammern k enthalten ist und bei der
Rotation von K nach H1 austritt, wird zum Vordämpfen des in H1 enthaltenen Materials
benutzt und es dienen die Walzen Z hierbei in der Hauptsache dazu, ein Zurückstofsen des
Materials durch den ruckweise nach H1 tretenden Dampf zu verhüten. Bei passender Wahl
des Volumens von H1 wird dem austretenden Dampf sämmtliche Wärme entzogen und
zum Nutzen des Dämpfprocesses verwendet. Bei der . Verarbeitung von Kartoffeln ist es
unter Umständen zweckmäfsig, dieses Vordämpfen in H1 durch Zugabe von directem
Dampf zu steigern, um schon hier das überflüssige Fruchtwasser abzutreiben.
Um bei horizontaler oder wenig geneigter Anordnung von B zu verhindern, dafs am
Ende des Dämpfprocesses ein Theil des Materials in B zurückbleibt und um die Wirkung
des Dampfes zu erhöhen, kann in B eine Transportschnecke Sch angeordnet werden,
die ihren Antrieb durch die Zahnräder II und III von der Welle W aus erhält. Um
den Weg des Dampfes von O nach O1 bei
gleichbleibender Länge von B künstlich zu verlängern, können die Flügel jFder Schnecke Sch
auch als volle Schraubengänge mit passender Steigung ausgebildet werden, wobei die Einrichtung
so getroffen wird, dafs Sch nach Belieben still stehen oder auch rotiren kann,
indem man das Rad III ausrückbar macht. Beim Rotiren durch den spiralförmigen Weg,
welchen das von O nach O1 gehende Material
zurücklegen mufs, wird die Durcharbeitung und Aufschliefsung unterstützt.
Die Entleerung der Kammern k und die Bewegung des Materials nach der Austrittsöffnung O' hin kann noch dadurch unterstützt
werden, dafs der Kegel K Kanäle q erhält, durch die jede zu entleerende Kammer
bei der Rotation von K selbstthätig mit der Dampfleitung d (Fig. 3) momentweise verbunden
wird, wodurch eine stofsweise Dampfeinströmung entsteht, so lange der Druck in B denjenigen in d noch nicht erreicht.
Wenn es sich - um die Verarbeitung von Kartoffeln handelt, wird die Aufstellung des
Apparates in der Nähe der Kartoffelwaschmaschine und unter thunlichster Vermeidung
von Elevatoren bewirkt.
Claims (2)
1. Continuirliches Verfahren, Kartoffeln, Getreide und dergl. Unter Dampfüberdruck
zu dämpfen, dadurch gekennzeichnet, dafs das zu dämpfende Material ununterbrochen
in Portionen zwangsweise . in den unter Druck stehenden Dämpfer befördert, dort gedämpft wird, dabei, dem nachfolgenden
Material und dem nachströmenden Dampf
■ weichend, eine ständig fortschreitende Bewegung nach der Austrittsöffnung des
Dämpfers hin ausführt und diesen verläfst.
2. An einem Dämpfapparat zur Ausübung des unter 1. genannten Verfahrens die Anordnung
eines Kammern (k) bergenden, mit Einführungskegel (K) für das Dämpfgut
und den Dampf versehenen Behälters (H):
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98746C true DE98746C (de) |
Family
ID=369689
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98746D Active DE98746C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98746C (de) |
-
0
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