DE98601C - - Google Patents

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DE98601C
DE98601C DENDAT98601D DE98601DA DE98601C DE 98601 C DE98601 C DE 98601C DE NDAT98601 D DENDAT98601 D DE NDAT98601D DE 98601D A DE98601D A DE 98601DA DE 98601 C DE98601 C DE 98601C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/32Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/36Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond with oxides, hydroxides or mixed oxides; with salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
    • D06M11/38Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/77Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with silicon or compounds thereof
    • D06M11/79Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with silicon or compounds thereof with silicon dioxide, silicic acids or their salts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

PATENTAMT,
Nach dem im D. R. P. Nr. 85564 von Thomas & Prevost beschriebenen Verfahren werden die vegetabilischen Fasern in stark gespanntem Zustande der Einwirkung von alkalischen Laugen oder Säuren unterworfen und während des Auswaschens dieser Flüssigkeiten noch gespannt erhalten, um ein Einlaufen zu vermeiden.
Dieses Spannen erfordert aber einerseits besondere Maschinen, wie sie dem Praktiker für die bisherigen Zwecke nicht zur Hand sind, und andererseits ist dieses Spannen für geringere Arten von Garnen nicht anwendbar, indem hierbei der Faden zerrissen wird.
Da aber gerade diese letztere geringere Art, welche ein Spannen nicht verträgt, die Hauptmasse der mercerisirten Garne (mindestens drei Fünftel) ausmacht, ist es natürlich von gröfster Wichtigkeit, ein Mittel zu finden, wodurch ohne Spannung der gewünschte Zweck der Mercerisation bei Baumwollgarnen ohne Einlaufen der Faser erreicht wird.
Versuche haben nun gezeigt, dafs durch Beimengung gewisser in der Mercerisationslauge löslicher Salze, z. B. der in überschüssigem Aetznatron löslichen Alkalisilicate, das Einlaufen der Faser verhindert wird, ohne dafs die Mercerisation merklich geschwächt wird.
Da bei den mit diesen Zusätzen mercerisirten Fasern auch bei nachfolgendem besten Waschen und Spülen eine kleine Gewichtszunahme der Garne von 1 bis 3 pCt. zu constatiren ist und Reste der angedeuteten Salze auch in der Faserasche nachzuweisen sind, haben sich offenbar während des Aufquellens der Faser durch die Mercerisationslauge von den angewendeten Salzen in den Poren und insbesondere dem inneren Hohlraum der Fasern geringe Mengen abgelagert, welche durch Spülen und Waschen nicht mehr ganz zu entfernen sind, aber schon in geringsten Mengen dem Einschrumpfen der Faser entgegenwirken.
Auf diese Weise gelingt es, durch einen geringen Zusatz von Alkalisilicaten zur Mercerisationslauge das Eingehen der Faser so bedeutend zu beschränken,. dafs in den meisten Fällen eine besondere Spannung der Faser überflüssig wird, indem bei den Garnen durch gewöhnliches Auswinden und Ausschlagen die ursprüngliche Weif länge aufrecht erhalten wird.
In jedem Falle ist infolge der neuen Zusätze ein Gespannthalten des Materials sowohl während des Behandeins mit der Mercerisationsflüssigkeit, als auch während des Auswaschens, wie es das Patent Nr. 85564 verlangt, überflüssig; es kann, da die Contraction der Faser im ungünstigsten Falle nur noch die Hälfte der ohne diese Zusätze erfolgenden beträgt, jeder Zeit nachher, also nach dem Waschen, vor oder während des Trocknens durch leichte Streckung ohne Gefahr für den Faden die Nachstreckung zum VoHmafs erfolgen. Gleichzeitige geringe Zusätze von Türkischrothölen, Seifen und ähnlich wirkenden Körpern, z. B. Glycerin, welche die Faser weich und elastisch erhalten, sind dem ganzen Procefs sehr förderlich.
Für sich allein angewendet, vermochten dieselben einen günstigen Einflufs auf die Contraction nicht zu erzielen, vielmehr schrumpft
(2. Auflage, ausgegeben am /5. Mär\ igoo.l
die Faser im gleichen Maafse wie mit der Mercerisationslauge allein ein.
Zur Erläuterung der Wirkung z. B. eines Zusatzes von Natronwasserglas mögen folgende Beispiele dienen:
. Beispiele.
Garnprobe:
I. ι kg Maco-Garn (double, 2/60 er), zuvor in üblicher Weise mit Lauge ausgekocht, gespült und getrocknet, von der Weif länge 65,5 cm wird geknetet in Natronlauge von 280 B., ausgewunden , ausgeschlagen. gespült, abgesäuert mit Schwefelsäure, gewaschen, dann lose auf dem Stock getrocknet. Die fertige Weiflänge beträgt nur noch 54 cm und das Garn hat harten Griff und keinen Glanz. Durch Spannung während des Trocknens wird zwar Glanz ertheilt, aber die Normalweife nicht mehr erreicht, ohne dafs das Garn reifst.
II. Dasselbe Garn wie I wird geknetet in folgender Mischung:
Natronlauge von 280. . 100 Theile,
Wasserglas von 410. . . 10 ausgewunden, ausgeschlagen, gespült, abgesäuert mit Schwefelsäure, gewaschen, dann lose auf dem Stock getrocknet. Die fertige Weife ist 61 cm, das Garn zeigt guten Glanz und weichen Griff.
Geringe Streckung des letzteren Garnes in ausgewaschenem, noch nicht trockenem Zustande bringt mit Leichtigkeit schon die Normalweife ein.
Zu dieser Streckung ist keine besondere Operation nöthig, sondern es genügt, wenn man die in üblicher Weise ausgeschlagenen Garne am rotirenden Haspel oder an ähnlich wirkenden Vorrichtungen trocknet, wie diese in der Garnfärberei allgemein üblich sind.
Der auf diesem Wege erzielte Glanz steht dem durch Mercerisation 'in gespanntem Zustande nach D. R. P. Nr. 85564 erhaltenen nicht nach.
Die Annahme, dafs der Zusatz von Alkalisilicat nur eine Verdünnung der Natronlauge bedinge, womit natürlich auch eine geringere Contraction der Faser einhergehen würde, wurde dadurch widerlegt, dafs Controlversuche mit entsprechend verdünnteren Laugen gemacht wurden. Es ergab selbst eine mit 20 pCt. Wasser versetzte Lauge (die Zusätze betrugen zusammen nur 12 pCt.) bei gleicher Behandlung eine Weiflänge von nur 57 cm.
Wir müssen daher annehmen, dafs bei dem Zusatz von Wasserglas die collo'idale Eigenschaft der Kieselsäure zur Wirkung kommt, indem dieselbe den Austritt der Salzlösung aus der aufgequollenen gespannten Zellmembran wesentlich erschwert und dadurch die mit Flüssigkeit gefüllte Zelle an einer Contraction hindert, ohne dafs eine Zugwirkung oder Spannung von aufsen stattfindet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung beim Mercerisiren von Baumwollgarnen mit alkalischen Laugen, darin bestehend, dafs letzteren Alkalisilicat zugesetzt wird.
DENDAT98601D Active DE98601C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4568349A (en) * 1981-08-22 1986-02-04 Sandoz Ltd. Alkali treatment of cellulosic fiber goods
WO1986006425A1 (en) * 1985-04-24 1986-11-06 Sandoz Ltd. Method and composition for the alkali treatment of cellulosic substrates
US5055459A (en) * 1986-06-30 1991-10-08 Board Of Regents, The University Of Texas Selective elimination of malignant cells from bone marrow by bis (acyloxy) propylphosphoramidates

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1986006425A1 (en) * 1985-04-24 1986-11-06 Sandoz Ltd. Method and composition for the alkali treatment of cellulosic substrates
US5055459A (en) * 1986-06-30 1991-10-08 Board Of Regents, The University Of Texas Selective elimination of malignant cells from bone marrow by bis (acyloxy) propylphosphoramidates

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