AT164526B - Verfahren zum Transparentieren von Geweben aus regenerierter Cellulose - Google Patents
Verfahren zum Transparentieren von Geweben aus regenerierter CelluloseInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Transparentieren von Geweben aus regenerierter Cellulose Es ist bekannt, Gewebe aus regenerierter Cellulose durch Behandeln mit Cellulose-Quell- mitteln, beispielsweise mit Schwefelsäure über 42 0 Bé, zu transparentieren. Es ist auch vorge- schlagen worden, die Einwirkung solcher Quell- mittel durch Zusatzstoffe, wie z. B. ein-oder mehrwertige Alkohole, heterocyklische Basen, Formaldehyd, Ammonsalze, Harnstoff und daraus abgeleitete Aminoverbindungen, zu mildern und regelmässiger zu gestalten. Trotz diesen Mass- nahmen ist es bis jetzt noch nicht gelungen, einen ähnlich regelmässigen und hochwertigen Ausfall der Transparentierung wie auf Baumwolle auch auf Geweben aus regenerierter Cellulose, bei- spielsweise auf Viscosemusselin oder Zellwoll- musselin, zu erhalten. Es hat sich nun überraschenderweise heraus- gestellt, dass man eine erhöhte Transparenz bei Geweben aus regenerierter Cellulose durch eine Nachbehandlung mit Laugen erzielen kann. Das Verfahren zum Transparentieren von Geweben aus regenerierter Cellulose besteht erfindunggemäss darin, dass die Gewebe mit Cellulosequellmitteln pergamentiert und anschliessend bei gewöhnlicher Temperatur einer an sich nicht pergamentierend wirkenden Laugenbehandlung unterzogen werden, worauf die Lauge möglichst rasch, z. B. durch heisses Auswaschen, entfernt wird. Hiedurch lässt sich die bei der Pergamentierung erzielte Transparenz steigern und deren Ausfall wird zugleich homogener und gleichmässiger. Bei der Pergamentierung wird die Fasersubstanz oberflächlich angelöst und wieder ausgefällt. Dadurch wird in erster Linie eine Versteifung des Garnes oder Gewebes, ferner eine gewisse, noch unvollkommene Transparenz erwirkt. Bei der nachfolgenden Laugenbehandlung unter den angegebenen Bedingungen wird die durch die Pergamentierungsbehandlung auf der Faseroberfläche angelöste und wieder ausgefällte Celluloseschicht merklich weiter beeinflusst. Es tritt eine gewisse physikalische Veränderung dieser pergamentierten Schicht ein, welche eine beträchtliche Steigerung der Transparenz des Textilmaterials bewirkt, ohne dass eine weitere Versteifung eintritt. Ausser zur Herstellung von Uni-Effekten eignet sich das Verfahren auch zur Erzeugung örtlicher Transparenteffekte unter Verwendung von wasserlöslichen bzw. wasserunlöslichen, ge- wünschtenfalls gefärbten respektive pigmentierten Reserven. Die durch das erfindungsgemässe Verfahren erzielte Wirkung ist überraschend, da man sich nach den bisherigen Erfahrungen nichts davon versprechen konnte, Kunstseide mit starken Laugen zu behandeln. Für die Kunstseide bestand kein Bedürfnis, diese Laugenbehandlung zum Zwecke der Glanzerzeugung anzuwenden, da diese Fasern von sich aus bereits in hohem Masse seidenglänzend sind. Zudem haben bisher alle praktischen Erfahrungen gezeigt, wie heikel sich eine Behandlung mit starken Alkalien auf die empfindliche Kunstseide auswirken müsste und wie sehr die Gefahr einer Faserschädigung zu befürchten war. Eine Merzerisation, d. h. eine Behandlung mit starker Lauge unter Spannung, kam bisher nur für kunstseidenhaltige Mischgewebe in Frage, um der Baumwolle den gewünschten Merzerisierglanz zu verleihen, wobei man ängstlich bemüht war, eine Beeinflussung und Veränderung der Kunstseide durch die Lauge mit geeigneten Mitteln zu verhindern. Wohl ist eine Behandlung mit schwacher Lauge, die sogenannte Laugierung, angewandt worden, um reine Kunstseide-oder Zellwollgewebe zu verdichten und ferner eine bessere Entschlichtung oder einen Ausgleich des Farbaufnahmevermögens zu bewirken. Der Zweck ist hier von ganz anderer Art wie bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung. Auch eine Nachmerzerisation, um Transparenteffekte auf Baumwollgeweben zu verbessern, ist bekanntgeworden, wobei es sich um eine eigentliche Merzerisation mit NaOH 300 Bé unter Streckung handelt. Da jedoch eine spezifische Wirkung der Lauge, entsprechend der Mercerisation von Baumwolle, bei Kunstseide nicht eintritt, konnte von einer analogen Behandlung der Kunstseide nichts erwartet werden. Als Ausgangsmaterial für das Verfahren kommen vor allem die feinen Gewebe aus regenerierter Cellulose, wie Zellwollmusselin bzw. Viscosemusselin, in Frage oder auch entsprechende Voiles. Als Pergamentiermittel kommen die bekannten Cellulosequellmittel, wie Schwefelsäure (mit oder ohne Zusätze) über 420 Bé, Phosphor- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 wird entschlichtet, geseift, gebleicht, gefärbt und auf einem Spannrahmen abgetrocknet. EMI2.2 EMI2.3 <tb> <tb> Schwefelsäure <SEP> als <SEP> H2S04 <SEP> berechnet <SEP> 59'600 <tb> Harnstoff <SEP> ho <tb> Wasser <SEP> 25-61),) <tb> EMI2.4 gehalten, die Einwirkungszeit beträgt 16 Sekunden. Anschliessend wird kalt gewaschen und die feuchte Ware dann mit Kalilauge 28'té während 8 Sekunden nachbehandelt. Nach dem Entlaugen und Waschen wird die Ware ausgestossen und unter Spannung getrocknet. Vorteilhaft wird die Ware zum Schluss noch kalandriert. Derart behandelter Zellwollmusselin entspricht im Aussehen einem hochwertigem Baumwollorgandy. 4. Zellwollmusselin wird nach den üblichen Methoden gesengt, entschlichtet, abgekocht, gebleicht, auf einem Spannrahmen getrocknet und mit einer Reserve folgender Zusammensetzung bedruckt : EMI2.5 <tb> <tb> Titandioxyd......... <SEP> 260 <SEP> g <tb> Acetylcellulose....... <SEP> 40g <tb> Aceton <SEP> 500 <SEP> g <tb> Phenol <SEP> 150 <SEP> g <tb> Wasser <SEP> 50 <SEP> g <tb> 1000 <SEP> g <tb> Nun wird die Ware im breiten Zustande während 10 Sekunden der Einwirkung von Schwefelsäure 47'té ausgesetzt. Die Temperatur der Säure soll hiebei auf 10 C gehalten werden. Nach vollständigem Auswaschen der Säure wird mit Kalilauge 30"Be während 6 Sekunden nachbehandelt, gewaschen, neutralisiert und unter Spannung getrocknet. Man erhält so kontrastreiche Musterungen von weissen opaken Druckstellen auf transparentem Fond. EMI2.6 wie in Beispiel 4 beschrieben, mit Kalilauge nachbehandelt und unter Spannung getrocknet. Es resultiert ein weitgehend transparentiertes, mässig versteiftes Gewebe. 6. Viscosemarquisette wird nach den bekannten Methoden vorgereinigt und auf einem Spannrahmen getrocknet. Nun wird die Ware in breitem Zustande durch 601"igue Schwefelsäure, welcher je Liter 10 cm Formaldehyd conc. techn. zig zugesetzt worden sind, geleitet. Die Temperatur der Säure soll 0 C, die Einwirkungszeit 12 Sekunden betragen. Nach dem Auswaschen der Säure wird unter Spannung getrocknet, worauf mit Natronlauge 8 0 Bé während 5 Sekunden nachbehandelt, heiss gewaschen, abgesäuert und gründlich gespült wird. Zum Schluss wird das Gewebe in Kett-und Schussrichtung gespannt und getrocknet. <Desc/Clms Page number 3> Man erhält ein versteiftes, weitgehend durchsichtiges Gewebe. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Transparentieren von Geweben aus regenerierter Cellulose, insbesondere Zellwollemusselin oder Viskosemusselin, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit Cellulosequellmitteln pergamentiert und anschliessend bei gewöhnlicher Temperatur einer an sich nicht pergamentierend wirkenden Laugenbehandlung unterzogen werden, worauf die Lauge möglichst rasch, z. B. durch heisses Auswaschen, entfernt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachbehandlung der Gewebe mit Kalilauge von etwa 30 Bé stattfindet.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gewebe mit Natronlauge von 6 bis 10 Bé nachbehandelt.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wie üblich durch Reservieren örtliche Effekte erzielt werden.5. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebe während der Nachbehandlung mit Laugen leicht gespannt werden.
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