DE98080C - - Google Patents

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DE98080C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/10Obtaining noble metals by amalgamating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, mittelst, dessen es möglich ist, nicht allein aus minderwerthigen Erzen und Abfällen (tailings) alles Gold zu extrahiren, so dafs dieselben vollkommen frei von jeder Spur von Edelmetallen auf die Halde gelangen,' sondern es gestattet dieses Verfahren auch, ganz wesentlich an dem Extraktionsmittel selbst zu sparen und Verluste auf ein Minimum einzuschränken.
Das Verfahren kennzeichnet sich im wesentlichen durch ein eigenthümliches Exfraktionsbezw. Amalgamationsgefäfs, in welchem das Lösungsmittel in steter Strömung erhalten und die Schlacke continuirlich selbsttätig aus dem Apparat entfernt wird. Die Erfindung kann für sich allein oder auch in Verbindung mit einem Röstofen und einem Pochwerk angewendet werden. Zur Verdeutlichung der Wirkung des Apparates ist derselbe in den beiliegenden Zeichnungen in Verbindung mit einem Röstofen eigenthümlicher Construction dargestellt, in welchem das durch den Ofen tretende Erz zugleich chlorirend geröstet oder auf andere Weise mit gasförmigen chemischen Agenden behandelt werden kann, und zwar zeigt
Fig. ι eine Ansicht der Röstkammer C mit dem darunter befindlichen Absorptionsgefäfs L.
Fig. 2 ist gleichfalls eine Ansicht derselben Combination, rechtwinklig zu Fig. 1 in der Richtung des Pfeiles 1, Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die ganze Combination der Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4, Fig. 2, und
Fig. 5 ist ein Längsschnitt des den eigentlichen Erfindungsgegenstand bildenden Absorptionsgefäfses L, aber in gröfserem Mafsstabe als in der folgenden Fig. 6,
Fig. 6 ist ein Grundrifs von Fig. 5, wobei die Walzen K ausgelassen sind; der Schnitt nach der Linie 5-5 ist in Fig. 5 dargestellt.
Fig. 7 ist ein Schnitt durch das Ende des Absorptionsgefäfses L und verdeutlicht eine Ausführungsform des letzteren, wenn dasselbe mit Wasser oder wässerigen Lösungen beschickt ist.
Gleiche Theile sind überall mit entsprechenden Buchstaben bezeichnet.
Das fein zerkleinerte und eventuell mit Kochsalz gemischte Erz gelangt in feiner Zertheilung durch den Ofen C auf die Zerkleinerungswalzen K, welche durch Stellschrauben regulirt werden können, so dafs es möglich ist, mit denselben Mahlgut beliebiger Feinheit zu erhalten. Der Ofen selbst besitzt Düsen Z), welche durch. Hähne h verschlossen oder geöffnet werden können und den Reactionsgasen den Zutritt zum Ofen gestatten. Die Wände des Ofens können mit Kanälen C* Cxx versehen sein, um sie durch die Verbrennungsgase anzuwärmen.
Das eigentliche Amalgamationsgefäfs L selbst enthält irgend ein beliebiges flüssiges Metall (Quecksilber u. s. w.) oder ein anderes geeignetes Mittel, das sich mit dem zu extrahirenden Metall verbinden kann. Um nun
dem von den Walzen K und durch den Kanal X"1 in dieses Gefä'fs gelangenden . Erz stets eine reine frische Oberfläche dazubieten, wird das Amalgamationsmetall od. dergl. vermittelst der mit Flügeln versehenen Trommel P in steter Bewegung erhalten, welche das auf. dem Boden des Gefäfses befindliche Amalgamationsmittel auf die parallel dem Boden desselben sich fast über die ganze Länge des Bodens erstreckende Wand Q hebt, von deren abgeschrägtem Ende dasselbe wieder unter die Wand Q. zurückkehrt, so dafs das Amalgamationsmittel stets in derselben Richtung durch den Apparat strömt und hierbei das Gold oder anderes zu absorbirendes Metall aus dem Erze aufnimmt, während die Gangart und Schlacken am Ende des Apparates auf die Sohle R gelangen, um vermittelst der ebenfalls mit Flügeln versehenen Trommel R1 in die Abstichöffnungen SSS abgestrichen zu werden.
Verwendet man geschmolzenes Blei oder anderes flüssiges Metall als Amalgamationsmittel, so werden die Gangart und Schlacken einfach auf der Oberfläche des Metalles schwimmen und können dann durch aus den Düsen UU1 ausströmende reducirende Gase direct auf die Sohle R heraufgeblasen werden. Diese Gase werden durch das Einströmungsrohr U1 zugeleitet, aus welchem sie durch U unter Druck ausströmen, und bewirken nicht allein das Fortblasen der obenauf schwimmenden Verunreinigungen, sondern bewirken auch eine Reinigung der Oberfläche des geschmolzenen Metalles, so dafs dasselbe zur Aufnahme neuer Mengen des Edelmetalles fähig wird. Mehrere dieser Ausströmungsöffnungen 27 können in dem Zwischenraum zwischen der Trommel P und der Sohle R in beliebiger Weise angeordnet werden.
Das Amalgamationsgefäfs L ist sammt den Trommeln P und R1 von einem gasdichten Gehäuse umgeben, in welchem sich die Einführungsöffnung W befindet, durch welche nach dem Oeffnen des dieselbe schliefsenden Ventiles das Amalgamations- oder Absorptionsmittel eingebracht werden kann. Nachdem das letztere bis zum erforderlichen Grade mit dem Edelmetall oder anderem zu absorbirenden Metall gesättigt ist, wird dasselbe durch Oeffnen des Ventiles W1 abgezogen und kann nach einer der bekannten Methoden vom Metall abgetrieben werden.
Bei der Anwendung von Blei oder anderen Absorptionsmitteln ist es nöthig, durch Zuführung von Wärme vermittelst des Brenners t mit Gaseinströmungsrohr y und Ventil tl das geschmolzene Metall stets auf demselben Flüssigkeitsgrad zu erhalten, wobei das Rohr a die Verbrennungsproducte von dem Brenner in den Kanal Cu führt. Bei der Anwendung von Quecksilber als Amalgamationsmittel wird nicht Gas, sondern Wasser oder Luft durch die Düsen U auf die Oberfläche des flüssigen Metalles geleitet und gleichzeitig kann man nahe der Einführungsstelle des Metalles auch noch durch die Röhren P1 zweckmäfsigerweise Wasser in das Amalgamationsgefäfs einströmen lassen, wobei dann, wie vorher, die Gangart und die Schlacken auf die Sohle R geschlemmt werden, um von dort mit dem überflüssigen Wasser in die Oeffnungen S zu gelangen.
Bei der Anwendung von Chlor und ähnlichen Gasen in der Röstkammer zwecks Aufschliefsung von Silber und gewissen GoId- und anderen Erzen kann man natürlich weder Quecksilber noch Blei als Amalgamationsmittel anwenden. In diesem Falle wird, wie bekannt, eine wässerige Lösung von Cyankalium oder Kochsalz oder ein anderes zweckmäfsiges Absorptionsmittel, z. B. Natriumhyposulfit als Absorptionsmittel für die entstandenen Chlorverbindungen oder auch für das im freien Zustande befindliche Gold benutzt. Hierbei sinken die Gangart und die Schlacken in der wässerigen Lösung zu Boden und werden, wie in Fig. 8 verdeutlicht, durch die Trommel R1 fortgeschafft. In diesem Falle ist, wie aus der Figur ersichtlich, zweckmäfsigerweise die Trommel R1 etwas anders angeordnet, um zu verhindern, dafs die Verunreinigungen unterhalb der Wand Q. gelangen. Von der Sohle R werden dieselben durch die mit der Trommel R1 verbundenen Flügel oder Eimer direct in den Kanal S befördert. Da diese Gangart und Schlacken einen Theil der das Edelmetall enthaltenden Lösung mit sich führen, so müssen natürlich Vorrichtungen getroffen werden, dieselben zu waschen, um den Verlust an solcher Lösung während des Durchganges durch den Apparat oder später auf ein. Minimum zu reduciren.
Statt der oben erwähnten Quetsch- oder Brechwalzen KK können noch andere Vorrichtungen zum Zerkleinern und Weiterschaffen des zerkleinerten Erzes in das Amalgamationsgefäfs angewendet werden, und können diese Walzen K oder die Quetschvorrichtungen sowohl direct unterhalb der Röstkammer C, wie in der Zeichnung verdeutlicht, oder auch in anderer zweckmäfsiger Weise angeordnet werden, wobei man dann auch die Lage des Amalgamationsgefäfses zweckentsprechend ändern kann.
. Die Anordnung der Amalgamationskammer L, in welcher das Amalgamations- oder Absorptionsmittel in steter Strömung erhalten wird, ist ein "wesentliches und wichtiges Kennzeichen der vorliegenden Erfindung und kann dasselbe aufser in Verbindung mit der Röstkammer C auch in Verbindung mit irgend einem anderen Apparat oder auch für sich allein, wie in Fig. 5 und 6 verdeutlicht, angewendet werden,

Claims (3)

  1. wenn ζ. B. die Erze gediegenes Metall enthalten, das von den Pochern oder Quetschwalzen direct in das Amalgamationsgefä'fs gelangt. Man kann auch, statt das Amalgamationsmetall oder Absorptionsmittel selbst fliefsend zu machen, vermittelst unter Druck einströmender Dämpfe oder Gase das auf der Oberfläche des geschmolzenen Bleies befindliche Erz auf die Sohle R befördern, während bei der Anwendung von Quecksilber man dies durch zweckmäfsige Verbindung von unter Druck ausströmendem Wasser oder Luft oder auch Gas erreicht.
    Der beschriebene Apparat kann selbstverständlich auch für sich allein oder in Verbindung mit anderen zur Aufbereitung der Erze dienenden Vorrichtungen angewendet werden.
    Patenτ-Ansρrüche:
    i. Verfahren zur Extraktion oder Amalgamation von Edelmetallen aus Erzen oder armem Zwischengut, dadurch gekennzeichnet, dafs das zerkleinerte und entsprechend aufbereitete Erz durch eine bestimmte Menge des in stetem Umlauf befindlichen Extrak-, . tions- oder Amalgamationsmittels extrahirt und die Schlacke und Gangart stetig durch auf die Oberfläche der Flüssigkeit oder des flüssigen Metalles strömende Gase, Dämpfe oder Druckluft, durch Wasserstrahlen oder durch Schöpfeimer abgeführt wird, während das Extraktions- oder Amalgamationsmittel selbst nach gehöriger Anreicherung abgezogen und auf bekannte Weise von dem Edelmetall abgetrieben und wieder gewonnen wird. ,
  2. 2. Zur Ausführung des Extraktions - und Amalgamationsverfahrens nach Anspruch ι eine Vorrichtung, um das Absorptions- oder Amalgamationsmittel im Absorptionsgefäfs in stetem Umlauf und die Oberfläche desselben stets rein zu erhalten, gekennzeichnet durch die Anordnung einer horizontalen Scheidewand Q., auf welche vermittelst der
    , mit Flügeln oder Schöpfeimern versehenen Trommel P das zwischen den beiden Böden befindliche flüssige Metall oder die Flüssigkeit gehoben wird,' um von dort durch einen Kanal wieder in den Zwischenraum zwischen den beiden Böden zurückzufliefsen, wobei die unter Druck auf die Oberfläche der Flüssigkeit oder des flüssigen Metalles geleiteten Gas-, Luft- oder Wasserstrahlen die Oberfläche rein halten und die Abführung der Gangart bewirken.
  3. 3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein am Ende des Absorptionsgefäfses befindliches
    ' Schöpfrad R1 (Fig. 8), zum Zweck, bei der Anwendung von wässerigen Extraktionsmitteln die zu Boden gesunkene und über die Scheidewand Q. mit dem Lösungsmittel herübertretende Gangart zu entfernen, worauf dieselbe in Auswaschapparate beliebiger Construction gelangt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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