DE975183C - Grubenwagen - Google Patents

Grubenwagen

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DE975183C
DE975183C DEH1798A DEH0001798A DE975183C DE 975183 C DE975183 C DE 975183C DE H1798 A DEH1798 A DE H1798A DE H0001798 A DEH0001798 A DE H0001798A DE 975183 C DE975183 C DE 975183C
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Germany
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car body
tilting
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hinge
attached
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DEH1798A
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Albert Hames
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D9/00Tipping wagons
    • B61D9/14Tipping systems controlled by trackside means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D11/00Mine cars

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)

Description

  • Grubenwagen Die Erfindung betrifft einen Grubenwagen mit einem auf einem Fahrgestell gelagerten Wagenkasten, der eine nach außen geneigte Seitenwand aufweist und nach einer Seite nacheinander um mindestens zwei zueinander parallele Kippachsen kippbar isst, von denen die eine, den Wagenkasten im letzten Teil des Kippvorgangs abstützende, durch am Wagenkasten befestigte Kippgelenke verläuft. Diese Merkmale waren bei Muldenkippern bekannt.
  • Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, Grubenwagen, und zwar Einseitankippwagen der sogenannten »Luxemburger Bauart.«, bei deren Verwendung der Wagenkasten mit Hilfe einer rampenartigen Vorrichtung neben dem Gleiskörper während der Fahrt nach der Seite gekippt wird und dann mit einer Seitenwand auf einer Rutsche gleitet, hinsichtlich der Unterbringung des Kippgelenks der Höhe nach und hinsichtlich der Übertragung von Bewegungen des Wagenkastens auf den Fahrgestellrahmen und damit hinsichtlich der Sicherheit gegen Ausheben aus den Schienen zu verbessern.
  • Die Erfindung besteht darin, daß der eine Teil der Kippgelenke am Übergang des sich vor Beginn des Kippvorgangs auf dem Fahrgestell abstützenden, flachen Bodens zur geneigten Seitenwand des Wagenkastens befestigt ist und der andere Teil ein Gleitstück ist, das in einer an einer Seite des Fahrgestells angebrachten Führung entlang einer senkrechten, durch den Schienenkopf verlaufenden Linie verschiebbar ist, während mindestens eine den Wagenkasten im ersten. Teil des Kippvorgangs abstützende Kippachse durch die Kante einer an einer am Fahrgestell befestigten, mit einer waagerechten Fläche des Boden des Wagenkastens, vor Beginn desKippvorgangs abstützendenPlatte vorgesehenen schrägen Fläche, die zur Seite des Wagenkastens hin abfällt, verläuft.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Grubenwagen sind die Kippachsen in der aufgerichteten Stellung des Wagenkastens unbelastet. Der Wagenkasten stützt sich in dieser Stellung mit seinem flachen Boden breit auf dem Fahrgestell ab und ist sowohl in dieser Stellung als auch in jeder der möglichen Kippstellungen gegen seitliches Verschieben durch die Kippgelenke gesichert. Die Kippachsen liegen außerdem trotz des geringen, zwischen dem Wagenkasten und dem Fahrgestell gebrauchten Raumes in der aufgerichteten Stellung, in der der Wagenkasten beladen wird, geschützt unter denn Boden. Dadurch, daß die Kippachsen sehr tief liegen, kann auch bei gesteigertem Fassungsvermögen der Schwerpunkt des Grubenwagens sehr tief gelegt werden.; bezogen auf gleiches Fassungsvermögen bekannter Bauarten, läßt sich die Bauhöhe geringer machen, was für die Verwendung solcher Wagen unter Tage von Vorteil ist. Das die größere Standfestigkeit gegenüber vergleichbaren Wagen anderer Bauart ohne Steigerung des Eigengewichts des Fahrgestelles und des Wagenkastens erzielt wird, ist für Wagen großen Fassungsvermögens deshalb besonders wichtig, weil mit steigendem Fassungsvermögen der Anteil des Eigengewichts am Gesamtgewicht des beladenen Wagens immer kleiner wird und weil andererseits die Massenkräfte mit denn Lademassen und mit der Steigerung der Geschwindigkeit des Entladens zunehmen. Dabei werden die erwähnten Vorteile mit verhältnismäßig einfach arbeitenden, einfach und billig herzustellenden Mitteln erzielt. Die Wirkungen plötzlich auftretender Stoßkräfte werden unschädlich gemacht. Das Entstehen von den Kastenboden biegenden Momenten wird vermieden. Der Massenschwerpunkt des beladenen Wagens hat einen kleinen Abstand von der bei Beginn des Kippens wirksamen Kippachse, so daß auch aus diesem Grund die zum Einleiten des Kippens notwendigen Kräfte klein werden. Allen diesen Vorteilen kommt besondere Bedeutung zu, wenn der Wagenkasten in an sich bekannter Weise während der Fahrt des Wagens gekippt und entleert und wieder in die Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
  • Die Zeichnung erläutert Ausführungsbeispiele der Erfindung.
  • Fig. i zeigt teils in Ansicht, teils im Querschnitt die beim Kippen wirksamen Bauteile eines erfindungsgemäß ausgebildeten Grubenwagens, von der Stirnseite des Wagens her gesehen; Fig. 2 ist eine Vorderansicht der in Fig. i gezeigten Elemente, in Richtung auf die geneigte Seitenwand des Wagens gesehen; Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 2; Fig. 4 ist eine der Fig. i ähnliche, jedoch stärker schematisierte und die Vorgänge beim Beginn des Kippens erläuternde Darstellung; Fig.5 entspricht dem Schema nach Fig.4 bei vollständig gekipptem Wagenkasten; Fig. 6 zeigt im Schnitt die Stellung der beim Kippen wirksamen Elemente zu Beginn einer Kippphase.
  • Der Wagen weist einen Fahrgestellrahmen a auf, in welchem die Räder o gelagert sind, die auf den Schienen r laufen. Auf dem Fahrgestellrahmen liegt ein Wagenkasten W auf, der einen. flachen Boden f hat, während seine, in Fig. 4 rechte Seitenwand d senkrecht und die ihr gegenüberliegende, in Fig. i und 4 linke Seitenwand la von unten nach oben und außen geneigt verläuft. Bezogen auf Fig. i und 4, ruht der Wagenkasten W rechts auf einer nicht gezeichneten Stütze und links auf einer Platte w. Nahe der linken unteren Wagenkastenkante ist die geneigte Seitenwand h mit Kippgelenken verbunden, welche Gelenkbolzen i enthalten. Diese gehen, durch am unteren Teil der geneigten Seitenwand h angebrachte Scharnierköpfes und durch unten näher beschriebene Gleitstücke t hindurch, die in Führungen H auf und ab beweglich geführt sind, welche ihrerseits an dem, in Fig. i linken Längsträger a2 des Fahrgestellrahmens ca fest angebracht sind. Die Scharnierköpfe s stellen also die mit dem Wagenkasten verbundenen Teile der Kippgelenke dar. Der Abstand zwischen zwei zu einem Gelenk gehörenden Scharnierköpfen s ist größer als die Breite der am Fahrgestell befestigten Führung H für das Gleitstück t dieses Gelenks (Fig. 6).
  • Die Achse des Gelenkbolzens i liegt in einer durch die Spurlinie ff angedeuteten, senkrecht zur Zeichenebene und senkrecht zu der durch die Schienen r bestimmten Fahrebene stehenden Ebene, welche durch die parallel zur Fahrebene verlaufende Linie hindurchgeht, in der das, in Fig. i linke Rad o den. Kopf der Schiene r berührt. Die geneigte Seitenwand h geht über eine sich im Querschnitt als Kreisbogen abbildende Zylinderfläche in den flachen Kastenboden f über. Die Zylinderachse geht durch O, der Krümmungshalbmesser ist R.
  • Die Zylinderfläche setzt am Kastenboden f längs einer Linie an, deren Durchstoßpunkt in der Zeichenebene in Fig. i mit T bezeichnet ist. T liegt in Fig. i links von der durch die Spurlinie E angedeuteten; senkrechten Mittelebene des linken Längsträgers a2 des Fahrgestellrahmens a. Dadurch, daß der Boden f mit der beschriebenen gekrümmten Fläche in die geneigte Seitenwand h übergeht, ist Raum für eine solche Anordnung des Kippgelenkes gewonnen, bei der der Wagenkasten W dicht über dem Fahrgestellrahmen a und der Gelenkbolzen i nahe der Ebene des Kastenbadens fliegt.
  • Die Führungen H führen die Gleitstücke t, die z. B. den in Fig. 3 ersichtlichen Querschnitt haben und von oben in die Führungen H hineingesteckt sind, parallel zur Ebene der Spurlinie ff. Die Seitenwände der Führungen H sind stufenförmig abgesetzt. Im vorderen Teil bilden sie Auflageflächen k, im hinteren, nach oben ragenden Teil Riegel p. An den inneren Stirnflächen der Scharnierköpfe s sind Nocken n angebracht, die einen Winkelbereich von etwa 5o° überdecken und in die Zwischenräume zwischen dem oberen Ende des Gleitstücks t und den Stirnflächen der Scharnierköpfe s hineinragen. Die Nocken n weisen an ihrer dein Gelenkbolzen i zugewendeten Seite Ausrundungen auf, die auf die zwischen dein Gleitstück t und den Stirnflächen der Scharnierköpfe s befindlichen Abschnitte des Gelenkbolzens i passen und mit denen sie sich beim Kippen des Wagenkastens W um eine unten näher beschriebene außenliegende Kippachse Z1 (Fig. 5) auf den Gelenkbolzen i auflegen, wenn Lage und Belastung der Teile das Spiel zwischen den Scharnierköpfen und den Nocken einerseits und dem Gelenkbolzen i andererseits zum Verschwinden bringe.
  • Mit 4 ,ist in Fig. i der Hub bezeichnet, den i in der Ebene der Spurlinie fl zurücklegen kann.
  • Der Winkel, um den die geneigte Seitenwand h gegenüber der Ebene der Spurlinie fl und der Wand d, wenn der Wagen bei nicht gekipptem Kasten auf einer waagerechten Ebene steht, also gegenüber der Senkrechten geneigt ist, ist in Fig. i mit ß bezeichnet. Zweckmäßig wird dieser Winkel gleich dein Böschungswinkel des aus den Wagen auszukippenden Massengutes gewählt.
  • Am Kastenboden f ist eine Verstärkungsplatte u befestigt, mit der der Kastenboden bei nicht gekipptem Kasten auf einer auf dem Längsträger a2 befestigten Stützplatte w flach in einer senkrecht zu der Ebene der Spurlinie fl gerichteten Auflageebene aufliegt. Diese Auflageebene schneidet die durch die Spurlinie E bezeichnete Mittelebene des Längsträgers a2 in einer den Wagenkasten im ersten Teil des Kippvorgangs abstützenden Kippachse Z.
  • Von der Kippachse Z aus erstrecken sich die Stützplatten u und w in Fig. i und 4 nach links, so daß sie schiefe Ebenen bilden, die miteinander den Winkel a (Fig. 4) einschließen. Um die eine Stützkante bildende Kippachse Z bewegt sich der Wagenkasten W, wenn er aus der in Fig. i und 4 gezeichneten Stellung nach links entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn gekippt zu werden beginnt. Wenn die von den Stützplatten u, w gebildeten schiefen Ebenen aufeinanderzuliegen kommen, legt der Bolzen, i dabei den Hub 5 (Fig. 4) zurück und gelangt aus der in Fig.4 ausgezogen gezeichneten in die dort gestrichelt gezeichnete Lage, in der er mit i bezeichnet ist.
  • Die obere Kante Z1, mit der die Stützplatte w mit der von ihr gebildeten schiefen Ebene in Fig. 4 und 5 links endet, bildet beim weiteren Kippen des Wagenkastens wieder eine Stützkante für diesen, also eine weitere Kippachse. Diese liegt etwa in der Mitte zwischen fl und E.
  • Der Hub, den der Gelenkzapfen i bei Bewegung des Wagenkastens um Z1 noch zurücklegt, bis er auf de Auflageflächen k der Führung H aufruht, ist in Fig. 5 mit 6 bezeichnet. Er entspricht einem Winkel a'. Der Gesamthub 4 von i (Fig. i) setzt sich aus den Hüben 5 (Fig. 4) und 6 (Fig. 5) zusamMen.
  • Die Wirkungsweise ist folgende. Das Kippen der Wagen erfolgt während der Fahrt. Mehrere Wagen sind zu einem Zuge zusammengehängt, der in der übliche Weise von einer Lokomotive oder in anderer Weise mit einer Geschwindigkeit von etwa .2o km/h vorwärts bewegt wird. An der Stelle, wo der Wageninhalt ausgekippt werden soll, sind neben dein Gleiskörper rampenartige Vorrichtungen angeordnet, die auf die Wagenwand d einwirken und den Wagekaste mit der geneigte. Seitenwand h voran umkippen, bis diese auf einer ebenfalls neben dem Gleiskörper befindlichen Rutsche e (Fig. 5) aufliegt. Auch wenn sich die Wand h in dieser Stellung befindet, fährt der Zug weiter. Die Wand h schleift dabei über die Rutsche e, so daß von dort her, wenn die Rutsche nicht ganz glatt und eben ist, Stöße auf den. Wagenkasten ausgeübt werden. Ist ein Wagen an der Entladestelle vorbeigegangen, so wird der Wagenkasten durch andere neben dem Gleis angeordnete Vorrichtungen, die ihn an seiner tiefliegenden Seite erfassen, wieder aufgerichtet.
  • Da sich die erfindungsgemäßen Wagen ohne weiteres für ein Fassungsvermögen, von io t bauen lassen, lassen sich auf diese Weise z. B. alle 5 Sekunden io t Massengut, wie Erz oder Kohle, entleeren.
  • Die Kippbewegung des Wagenkastens gegenüber dem Fahrgestell vollzieht sich in drei Phasen. Die erste Phase ist diejenige, während der sich der Wagenkasten aus der Stellung nach Fig. i um die Kippachse Z bewegt, bis die auf den Stützplatten u und w gebildeten schiefen. Ebenen aufeinanderzuliegen kommen. Dieser ersten Phase entspricht der Winkel a und der Hub 5 des Gelenkbolzens i in Fig.4. Dann schließt sich eine Phase an, bei der sich der Wagenkasten um die weitere Kippachse Z1 weiterbewegt, bis der Gelenkbolzen i auf den Stützflächen k der Führung H aufliegt. Diese zweite Phase entspricht dem Winkel ä und dem Hub 6 des Bolzens i in Fig. 5. Bei auf den Stützflächen k aufliegendem Bolzen i vollzieht sich dann die dritte Kippphase, in der sich der Wagenkasten W mit seinen Scharnierköpfen s um den Zapfen i weiterdreht, bis er etwa in die in Fig.5 gezeichnete Stellung gelangt, in der die Wand h auf der Rutsche e aufliegt. Bei dem gezeichneten Beispiel ist dann der Wagenkasten W um den Bolzen i um 9o° gekippt, wobei aber der Bolzen i aus seiner in Fig. i gezeichneten obersten. Lage in seine in Fig. 5 gezeichnete unterste Lage gewandert ist, in der er auf den Stützflächen k der Führung H aufliegt und die er schon erreicht, wenn die Kippung den Betrag a -f- ä ausmacht. Durch die stärkere Schematisierung der Fig.5 gegenüber der Fig.4 ergibt sich insofern eine Abweichung, als in Fig. 5 die die Anfangslagen des ebenen Wagenbodens f bezeichnenden Linien gerade verlaufen, während die untere Fläche der Stützplatte u (Fig. 4) von der ersten Kippachse Z an nach oben zurückweicht, und zwar um den Winkel Würde sie nicht zurückweichen, sondern der ebene Wagenboden um die erste Kippachse Z wandern, wie in Fig. 5 dargestellt, so würde bis zum Aufliegen des Bodens auf der von der Stützplatte w gebildeten schiefen Ebene nicht der Winkel a zurückgelegt werden, wie in Fig. 4 gezeichnet, sondern nur der Winkel 2, wie in Fig. 5 gezeichnet. Der Hub 5 wäre also entsprechend kleiner.
  • Wegen der Führung der Gleitstücke t in den Führungen H setzt sich die Kippbewegung um die Kippachsen Z und Z1 aus einer Drehung und einer Verschiebung zusammen. Die Verschiebung, die dem Hubteil 5 entspricht, ist so groß wie der Stich des zum Winkel a gehörenden Kreisbogens, den der Durchstoßpunkt der Achse des Gelenkbolzens i beschreiben würde, wenn dieser sich mit dem seiner Ausgangslage entsprechenden Radius, welcher wenig größer als S ist, um Z bewegeng könnte. Entsprechend liegen, die Verhältnisse für den Hubteil 6, wo der Stich des zu dem Winkel ä gehörenden Kreisbogens in Betracht kommt, um den sich i um Z1 mit entsprechend kleinerem Radius weiterdrehen würde, beides vermindert um den Betrag; der von dem Spiel des Gleitstücks t in der Führung H aufgenommen werden kann. Dieses Spiel ist nicht besonders bemessen, sondern entspricht den im Wagenkastenbau üblichen Toleranzen. Nach dem Zurückkippen des Wagenkastens kann dessen Auflage auf den Stützplatten w quer zum Fahrgestell kleine Unterschiede aufweisen, die dem Führungsspiel der Gleitstücke t in den Führungen H entsprechen. Diese Lageunterschiede haben keine praktische Bedeutung.
  • Da im ersten Augenblick des Umkippens keine Drehung um die Kippachse Z stattfindet, braucht die das Kippen einleitende Kraft noch keine Verschiebungsreibung zu überwinden. Ist aber die Bewegung erst einmal eingeleitet, so ist die Wucht der in Bewegung befindlichen schweren Massen so groß, daß die für die Überwindung der Verschiebungsreibung notwendige zusätzliche Kraft zur Verfügung steht; diese Kraft ist klein, weil die Verschiebebewegung nicht am ruhenden, sondern an dem sich bereits drehenden Kasten erzeugt wird.
  • Der Wagenkasten W ruht lose auf dem Fahrgestellrahmen, ohne gegen Bewegung nach oben gehalten zu sein. Wenn eine Kraft den Wagenkasten anhebt, ziehen sich nur die Gleitstücke t aus ihren Führungen H heraus, solange die den Wagenkasten anhebende Kraft anhält. Dies wirkt sich sowohl dann aus, wenn der Wagenkasten in Fahrstellung ist, als auch wenn er in gekippter Stellung ist. Gelangt z. B. das eine Ende des Fahrgestellrahmens beim Überfahren eines Schienenstoßes auf eine etwas tiefer gelegene Schiene, so kann der Wagenkasten, unter dem Einfluß der Massenträgheit zunächst seine Lage beibehalten, wobei er sich von dem tiefergehenden Ende des Fahrgestells ein wenig abhebt und die Gleitstücke t an diesem Wagenende sich aus ihren Führungen H etwas nach oben hinausziehen. Unmittelbar danach senkt sich der Wagenkasten wieder auf das Fahrgestell ab. Diese Bewegungsmöglichkeit wirkt der Gefahr des Entgleisens entgegen.
  • Während des Kippvorgangs und beim Entlang= schleifen der geneigten Seitenwand 1a des gekippten Kastens auf der Rutsche e wirkt die erfindungsgemäße Ausbildung der Kippelemente dahin, daß diejenigen Kräfte, die geneigt zur Horizontalen und Vertikalen durch die Gelenkbolzen i hindurchgehen, wegen der freien Beweglichkeit der Gleitstücke t in den Führungen H in senkrecht nach oben und in quer zu den Führungen gerichtete Komponenten aufgespalten werden. Die senkrecht nach oben gerichteten Komponenten bewirken ein unschädliches vorübergehendes Anheben der Gelenkbolzen i und der Gleitstücke t. Die quergerichteten Komponenten bleiben klein. Wegen der tiefliegenden Anordnung der Kippelemente üben sie auf das Fahrgestell nur kleine, ungefährlich bleibende Kippmomente aus. Soweit sie als reine Querkräfte in die Räder geleitet werden, übertragen. die Spurkränze der Räder sie, an den Schienenköpfen anliegend, in unschädlicher Weise auf diese.
  • Bei der Aufspaltung der über die Gelenkbolzen i und die Gleitstücke t in die Führungen H übertragenen Kräfte wird, weil auch wegen der vorhandenen Spiele immer eine Bewegung des Wagenkastens gegenüber dem Fahrgestell möglich bleibt, zunächst auch ein kleiner Zeitteil verbraucht, nach dessen Verlauf eine plötzlich und stoßartig auftretende große Kraft bereits wieder abgeklungen oder von einer andersgerichteten abgelöst ist, so daß sie sich nicht in der Weise auswirken kann, wie wenn sie an einem in sich starren Körper angriffe, in den auch das Fahrgestell einbezogen wäre. .
  • Ein unzulässiges Kippen des Wagenkastens W aus der Fahrstellung um die nicht gezeichnete, in Fig. r und 4 rechte Stütze entsteht auch bei heftigen Stößen nicht, weil infolge der Führung der Gleitstücke t in den Führungen H nach überwindung der Spiele bei Einleitung eines Kippens des Wagenkastens in Fig. z und 4 im Uhrzeigersinn der Wagenkasten nach links verschoben zu werden beginnt, so daß die damit verbundene Einleitung einer entsprechenden. Schwerpunktsverlagerung und die Energieverzehrung durch Verschiebereibung einem solchen Kippen, etwa mit dem Radius S+L in Fig. 4 entgegenwirken. Dies tritt in erwünschter Weise auch dann ein, wenn der geleerte Wagenkasten in die Fahrstellung zurückgekippt wird, so daß dann die dem leeren Kasten innewohnenden dynamischen Massenkräfte das Fahrgestell nicht kippend anheben können, sondern höchstens bewirken, daß die Gleitstücke t vorübergehend um einen geringen Betrag aus den Führungen .H nach oben herausgezogen werden. Es kann daher mit hohen Geschwindigkeiten gearbeitet werden, ohne daß die den bewegten Massen innewohnenden Kräfte die Standsicherheit des Wagens und seine Führung auf den Schienen schädlich beeinflussen könnten. Dadurch, daß von den Führungen H gebildete Riegel p bei der Fahrstellung des Wagenkastens zwischen die an diesem befestigten Scharnierköpfe s ragen, werden Stoßkräfte, die während des Fahrens in Fahrtrichtung auf den Wagenkasten einwirken oder vom Fahrgestell in den Wagenkasten eingeleitet werden, übertragen, ohne über die Gleitstücke t geleitet zu werden, so daß diese nicht verbogen werden. Auch bei gekipptem Wagenkasten geschieht die Übertragung solcher Längskräfte zwischen Fahrgestell und Wagenkasten unmittelbar, ohne daß diese Kräfte über die Gleitstücke geleitet würden, weil die Innenflächen der am Wagenkasten angebrachten Scharnierköpfe s bei gekipptem Wagenkasten die Außenflächen der Seitenwände der Führungen H umfassen (Fig. 6).
  • Die erfindungsgemäße Ausführung der an der Lagerung und Führung des Wagenkastens beim Kippen beteiligten Elemente ist auch dann vorteilhaft, wenn an Stelle eines Wagenkastens mit geneigter Seitenwand ein Wagenkasten mit aufklappbarer Seitenwand verwendet wird. Auch hierbei kann die Seitenwand mit einer Zylinderfläche in den flachen Kastenboden übergehen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Grubenwagen mit einem auf einem Fahrgestell gelagerten Wagenkasten, der eine nach außen geneigte Seitenwand aufweist und nach einer Seite nacheinander um mindestens zwei zueinander parallele Kippachsen kippbar ist, von denen die eine, den Wagenkasten im letzten Teil des Kippvorgangs abstützende, durch am Wagenkasten befestigte Kippgelenke verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil (s) der Kippgelenke am Übergang des sich vor Beginn des Kippvorgangs auf dem Fahrgestell abstützenden, flachen Bodens (f) zur geneigten Seitenwand (h) des Wagenkastens (W) befestigt ist und der andere Teil ein Gleitstück (t) ist, das in einer an einer Seite des Fahrgestells (a) angebrachten Führung (H) entlang einer senkrechten, durch den Schienenkopf (y) verlaufenden Linie verschiebbar ist, während mindestens eine den Wagenkasten im ersten Teil des Kippvorgangs abstützende Kippachse (Z) durch die Kante einer an einer am Fahrgestell (a2) befestigten, mit einer waagerechten Fläche den Boden (f) des Wagenkastens (W) vor Beginn des Kippvorgangs abstützenden Platte (w) vorgesehenen schrägen Fläche, die zur Seite des Wagenkastens hin abfällt, verläuft.
  2. 2. Grubenwagen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (w) an dem einen seitlichen Träger (cal) des Fahrgestells befestigt sind.
  3. 3. Grubenwagen nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kippachse durch die obere, an die waagerechte Fläche der Platte angrenzende Kante (Z) der schrägen Fläche und eine weitere Kippachse durch die untere, die schräge Fläche zur Grubenwagenseite hin abgrenzende Kante (Z1) verläuft.
  4. 4. Grubenwagen nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Wagenkasten verbundenen Teile der Kippgelenke Scharnierköpfe (s) sind und die Gelenkbolzen (i) die oberen Enden der Gleitstücke (t) durchdringen, wobei der Abstand zwischen zwei zu einem Gelenk gehörenden Scharnierköpfen größer ist als die Breite der am Fahrgestell befestigten Führung (H) für das Gleitstück dieses Gelenks.
  5. 5. Grubenwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände einer Führung (H) stufenförmig abgesetzt sind, so daß ihre vorderen Teile Auflageflächen (k) für die Gelenkbolzen (i) bilden und deren Abwärtsgang begrenzen, während ihre hinteren Teile sich nach oben zwischen die Scharnierköpfe (s) erstreckend Riegel (p) bilden.
  6. 6. Grubenwagen nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den inneren Stirnflächen der Scharnierköpfe (s) Nocken (n) angeordnet sind, die einen Winkelbereich von etwa 5o° überdecken und in die Zwischenräume zwischen dem oberen Ende des Gleitstücks (t) und den Stirnflächen der Scharnierköpfe (s) hineinragen und die auf die zwischen dem Gleitstück (t) und den Stirnflächen der Scharnierköpfe (s) befindlichen Abschnitte des Gelenkbolzens (i) passende Ausrundungen aufweisen, mit denen sie sich beim Kippen des Wagenkastens um die außenliegende Kippachse auf den Gelenkbolzen (i) auflegen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 5o 838, 64 003, 111 897, 167673, 197893, 274411, 338152, 46o253, 469484, 559146, 576979, 625763, 749 o62; USA.-Patentschriften Nr. 2:250 538, 2 362 986.
DEH1798A 1945-12-03 1950-02-28 Grubenwagen Expired DE975183C (de)

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