DE97489A - - Google Patents

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DE97489A
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Description

ES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Dampfgasentwickler, bei welchem die Dampfbildung unmittelbar im Verbrennungsraum der Gase erfolgt. Es sind bereits Dampfgasentwickler bekannt, bei welchen den Verbrennungsgasen zur Kühlung Wasser zugeführt wird, welches hierbei naturgemä'fs mehr oder weniger in Dampf übergeführt wird, sobald es mit den heifsen Gasen in Berührung kommt. Bei dem Gasentwickler des Patentes Nr. 87521 z. B. werden die Verbrennungsgase aus einem Erzeuger zunächst in eine Mischvorrichtung zur Mengung mit Prefsluft und alsdann in einen hiervon örtlich getrennten Kessel übergeführt, in welchem die Abkühlung der Gase durch Zuführung von Wasser stattfindet. Das Kühlwasser tritt hierbei in natürlichem Zustand durch ein Sieb in den Kessel ein und kommt in Form eines Regens mit den Gasen in Berührung. Das Wasser hat hier also in erster Linie den Zweck, die Gase abzukühlen, wobei es natürlich theilweise verdampft wird. Bei der Einrichtung des Patentes Nr. 87819 werden die Treibgase durch die beständige Verbrennung eines in einen Kanal eingeführten Brennstoffes gebildet, und zur Vermeidung einer zu hohen Anfangsspannung kann die Temperatur des Gasgemisches vor seiner Expansion durch Wassereinspritzung herabgemindert werden, wobei natürlich ebenfalls ein Theil des Wassers verdampft werden wird.
Demgegenüber bezweckt der den Gegenstand der Erfindung bildende Dampfgasentwickler, eine vollständige und augenblickliche Verdampfung des den Verbrennungsgasen zugeführten Wassers dadurch zu erzielen, dafs das Wasser unter Druckluftzufuhr unmittelbar in den Verbrennungsraum eingeführt und hier äufserst fein zerstäubt wird, da hierdurch der Wärmeübergang von den heifsen Gasen zu den Wassertheilchen wesentlich erleichtert wird.
Der Dampfgasentwickler wird in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι , einen senkrechten Schnitt des Entwicklers,
Fig., 2 eine schematische Uebersichtszeichnung der Anlage desselben.
Der Entwickler besteht aus einem starken Mantel 1, welcher oben mit einer Oeffnung 10 versehen ist und mit seinem unteren Theil auf der Platte 2 ruht. Letztere wird von zwei gegenüberliegenden Kanälen 3 und 4 durchzogen, von denen der erstere in einen in dem oberen Theil der Kammer 9 vorgesehenen Ringkanal 5 mündet, während der Kanal 4 in den Ringkanal 6 endigt, welcher in einem auf der Kammer 9 aufgeschraubten Ring 11 angeordnet ist. Der Ring 11 trägt eingeschraubte Düsen 7, welche mit dem Ringkanal 6 in Verbindung stehen und oben mit einem feinen Loch versehen sind. In diese Düsen münden Röhrchen 12, die mit dem Kanal 5 verbunden sind und dicht unterhalb des Loches im oberen Theil der Düsen 7 endigen. In den Ring 11 ist ein cylindrisches Abzugsrohr 1 3 eingeschraubt, welches von einer Haube 14 umgeben wird. Die Kammer 9 ist mit einer elektrischen Zündvorrichtung ι 5 und einem seitlichen Anschlufsstutzen 16 versehen. Innerhalb der Kammer 9 befindet ,sich eine durchlochte Platte 18, durch deren Mitte ein auf das Anschlufsrohr 19 aufgesetzter kegelförmiger Rohrstutzen 17 reicht.
Bei der in Fig. 2 dargestellten schematischen Uebersicht bezeichnet 20 den Wasserzuflufs-'
hahn, 21 den Luftzutrittshahn, 22 den Einlafshahn für die Brenngase und 23 den Regelungshahn für die Druckluftzufuhr, 24 stellt den Arbeitscylinder, 25 den Luftverdichter dar. Der Arbeitscylinder ist durch ein Rohr c mit der Qeffhnng 10 des Mantels 1, letzterer durch Rohr e' e'" mit dem Hahn 21 und durch ein Rohr e" mit dem Stutzen 17 verbunden. 26 ist eine Wasserpumpe, in deren Zuleitungsrohr zu dem Wasserbehälter 28 ein Regelungshahn 27 eingeschaltet ist. 29 bezeichnet einen unter Druck stehenden Wasserbehälter, welcher einerseits durch das Rohr b mit dem Hahn 20, andererseits durch das Rohr e mit dem Rohr e' in Verbindung steht.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
In der Kammer 9 des Entwicklers findet die Verbrennung statt, und zwar tritt das Brenngas durch den Stutzen 16, die zur Verbrennung erforderliche Luft durch das Rohr 19 ein. Das Brenngas durchströmt die durchlochte Platte 18, mischt sich am Ende des Stutzens 17 innig mit der daraus zutretenden Verbrennungsluft, worauf das so gebildete Gasgemisch durch die elektrische Zündung 1 5 oder eine andere geeignete Zündvorrichtung entflammt wird. Rings um den oberen Theil der Verbrennungskammer sind nun die Düsenangebracht, durch welche die Zerstäubung des zugeführten Wassers bewirkt wird.
Das Wasser tritt durch den Kanal 3 in den Ringkanal 5 ein, steigt in den Röhrchen 12 empor und gelangt so in den oberen Theil der Düsen 7. Da nun durch den Kanal 4 Druckluft in den Ringkanal 6 und die Düsen 7 eintritt, so entweicht die Druckluft zusammen mit dem Wasser durch die feinen Oeffnungen der Düsen, wobei das Wasser äufserst fein zerstäubt wird und in diesem Zustande in die Mitte der aus der Kammer 9 emporsteigenden Flammen gelangt. Der sich nunmehr bildende Wasserdampf steigt zusammen mit den Verbrennungsgasen in dem Abzugsrohr 13 auf, steigt alsdann in der Haube 14 wieder nach unten und entweicht schliefslich durch die Oeffnung 10. Da durch die Anzahl der auf dem Ring 11 angeordneten Zerstäuber 7 die Wasserzufuhr entsprechend der Menge der Verbrennungsgase geregelt werden kann, so erhält inan ein Dampfgemisch, dessen Temperatur 2oo° nicht übersteigt.
Die Art der Wasserluft- und Gaszuführung zum Entwickler ist aus Fig. 2 näher ersichtlich.
Die Maschine 24 treibt den Luftverdichter 25 und die Wasserpumpe .26. Beim Beginn des Betriebes treibt man den Luftverdichter 25 entweder mit Hülfe des Schwungrades der Maschine an, oder man schafft durch einen gesonderten Verdichter Druckluft in den Behälter 29, in welchem sich eine bestimmte Menge Wasser befindet. Die Druckluft gelangt durch die Rohre e e'e" in die Verbrennungskammer 9, in welche das aus einem beliebigen Gasbehälter oder Vergaser kommende Brenngas durch das Rohr α und den Stutzen 16 gelangt. Das zur Verdampfung bestimmte Wasser tritt durch den mit dem zum Behälter 29 führenden Rohr b verbundenen Kanal 3 ein, während die , zum Zerstäuben des Wassers dienende Druckluft durch das Rohr e'" und den Hahn 21 dem Kanal 4 zugeführt wird, so dafs die Entflammung der Brenngase und die Zuführung des zerstäubten Wassers stets zusammen erfolgt.
Das sich bildende Dampfgasgemisch entweicht durch die Oeffnung 10 und gelangt durch das daran geschlossene Rohr c zu dem Cylinder 24, welchen es nunmehr in Bewegung setzt. Die Einrichtung kann übrigens auch so getroffen werden, dafs sowohl der Verdichter 25 als auch die Wasserpumpe 26 durch eine Hülfsmaschine angetrieben werden. Die Pumpe 26 speist den Wasserbehälter 29, dessen Flüssigkeitsspiegel durch einen Schwimmer und ein damit verbundenes Ventil auf derselben Höhe erhalten werden kann. Die Einschaltung des Behälters 29 hat den Zweck, das Wasser stets unter einem dem Druck des Verdichters gleichen Druck zu halten, wodurch eine immerwährende, gleichmäfsige Wasserzerstäubung im Innern des Entwicklers erzielt wird. :

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Dampfgasentwickler, bei welchem die Dampfbildung unmittelbar im Verbrennungsraum 'der Gase erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs das zur Verdampfung bestimmte Wasser unter Druckluftzufuhr in den Verbrennungsraum eingeführt und hier äufserst fein zerstäubt wird, zum Zweck, den Wärmeübergang zu den Wassertheilchen zu erleichtern und dadurch eine augenblickliche Dampfbildung zu erzielen.
  2. 2. Dampfgasentwickler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Zerstäubung des zu verdampfenden Wassers durch im Verbrennungsraum befindliche Düsen (7) bewirkt wird, welche einerseits mit einem Wasserzuführungskanal (5), andererseits mit einem DruckluftzufUhrungskanal (6) in Verbindung stehen und das Wasser in äufserst fein zerstäubtem Zustande den Verbrennungsgasen unmittelbar zuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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