DE357773C - Erzeugung eines kuehlen Dunstnebels aus einer brennbaren Fluessigkeit - Google Patents
Erzeugung eines kuehlen Dunstnebels aus einer brennbaren FluessigkeitInfo
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Description
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines kühlen Dunstnebels
aus einer brennbaren Flüssigkeit und besteht darin, daß brennbare Flüssigkeit in
einem feinst zerteilten Zustande ohne Zumischung oder doch mit viel geringerer Zürn
ischung von Luft als für eine Verbrennung nötig ist, durch eine in einer rohrförmigen
Verbrennungskammer erzeugte rohrförmige Flamme in der Weise geleitet wird, daß die
brennbare Flüssigkeit in einen Dunstnebel umgewandelt wird, und daß die rohrfönmige
Flamme an der Stelle des Weges der Flüssigkeit, wo sie zu einem Dunstnebel umgestaltet
worden ist, ausgelöscht wird, und daß die Verbrennungsluft dbn fein 'zerteilten brennbaren
Flüssigkeitsstrahl an seinem Umfange in dem Maße zugeführt wird, daß die Flamme an dem
Punkte der Bahn der fein zerteilten Flüssigkeit erlischt, indem sie den Dunstnebelzustand
erreicht hat.
Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens besteht darin, daß die rohrförmige
Verbrennungskammer- am Ausströmungsende
mit einer verengten öffnung versehen ist, welche diejenige Stelle bildet, an welcher die
zugeführte Flüssigkeit den Dunstnebelzustand erreicht hat und die Flamme erlischt, wobei
die rohrförmige Verbrennungskammer mit einer Zündungsvorrichtung versehen ist, die
außerhalb des direkten Weges der strömenden Verferenmingsflüssigkeit angeordnet ist, zweckmäßig
in einem Winkel, um eine Anhäufung ίο der Flüssigkeit darin zu verhindern.
Ferner hat der Vergaser zwei nahe übereinanderliegende
Düsenwände zur Bildung einer dünnen Flüssigkeitsschicht zwischen diesen Wänden; durch die so gebildete Flüssigkeitsschicht
geht der Strom des zu vergasenden Mediums hindurch.
Bei deta neuen Verfahren bzw. mit der
neuen Vorrichtung wird erreicht, daß der zur NebelhersteJlung· bestimmte Stoff in einen
Zustand so feiner Zerstäubung gebracht wird, daß die Einwirkung der Flamme sofortige
Verdunstung ohne Entziündiung hervorruft.
Der Erfinder hat gefunden, daß verschiedene brennbare Flüssigkeiten in dem in
der angegebenen Weise erzeugten Nebelzustande wertvolle medizinische Eigenschaften
besitzen, daß sie leicht und sicher von den Atmungsorganen des menschlichen Körpers
aufgenommen werden können, und daß sie auch als Träger anderer in der ärztlichen
Praxis benutzter Substanzen verwendet werden können.
Flüssige Kohlenwasserstoffe können, wenn sie auf die beschriebene Weise in diesen
Nebelzustand überführt werden, auch für Heizzwecke gut verwendet werden, besitzen
aber besonderen Wert für Zwecke innerlicher Verbrennung.
Da die nach diesem. Verfahren erzeugten Dünste oder Nebel niedrige Temperaturen
und starke Kompressionen aushalten, so kann dieses Verfahren in der Fabrikation von Farbstoffen
aus Teer und Kohlenwasserstoffderiv-aten mit Vorteil angewendet werden.
In der Zeichnung ist Abb. 1 ein Mittelschnitt eines Apparates zur Durchführung
des neuen Verfahrens. Abb. 2 ist eine Endansicht des Kopfes 1, in der Richtung der
Pfeile auf den Linien 2-2 betrachtet. Abb. 3 zeigt einen Schnitt nach 3-3, Abb. 1. Abb. 4
stellt eine Einzelheit dar. Abb. 5 zeigt im Schnitte eine geänderte Ausführungsform der
Verbrennungskammereinschnürung 15. Abb. 6 stellt einen Schnitt nach 6-6, Abb. 5, dar,
Der Apparat besteht aus zwei Hauptteilen, dem< Kopfe 1 und der Flamlmenkammer 12,
welche bei iB durch Flansche und Bolzen miteinander
verbunden sind. Er wird vorzugsweise so gehandhabt, daß der Kopf 1 den
6a Oberteil und die Flammenkammer 12 den Unterteil bildet. Der Kopf 1 enthält den Zerstäuber
21 und die Mittel zum Zuführen und Regeln der die Verbrennung unterhaltenden
Luft. Die Verbrennungskammer 12 trägt die Zündvorrichtung 17 und die Verengungswand
15, welche den Durchfluß der Dünste aus dem Apparate niacbi der Öffnung 15" regelt.
Der Einlaßstutzen 4 im Kopfe 1 enthält ein Nadelventil oder eine ähnliche Vorrichtung
und leitet regelbare Mengen der zu verbrennenden Flüssigkeit unter Druck nach der
Ringkammer 3. Das Rohr 6 enthält auch ein Nadelventil oder eine ähnliche Vorrichtung
und vermittelt und regelt die Zufuhr des zu zerstäubenden Mittels, welches in dieses Rohr unter Druck eintritt und von dort
durch den Kanal 5 weiterströmt, um in der Zerstäubungsdüse 2, knapp hinter der Ausströmungsöffnung
2a, mit der brennbaren Flüssigkeit zmamanenzukommen. Wird unter
diesen Umständen der Apparat durch öffnen der Ventile in 4 und 6 in Tätigkeit
gesetzt und steht das zerstäubende Mittel unter Druck, so entsteht bei 2a ein fein zerstäubtes
Gemenge. Ulm das zerstäubte Gemenge anzünden zu können und in Brand zu erhalten ist es nötig, die Verbrennung unterhaltende
Luft in die Kammer 12 so eintreten zu lassen, daß nur dort, wo diese Luft mit
dem zerstäubten Gemenge innig vermengt ist, das Brennen andauern kann. Diese Luft muß
mit dem zerstäubten Gemenge in solcher Weise und in solcher Menge in Berührung gebracht werden, daß gerade so viel verbrennt,
um die Temperatur des übrigen nicht verbrennenden Teiles des Gemenges bis zum Siede- oder Verdunstungspunkte zu erhöhen.
Um dies zu erreichen, wird folgende Anordnung getroffen: Die Luft tritt zuerst durch
eine entsprechende Regelvorrichtung hindurch und dann durch die Öffnung 9 der Kappe αα
ein. Ist der Apparat an einer Vakuumpumpe ader an einem Explosionsmotor angebracht,
so wird die Luft unter atmosphärischem Druck einströmen, während es in anderen Fällen nötig werden kann, sie besonders
unter Druck zu setzen. Die bei 9 eintretende Verbrennungsluft verteilt sich in der Kammer
10 und tritt gleichmäßig durch Kanäle 11 in
den Ringraum 8', welchen der Flansch 8a der Mutter bildet, die dicht in den Eingang der
Kammer 12 paßt. Durch den Flansch 7 wird die Luft in kontinuierlichem Strome so geleitet,
daß sie nur längs des Umfanges, nicht aber in dem Mittelraum der Kammer 12 weiter streicht und längs des Umfanges der
Kammer 12 nach der Austrittsöffnung 15°
strömt.
Bei der Durchführung des Verfahrens ist die wichtigste zu lösende Aufgabe die genaue
Feststellung der Menge, welche gerade ausreicht, um durch ihre Verbrennung das nicht
zu verbrennende Material zum Verdunsten zu bringen. Die zu verbrennende Menge wird
durch zwei Faktoren bestimmt, die Intensität der Flamme und die Tiefe, auf welche
die Flammenwirkung in das zerstäubte Gemenge eindringt. Beide Faktoren können vorausbestimmt
werden.
Die Intensität der Flamme wird durch die Luftmenge bestimmt, welche man durch die
ίο Regulieröffnung bei 9 eintreten läßt. Die
Tiefe, auf welche die Verbrennung in das zerstäubte Gemenge eindringt, hängt von der
Länge des Flansches 7 ab. Je kleiner der Flansch 7 gemacht wird, um so mehr wird die
Verbrennungsluft unter die Einwirkung des teilweisen Vakuums gebracht, welches an der
Zerstäubungsdüse entsteht.
Während das zerstäubte Gemenge sich durch die Verbrennungskammer 12 vorbewegt,
umhüllt von einer die Verbrennung unterhaltenden Atmosphäre, kommen die feineren äußeren Partikel des mit der Verbrennungsluft
vermischten Gemisches mit dem elektrischen Funken in Berührung, welcher an der Elektrode 17 des Funkengebers
16 auftritt, und an dieser Stelle entsteht eine rohrförmige Flamme, und in dem
Inneren dieser rohrförmigen Flamme bewegt sich der zur Nebeldunstgewinnung bestimmte
Teil des zerstäubten Gemenges weiter, bis er verdunstet ist. Die Einschnürungswand 15
an der Austrittsöffnung der Verbrennungskammer veranlaßt den kühlen, schweren Dunst mit geringem Luftgehalte die Flamme
an dieser Stelle zu verlöschen, so daß man den Dunst behufs Verwendung abziehen kann.
Sollte bei I5a eine stärkere Einschnürung der
Dunstabströmung erforderlich sein, als dargestellt, so kann das durch den Ersatz der
Einschnürwand 15 durch die Abb. 5 und 6 dargestellte Vorrichtung geschehen.
Abb. 5 zeigt stärkere Einschnürung des Stromes von Dunstnebel als Abb. 1 bei 15 und
besteht aus zwei Kappen 22 und 23, von welchen die innere 23 zwei einander diametral
gegenüberstehende Schlitze 25 besitzt. Die äußere Kappe hat ähnliche Schlitze 24, welche
auf die aus Abb. 5 und 6 ersichtliche Weise angeordnet sind, so daß der Dunst durch die
Schlitze 25 treten, sich dann im Räume zwischen den Kappen 22 und 23 weiterbewegen
muß und endlich durch die Schlitze 24 der äußeren Kappe austritt. Diese Anordnung
ist für den Fall bestimmt, daß d'er Erfindiungsgegenstand mit schnellaufenden Maschinen
verbunden ist, bei welchen die Saugwirkung veränderlich, plötzlich und sehr stark ist.
Für den Fall, daß der Apparat aus irgendeiner Ursache nicht ordentlich arbeiten und nicht verdunstetes öl ausfließen sollte, ist bei Abb. 5 noch eine Abtropföffnung 26 angebracht, welche mit einem geeigneten Sammelgefäß verbunden werden kann.
Für den Fall, daß der Apparat aus irgendeiner Ursache nicht ordentlich arbeiten und nicht verdunstetes öl ausfließen sollte, ist bei Abb. 5 noch eine Abtropföffnung 26 angebracht, welche mit einem geeigneten Sammelgefäß verbunden werden kann.
Claims (5)
1. Verfahren zur Erzeugung eines kühlen Dunstnebels aus einer brennbaren
Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß brennbare Flüssigkeit in einem feinst zerteilten
Zustande ohne Zumischung oder doch mit viel geringerer Zumischung von Luft, als für eine Verbrennung nötig ist,
durch eine in einer rohrförmigen Verbrennungskammer erzeugte rohrförmige Flamme in der Weise geleitet wird, daß
die brennbare Flüssigkeit in einen Dunstnebel umgewandelt wird, und daß die rohrförmige Flamme an der Stelle des
Weges der Flüssigkeit, wo sie zu einem Dunstnebel umgestaltet worden ist, ausgelöscht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsluft
dem fein zerteilten brennbaren Flüssigkeitsstrahl an seinem Umfange in dem Maße zugeführt wird, daß die
Flamme an dem Punkte der Bahn der fein zerteilten Flüssigkeit erlischt, indem sie
den Dunstnebelzustand erreicht hat. go
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß
die rohrförmige Verbrennungskammer (12) am Ausströmungsende mit einer verengten
Öffnung (15s) versehen ist, welche diejenige Stelle bildet, an welcher die zugeführte
Flüssigkeit den Dunstnebelzustand erreicht hat und die Flamme, erlischt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, da- too
durch gekennzeichnet, daß die rohrförmige Verbrennungskammer (12) mit ' einer
Zündungsvorrichtung (17) versehen ist, die außerhalb des direkten Weges der
strömenden Verbrennungsflüssigkeit angeordnet ist, zweckmäßig in einem Winkel, um eine Anhäufung der Flüssigkeit
darin zu verhindern.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vergaser tio (21) zwei nahe übereinander liegende
Austrittsdüsen (2, 20) hat zur Bildung einer dünnen Flüssigkeitsschicht zwischen
diesen, durch welche Flüssigkeitsschicht der Durchgang (5) 'des zu vergasenden
Mediums hindurchgeht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US357773XA | 1919-10-07 | 1919-10-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE357773C true DE357773C (de) | 1922-08-31 |
Family
ID=21884725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP39151D Expired DE357773C (de) | 1919-10-07 | 1920-01-29 | Erzeugung eines kuehlen Dunstnebels aus einer brennbaren Fluessigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE357773C (de) |
-
1920
- 1920-01-29 DE DEP39151D patent/DE357773C/de not_active Expired
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