DE97202C - - Google Patents

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DE97202C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/04Devices for cutting cigar binders or wrappers

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 79: Tabak.
mittelst einer Schnittform.
Bei dem Tische zum Beschneiden von Cigarrendeckblättern, welcher den Gegenstand der Erfindung bildet, wird das Tabaksblatt in bekannter Art auf eine Schnittform gelegt, deren scharfeKanten den Umrissen der Umhüllung einer jeweilig gewünschten Cigarrenform entsprechen. Auf der Schnittform wird das Tabaksblatt durch Ansaugen mittels Luftverdünnung gehalten und während dieser Zeit durch eine darüber hinweggleitende Walze ausgeschnitten, um hierauf sofort von dem Arbeiter mit der Hand um den Cigarrenwickel gerollt zu werden, so dafs die Matrize zur Weiterbenutzung frei wird.
Zu diesem Zwecke werden die Schnittformen mehrerer Tische zweckmäfsig gruppenweise mit einer gemeinschaftlichen Leitung verbunden, in welcher durch einen Sauger eine Luftverdünnung aufrecht erhalten wird. Mit Hülfe eines eingeschalteten Ventils kann die Verbindung zwischen Schnittform und besagter Leitung selbstthätig geöffnet bezw. geschlossen werden. Die Walze, welche das Deckblatt ausschneidet, wird mittels eines durch den Druck der Füfse des Arbeiters in Bewegung gesetzten, auf dem Tisch in verstellbaren Lagern drehbaren waagerechten Hebels über die Schnittform geführt.
Infolge dessen braucht der Arbeiter keinen Theil des Tisches mit den Händen zu bewegen oder zu berühren, so dafs er sie lediglich zur Handhabung der Blätter und Cigarren verwenden kann, wodurch eine sehr rasche Fabrikation erzielt wird.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch das selbstthä'tige Ventil,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform desselben.
Die Bewegung des Ventils V wird so eingerichtet, dafs es im gewünschten Augenblick ohne jegliche Ueberwachung die Saugleitung selbstthätig öffnet und schliefst. Zu diesem Zweck bildet die Schnittform M die Fortsetzung des Ventilgehäuses S, in welchem das Ventil V angebracht ist. Dieses besteht aus einer Kugel, welche in dem Gehäuse 5 vor der Zweigleitung C1 aufgehängt ist (Fig. 1). Daraus folgt, dafs, sobald die durchlochte Platte F in der Matrize mit einem Tabaksblatt bedeckt ist und die Ansaugung der Leitung C1 die Luft in das Ventilgehäuse S und der Matrize verdünnt, ein Gleichgewicht des Druckes eintritt und das Ventil V durch sein Eigengewicht, welches es in senkrechter Lage erhält, offen bleibt. Dieser Zustand dauert so lange, als das Blatt glatt auf der Fläche der durchlochten Platte F der Schnittform gehalten wird.
Sobald das Blatt aber ausgeschnitten worden ist und der Arbeiter den Cigarrenwickel darin einrollt, öffnet es, sich abwickelnd, die Bohrungen der Platte F, worauf die äufsere Luft in das Ventilgehäuse einströmt und einen Druck auf das Ventil V ausübt, der es nach der Leitung.C1 ablenkt und diese dadurch zum Theil schliefst, d. h. in der Weise, dafs am Rande ein kleiner Spalt/ frei bleibt, welcher den Zweck hat, das Gleichgewicht des Druckes zwischen dem
Gehäuse S bezw. der Schnittform M und der Leitung C1 wieder herzustellen, sobald der Arbeiter ein neues Blatt auflegt, indem sodann das Kugelventil zurückfällt und die Ansaugung von Neuem auf das ganze, die Schnittform bedeckende Blatt ausgeübt wird, so dafs dieses auf ihr ganz glatt sowie mit ihr verbunden bleibt und selbst ein weniger geübter Arbeiter die Cigarre noch mit Leichtigkeit wickeln kann. Der Spalt/ am Rande des Kugelventils bildet sich durch die excentrische Abdrehung der Kugel vor der Oeffnung der Leitung C1.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsart des Ventils, welches in diesem Falle aus einer durch die Stange t1 im Arm s geführten Platte V besteht und auf einem Hebel L mit Gegengewicht L ruht. Für gewöhnlich hält das Gegengewicht das Ventil offen, dieses sinkt jedoch unter dem äufseren atmosphärischen Druck auf seinen, das Gehäuse in zwei Theile theilenden Sitz herab, indem es auf diese Weise, den Druck das Gegengewichts übersteigend, die Leitung schliefst. Auch hier ist der kleine Spalt/ vorgesehen, und zwar durch drei kleine Ansätze o1 auf dem Ventilsitz. Diese Aenderung sowohl, wie auch andere können das Kugelventil auf Wunsch ersetzen; doch ist letzteres der Einfachheit seiner Bauart wegen vorzuziehen.
Die Art der Handhabung ist leicht aus dem Vorhergehenden ersichtlich. Der Arbeiter legt das Tabaksblatt auf die Schnittform und dehnt es über die Ränder derselben. Drückt er nun auf das Trittbrett, so gleitet die Walze über das auf die Matrize M angesogene Blatt . und schneidet es glatt aus. Es bleibt noch auf der Platte F haften, bis es diese infolge der durch den Arbeiter bewirkten Einwickelung der Cigarre aufdeckt. In demselben Augenblicke schliefst sich das Ventil. Hierauf beginnt derselbe Vorgang, indem sich das Ventil infolge der fortgesetzten Ansaugung durch den Spalt/ öffnet.
Man sieht somit, dafs.die einzige Thätigkeit, welche dem Arbeiter zu verrichten übrig bleibt, im Spannen des Blattes und Einrollen des Wickels in das ausgeschnittene Blatt besteht, indem die anderen Operationen durch die Füfse oder selbstthätig bewirkt werden, so dafs der Arbeiter eine grofse Menge in kurzer Zeit bewältigen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ansaugevorrichtung' an Tischen zum Beschneiden des Deckblattes für Cigarren mittelst einer Schnittform, gekennzeichnet durch die Lagerung des Ventils V in der Schnittform bezw. der Saugröhre C1 derart, dafs dieses Ventil die Saugröhre selbstthätig entweder nach Fig. ι vermöge seiner eigenen Schwere, oder nach Fig. 2 vermöge der Schwere des Gegengewichts L beim Auflegen des Blattes öffnet bezw. beim Abnehmen bis auf eine kleine Oeffnung abschliefst, durch welche nach dem Auflegen des Blattes der Druck vor und hinter dem Ventil sich ausgleichen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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