DE97031C - - Google Patents

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DE97031C
DE97031C DENDAT97031D DE97031DA DE97031C DE 97031 C DE97031 C DE 97031C DE NDAT97031 D DENDAT97031 D DE NDAT97031D DE 97031D A DE97031D A DE 97031DA DE 97031 C DE97031 C DE 97031C
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DENDAT97031D
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Publication of DE97031C publication Critical patent/DE97031C/de
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B83/00Vehicle locks specially adapted for particular types of wing or vehicle
    • E05B83/02Locks for railway freight-cars, freight containers or the like; Locks for the cargo compartments of commercial lorries, trucks or vans

Landscapes

  • Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherheitsschlofs , welches vorzugsweise zum Verschliefsen von Thüren, Möbeln, Kassen und Eisenbahnwaggons dienen soll. Dasselbe besteht aus einer Hülse, in welcher zwei oder auch mehr über einander liegende Scheiben angeordnet sind. Die unterste dieser Scheiben ist mit einem Riegel versehen oder bethätigt den Schliefsmechanismus in beliebiger Weise. Die darüber liegenden Scheiben sind von einander abhängig und dienen nur als Zuhaltungen für sich und für die Riegelscheibe und verdecken letztere gleichzeitig. Entsprechend dieser eigenartigen Scheibenconstruction ist auch der Schlüssel gestaltet. Der Bart desselben besteht aus so viel um den Schlüsselschaft drehbaren Theilen, als drehbare Scheiben vorhanden sind. Unter einander werden diese Barttheile durch verdeckte Zuhaltungen zusammengehalten, welche sich öffnen, wenn der Schlüssel sich im Schlofs befindet und dort die ihm zugetheilten Functionen verrichtet. Der der Kante zunächst befindliche Bart sitzt fest am Schaft und ist der eigentliche Schliefsbart, welcher die Drehung der Riegelscheibe veranlafst. Die unter ihm befindlichen drehbaren Barttheile dienen nur zur Maskirung des eigentlichen Schliefsbartes und zur Auslösung der Schliefsscheiben und deren Zuhaltungen. Die verschiedenartige Anordnung der Zuhaltungen in den Barttheilen bedingt einige Ausführungsformen des inneren Schlosses, von welchen nur zwei weiter unten beschrieben werden sollen. Die Zuhaltungen im Schlüsselbart werden noch besonders durch eine Sperrklappe verdeckt, welche aufserdem auch noch im Schlofs besondere Functionen zu verrichten hat. Das Schlofs zerfällt in folgende wichtige Theile:
1. den Schlüssel mit dreitheiligem Bart und radialer Zuhaltung,
2. die am Bart befindliche Sperrklappe,
3. das Schlofs mit der Riegelscheibe und den Schliefsscheiben,
4. die Verschlufsvorrichtung für das Schlüsselloch,
5. die Verbindung der Riegelscheibe mit dem Waggonhaken,
6. den Schlüssel mit peripheraler Zuhaltung,
7. die Drehscheibe mit Curvenführung und Deckzunge für einen Schlüssel mit peripheraler Zuhaltung.
Auf beiliegender Zeichnung stellen Fig. 1 bis 13 den Schlüssel mit mehrtheiligem Bart dar. Fig. 1 bis 4 zeigen den Schlüssel in Vorder-, Hinter-, Seiten- und Unteransicht. Fig. 5 und 6 ,sind ein verticaler Längs- und Querschnitt. Fig. 7 bis 9 zeigen die barttheile in ausgelöstem Zustande in Seitenansicht <und im Grundrifs. Fig. 10 bis 13 stellen Details der Barttheile dar.
Mit dem mit Griff versehenen Schaft k /ist der letzterem zunächst .gelegene Bart kl fest verbunden. Die Barte /C2 und k3 sind auf einer Abdrehung delgScbaftes k (s. Fig. 1 und 9) drehbar gelagert ,,und werden am Herabgleiten von dieser duripi einen Knopf k* gehindert. Auf der Unterseite des obersten
Bartes befinden sich durch Bohrung hergestellte ungleich tiefe Löcher ^, welche Zapfen entsprechen, die in der Riegelscheibe sitzen. Diese Löcher % werden durch den zweiten Bart A2 verdeckt.
Den Zusammenhang zwischen diesem und dem Bart A1 vermittelt ein Stift r3 mit Feder r'2. Wenn der untere Bart k3 von dem mittleren Bart k'2 getrennt ist, dann tritt der Stift r3 auf der Unterseite des Bartes A2 heraus'. Ist der Bart A3 aber mit dem Bart A"2 verbunden, dann ist der Stift r3 aufwärts gedrückt und tritt mit seinem auf der Oberseite des Bartes A2 heraustretendem Theile in ein den Bohrungen ^ ähnelndes Loch des Bartes A"1 ein.
Der Federstift r3 wird nun wiederum von dem untersten Bart A3 verdeckt. Zu diesem Zwecke sind in dem mittleren Bart A2 eine Anzahl kleinerer Bolzen r1 gelagert, die durch Federn m beständig abwärts gedrückt werden und das Bestreben haben, in entsprechende Löcher des untersten Bartes einzutreten. Um ein Mittel zu besitzen, diese Federbolzen r1 in den Bart A2 zum Zwecke der Trennung von dem Bart A3 ■ hineinzudrücken, sind in den Bohrungen des letzteren als Bolzen ausgebildete Schliefsstifte q1 angeordnet, welche am unteren Ende abgesetzt sind, um nicht aus dem Bart A3 herauszufallen. Die Löcher, in welchen die abgesetzten Theile der Schliefsstifte ^1 sitzen, zeigt die Unteransicht des Schlüssels in Fig. 4.
Werden durch irgend eine Vorrichtung die Schliefsstifte ^1 so weit in den Bart k3 hineingedrückt, ■ dafs die Ebene, in welcher diese Stifte ^1 mit den Zuhaltungsbolzen r1 sich berühren, mit der Berührungsebene zwischen den Barten A2 und ka zusammenfallen, dann vermögen sich diese beiden Barte von einander zu trennen (s. Fig. 7).
Hierbei tritt der Stift r3 auf der Unterseite des Bartes A2 heraus und man kann jetzt auch durch eine Drehung des Schaftes A den Bart A2 von dem Bart kl trennen. Da die Abdrehung des Schaftes k bedeutend länger ist als die Naben der Barte k2 k3, so läfst sich der Schlüsselschaft durch diese Naben so weit hinunterschieben, als dieses die Abdrehung des Schaftes erlaubt. Diese Stellung der einzelnen Theile zu einander (Fig. 8 und 9) ist die Gebrauchsstellung des Schlüssels im Schlofs.
Um in dem Berührungsschlitz zwischen den Barten A1 bis k3 die Zuhaltungen r1 und r3 nicht beobachten zu können, sind die- Unterseiten der Barte kl und A2 mit stegartigen Nasen bl b2 (Fig. 6, 7 und 8) versehen, welche in entsprechende Nuthen g2 g1 der Barte A:3 A2 eingreifen (Fig. 9 und 11).
Der oben beschriebene Schlüssel zeigt den Nachtheil, dafs die Zuhaltungen r1 zwischen den Barten k2 und A3 von einem Fachmann bei grbfser Geduld desselben durch combinirte Bewegung der Schliefsstifte q1 gelöst werden können; dieser Nachtheil liegt hauptsächlich in der linearen Anordnung der Zuhaltungen. Zur Vermeidung dieses Uebelstandes kann man nun die Zuhaltungen auch concentrisch zum Schaft k anordnen.
Einen derartigen Schlüssel zeigen Fig. 14 bis 16 in Ansicht, im Längsschnitt und im Grundrifs.
Die Zuhaltungsbolzen r1 und die Schliefsstifte q1 sind in einem zum Schaft k concentrischen Kreisbogen angeordnet. Die die Zuhaltungsbolzen r niederhaltenden Spiralfedern m sind durch eine Blattfeder m3 ersetzt. Um die Bohrungen für die Schliefsstifte ql zu verdecken , hat man letztere mit Füfsen q% versehen, zu welchen Bohrungen b3 führen. Der unterste Bart A3 besitzt aufserdem noch einen Einschnitt ^2 und zwei Löcher «4 und λ5, welche Aussparungen Führungszwecken in der besonders construirten und später beschriebenen Riegelscheibe dienen. Ein auf der Oberseite, des Bartes A3 sitzender Steg verhindert die Beobachtung der Zuhaltungsbolzen r1.
Die an dem mittleren Bart A2 befindliche Sperrklappe χ mit Deckgehäuse y dient einmal zur besseren Befestigung der Barte unter einander und zur Verdeckung der Zuhaltungen, weiterhin zur Aufhebung der Hemmung zwischen den Schliefsscheiben.
Die Klappe χ ist auf der Achse a1 (Fig. 6, 11 und 12), die in den Schienen X1X2 des Bartes A2 sitzt, drehbar gelagert. Die Zähne x3 dieser Klappe greifen in das am untersten Bart A3 sitzende Deckgehäuse y derart ein (Fig. 6 und 8 bis 10), dafs die an letzterem befindliche Schiene r5 hinter die Haken xs in die Stege x4 derselben sich einlegt. Wenn dies erfolgt ist, dann hat die Klappe χ die Barte A2 A3 mit einander verbunden. Gleichzeitig aber hält sie auch den Bart A1 durch Stifte ρ fest (Fig. 8 bis 12), welche entweder an den Lagerschienen xl x2 oder an der Klappe χ sitzen und in correspondirende Löcher des festen Bartes A1 eingreifen.
Durch die Schliefsstifte ^1 und die Sperrklappe χ sind die Zuhaltungen zwischen den Barten derart verdeckt und diese selbst derart fest verbunden, dafs eine Trennung derselben von einander auch dann nicht möglich ist, wenn der Bart A1, der Knopf A4 oder der abgedrehte Theil des Schaftes k von diesem durch Abmeifseln oder in sonstiger Weise entfernt wird.
Entsprechend der eigenartigen Form des Schlüssels ist auch das Schlofs ausgebildet: Die wesentlichen Theile desselben sind das Gehäuse mit Grundplatte, die auf dieser befindliche Riegelscheibe, die über dieser liegenden Schliefsscheiben, deren Anzahl der. der
drehbaren Barte am Schlüssel entspricht, und der Deckel des Schlosses.
Das Schiofs wird durch die Fig. 17 bis 37 ' dargestellt. Fig. 17 und 18 zeigen dasselbe im Grundrifs und in Seitenansicht. Die Fig. 19 bis 22 sind Schnitte nach Linien a-b, c-d, e-f, h-i der Fig. 17. Fig. 23 bis 25 stellen die obere Schliefsscheibe in Ober-, Seiten- und Unteransicht dar. Fig. 26 bis 30 zeigen die untere Schliefsscheibe im Grundrifs, in den Schnitten a-b, c-d- und e-f der Fig. 26 und in Unteransicht. Fig. 31 bis 33 veranschaulichen die Riegelscheibe im Grundrifs und in den Schnitten g-h und c-d der Fig. 31. Fig. 34 bis 37 stellen schliefslich die Bodenplatte des Schlosses im Grundrifs, im Schnitt l-m des Grundrisses", in Seiten- und in Unteransicht dar.
Das Gehäuse des Schlosses wird aus einem rohrartigen Ringe a1 und einer über letzteren mittelst Gewindes gl geschraubten Kappe a gebildet, welche mit dem Schlüsselloch I Z1 .versehen ist. In dem Gehäuse α α1 liegen unter einander die obere Schliefsscheibe b, die untere Schliefsscheibe c, die Riegelscheibe d und die Bodenplatte e. Die Barte k1 /c2 k3 am Schlüsselschaft k setzen sich mit einem Bogen an denselben an. Diesem Bartprofil entspricht auch der Querschnitt des Schlüsselloches / Z1, so dafs bei sämmtlichen Scheiben die stegartige Nase ti (Fig. 23, 25, 26 und 30) in das Schlüsselloch hineinragt, durch welche es unmöglich gemacht wird, von der Oeffnung Z aus das Innere des Schlosses zu sondiren. Der Knopf/c4 und der Schaft k treten in die Oeffnung / ein, während die Barte kl k'2 k3 in die Oeffnung ll eingeführt werden.
Unmittelbar an die Oeffnung Z1 setzt sich auf der Unterseite der Schliefsscheibe b (Fig. 19 bis 25) eine Nuth si an, deren Profil genau der Höhe und Breite der Sperrklappe χ entspricht, so dafs diese Nuth die Sperrklappe χ in sich aufzunehmen vermag, wenn der Bart in das Schiofs tief genug eingeführt ist. Weiterhin verflacht sich diese Nuth ii zu der Nuth s; sobald die Sperrklappe χ an diese Verflachung stöfst, wird sie das Bestreben haben, sich umzulegen, d. h. sich um ihre Achse α1 zu drehen. Gleichfalls auf der Unterseite der Walze b befinden sich auf einander folgende Nuthen ü ü1 Vl2, in welche Zuhaltungen der unteren Schliefsscheibe c eingreifen.
Die Schliefsscheibe c (Fig. 19 bis 22 und 26 bis 30) besitzt auf der Unterseite eine Nuth o3 zur Aufnahme des Deckgehäuses y am Bart ks.
Gleichzeitig hat das Schlüsselloch Z1 noch eine Erweiterung, in welche die Zuhaltungen ν hineinragen. Diese werden durch die Haken x3 der Sperrklappe χ zurückgedrängt, wenn letztere um ihre Achse al gedreht wird. Die Nasen vl v2 der schieberartigen Zuhaltungen ν spielen in den hinter einander folgenden Nuthen MZi1M2 der. Schliefsscheibe b, die verschiedenartigen Querschnitt besitzen, so dafs einer jeden Nuth eine bestimmte Lage der Zuhaltungen ν entspricht. Der Uebertritt der Nasen V1V2 von einer Nuth in die andere wird durch Federn d2 erleichtert, welche die Zuhaltungen ν dauernd in die Oeffnung Z1 hineindrängen. Weiterhin ist die Scheibe c mit einem Durchbruch für den 'Durchtritt des Bartes kl und mit einer der Bartbr.eite entsprechenden, flach auslaufenden Nuth e1 versehen. Auf der Unterseite ist noch ein Führungsstift c1 angeordnet, welcher in einer in der Riegelscheibe d vorgesehenen Nuth 0 liegt/
Die Riegelscheibe d mit Riegel g (Fig. 19 bis 22 und 31 bis 33) besitzt nur noch das durchgehende Schlüsselloch /. Anstatt des Schlüsselloches Z1 befindet sich hier eine dem Bart k3 entsprechende tiefe Nuth n1, in welcher Stifte η angeordnet sind. Letztere bewirken das Hochdrücken der Schliefsstifte ^1 in dem Bart k3. Eine in ähnlicher Weise wie die Nuth el in der Schliefsscheibe c flach verlaufende Nuth z3 nimmt eine tiefer hineinlaufende Nuth i1 auf,- die zur Führung des Federstiftes r3 dienen soll. Weiterhin enthält die Riegelscheibe c noch Zuhaltungen, welche das Festhalten dieser Scheibe auf der Bodenplatte bewirken. Die eigentlichen Zuhaltungsbolzen r sind in letzterer gelagert und reichen in Bohrungen der Riegelscheibe d hinein, in welchen aufserdem die .Schliefsstifte q für den festen Bart k1 sitzen.
Letzteren führt eine Nuth pl, aus welcher die Schliefsstifte q herausragen.
Zur Arretirung der Riegelscheibe d dient die Bodenscheibe e (Fig. 19 bis 22 und 34 bis 37). Die WTarzen f2 derselben liegen in Aussparungen j3 des unteren Gehäuseringes α1; Schraubenlöcher j in beliebiger Anzahl gestatten das vollständige Festlegen der Bodenscheibe. Die Oeffnung Z für den Schlüsselschaft besteht nur noch in einem Loch, welches allein den Knopf A:4 aufzunehmen vermag. Die Zuhaltungsbolzen r, welche, wie vorhin erwähnt, durch Eintreten in die Riegelscheibe d die Drehung dieser gegen die Bodenscheibe e verhindern, werden von Federn r4 stetig in die Riegelscheibe d hineingedrückt. Letztere liegen auf einer gemeinsamen Achse, die in einem Ausschnitt auf der Unterseite der Bodenscheibe e angeordnet ist.
Wenn das Schiofs geschlossen ist, dann stehen die Scheiben b c d e folgendermafsen zu einander: .
Die Zuhaltungen r des Bodens e sind in die ■ Riegelscheibe d eingetreten (Fig. 21). und verhindern die Drehung dieser gegen den Boden e. Zu gleicher Zeit sind aber auch die Schliefs-
bolzen q in der Riegelscheibe durch die Schliefsscheibe C verdeckt. Der Durchbruch m1 steht nicht über der Nuth pl. Die Hemmungen ν befinden sich in der Oeffnung I1 der Scheibe c und verhindern die Bewegung der Nasen V1V2 in den Nuthen UU1U2. Die Oeffnung ml läfst sich über die Nuth p1 durch Drehen der Scheiben b und c bringen. Dagegen wird die Oeffnung m1 von der Scheibe b noch immer verdeckt. Erst wenn die Sperrklappe χ die Hemmungen ν ausgelöst hat, dann kann durch Drehen der Scheiben b und c nach einander der feste Bart kl aus der Scheibe b durch den Durchbruch w1 nach der Nuth ^p1 gelangen.
Die. Wirkungsweise des Schlosses nebst Schlüssel ist folgende:
Man führt den Schlüssel in die Oeffnungen /11 der oberen Schliefsscheibe b so weit ein, bis der dreitheilige Bart zur Riegelscheibe d gelangt ist. Durch Drehen beider Schliefsscheiben gelangt der Bart k1 k2 k3 in die Lage c-d (Fig. 31). Hier tritt der unterste Bart k3 in die Nuth n1 der Riegelscheibe d ein,, und die Stifte η in dieser drücken die Stifte ^1 in dem untersten Bart k* hoch. Hierdurch werden die Federbolzen r1 so hoch gehoben, dafs sie nur noch im Bart k2 sitzen, infolge dessen kann sich jetzt Bart Ar8 vom Bart k2 trennen. Letzterer ist noch durch die Sperrklappe χ und durch den Federbolzen r3 mit dem Bart k1 verbunden. Bart kB bleibt, in der Nuth n1 liegen.
Dreht man nun den Schlüssel weiter, so nimmt derselbe die Scheiben b c mit. Ist der Bart klk2 bis in die Richtung KL (Fig. 31). gelangt, dann beginnt die Sperrklappe ihre Thätigkeit. Diese Stellung veranschaulichen Fig. 38 und 39 im Grundrifs und Schnitt. Hier befinden sich die Scheiben b und c noch in derselben Stellung über einander wie in Fig. 31 K-L. Die Barte k1 und k2 liegen noch auf einander, weil der Federbolzen r3 noch nicht an die tiefste Stelle der abwärts laufenden Nuth t1 gelangt ist. Im .nächsten Augenblick ist der Federbolzen r3 so weit abwärts geführt, dafs er aus dem Bart kl herausgetreten ist, und. jetzt bleibt die untere Schliefsscheibe c stehen, weil der Stift e1 an das untere Ende der Nuth 0 angelangt ist. Nun kann sich der feste Bart A:1 von dem Bart k2 trennen. Bei weiterem Drehen des Schlüssels wird nur noch der feste Bart k1 eine Drehung der Schliefsscheibe b bewirken, so lange, bis die Nasen V1V2 die Nuth ü1 von H bis H1 nicht verlassen. Die Zuhaltungen ν können nur von der Sperrklappe χ geöffnet werden. So lange aber letztere sich in der Nuth st (Fig. 40 und 41) befindet, steht sie fast senkrecht und wirkt auf diese Zuhaltungen ν nicht ein.
Hat der Bart k1 die Stellung K^L1 erreicht, dann hat sich die Nuth t so weit nach rechts gedreht, dafs die mit dem Bart k'2 liegen gebliebene Sperrklappe χ (Fig. 41) nicht mehr senkrecht stehen kann, sondern von der zwischen der Nuth s und t liegenden Kante ?2 umgelegt wird. Jetzt schieben die Nasen x3 der Klappe χ die Zuhaltungen ν nach aufsen. Die Nasen v1 v2 derselben bewegen sich ebenfalls nach aufsen und sind jetzt befähigt, die Nuth ül der Scheibe b Strecke W-H2 entlang zu gleiten. Sie sollen jedoch nicht früher in die Nuth ü1 eintreten, bis das Schlüsselloch der Scheibe b das der Scheibe c vollständig verlassen hat. Siehe Stellung Kl-Ll (Fig. 40).
Wird der Bart k1 aus der Stellung K2-L2 weiter gedreht, so dreht sich mit ihm die ' Scheibe b, weil die Nasen yl v2 sich in der NuIh ü2 bewegen können. Der Durchbruch m1 der Scheibe c liegt genau über der Nuth p1 der Riegelscheibe d. Hat der Bart k1 die Stellung Ka-La (Fig. 44 und 45) erreicht, dann kann man denselben durch den Durchbruch m1 in die Nuth pl hineinstofsen.
Hierbei treten die Schliefsstifte q (Fig. 56) in die Löcher %, die sich auf der Unterseite des Bartes kl befinden, und werden so weit heruntergedrückt, dafs die Zuhaltungsbolzen r in die Bodenplatte e hineintreten und die Riegelscheibe d vollständig verlassen. Jetzt istletztere frei und kann gedreht werden. Der Schlüssel mit seinen Barten k1 k2 k3 nimmt die in Fig. 8 und g dargestellte Lage ein. Man ist nun im Stande, die Riegelscheibe d mit Hülfe des Schlüssels oder des Riegels g zu drehen.
Es sei bemerkt, dafs in der Scheibe d der Bart k2 liegen bleibt. Die Nuthen z3 und t1 (Fig. 31) sind Führungen für die Zuhaltungsbolzen r1 und den Federbolzen r3. Die Nuth ll ist eine Führung für den Bart kl. Beim Zurückdrehen des Schlüssels zieht man den Bart kl zuerst aus den Nuthen m1 p1 heraus und führt ihn in der Nuth e1 rückwärts. Derselbe nimmt alsdann den Bart k2 auf. Die Sperrklappe χ beginnt sich aufzurichten. Bei weiterer Drehung bewegen sich die Barte klk2 zusammen auf einander. Durch die' Nuth t1 wird der Federbolzen r3 in den Bart k1 hineingedrückt. Gleichzeitig werden die Federbolzen r1 durch die Nuth z'3 vollständig in den Bart k2 hineingedrückt, so dafs dieser den Bart ka aufnehmen kann. Wenn man die Riegelscheibe d gegen die Bodenplatte e derart gedreht hat, dafs die Schliefsbolzen q und die Zuhaltungen r nicht über einander stehen, dann kann man den Schlüssel aus dem Schlofs herausziehen, ohne dieses zu schliefsen. Erst wenn man die Riegelscheibe d nach Herausziehen des Schlüssels so weit gedreht hat, als die Zuhaltungen r
in die Riegelscheibe d einschnappen, ist das Schlofs geschlossen.
Die Verschlufsvorrichtung für das Schlüsselloch (Fig. 17 bis 22) besteht in einer mit Handgriff F1 versehenen Klappe F, deren Arme B (Fig. 17 und 19) an einer Achse C angeordnet sind, welche in einem auf der Verschlusskappe a des Gehäuses sitzenden Kloben A drehbar gelagert ist. Auf der Unterseite ist die Klappe mit Stegen P versehen, die eine als Dichtung dienende Gummiplatte F3 einschliefsen. Das Festklemmen der · Klappe gegen das Schlüsselloch / ll erfolgt durch einen Druckhebel G mit Handgriff G1, welcher um einen Zapfen G2 drehbar ist und sich in einen Haken I (Fig. 17) einlegt.
Damit die Klappe F von unberufener Seite nicht geöffnet werden kann, läfst sich über letztere ein Streifen Papier, Leinwand, Leder oder ähnliches Material spannen. : Der Streifen wird über den Haken E (Fig. 21) gehängt, über die Klappe gezogen und über das Loch D1 gespannt. Wenn das Schlofs verschlossen ist, drückt die Feder o2 den in der Schliefsscheibe b sitzenden Bolzen o1 in die Bohrung D1. Wird der mit einem ringartigen Knopf versehene Bolzen D durch den Stoffstreifen hindurch in die Bohrung D1 gestofsen, dann schnappt der Bolzen o1 in den Bolzen D ein. Letzterer kann nun nicht mehr hochgezogen werden und der Streifen liegt unlösbar über der Klappe.
Sobald das Schlofs geöffnet wird, giebt die Schliefsscheibe b den Bolzen D wieder frei und schiebt letzteren selbsttätig hoch. Durch Drehen der Scheibe b wird der Bolzen o1 aus der im Bolzen D befindlichen Nuth herausgedreht.
Beim Herausziehen des Schlüssels nimmt die Schliefsscheibe b ihre ursprüngliche Stellung wieder ein und es gelangt der Bolzen o1 in die Bahn des Bolzens D. Der Gewindegang m2 (Fig. 21 und 23 bis 25) bewirkt beim Drehen der Schliefsscheibe b das selbsttätige Hochheben des Bolzens D.
Die Verbindung der Riegelscheibe mit dem Waggonhaken kann in mannigfaltiger Weise erfolgen,.
Die Befestigung des Schlosses an der Waggonwand geschieht durch Schraubenbolzen i, die an der Kappe α sitzen und durch die Waggonwand hindurchtreten. Dieselben werden durch einen Unterlagsring z2 und durch Muttern i1 (Fig. 56) festgehalten. Diese Befestigungsweise wird naturgemäfs eine Abänderung erfahren müssen, wenn die Lage des Schlosses zur Befestigungsfläche eine andere wird.
Das Schlofs kann nun in unmittelbarer Nähe des Waggonhakens oder auch nur wenig entfernt von dem Waggonrahmen gelagert sein.
Zwei Abänderungen der letzten Anordnung zeigen Fig. 48 bis 50 und 51 bis 55. Eine' Vorrichtung, bei welcher das Schlofs dicht am Waggonhaken sitzt, stellen Fig. 46 und 47 im horizontalen und verticalen Schnitt dar. Die Befestigung des Schlosses erfolgt durch mittels Schrauben /2 zusammengezogene Flantschen der Kappe α und des die Bodenplatte e und das ringförmige Schlofsgehäuse aufnehmenden Umhüllungscylinders f.
Auf dem Riegel g sitzt ein Kloben mit Handgriff L, welcher dazu dient, die Drehung des Waggonhakens, wenn erwünscht, zu verhindern. Zur Verminderung der Reibung ist der Kloben L zwischen zwei Winkelschienen gelagert, die eine coulissenartige Führung bilden. In geöffneter Stellung des Schlosses befinden sich Riegel und Kloben in der Lage g-'-L1, in gesperrter Stellung des Schlosses dagegen in der Lage g-L. In letzterer Stellung legt sich der Kloben L dicht unter den Arm K2 des um Zapfen K1 drehbaren Hakens K, so dafs der Zapfen K* nicht aus dem Ringe K3 herauszutreten vermag.
Eine Abänderung mit tiefer liegendem Schlofs zeigen Fig. 51 bis 55. Fig. 51 ist eine Ansicht der Vorrichtung. Fig. 52 und 53 stellen die Verschlufsvorrichtung in Ansicht und Schnitt in gröfserem Mafsstabe in gesperrter und Fig. 54 und 55 in geöffneter Lage dar.
Auf den Haken K, der sich in den Ring K1 einlegt, schiebt sich die Nase ca der um Zapfen c b drehbaren' Stange h, deren freies Ende mit einem Handgriff c d und einer Nase cf versehen ist. Unter diese schiebt sich der Riegel g mit Handgriff L, der in dem Schlitz c i geführt ist. In Fig. 52 und 53 befinden sich der Riegel g, der Handgriff L und die Stange h in der Sperrstellung. Wenn man nach Oeffnen des Schlosses den Handgriff L abwärts stöfst, dann kann man durch Ziehen am Griff cd eine Drehung der Stange h herbeiführen. Hierdurch wird die Nase c α von dem Waggonhaken K hinweggezogen. Riegel, Handgriff und Auslösestange befinden sich jetzt in der Stellung gl-Ly-hx (Fig. 54 und 55).
Eine weitere Abänderung kann man noch darin treffen, dafs man den drehbaren Hebel h durch eine Schubstange cg (Fig. 48 bis 50) ersetzt, die mit dem Riegel g gelenkig verbunden ist und in die Oeffnung ei eines Schubriegels ch sich einschiebt, der sich gleichzeitig über den Waggonhaken K legt. Dem Riegel g gegenüberliegend ist ein zweiter Riegel el angeordnet, in dessen Einschnitt der Bart eines festen Schlüssels cm eingreift. Die Lage der einzelnen Theile zu einander in geöffnetem Zustande ist durch Punktirung angedeutet. Der Schlüssel und die Riegel nehmen die Stellung cml-cll-gl ein.

Claims (3)

  1. Patent-AnspauCHε:
    ι. Sicherheitsschlofs mit verdecktem Schliefsriegel und einem Schlüssel, dessen Barte im Schlofs gegen einander verstellt werden, dadurch gekennzeichnet, dafs eine mit dem Schliefsriegel versehene, in bekannter Weise durch Zuhaltungen gesperrte Schliefsscheibe (d) durch andere, mit besonderen Zuhaltungen (v) versehene Scheiben (b c) verdeckt wird, so dafs der zur Drehung der Schliefsscheibe (d) bestimmte Schlüsselbart (k1) nur dann zu derselben gelangen und sie auslösen und bewegen kann, wenn vorher die Deckscheiben (b c) durch den Schlüssel entsprechend gedreht und zugleich zwei andere Barte (k2 k3) von einander und vom Schliefsbart (k1) getrennt sind, so dafs letzterer, über die Bä'rte (k2 und ks) hinweggreifend,'in den Schlüsselangriff der Scheibe (d) eintreten und diese nach Aushebung der Zuhaltungen dreheil kann.
  2. 2. An dem unter Anspruch i. gekennzeichneten Schlüssel die Anordnung einer um den mittleren Bart (k%) drehbaren Sperrklappe (y) mit hakenartigen Nasen (xs x^) und Stiften (p), zum Zwecke, die drehbaren Schlüsselbärte (k2k3) mit dem festen Bart (k1) zu verbinden und die Zuhaltungen' (v2) zwischen den Schliefsscheiben (b c) auszulösen und zu verdecken.
  3. 3. In dem Gehäuse (a) des unter Anspruch 1 gekennzeichneten Schlosses die Anordnung eines Bolzens (D) zum Festhalten eines Schutzstreifens für den Schlüssellochverschlufs (BCF), in dessen Nuth sich bei gesperrtem Schlofs ein in der obersten Schliefsscheibe (b) liegender federgespannter Bolzen (ol d2·) einlegt und dessen Spitze auf einem Gewindegang (m?) dieser Schliefsscheibe (b) läuft.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT97031D Expired DE97031C (de)

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