DE1653950B2 - Schließvorrichtung für Fahrzeugtüren o.dgl - Google Patents
Schließvorrichtung für Fahrzeugtüren o.dglInfo
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- E05C19/009—Latches with floating bolts, e.g. rings, balls
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schließvorrichtung für Fahrzeugtüren od. dgl. mit einem am festste- >»
henden Rahmen befestigten, mit mindestens einer von Vorsprüngen begrenzten Rastkerbe versehenen
Schließblech und einem am Flügel angeordneten, mit den Rastkerben und den Vorsprüngen zusammenwirkenden,
durch die Vorsprünge in verschiedenen v> Richtungen bewegten Verschlußteil, das unter Abstützung
an einem lösbaren Stützteil und einem der Vorsprünge die Öffnungsbewegung des Flügels blokkiert.
Bei einer bekannten Schließvorrichtung dieser Art W|
(US-Patentschrift 30t2 804) ist das Verschlußteil in
Form eines Zapfens ausgebildet, der von einer verschwenkbaren Platte aus vorspringt. Der Zapfen
erstreckt sich durch einen bogenförmigen Schlitz in einer Tragplatte, so daß eine begrenzte Schwenkbewe- h'>
gung dieses Zapfens möglich ist. In der Schließstellung stützt sich der Zapfen gegen einen Rand dieses
bogenförmigen Schlitzes und andererseits gegen einen der Vorsprünge des Schließbleches üb. Zum Entriegeln
der Schließvorrichtung wird die den Zapfen tragende Platte verschwenkt, wobei relativ hohe Reibungskräfte
zwischen dem Vorsprung des SchlicObleches und dem
Zapfen auftreten, da dieser starr an seiner Platte befestigt ist und nicht abrollen kann. Daher ist die zum
öffnen erforderliche Betätigungskraft sehr hoch. Weiterhin treten Biegekräfte auf die der, Zapfen
tragende Platte und erhebliche Stützkraftumlenkungen auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schließvorrichtung der eingangs genannten Art so zu
verbessern, daß bei hoher Verriegelungskraft der Schließteile gegeneinander in der Schließstellung eine
geringe Betätigungskraft für die Entriegelung erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Verschlußteil eine lose und senkrecht zu ihrer
Achse begrenzt beweglich gelagerte Rolle und das Stützteil ein zylindrischer, um eine Achse verschwenkbarer
Sektor ist, an dessen Mantelfläche die Rolle in der Schließstellung anliegt.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Schließvorrichtung treten beim Entriegeln keine Reibungskräfte
auf, weil die Rolle zwischen der Mantelfläche des Sektors und dem Schließblech abrollen kann, so daß die
Betätigungskraft für das Schwenken des Sektors nur gering ist. Weiterhin ist die Rolle 23 zwischen der
Mantelfläche des Sektors und dem Schließblech abgestützt, so daß nicht die vorerwähnten Stülzkraftumlenkungen
erfolgen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen, daß die Schließvorrichtung nach Verschwenken des Sektors einen zur Öffnungsscite
gelegenen Ausweichraum für die Rolle bildet. Dies kann
durch eine entsprechende Gestaltung des Endes des Sektors und eines erhöhten Abschnitts des Gehäuses
erreicht werden. Diese Ausführungsform ermöglicht ein besonders leichtes öffnen des Flügels nach dem
Verschwenken des Sektors.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß an einer Seite des
Sektors eine gekrümmte den Sektor in der Stützstcllung haltende Druckfeder angeordnet ist. Hierdurch ergibt
sich ein besonders kompakter Aufbau und weiterhin wirkt die Druckfeder in der Ebene der Mantelfläche des
Sektors.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine die bei der Schließbewegung des
Flügels erforderliche Bewegung der Rolle abfedernde Blattfeder vorgesehen, die eine unkontrollierte Bewegung
der Rolle verhindert und die Rolle bei Erreichen der Schließstellung in die Rastkerbe einfallen läßt.
Weiterhin ist es vorteilhaft, zur Lagerung von Lagerzapfen der Rolle dreieckige Aussparungen vorzusehen,
die eine weitere Führung der Rolle ergeben.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist eine derartige Anordnung des
betreffenden Vorsprungs und des Sektors vorgesehen, bei der die Verlängerung der vom Vorsprung zur Rolle
verlaufende Stützlinie und die zwischen der Rolle und den Sektor verlaufende Stützlinie einen spitzen Winkel
einschließen. Auf diese Weise kann die Rolle gleichzeitig als Schließkeil wirken.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen noch näher
erläutert. Es zeigt
F i g. I eine Ansicht der Schließvorrichtung, wobei die
lnncnplatlc des Gehäuses der Schließvorrichtung sowie
die das SchlieUblech tragende Platte fortgelassen sind
und
Fig.2 einen Querschnitt durch die Schließvorrichtung
nach Fig. I entlang der Linie A-A nach Fig. 1,
wobei jedoch auch die Innenplatte des Gehäuses und die das Schließblech tragende Platte gezeigt sind.
Ein Gehäuse 21 ist vorzugsweise aus einem schwach elastischen Kunststoff derart gegossen, daß einstückig
mit diesem Gehäuse eine Blattfeder 22 ausgebildet ist, die die Wirkung einer Rückführfeder für die das
Verschlußteil bildende Rolle 23 ausübt.
Das Gehäuse 21 weis! weiterhin erhöhte Abschnitte 24 und 25 auf, deren abgerundete Eingriffsränder das
Eindringen und die Zentrierung des Schließbleches 26 erleichtern. Das Schließblech weist zwei hintereinander
liegende Rastkerben 27 bzw. 28 auf, die eine erste Schließung bzw. die endgültige Schließstellung sichern.
Das Schließblech 26 ist über ein Distanzstück 30 an einer Platte 29 am feststehenden Rahmen mit Hilfe von
Schrauben 32, 33 befestigt, die in eine Gege.nplatte 34 eingeschraubt sind. Das Gehäuse 21 ist an der
Schmalseite 35 der Fahrzeugtür mit Hilfe von Gehäuseschrauben 36 befestigt, die in zugehörige
Gewindebohrungen einer Gehäusepiatte 37 eingreifen.
Das Gehäuse 21 weist weiterhin eine Ausnehmung auf, die die Aufnahme und Zentrierung der Achse 38 des
fest auf diese Achse angebrachten schwenkbaren Sektors 39 und einer gekrümmten Druckieder 40
ermöglicht, die den Sektor in die Schließstellung vorspannt, während die Entriegelung durch eine
Verschwenkung des Sektors in entgegengesetzter Richtung in üblicher Weise beispielsweise mittels eines
auf der Achse 38 angeordneten Hebels erfolgt.
Die Rolle 23 weist Lagerzapfen 41, 42 auf, die in dreieckigen Aussparungen einerseits in dem Gehäuse 21
und andererseits in einer Inncnplatte oder dem Bodcnblech 43 des Gehäuses vorgesehen s;nd.
Beim Schließen der Tür zentriert sich das Schließblech 26 zwischen den erhöhten Abschnitten 24 und 25
des Gehäuses 21, und die Rolle 23 wird bis in die strichpunktiert gezeichnete Lage B angehoben, wobei
die Rolle die Blattfeder 22 um einen entsprechenden Betrag zurückdrängt.
Bei der Fortsetzung der Schließbewegung fällt die Rolle 23 zunächst in die erste Rastkerbe 27 des
Schließbfeches 26 ein, womit eine erste Verriegelungsposition, eine sog. Sicherheitsschließung erzielt wird,
während bei der weiteren Fortsetzung der Schließbewegung die Rolle 23 noch einmal angehoben wird und
schließlich in die Rastkerbe 28 für die endgültige Verriegelung zurückfällt.
In dieser Lage bewirkt die Rolle 23 eine wirkungsvolle
Verriegelung zwischen dem Sektor 39 und der Rastkerbe 28 insbesondere deshalb, weil eine geringe
Richtungsdivergenz zwischen der Wirkung der Rolle 23 auf den Sektor 39 in der Richtung fund der Wirkung der
Rolle auf das Schließblech in Richtung f\ auftritt, so daß die Rolle gleichzeitig als Schließkeil wirkt.
Selbstverständlich ist es möglich, eine andere Art eines Schließbleches 26, beispielsweise mit nur einer
Rastkerbe zu verwenden und es ist we.ierhin möglich,
eine Geräuschentwicklung dadurch zu verringern, daß ein z. B. elastisches Material zwischen den einander
berührenden Flächen angeordnet wird.
Zun; öffnen der Schließvorrichtung wird die Achse 38
und damit der Sektor 39 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 1) gegen die Wirkung der Druckfeder 40 bis zum
Anheben der Rolle 23 in die mit C bezeichnete und ebenfalls strichpunktiert angedeutete Lage verschwenkt,
in der sich die Rolle 23 außerhalb der Raslkcrben 27,28 befindet.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Schließvorrichtung
bewirkt weiterhin eine seilliche Zuhaltung, die das Aufspringen der Tür bei einem Unfall verhindert, weil
das Schließblech 26 hinter entsprechende Bereiche einer Deckplatte 43 des Gehäuses 21 greift.
Selbstverständlich ist es weiterhin möglich, anstelle der einstückigen. Ausgestaltung des Gehäuses 21 mit der
Blattfeder 22 eine getrennte Blattfeder aus Metall zu verwenden und es ist weiterhin möglich, die Rolle 23
beispielsweise durch eine Kugel zu ersetzen.
Claims (6)
- Patentansprüche:I. Schließvorrichtung für Fahr'.euglüren od. dgl. mit einem am feststehenden Rahmen befestigten, mit mindestens einer von Vorsprüngen begrenzten Rastkerbe versehenen Schließblech und einem am Flügel angeordneten, mit den Rastkerben und den Vorsprüngen zusammenwirkenden, durch die Vorsprünge in verschiedenen Richtungen bewegten Verschlußteil, das unter Abstützung an einem lösbaren Stützteil und einem der Vorsprünge die Öffnungsbewegung des Flügels blockiert! dadurch gekennzeichnet, daßdas Verschlußeeil eine lose und senkrecht zu ihrer Achse begrenzt beweglich gelagerte Rolle (23) und das Stützteil ein zylindrischer, um eine Achse (38) verschwenkbarer Sektor (39) ist, an dessen Mantelfläche die Rolle (23) in der Schließstellung anliegt.
- 2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem nach Verschwenken des Sektors (39) zur Öffnungsseite gelegenen Ausweichraum für die Rolle (23) ausgebildet ist.
- 3. Schließvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Seite des Sektors (39) eine gekrümmte, den Sektor (39) in der Stützstellung haltende Druckfeder (40) angeordnet ist.
- 4. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche ! bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine die bei der Schließbewegung des Flügels erforderliche Bewegung der Rolle (23j abfedernde Blattfeder (22) angeordnet ist.
- 5. Schließvorrichtung nach ei» jm der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lagerung von Lagerzapfen (41, 42) der Rolle dreieckige Aussparungen angeordnet sind.
- 6. Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche t bis 5, gekennzeichnet durch eine Anordnung des betreffenden Vorsprunges und des Sektors (39), bei der die Richtung des vom Vorsprung zur Rolle (23) verlaufenden Stützlinie (f\) und die zwischen der Rolle (23) und dem Sektor (39) verlaufende Stützlinie (feinen spitzen Winkel einschließen.Ill
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