DE96913C - - Google Patents

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DE96913C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
    • A61F2/604Joints for artificial legs

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Transplantation (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
(Neu-Seeland).
Künstliches Glied.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1897 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf künstliche Gliedmafsen, welche bestimmt sind, Arme oder Beine zu ersetzen, die infolge eines Unglücksfalles abgenommen werden mufsten.
Das neue künstliche Glied zeichnet sich vor älteren ähnlichen dadurch aus, dafs es mit Leichtigkeit von dem Besitzer desselben, sofern sich dieser noch im Wachsthum befindet, verlängert werden kann, und dafs besonders auch, wenn das neue Glied ein Bein ist, das Fufsgelenk so wirkt, wie es bei einem natürlichen Bein der Fall ist.
Die meistens gebräuchlichen künstlichen Beine müssen, sobald sie für den im Wachsthum begriffenen Träger derselben zu klein geworden sind, durch neue ersetzt werden, oder es m'ufs, wo sie wirklich verlängerbar sind, diese Verlängerung durch einen geschickten Mann bewirkt werden, welcher mit derartigen Gegenständen vertraut ist. Die Thätigkeit des Knöchels oder Fufsgelenkes hängt bei den bisher bekannt gewordenen künstlichen Beinen gewöhnlich von· der guten Wirkung von Stahlfedern ab, welche aber vielfach, besonders bei kaltem Wetter, zerbrechen.
Das vorliegende künstliche Bein kann vori dem Besitzer desselben, ohne dafs es irgend welcher Uebung bedürfte, mit Leichtigkeit verlängert und verkürzt werden; die ganze Aenderungsarbeit erfordert nur eine sehr kurze Zeit. Uebrigens pafst sich das künstliche Bein in seiner äufseren Erscheinung ganz den vorhandenen ähnlichen Ausführungen an.
Der untere, mit dem Hand- oder Fufsgelenk verbundene Theil des neuen künstlichen Gliedes ist mit einer starken Schraube und . kräftigen Stiften ausgerüstet, welche an einer oberen, über dem Fufs- oder Handgelenk liegenden Platte fest angebracht sind. Diese Stifte gehen durch eine starre untere Endplatte des oberen Gliedtheiles und durch eine zweite, in dem letzteren etwas höher angebrachte Platte. Wenn man die Mutter zu der erwähnten starken Schraube löst, so kann man das erwähnte Unterstück, welches das Fufs- oder Handgelenk trägt, abnehmen und zum Zweck der Verlängerung des Gliedes eine Scheibe von geeignetem Stoff über die Schraube und die erwähnten Stifte schieben.
Der abgenommene Theil kann dann in der vorher angedeuteten Weise wieder leicht befestigt werden.
Um die erwähnten Stahlfedern bei dem Fufsgelenk vermeiden zu können, erhält das erwähnte., durch eine starke Schraube an dem oberen Theil des künstlichen Gliedes besonders befestigte Unterstück eine Zunge, welche in die eigentliche Ferse des Fufses hinabreicht. In der Ferse sind vor und hinter der Zunge Aussparungen vorgesehen, welche zur Aufnahme von Gummistücken dienen. Diese Stücke ersetzen die Stahlfedern und wirken wie die Sehnen des Fufses. Sie werden in der gewünschten Lage durch eine Platte gehalten, welche gegen die Unterseite des eigentlichen künstlichen Fufses geschraubt ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι die Seitenansicht des neuen künstlichen Beines,
Fig. 2 ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. i, Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie C-D der Fig. i.
Fig. 4 veranschaulicht eine zweite Ausführungsform der Befestigungsvorrichtung für den das Fufsgelenk tragenden unteren Theil des künstlichen Beines.
Um das Fufsgelenk an dem eigentlichen Unterschenkel zu befestigen, ist das massive Stück d (Fig. i) mit einer Platte d1 fest verbunden, in welcher Platte wieder die bereits erwähnte kräftige Schraube d'2 und die starken Stifte d3 befestigt sind. Die dauerhaft unbewegliche Befestigung der Schraube d- in der Platte d1 kann auf jede beliebige Weise bewirkt werden. Die erwähnte Schraube d2 und die Stifte ds gehen durch die Platten f und g am unteren Ende des Unterschenkels hindurch. Die beiden Platten können an dem Unterschenkel mit Nieten gl und Schrauben befestigt werden, welche man an passenden Stellen einschraubt. Die Mutter d5 für die Schraube d'2 wird von oben durch das Loch e2 (Fig. ι und 2) eingeführt und festgeschraubt. Um den Unterschenkel zu verlängern, löst man die Mutter db, so dafs man das ganze Fufsgelenk von dem Unterschenkel abnehmen kann, und steckt nun auf die Scheiben da und die Schraube d'2 ein passend gebohrtes Holzstück, welches natürlich auch aus anderem Stoff bestehen kann und dessen äufsere Umrisse dem Querschnitt des Unterschenkels an der betreffenden Stelle entsprechen. Nachdem das Verlängerungsstück an dem Untertheil angebracht ist, schraubt man das letztere wieder in der beschriebenen Weise fest an. Dem künstlichen Beine kann man beim Verkauf gleich mehrere solcher Verlängerungsstücke von verschiedener Stärke beifügen. Um eine Abnutzung des Bohrloches für die Schraube d'2 bei dem Unterschenkel zu vermeiden, kann man, wie die Fig. 2 zeigt, eine Büchse in dieses Loch hineinschlagen. Damit das Fufsgelenk sich gut bewegt, ist der Block d1 mit einer festen Zunge de ausgerüstet, welche in eine geeignete Vertiefung des Fufses j eingreift. Vor und hinter dieser Zunge ist so viel Spiel gelassen, dafs zwei Gummifedern h h1 darin Platz finden können. Die Fufsplatte j1 sorgt dafür, dafs diese Gummistücke in der richtigen Lage verbleiben. Schrauben/2 können zur Befestigung dieser Fufsplatte dienen. Wenn der etwa vorhandene natürliche Unterschenkelstumpf zu lang ist, um die eine mittlere Schraube d2 zu gestatten, so kann man die durch die Fig. 4 veranschaulichte Construction verwenden, bei welcher statt der einen mittleren zwei äufsere Schrauben k k1 verwendet sind. Die Einzelheiten dieser abweichenden Ausführung gehen aus der Zeichnung ohne Weiteres hervor. Anstatt die Schrauben nach der Vorder- und Hinterseite zu legen, wie in Fig. 4 angenommen, kann man sie natürlich auch zu beiden Seiten des künstlichen Unterschenkels anordnen. Dafs der natürliche Stumpf bei dieser Construction weit tiefer herunterreichen kann, geht aus der Abbildung 4 ebenfalls hervor. Das ganze künstliche Glied wird des gefälligen Aussehens halber mit einem Lederüberzug versehen. Die vorstehende Beschreibung und Zeichnung sollen nur ein Bild des Wesens des Eröndungsgegenstandes geben; die Einzelheiten können je nach Wunsch und Ansicht des Ausführenden verändert werden. Wenn der natürliche Unterschenkel dicht oberhalb des Fufsgelenkes durchschnitten wurde, so kann man statt der Schrauben d'2 bezw. k kl und der starken Stifte d3 in geeigneter Weise anders angeordnete Stifte anordnen, weiche beispielsweise an dem künstlichen Fufsgelenk befestigt sind und in Hülsen des künstlichen Unterschenkelstückes eingeschoben und befestigt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Künstliches Glied, gekennzeichnet durch eine an dem Unterschenkel- oder Unterarmstück (d) angebrachte Zunge fdej, welche in eine passende Aussparung des künstlichen Fufses oder der künstlichen Hand (j) eingreift und drehbar damit verbunden ist, wobei vor und hinter dieser Zunge in die erwähnte Aussparung eingelegte Gummistücke (h hl), welche auf geeignete Weise, z. B. durch eine Fufsplatte (jlj, in ihrer Lage gehalten werden, dem Fufs oder der Hand die elastische Bewegbarkeit in Bezug auf den künstlichen Unterschenkel oder Unterarm gestatten.
2. Künstliches Glied nach Anspruch 1 , bei welchem das Gelenkstück (d) von dem eigentlichen künstlichen Unterschenkelstück leicht lösbar und derart ausgeführt ist, dafs es zum Zweck der Verlängerung des Unterschenkels die Anbringung einer entsprechend starken Zwischenlage gestattet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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