DE86618C - - Google Patents

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DE86618C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
    • A61F2/604Joints for artificial legs

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMTYfe
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
J. GRANZ in ZURICH. Künstlicher Furs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1894 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen künstlichen Fufs, durch welchen infolge seiner besonderen Einrichtung eine ruhige, vom normalen Gange nur wenig unterscheidbare Gangart ermöglicht werden soll.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt des Fufses nach K - T der Fig. 3,
Fig. 2 eine Rückansicht mit theilweisem Schnitt nach y -y der Fig. 3,
Fig. 3 eine Draufsicht mit Schnitt nach χ - χ der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt nach n> - n> der Fig. 2,
Fig. 5 eine Seitenansicht in verkleinertem Mafsstabe mit zum Theil vervollkommneter Ausführung,
Fig. 6 einen Grundrifs mit waagrechtem Schnitt nach v-v der Fig. 5.
Der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte künstliche Fufs ist besonders für ein am Fufsgelenk abgenommenes Bein eingerichtet. Derselbe ist aber auch für alle anderen über dem Fufsgelenk ausgeführten Amputationen verwendbar, indem nur das dazwischen fehlende Stück entweder mit Korkstücken α (Fig. 5 und 6) ausgefüllt oder ein dementsprechendes, nach passender Form dazu hergestelltes Stück Rohr aus Aluminium oder dergl. eingesetzt wird, wie es die inneren strichpunktirten Linien andeuten.
Um eine dem normalen Gang entsprechende Bewegung des Fufses erreichen zu können, sind zwei konische Gummifedern / (Fig. 1), sogenannte Gummibuffer, je eine vorn und eine hinten so angebracht, dafs der Druck auf dieselben immer senkrecht auf den Mittelpunkt erfolgt. Da sie an beiden Enden kugelförmig auslaufen und die beiden Naben h' der Aluminiumkapsel h, sowie auch der Aluminiumaufsatz g gröfsere Aushöhlungen bezw. gröfsere Radien für die Auflage der Federn Z haben als diese selbst, so wird eine freie, spielende Bewegung erzielt, ohne dafs dieselben herausfallen können. Ebenso wird, auch das Fufszehengelenk durch zwei Gummifedern /' (Fig. 1) nach jedem Schritt des Fufses in seine ursprüngliche Gerade zurückgebracht.
Der eigentliche Fufs A (Fig. 1 und 3) besteht von der Fufsspitze bis zu dem durch ein Scharnier c an der Aluminiumsohle d hergestellten Fufszehengelenk vortheilhaft nur aus Kork, während der ganze andere Theil des Fufses mit zur Festigkeit und Versteifung dienenden Längsstücken e (Fig. 2 und 3) aus Pappelholz oder dergl. passend durchsetzt ist. Dieselben gehen am besten der Länge nach gerade da durch den Fufs A, wo sämmtliche Metalltheile angeschraubt werden müssen. Die Aluminiumsohle d ist bis zur Hälfte in der Längs- und Querrichtung mit Versteifungsrippen d1 versehen.
Das Fufsgelenk entspricht genau der Höhe eines normalen Fufses und wird gebildet aus zwei Stahllagertheilen / (Fig. 1 und 2) mit kegeliger Bohrung, welche am Fufs A mit der Sohle d und dem Aluminiumaufsatz g durch Schrauben fest verbunden sind, und den beiden Stahlschienen f1. Durch passend eingedrehte Ansätze werden die letzteren mit den beiden Lagertheilen mittelst eines auf einer Seite konisch angesetzten, genau in das konische Lager / eingeprefsten Bolzens /2 und auf der entgegengesetzten Seite mittels des Gegenkegels /3 durch die halbrunde Schraubenmutter/* (Fig. 2) verbunden. Die Lager/, sowie auch die Schienen/1 sind auf beiden
Seiten mit Ansätzen/5 (Fig. i) versehen, welche den Schienen/1 bezw. dem Fufsgelenk nur eine kleine Drehung gestatten. Infolge der Vorwärtsbewegung des Beines, welches in der Aluminiumkapsel h (Fig. i, 2 und 3) sitzt und durch die Schnürung i1 des Lederschaftes i (Fig. ι und 2) festgehalten wird, schlagen diese Ansätze beim Gehen an einander an und bewerkstelligen so das Aufheben des hinteren Theiles des Fufses A (der Ferse), während der Zehentheil noch so lange am Boden haften bleibt, bis der ganze übrige Theil des Fufses aufgehoben ist. Zwischen dem halbrunden Kopf des Bolzens/2 und der Schiene/1 (Fig. 2), sowie dem Gegenkegel/3 und der Schiene/1 auf der entgegengesetzten Seite sind dünne Messigscheibchen /e eingelegt, durch deren Entfernung auf jeder Seite die Nachstellung der Kegel durch Anziehen der Schraubenmutter/4 ermöglicht ist, wenn sich die letzteren ausgelaufen oder abgenutzt haben. Um den Bolzen /2, sowie den Gegenkegel /3 durch die Drehung der Schienen fl mitnehmen zu können, befinden sich an denselben vorstehende Zapfen/7, welche in den halbrunden Kopf des Bolzens/2 bezw. in den Gegenkegel /3 eingepafst sind.
Zur Schmierung der Lager / bezw. der Kegel /2 und /3 ist im oberen Theile des Fufses A eine selbstthätige Schmiervorrichtung k (Fig. ι und 3), vortheilhaft aus Aluminium, eingesetzt. Dieselbe wird zuvor mit OeI gefüllt, welches den Lagern/ durch die Bewegung des Fufses beim Gehen durch die beiden mit den Lagern / fest verbundenen Röhrchen kl tropfenweise zugeführt wird.
Die Aluminiumkapsel h ist auf beiden Seiten mit Nuthen, sowie oben auf dem Rand mit Ansätzen versehen, in denen die beiden Schienen/1 (Fig. i, 2 und 3) mit einem Gegenansatz genau eingepafst sind. Diese Vorrichtuug dient dazu, das Lockerwerden der Kapsel h durch den Druck der beiden Gummifedern I während des Gehens zu verhindern. Da der am unteren Theile der Kapsel h mit halbrunder Nuth versehene Ansatz auf den Bolzen/2 aufsitzt, so ist nur je eine Schraube/0 nöthig, um die Schienen fl an der Kapsel h festzuhalten und so ein Ausbiegen derselben zu verhindern.
Der Lederschaft i ist an die Kapsel h fest angenäht und so mit dieser zu einem Stück verbunden. An dem unteren Theile des Lederschaftes i ist ein Stück weichen Tuches z"2 befestigt, welches die ganze innere Fläche der Kapsel h überzieht und so die Auspolsterung bildet, damit der darin befindliche Beinstumpf eine weiche Unterlage hat.
An den oberen Enden der Schienen/1 ist eine halbkreisförmige Schiene m (Fig. 1, 2 und 4) angenietet, die mit weichem Leder überzogen ist und hinten eine ziemlich grofse Aussparung hat, um das Kniegelenk möglichst weit zusammenbiegen zu können und hauptsächlich dem Gegendruck des Vorderfufses, sowie der-Gummifedern / und der Anschläge/5 möglichst weit oben an der Kniescheibe widerstehen zu können. An der Schiene m befinden sich zwei bewegliche Verschlüsse m1. An den schliefsenden Theilen sind zu diesem Zwecke stark spannende Gummibänder η angebracht, welche vorn in ein der Breite der Schiene m entsprechendes Lederband 0 eingeschoben und mittelst einer Schraube o1 (Fig. 4) weiter oder enger verstellbar befestigt sind. Die Gummibänder η sind hauptsächlich dazu angebracht, dafs, wenn aus Versehen durch unrichtiges, festes Auftreten des Vorderfufses oder der Fufsspitze, z. B. beim Betreten einer Leiter oder einer Treppe mit recht schmalen Stufen etc., die Schienen durch die Anschläge/5 (Fig. 1) plötzlich zu stark angespannt werden, ein Ausweichen derselben ermöglicht und somit ein Zerbrechen der Schiene verhindert wird.
Vorliegende Erfindung ist, wie bereits oben bemerkt, nicht allein für Amputationen verwendbar, welche ' über dem Knöchelgelenk vollzogen worden sind, sondern mittelst geringer Aenderungen auch für andere Beinamputationen, so lange noch ein Stumpf vorhanden ist.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Künstlicher Fufs, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Erzielung eines möglichst normalen Ganges das Knöchelgelenk durch zwei bewegliche Gummibuffer entlastet wird und die Drehung des Fufses durch am Gelenk angebrachte und bei der Bewegung auf einander schlagende Ansätze /5 nur auf einen dem Beugungswinkel des natürlichen Fufses entsprechenden Winkel beschränkt ist.
  2. 2. An einem künstlichen Fufs nach Anspruch 1 eine solche Anordnung der zur Versteifung des Wadentheiles dienenden Schienen /', dafs sie durch Bügel m gehalten und von den in das Lederband 0 eingelegten Gummibändern η vor Bruch geschützt werden.
  3. 3. An einem künstlichen Fufs nach Anspruch 1 die Anordnung eines Schmiergefäfses k, welches zur Erzielung einer leichteren Beweglichkeit infolge der Bewegung des Fufses selbstthätig Schmierflüssigkeit durch die Zulaufröhrchen k1 zu dem Gelenk' führt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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